Lasst uns die Dummen rauswerfen – Eine Polemik zum Auschwitz-Gedenken

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Och nöööööö, eigentlich wollten wir hier heute einen von A bis Z lustigen Tag fahren. Aber es gibt halt Vollidioten. Die gab’s schon immer. Nur herrschte vor dem Internet in den relevanten Medien-Kanälen eine qualitative Selektion. Da durften nur Leute reden, schreiben und senden, die dazu auch qualifiziert waren. Das war bestimmt nicht immer fair und viele, die was zu sagen hatten, bekamen nie die Chance dazu. Aber immerhin wurde die reflektierte Mehrheit vor den Gedanken der Dummen und Verhärmten geschützt. Gleichzeitig wurden die Dummen und Verhärmten vor sich selbst geschützt.

Zum Auschwitz-Gedenken gibt es wieder viele TV- und Print-Specials zu einem Thema, das komplett und ohne Umwege die Gegenwart prägt. Aktualität bekommt das Ganze durch die Tatsache, dass viele Zeitzeugen langsam aussterben. Und es darf als gesicherte Annahme gelten, dass diese Menschen noch Geschichten in sich tragen, die sie nicht mit ins Grab nehmen möchten. Wenn da jetzt zu junge, zu alte, zu dumme, oder zu einsame Menschen fordern, man solle die alten Kamellen mal langsam zu den Akten legen, dann ist die Antwort: Fresse! Und zurück in Eure Löcher!

Der Holocaust darf in zehn Millionen Jahren nicht zu den Akten gelegt werden und jetzt…“

[weiter bei Schlecky Silberstein mit dem grandiosen Satz:
Mehr Härte gegen dumm.
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Am Dienstag, 27. Januar 19 Uhr präsentiert der Kulturkreis impulse e. V. zusammen mit der Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“ in der Alten Molkerei Freren die Ausstellung
„Auf den Spuren jüdischen Lebens“
Am 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und des internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts werden die Broschüre und die neu konzipierte Wanderausstellung in der Alten Molkerei vorgestellt.
In vielen Orten des Emslandes stößt man auf Spuren vergangenen jüdischen Lebens wie Friedhöfe, Gedenktafeln, Mahnmale und Stolpersteine. Die Fotogruppe „Objektiv“ nahm im Frühjahr 2014 im Rahmen des Projektes zahlreiche Motive auf, die Spuren vergangen jüdischen Lebens zeigen und die Broschüre illustrieren. Die dadurch entstandene Sammlung beeindruckender Schwarz-Weiß- und Farbfotos war dann außerdem für einige Wochen im Stadthaus der Stadt Meppen zu sehen.

ausstellung2015

Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in die Geschichte und gibt einen Überblick über Orte, an denen man Spuren jüdischen Lebens finden kann. Darüber hinaus stellt sie Personen vor, die mit dem jüdischen Leben im Emsland verbunden sind. Sie möchte dazu beitragen, das reiche Erbe jüdischer Kultur und Religion ins Bewusstsein zu rücken und seine Bedeutung für die emsländische Geschichte hervorzuheben.

Musikalische Begleitung der Eröffnung: Internationaler Frerener Freundschaftschor

Die Ausstellung wird drei Wochen in der Alten Molkerei zu sehen sein.

Die Ausstellung ist Mo. – Fr. von 8-12 Uhr zu sehen oder nach Terminabsprache.
Terminwünsche: 05902 93920  Mo. – Fr. von 8-12

Eintritt: frei