Schlusspfiff

28. Februar 2015

Schlusspfiff HSG Nordhorn-Lingen vers. TV Neuhausen. Die Szene.

Bildschirmfoto 2015-02-28 um 23.09.37

Brause

28. Februar 2015

Zu den Commercials, die bei der diesjährigen Oskar-Verleihung über die US-Bildschirme flimmerten, zählt auch diese, eigentlich ganz flotte Coca-Cola-Werbung. Ernährungswissenschaftlich betrachtet haben im Film gleich alle Protagonisten alles richtig gemacht: Sie haben die US-Brause nicht getrunken.

keine gute

27. Februar 2015

Bildschirmfoto 2015-02-26 um 20.51.52Die Volksbank will das ehem. Coop/Extra-Supermarkt-Gebäude in der Lookenstraße abreißen und dort einen Neubau errichten. Ich bin schon deshalb nicht glücklich, weil der Bebauungsplan geändert wurde, der dort in der obersten Etage Wohnraum vorsah. Den aber wollte die Volksbank zunächst aber nicht mehr, nachdem der Bebauungsplan vor drei Jahren in einem Schritt zu ihren Gunsten geändert worden war.

Jetzt -kurz vor Beginn des knapp 18monatigen Bauvorhabens- geht es um die dringende Frage, wie die große Baustrelle erschlossen wird; denn das ist eine ganz knifflige Sache. Den Vorschlag der StadtverwBildschirmfoto 2015-02-26 um 23.03.18altung feiert sie gerade in einer laaaaangen Pressemitteilung als großartige Lösung feiert. Denn die Baustellen-Lkw sollen tatsächlich durch die ganze Marienstraße bis zur Zufahrt zwischen dem Juweliergeschäft Vielmeyer und dem Spieleparadies Adelmann fahren, dort in diese Zufahrt abbiegen und dann zur Baustelle. Knapp 200m durch den Fußgängerbereich Marienstraße und 100m zur Baustelle (Foto 1).

Das ist gar keine gute Idee, finde ich: Denn die Marienstraße ist doch gerade erst neu gepflastert und man braucht kein Prophet zu sein, sie sich  nach 15-18 Monaten Baustellenverkehr vorzustellen. Auch die Vorgabe, dass Baustellenfahrzeuge nur bis 10 Uhr morgens die Straße befahren dürfen, ist gut gemeint, wird aber nicht funktionieren, wenn andere Lieferfahrzeuge nahezu ganztags die Marienstraße befahren dürfen. Es wird vielmehr zu einer erheblichen Belastung für die Anrainer und Fußgänger in der Marienstraße Bildschirmfoto 2015-02-26 um 23.05.23kommen, die man vermeiden soll und kann.

Gegen die Alternatividee, die Feuerwehrzufahrt zwischen Lookentor und dem Haus Marienstraße 11 entlang der Eiscaféterrasse zu nutzen, also jedenfalls einen Teil der Marienstraße nicht zu befahren (Foto 2), lehnt der Eigentümer des Lookentor ab; er kann sich dabei auf den Bebauungsplan stützen, der in dem Bereich nur ein eingeschränktes Geh- und Fahrrecht für direkte Anlieger erlaubt.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es dann schließlich, die -von mir favorisierte- Lösung, die Baustelle über die Straße Am Pulverturm und durch die Lücke zwischen dem Brillengeschäft Löchte und dem Reformhaus Ebken den Baustellenbereich zu erschließen -also mit einer knappen Querung der MArienstraße-  (Foto 3), scheitere an alten, persönlichen Streitereien zwischen Bauherrn und einem prominenten Anliege, der einst ausgerechnet das jetzige Baugrundstück an den Bauherrn verkauft hat. Dabei könnte sie auch einen vor Jahren bereits im Stadtrat beschlossenes Grundstückstausch verwirklichen und die Ruine der ehedem ein kleines Musikgeschäft beherbergendes Gebäude nördlich der Marienstraße beseitigen helfen.

Wir sehen: Alles ist eigentlich ein Fall für ein Stadtoberhaupt, der die Streithähne an einen Tisch zu holen hat, um so im Gespräch eine Einigung zu erzielen, von der alle etwas haben und die allen nützt. Oder?

 

Die Ausweise, bitte

26. Februar 2015

Bildschirmfoto 2015-02-25 um 22.02.11Aus Udo Vetters lawblog

Spiegel Online hat von einem Gesetzentwurf erfahren, der ein längst überfälliges Problem lösen soll: die Störerhaftung beim Betrieb eines öffentlichen WLAN. Doch von freiem WLAN wäre man mit der Neuregelung womöglich noch weiter entfernt als heute.

Tatsächlich liest sich der Entwurf, soweit er in dem Bericht zitiert wird, eher so, als würden juristische Hürden durch bürokratische ersetzt. So sollen sich WLAN-Nutzer bei dem Anbieter registrieren müssen, um Netzzugang zu erhalten. Außerdem müssen sie mit einem Häkchen versichern, keinen Quatsch zu machen. Der WLAN-Betreiber selbst soll zu “zumutbaren Maßnahmen” verpflichtet sein, um Missbrauch, also vor allem Filesharing, zu unterbinden.

Natürlich ist Registrierung nicht gleich Registrierung. Die spannende Frage könnte also sein, in welchem Umfang WLAN-Anbieter Klarnamen und Adressen ihrer Kunden abfragen und möglicherweise Belege, vielleicht gar eine Unterschrift verlangen müssen. Immerhin dürfte es ja ansonsten ein Leichtes sein, sich etwa in einem Café als Sigmar Gabriel oder Alexander Dobrindt Zugang zum WLAN zu “verschaffen”.

Noch unerfreulicher könnte die Lösung für privates WLAN ausfallen. Laut dem Bericht sollen private WLAN-Betreiber im Zweifel die Namen aller Nutzer vorlegen müssen. Gerade dieser Gedanke könnte auch der Feder eines Lobbyisten der Contentindustrie entsprungen sein. Hierdurch würde die Störerhaftung im privaten Bereich nämlich faktisch sogar drastisch verschärft. Nicht nur die Idee Freifunk dürfte dabei auf der Strecke bleiben.

The Durango Riot

25. Februar 2015

The Durango Riot<
FACE Tour 2015
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof

Samstag 28.02.2015 21 Uhr

Eintritt: 13 € zzgl. Gebühren
Ticketlink: http://bit.ly/DurangoTix

Themenkomplexes

24. Februar 2015

RathausHeute im Verwaltungsausschuss der Stadt Lingen (Ems):

 

1. Änderungsantrag der Fraktion „Die BürgerNahen“ zur Beschlussvorlage 38/2015:

Der Verwaltungsausschuss der Stadt anerkennt die Verpflichtung der Stadt, menschenwürdig für die Aufnahme, Unterbringung und Betreuung der wachsenden Zahl von Flüchtlingen zu sorgen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erkenntnis, dass Flüchtlinge grundsätzlich einen Anspruch auf unsere Hilfe haben und eine Bereicherung unserer städtischen Gemeinschaft darstellen. Er beschließt:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem SKM Lingen ein Gesamtkonzept zur Aufnahme, Unterbringung, Betreuung und Integration von Migranten und Flüchtlingen zu erarbeiten. Die Erfahrungen aus den 1990er Jahren sind dabei heranzuziehen.
  2. Dieses Konzept soll vor allem Flüchtlinge schützen und versorgen helfen, die einer besonderen medizinischen Versorgung bedürfen; das sind schwerkranke und traumatisierte Flüchtlinge. Daneben stehen minderjährige Flüchtlinge und junge Erwachsene gemäß § 41 SGB VIII (KJHG) im Mittelpunkt.
  3. Zentraler Punkt soll die betreuende Flüchtlingssozialarbeit durch bzw. mithilfe von Sozialarbeitern und Fachkräften des SKM sein. Ehrenamtliche Helfer und die Integrationslotsen sind einzubeziehen.
  4. Die Verwaltung wird beauftragt, innerhalb der Stadt das Auffinden und Vermitteln von Wohnraum für Flüchtlinge außerhalb der Verwaltung durchführen zu lassen und dadurch zu professionalisieren, dass für die entsprechende Dienstleistung eine Ausschreibung unter den in Lingen tätigen Maklern stattfindet.
  5. Die Verwaltung wird beauftragt, sich innerhalb der Schullandschaft für die Einrichtung von Förderklassen für schulpflichtige Flüchtlinge einzusetzen.
  6. Für nicht schulpflichtige Flüchtlinge sollen kostenfreie Sprach- und Integrationskurse über die VHS eingerichtet werden, weil für sie die berufsbezogene Deutschförderung meist verschlossen ist, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes organisiert. Voraussetzung für die Teilnahme sind nämlich erste elementare Deutschkenntnisse, über die viele Asylbewerber noch nicht verfügen. Sie haben außerdem keinen Zugang zu Integrationskursen, die vor allem allgemeinsprachliche Grundlagen vermitteln. Diesem Mangel gilt es abzuhelfen.
  7. Die Verwaltung soll sicherstellen, dass auch die Vereine und Verbände der Stadt bei der Integration von Flüchtlingen und Migranten helfen, vor allem die Sportvereine. Dazu soll die Verwaltung mit den Vereinen und Verbänden Integrationsgespräche durchführen; die Integrationsarbeit der Vereine und Verbände soll finanziell gefördert werden, bspw. durch Zuschüsse für die Vereine und ihre Flüchtlingsarbeit. Die Verwaltung wird beauftragt, hierzu ein Modell zu erarbeiten.
  8. Die Flüchtlingsarbeit in der Stadt soll durch einen ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten begleitet werden, der kontinuierlich dem Ausschuss für Familie, Soziales und Integration sowie dem Rat berichtet. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Handlungsrahmen für den Integrationsbeauftragten zu erarbeiten, den der Rat der Stadt beschließen möge.
  9. Das kurzfristig mit dem SKM zu erarbeitende Konzept zur Aufnahme, Unterbringung, Betreuung und Integration von Migranten und Flüchtlingen ist im Ausschuss für Familie, Soziales und Integration vorzustellen, zu beraten und dort sowie im Rat zu verabschieden.
  10. Der Verwaltungsausschuss fordert Land Niedersachsen und Landkreis Emsland auf, die Bemühungen der Stadt Lingen (Ems) für eine menschenwürdige Aufnahme, Unterbringung, Betreuung und Integration von Migranten und Flüchtlingen anzuerkennen und finanziell in dem erforderlichen Umfang zu unterstützen, d.h. die lfd. Kosten dafür zu übernehmen.
  11. Der Verwaltungsausschuss stimmt einstweilen nicht der Freigabe von Reservestellen im Stellenplan 2015 für zusätzliches Verwaltungspersonal für die Bearbeitung von Flüchtlingsfragen zu. Zusätzliche Stellen sind angesichts der vorbildlichen und engagierten Leistungen der Lingener Stadtverwaltung während der Flüchtlingswelle Anfang der 1990er Jahre mit deutlich (!) mehr Flüchtlingen als gegenwärtig nicht notwendig. Evtl. Mehrarbeit ist verwaltungsintern aufzufangen, zumal angesichts des am 1.3. in Kraft tretenden Asylbewerberleistungsgesetz sowie des weggefallenen Gutscheinsystems eine Entlastung der Verwaltung eintritt. Der Verwaltungsausschuss appelliert insoweit an das Engagement der Bediensteten der Stadtverwaltung..

Beschluss abgelehnt (2 Ja, 7 Nein, 2 Enth): 

 

2. Beschlussvorschlag der Verwaltung – aus der Vorlage Nr. 38/2015

  1. a)  Der Verwaltungsausschuss stimmt der Freigabe der Reservestellen im Stellenplan 2015 zur Deckung der Personalkapazitäten zur Bearbeitung des Themenkomplexes Flüchtlinge zu.
  2. b)  Die Verwaltung wird beauftragt mit dem SKM über die Erweiterung des beste- henden Konzepts zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen zu verhandeln.

Beschluss angenommen (9 Ja: 2 Nein) 

 

3. Besonderheiten:

    • Alles nicht-öffentlich.
    • Ein bestehendes Konzept für die Flüchtlingsarbeit wurde trotz mehrfacher Aufforderung nicht vorgelegt. Aber es gebe eins, sonst hätte man ja nicht 502 Flüchtlinge untergebracht, sagte OB Krone in der ausgesprochen freimütig geführten Debatte. Man habe eine wirkliche  Willkommenskultur.
    • Der Änderungsantrag der BN sei zu kurzfristig vorgelegt worden. 
    • Demnächst werden Container aufgestellt. Sie heißen jetzt „mobile Flüchtlingsunterkünfte in Modularbauweise“.
    • Beschlossen wurden -s.o.- drei zusätzliche Verwaltungsstellen in der Stadtverwaltung Lingen und eine halbe für die Flüchtlingssozialarbeit des SKM.

Wissen Sie eigentlich, dass es heute deutlich weniger Flüchtlinge (500) gibt, als vor 20 Jahren (800), andererseits aber viel mehr Verwaltungspersonal? Wenn der verantwortliche OB von Verwaltung keine Ahnung hat, kommt so etwas heraus: Die Bearbeitung des Themenkomplexes. Die BN wollte stattdessen Flüchtlingssozialarbeit.

Am Donnerstag tagt übrigens der Lingener Stadtrat. Die ganze Debatte geht an ihm vorbei. Das Thema steht nämlich nicht auf der Tagesordnung. Weil es öffentlich gewesen wäre? Honi soit qui mal y pense.

Ideenwerkstatt Parkhügel

24. Februar 2015

ParkhügelIdeenwerkstatt Parkhügel
Lingen (Ems) – IT-Zentrum

Sa 28.02.15 von 9 – 15 Uhr

Wie kann das Areal des Parkhügels attraktiver gestaltet und weiter entwickelt werden? Dieser Frage hat sich eine Initiativgruppe gewidmet [mehr…] und sie steht jetzt im Mittelpunkt einer „Ideenwerkstatt“. Am kommenden Samstag haben Bürgerinnen und Bürger, Anlieger und Einzelhändler während der Veranstaltung Gelegenheit, gemeinsam mit einem Team aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dabei soll nicht nur der Parkhügel selbst, sondern der gesamte Bereich zwischen Marienstraße, Lookenstraße sowie dem Lookentor berücksichtigt werden.

Die „Ideenwerkstatt“ beginnt um 9 Uhr mit einer gemeinsamen Ortsbegehung (Treffpunkt: vor dem Parkhügel am Machurius). Anschließend geht es vom Parkhügel gemeinsam zum IT-Zentrum (Kaiserstraße 10b), wo von 10:30 Uhr bis 15 Uhr der eigentliche Workshop stattfindet. Neben einigen Impulsreferaten sollen dann in Arbeitsgruppen mit Unterstützung der Planer und der Verwaltung verschiedene Ideen weiter ausgearbeitet werden. Ziel ist es dabei, konkrete Ideen für Umsetzung, Betrieb und Finanzierung zu entwickeln.

Zu der „Ideenwerkstatt“ lädt das Stadtplanungsamt herzlich ein. Es sind keinerlei Vorkenntnisse oder Fachkompetenzen erforderlich. Aus organisatorischen Gründen sollten Anmeldungen sofort erfolgen (E-Mail: stadtplanung@lingen.de; Telefon: 0591 9144-621), der offizielle Anmeldetermin ist bereits verstrichen. Doch wir haben ja eine flexible Stadtverwaltung.

Montagmorgen-Polemik

23. Februar 2015

Meine Montagmorgen-Polemik.

„Der „Trimm-Dich-Pfad“ am Kiesberg in #Lingen braucht dringend eine Generalüberholung“, twitterte gestern Nachmittag @Lingen_Fehler; @Lingen_Fehler ist ein ausgesprochen kritischer Zeitgeist, der regelmäßig seinen twitternden Finger in die Wunde kommunaler Unfähig- und Unfertigkeit legt und ihn dann gleichermaßen öffentlich wie sanft dreht.

Ausnahmsweise möchte ich ihm widersprechen, wenn auch nur etwas. Der Trimmpfad nebst Laufstrecke am Kiesberg braucht nämlich nur die nölige Aufmerksamkeit. Twitterer @ewoh_de antwortete auch schnell, das sei doch mit allen Trimm-Dich-Pfaden so. „Kenne keinen, der in Schuss ist. An die Unterhaltung wird nie gedacht.“

Spontan habe ich da meinen Fraktionskollegen Atze Storm angerufen, das Thema in der Sitzung des Sportausschusses anzusprechen, die heute in einer Woche stattfindet. Aber im Vertrauen, geschätzte/r Leser/in: Ich nehme an, dass bis dahin die Dinge schon geregelt sind und die PR-Abteilung des Rathauses unsern fotofreudigen OB an eine der bis dahin frisch gesäuberten Trimm-Dich-Reckstangen gehängt hat, um sein fortwährendes Engagement für den Sport im allgemeinen und den Trimmpfad an der Kiesbergstraße im besonderen für alle nicht twitternden Lingener -also 95% – nachdrücklich unter fotografischen Beweis zu stellen. Das Eingangstor wird diese Verwaltung allerdings sofort abreißen, damit im Brandfall die Feuerwehr ungehindert durchfahren kann – also, Sie verstehen, wegen der Verkehrssicherungspflicht; die nämlich ist das neue Lieblingsargument der öffentlich Bediensteten und damit lassen sie sofort jedes gewählte Ratsmitglied verstummen. Denn das meint, selbst sofort in Haft und Haftung genommen zu werden also jedenfalls Haus und Hof zu verlieren, falls es nicht bedingungslos Ja zu dem sagt, was Verwaltung „wegen der Verkehrssicherungspflicht“ will: bspw. Straßen für Radfahrer und Fußgänger sperren, dem lokalen Pöttemarkt durch Feuerwehrautoschneisen viel Charme nehmen oder auch Salz ohne Ende auf die Straßen knallen lassen, wenn auch nur der Hauch einer minutenlangen morgendliche Glätte zu erahnen ist.

Denn merket auf, Ihr Lieben: So tickt öffentliche Verwaltung heutzutage.

Bildschirmfoto 2015-02-22 um 18.06.57

ps Bevor die Arbeiten wieder dem städtischen Bauhof angetragen werden, darf man auch das Christophoruswerk fragen, ob seine Wohngruppen nebenan nicht mit ’nem Eimer warmes Wasser etwas Zeit investieren können, um die völlig verdreckten Schilder zu reinigen. Und das Trimm-Pfad-Tor und die beanspruchten Trimm-Geräte werden doch bestimmt je zur Hälfte von den rührigen Ortsräten Laxten und Darme instand gesetzt – liegt doch der Trimmpfad in etwa auf der Grenze zwischen ihren Zuständigkeitsbereichen.

 

[Foto: © Lingen_Fehler; danke für das OK, die Fotos verwenden zu dürfen]

spanisch

23. Februar 2015

Wie spanisch war die spanische Zeit in Lingen?
Eine Zeitreise in die Lingener Geschichte
Vortrag von Dr. Andreas Eiynck
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
Heute – 19 Uhr

Eintritt frei – Spende erbeten

Zu einem Vortrag über die „Spanische Zeit in Lingen“ lädt die Deutsch-Hispanische Gesellschaft am Montag, 23. Februar, um 19.00 Uhr in das Emslandmuseum Lingen in. Dr. Andreas Eiynck wird anhand zahlreicher Dokumente und Bilder über Lingen im Zeitraum zwischen 1550 und 1630 berichten. In diese Zeit fallen der Ausbau der Lingener Festungswerke, die wechselseitigen Eroberungen der Stadt im spanisch-niederländischen Krieg, aber auch der Wechsel der Konfession, der mit jeder Eroberung der Festung verbunden war. Der Referent wird dabei insbesondere der Frage nachgehen, wie stark die sogenannte „Spanische Zeit“ in Lingen wirklich von Spanien bestimmt wurde, oder ob im damaligen Habsburgerreich nicht ganz andere Kräfte das Schicksal Lingens leiteten.

Zur Einordnung: Der Habsburger Kaiser Karl V. eroberte im 16. Jahrhundert Lingen, um hier die unter den Tecklenburger 1541 eingeführte lutherische Reformation wieder rückgängig zu machen. Als bald darauf in den Niederlanden ein Aufstand gegen die Habsburger losbrach, kam den Habsburgern die Festung Lingen aufgrund ihrer verkehrsräumlichen Lage sehr gelegen. An der Spitze des Hauses Habsburg stand mittlerweile Philipp II, König von Spanien. So gelangten auch spanische Truppen auf den niederländischen Kriegsschauplatz, in dem die Festung Lingen eine wichtige Rolle spielte. Als „Teil von Spanien“ wurde Lingen aber nie betrachte, sondern die Habsburger zählten es immer zu den Niederlanden. Der Begriff „Spanische Niederlande“ kam erst später auf, als sich die calvinistisch geprägten nordlichen Niederlande entgültig von den Habsburgern lossagten. Auch der bekannte Admiral Spinola (Bild oben lks), der 1605 die Festung Lingen den Oraniern nach achtjähriger Besetzung wieder entreißen konnte, war kein Spanier, sondern ein gebürtiger Genuese, der in den Diensten der Habsburger stand. Die von ihm auf dem heutigen Universitätsplatz errichtete Garnisonskirche nannten man folgerichtig auch nicht die „Spanische“, sondern die „Italienische Kirche“. Das Heer der Habsburger bildete ohnehin einen bunten Mix von Söldnern aus vielen Ländern Europas.

Neben den großen politischen und militärischen Ereignissen dieser Zeit schildert Andreas Eiynck (Foto unten) aber auch alltägliche Begebenheiten aus jener Epoche. Hierzu gehört das Leben der Bauern, wie es sich im Spiegel der „Beschrivinge“ der Grafschaft Lingen von 1555 darstellt, aber auch das Schicksal der Bewohner von Stadt und Land in den damaligen Kriegszeiten. Schließlich zeigt der Referent Beispiele, wo Spuren der „Spanischen Zeit“ in Lingen bis heute zu entdecken sind.
Die Deutsch-Hispanische Gesellschaft lädt zu diesem Vortrag ein.

(Aufnahmen: Oben Ambrogio Spinola – Gemälde von Michiel Jansz. van Mierevelt, 1633; unten: Dr. Andreas Eiynck, Foto von J.-H. Janßen CC BY-SA 3.0)

unislamisch

22. Februar 2015

Das Kraftfuttermischwerk schreibt gestern in ausgesprochen diplomatischem Ton:

022015isisdrums

Die ISIS-Spacken in Libyen haben Fotos veröffentlicht auf denen sie Schlagzeuge (oder vielleicht nur eineinhalb) verbrennen, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass Schlagzeuge ihrer islamistischen Lehre nicht zuträglich sind. Schlagzeuge sind nämlich furchtbar böses Zeug! Keyboards übrigens auch.

Darauf kann es eigentlich nur eine Antwort geben. Dazu aber sind sie womöglich selber nicht in der Lage, also schütten sie Grillanzünder drüber. Banausen!