The London Quartet

29. Dezember 2019

The London Quartet
Silvesterkonzert
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Ring 44

Mi 31.12.2019  – 17 Uhr
noch Karten ab 27 €

Sie sind die „Royals des britischen A-Cappella-Gesangs“- die vier Herren des „London Quartet“, die Silvester um 17 Uhr im Theater an der Wilhelmshöhe den Jahresausklang feiern. Ihr Silvesterkonztert präsentiert Gesang, Charme und Comedy – eine Mischung, der man sich nicht entziehen kann: Von den Klassikern bis zum Pop, von Folk bis Jazz, von Madrigal bis Musical.

Seit vier Jahrzehnten steht „The London Quartet“ für klassischen Gesang und für den berühmten englischen Humor, der das Publikum dahinschmelzen lässt. Nach all diesen Jahren zeigen sich die Gentlemen Michael Steffan und Mark Fleming frisch, keck und mit dem sprichwörtlichen Schalk im Nacken wie Tenor Christopher O’Gorman und der neue Countertenor William Purefoy.

Am Silvesterabend zeigt „The London Quartet“ seine Show „Let us entertain you“ – das perfekte Programm, um das alte und neue Jahr gebührend zu würdigen. Begleitet werden die vier „extraordinary voices“ von Benjamin Costellos am Flügel.

10 mal 10 Minuten

25. Dezember 2019

Lönings Hauskonzerte
10 mal 10 Minuten
Jahresabschlusskonzert
Lingen (Ems) – Falkenstraße 17 

Samstag, 28. Dezember 2019 – 19 Uhr
Anmeldung notwendig

Da Peter und Stefanie Löning bekanntlich „von einem Hauskonzerte-Virus gepackt“ sind, schicken sie direkt nach dem aufregenden Beethoven-Klavierabend die Einladung zu ihrem 42. Hauskonzert.
„Auf Anregung einer ehemaligen Schülerin von Stefanie haben wir unser Publikum gefragt, ob es jemanden gibt, der einen Beitrag zu einem Jahresabschlusskonzert liefern wollte. Recht schnell waren es 18 Menschen, die in 10 mal 10 Minuten ein wohl über die Maße abwechslungsreiches Konzert gestalten werden. Dabei sind Rainer Rohe, Katharina Lorenz und Raimund Focks-Müter, die jeweils schon einmal einen ganzen Abend hier gestaltet haben. Mit dabei sind aber auch unsere Nachbarkinder Madelon und Jaïra Hibbel, die wahre Stammhörer sind bei unseren Hauskonzerten. Auch Felix Olschewski und Petar Sokacic sind absolute Stammgäste und werden hier musikalisch tätig. Mit dabei sind weiter Yvonne Büter, Tatiana Retmann und Marcel Portuis, Laura Freisberg sowie Elmar Brüggemann, André Dausin und Heike Wösten. Zwei Literaturbeiträge kommen von Jutta Over und Jasmin Rollmann. Natürlich spielen auch wir ein Stück. Jeder Beitrag ist streng auf 10 Minuten limitiert!“
Schon wegen der großen Zahl der Akteure ist die Zahl freier Plätze sehr begrenzt. Daher bitten Peter und Sefanie Löning, sich für diesen Abend möglichst bald anzumelden: mail(at)peterloening.de

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Foto: Stefanie und Peter Löning, @ privat

Service

23. Dezember 2019

Vorgestern informierte die Wochenend-taz auf ihrer Seite 3 über die „Dinge, die wir jetzt wissen müssen„. Darunter diese, in der Tat notwendige! Information über

Bahnsprache verstehen.

Sie machen sich auf den Weg zu den Lieben daheim und reisen in Zügen der Deutschen Bahn, zum ersten Mal. Wegen Greta. Im ICE stehen komische Sachen, die man nicht sofort versteht. Wir helfen: „ggf. freigeben“ heißt „gegebenenfalls freigeben“. Das sind Plätze von Luten, die es geschafft habe, so kurzfristig zu reservieren dass selbst der schnellste Bahncomputer nicht damit hinterherkam das auch anzuzeigen.

Richten Sie sich dort also nicht gleich häuslich ein. Es kann immer noch jemand kommen und den Sitzplatz beanspruchen. mit „bahn.comfort“ sind Plätze bezeichnet die vielfahrenden Punktesammlern gehören. Auch die können sie wegschicken. Und mit dem deutschen Anrechtsbewusstsein bezüglich solcher Plätze ist nicht zu spaßen.“

Das will ich gern im Detail ergänzen: Liest man nämlich die Hinweise in kleinen Buchstaben, ist alles ok. Stehen Sie auf den Displays aber in GROSSBUCHSTABEN, bedeutet das, dass die gesamte Platzreservierung-Anzeige ausgefallen ist.

Und wenn ich schon dabei bin, habe ich Sie noch eine Service-Meldung in diesem kleinen Blog: Denn vom 26. Februar bis zum 20. März 2020 wird es ausgesprochen schwierig, überhaupt auf der Emsland-Strecke Reservierungsanzeigen oder auch nur Züge zu sehen. 

Die Westfalenbahn informiert:
Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz AG (Gleiserneuerungen) kommt es zu Teilausfällen und Schienenersatzverkehr (SEV) zwischen Rheine und Lingen(Ems).

Wichtig: Fahrgäste aus Münster in Richtung Norden mit zielen weiter als Salzbergen steigen bereits in Rheine in den Schienenersatzverkehr. In Lingen(Ems) kann daraufhin in die Züge der WestfalenBahn umgestiegen werden.

Fahrgäste aus Emden in Richtung Süden mit Zielen weiter als Lingen(Ems) steigen in Lingen(Ems) in den Schienenersatzverkehr (SEV). In Rheine kann daraufhin in die Züge der WestfalenBahn umgestiegen werden.

Wichtig für Fahrgäste mit Ziel Salzbergen: Fahrgäste aus Emden nutzen ab Lingen(Ems) den Schienenersatzverkehr bis Rheine und steigen dort in den Zug in Gegenrichtung bis Salzbergen.

Eine Übersicht über alle betroffene Verbindungen finden Sie im Ersatzplan.

Und jetzt noch tapferer, bitte; denn die Deutsche Bahn informiert über ihre IC-Linie 35:

Von Mittwoch, 26. Februar bis Donnerstag, 19. März 2920, jeweils montags bis samstags, ganztägig -Schienenersatzverkehr Norddeich Mole/Emden Hbf <> Münster (Westf) Hbf

Die IC-Züge werden zwischen Norddeich Mole/Emden Hbf und Münster (Westf) Hbf durch Busse ersetzt. Für jeden ausfallenden Zug fahren jeweils zwei Ersatzbusse, welche unterschiedliche Haltestellen bedienen. Beachten Sie die erheblich frühere Abfahrt/spätere Ankunft der Busse in Norddeich Mole/Emden Hbf.

Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass die Haltestellen des Schienenersatzverkehrs nicht immer direkt an den jeweiligen Bahnhöfen liegen.

Grund: Bauarbeiten Salzbergen – Leer – Bad Zwischenahn

Fahrpläne … zu dieser Meldung.

Alle geänderten Zeiten stehen online unter bahn.de sowie in allen DB Informations- und Auskunftssystemen zur Verfügung.

Was bei der DB leider nicht zu finden ist:
Durch den Schienenersatzverkehr verlängert sich die IC-Fahrzeit von Emden bis Münster auf stolze 6 (in Worten sechs) Stunden., also etwa die Flugzeit zwischen deutschen Flughäfen und New York City.

Im Rat unserer Stadt habe ich am vergangenen Donnerstag dieses -offenbar gar nicht bekannte- Problem erwähnt und darauf hingewiesen, dass vor knapp 20 Jahren die erste Etappe des 85. Giro d’Italia über 215 km vom niederländischen Groningen bis Münster führte. Die Entfernung Emden – Münster ist etwa gleich weit. Ich meine mich zu erinnern, dass die Radfahrer damals schneller waren…

Nachtrag: Im Rat zeigten sich OB und Verwaltungssoitze nicht informiert. Man will aber etwas tun…

 

 

Die Neinsager

20. Dezember 2019

Gestern hat der Lingener Rat den städtischen Haushalt 2020 beschlossen. Mit durchaus eindrucksvollen Zahlen und gegen die Stimmen unserer BürgerNahen. Wir haben Nein gesagt, nachdem bei den Etatberatungen fast alle BN-Vorschläge -immerhin knapp vier Dutzend- abgelehnt wurden. Sie seien zu spät, zu detailliert, zu allgemein, bloß eine Liste, zu ungenau und überhaupt. Clou war der Vorwurf im Redebeitrag des FDP-Mannes Meyer, es stehe in den BN-Vorschlägen nicht drin, wo wir denn die geforderte neue Radfahrer- und Fußgängerbrücke („die sich auch noch drehen soll…“) über den Dortmund-Ems-Kanal haben möchten. Lesen Sie die BN-Vorschläge selbst nach, hier.

Für unsere BN-Fraktion habe ich die Neinsager-Mehrheit kritisiert und unsere Ablehnung so begründet (Longread):

Nach den Vorredner will auch ich gern die Kernpunkte der BürgerNahen zum Etat 2020 aufzeigen. Die Ausgangslage ist: Wir haben weiterhin eine sehr gute Haushaltslage, wofür Bildung, Tatkraft und Fleiß der Lingener und Lingenerinnen und der Erfolg der hier ansässigen Unternehmen die Grundlage bilden. Hoffen wir gemeinsam, dass insbesondere Letzteres so bleibt. Ich nenne neuerlich den Strukturwandel in der Energieindustrie, die ja bisher ein wesentliches Fundament unserer Lingener Wirtschaft war.

Diese positive Haushaltslage muss der Rat nutzen, um unsere Stadt zukunftsfest zu machen. Die Entwicklung des Bildungssektors, also der Kitas und Kindergärten, ist dabei besonders bedeutsam, und es werden auf nahe Sicht Aufwendungen für die Grundschulen kommen.

In den letzten Jahren habe ich sinngemäß Ähnliches gesagt. Heute wiederhole ich dies.

Es hat sich seither, Gott sei Dank, kaum etwas an der Ausgangslage geändert, wenn auch die Konjunktur nicht mehr so ungetrübt einher kommt. Aber auch bei diesen Etatberatungen sind leider fast alle unsere Vorschläge von den anderen Fraktionen abgelehnt worden.

Das bedauern wir und werfen den Kolleginnen und Kollegen vor, die daran mitwirken, sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu entziehen. Der Grund ist, dass unverbindlich leichter ist. Man braucht, so scheint es, bloß Schlagzeilen und je unverbindlicher die eigenen Ideen sind, desto größer sind die Schlagzeilen.

Im November, vor der entscheidenden Sitzung des Finanzausschusses, verkündete die CDU öffentlich, sie wolle „1 Mio Euro mehr“ für den Radverkehr bereitstellen. Konkrete Projekte nannte sie nicht und stellte damit aus dem Stand einen Lingen-Rekord für flachen Politik auf. Alles Seriöse, was bislang in Jahrzehnten die Etatdiskussion in Lingen geprägt hatte, wurde beiseite gepackt und durch diese Zahl ohne inhaltliche Grundlage ersetzt.

Uns erinnert das an die Verabschiedung des Klimaschutz-Teilkonzepts vor vier Jahren im Rat. Das war damals, glaube ich, einstimmig. Die CDU-Mehrheit stimmte dafür, aber Uwe Hilling erklärte gleichzeitig für die CDU: das Ja bedeute keine Zustimmung zu den konkreten Forderungen. Das müsste man in jedem Einzelfall nämlich noch beraten und entscheiden. Entsprechend ist fast nicht aus dem vorbildlichen Ansatz dieses Konzepts umgesetzt worden.

Jetzt also die CDU-Million ohne inhaltliche Grundlage. Das war Anfang November. Ich erinnere mich noch gut, dass meine Fraktionskollegin Margitta Hüsken mich anrief. Ihr zentraler Satz war. „Den Kommentar von Thomas Pertz hätte ich lesen wollen, wenn wir eine zusätzliche Million gefordert hätten, ohne zu sagen wofür!“ Alle unsere Anträge dazu, alle unsere konkreten, an den Möglichkeiten ausgerichteten Anträge dazu, wurden anschließend abgelehnt.

Mit teilweise abenteuerlichen Argumenten. Die Lili, deren Takt wir verdoppeln wollen und müssen (!), sei ein großer Umweltverschmutzer. Der Sonntagsverkehr der LiLi – auch abgelehnt.

Unsere konkreten Ausbauschritte für die Radwege alle abgelehnt. Auch die, die für sichere Schulwege unverzichtbar sind.

Die Frage, wie wir mit den Verkehrsprobleme in Lingen umgehen, ist nach den Vorschlägen der Mehrheit offen. Das vor zwei Jahren beschlossene Verkehrsgutachten fehlt. Es liegt kein Ergebnis vor. Auch kein wirkliches Zwischenergebnis, wenn ich von der „grünen Welle“ an drei Fußgängerampeln auf dem Adenauer-Ring absehe, der allerdings nur ein fahrrad- und fußgängerfeindlicher Witz ist.

Das ist enttäuschend. Und drängt sich da nicht die Frage auf, wie gering eigentlich der Stellenwert ist, den die Ratsmehrheit und der Oberbürgermeister dem Thema Verkehr und dem Problem einräumen? Sie wollen offenbar nicht erkennen, dass es eine Neuaufteilung des Raumes für die Kfz, Fahrräder und Fußgänger braucht.

Wir haben jedenfalls in unseren Anträgen zum Haushalt notwendige Antworten aufgezeigt: Besserer Busverkehr, mehr Radfahrverkehr. Unsere Anträge für den laufenden Haushalt sind dabei allesamt ein Beitrag für kommunale Klimapolitik. Wir alle erleben den Klimawandel und müssen daher als Kommune unseren lokalen Beitrag für den Klimaschutz erarbeiten und leisten.

Die Ratsmehrheit allerdings praktiziert es immer noch so: Da gibt es einen Vorschlag der Bürgernahen, den lehnen wir ab, weil es ein Vorschlag der Bürgernahen ist. So zeigen Sie sich Neinsager. Sie sind weiter unfähig, das einstimmig beschlossene Klimaschutzteilkonzept konkret in Angriff zu nehmen und umzusetzen.

Ein Anmerkung hinzu: Lingen täte weiterhin auch gut daran, etwas für eine bessere, das heißt direkte Zugverbindung nach Osnabrück zu tun. Das wurde seitens der Mehrheit mit der seltsamen Begründung abgelehnt, das sei eine politische Förderung. Ja, was machen wir denn hier im Rat anderes als kommunale Politik? Da hätte es gut getan, zusammen mit den Gemeinden und dem Landkreis etwas dafür zu tun und dies nicht nur dem Landkreis Osnabrück – da ist es bezeichnenderweise die CDU-Fraktion – zu überlassen.

Wir haben als engere Klimaschutzpolitik vor Ort konkrete Vorschläge gemacht, die allesamt abgelehnt wurden, zum Beispiel:

– 42.600,- Euro Sonderzuschuss an das KiJuPa mit Zweckbindung: Macht damit als KiJuPa aktive Klimapolitik – 1000 Euro für jeden Grad Celsius des Hitzerekords vom vergangenen Juli. Auch dazu das Nein
– Photovoltaik-Anlagen bei städt. Gebäuden (Machbarkeitsstudie und Investitionen aus dem Haushalt ZGW)
– Schutzkonzept Starkregen erarbeiten. Das wurde abgelehnt, weil man schon dabei sei. Da muss der Leiter des Tiefbauamtes, Georg Tieben, immer herhalten. Die Erklärung, man sei da dran, gibt es aber seit dem Starkregen vor knapp sechs Jahren in Münster. Da fingen Sie, Herr Stadtbaurat, gerade an. Das heißt es heute noch, obwohl es bei 70 km Luftlinie bis nach Münster, reiner Zufall war, dass der Starkregen nicht hier aufschlug.

Vor den Kommunalwahlen 2011 verkündete die CDU, künftig 200.000 Euro pro Jahr für notwendige Aufforstungen auszugeben. 10 Jahre lang. Längst vergessen und nicht eingehalten. Jetzt kommt der Vorschlag erneut, nachdem er im vergangenen Jahr abgelehnt wurde, weil er von der BN kam.

Auch alle unsere Anträge für die „digitale Stadt“ haben Sie abgelehnt:
– Aktion Bürgerkoffer (also ein mobiles Bürgerbüro, mit dem viele Kommunen die typischen Leistungen eines Bürgerbüros ortsunabhängig anbieten; ein Projekt der Bundesdruckerei, das Alten, Kranken und Behinderten hilft)
– Lingen App sichern und ausbauen (mit • Lili-Integration, Tickets via PayPal und Kreditkarte, QR-Code/NFC beim Einsteigen, • Ausgabe Apothekennotdienst • LingenLiefert! • Mülltonnen • Rufbus/AST-Funktion • Zugang zum kostenfreien WLAN)
– Vorbereitung 5G-Mobilfunkkommunikation – Gutachten über die Möglichkeit, dass die Wirtschaftsbetriebe GmbH die Infrastruktur teilweise bereitstellen (Kosten bereit zu stellen von der Wirtschaftsbetriebe GmbH)

Das Trauerspiel mit dem fehlenden Mobilfunkempfang wollten wir bei dem anstehenden 5G-Netz vermeiden. Abgelehnt, weil – so einer der großen Digitalisierungsfachleute der CDU-Fraktion – das Thema für die Stadt „zu komplex“ sei. Zu komplex – so kann man die Augen auch vor der Zukunft verschließen.

Besonders am Herzen lag uns auch, mehr für den europäischen Gedanken zu tun in Zeiten, in denen der Brexit und in Polen der Angriff auf demokratische Werte das Geschehen bestimmen. Daher schlagen wir vor.
– Stipendien für junge Europäer/innen aus den Partnerstädten Bielawa, Elbeuf, East Staffordshire, Marienberg und Salt für Aufenthalt in Lingen und Stipendien für junge Lingener/innen für einen Aufenthalt in einer der Partnerstädte
-Auch den Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse für Begegnungsprogramme in den Partnerstädten. Beides haben Sie abgelehnt.

Wir haben fast vier Dutzend konkrete Vorschläge für diesen Haushalt 2020 gemacht. Doch die Ratsmehrheit und mit ihr im gleichen Takt die SPD haben fast bei allen Nein gesagt.

Mit Bedauern stellen wir daher auch in diesem Jahr fest, dass CDU und SPD sich inhaltlich den Anträgen der BürgerNahen verweigern. Die Ratsmehrheit lehnt unsere Vorschläge ab, weil – ich sagte es – es unsere Vorschläge, weil es BN-Vorschläge sind.

Ich zitiere noch einmal meinen Beitrag vom Dezember vor zwei Jahren: „Gerade die, die uns so gerne vorwerfen, immer dagegen zu sein, lehnen alle unsere Punkte ab.

Und ich schlage der CDU vor, künftig mit uns BürgerNahen in die inhaltliche Debatte über eine bessere Kommunalpolitik einzusteigen.

Wenn aber die Ratsmehrheit zusammen mit ihrem SPD-Juniorpartner so mit unseren Vorschlägen und so mit uns als Ratsminderheit umgeht, kann für uns die Konsequenz nur heißen, Nein zur vorliegenden Beschlussvorlage zu sagen. Ich setze auch in diesem Jahr hinzu. Leider.

Friesenblech

18. Dezember 2019

Lingener Kreuzkirchenkonzert
„FriesenBlech“
Lingen (Ems) – Kreuzkirche, Universitätsplatz 1
Sonntag, 22.12. 19.00 Uhr
kein Eintritt
„FriesenBlech“ besteht aus 10 professionellen Musikern (zwei Blechbläserinnen, acht Blechbläser und ein Schlagzeuger). Alle Mitwirkenden leben oder arbeiten entweder in Ostfriesland oder in Friesland in den Niederlanden. Gemeinsam haben sie vor vier Jahren ein neues Blechbläserensemble gegründet, das sich guter und anspruchsvoller Blechbläser-Kammermusik verschrieben hat. Neben den Konzertaktivitäten ist es ein erklärtes Ziel der Gruppe, die Blechbläser-Szene in der Region weiter anzukurbeln. Nach erfolgreichen Konzerten in Emden, Norden, Leer, Groningen und Aurich kommt FriesenBlech nun erneut  zu einem Konzert nach Lingen (Ems)  ein. Am vierten Adventssonntag wird das Ensemble um 19.00 Uhr in der Ev.-luth. Kreuzkirche am Lingener Universitätsplatz ein Programm mit festlicher Advents- und Weihnachtsmusik aufführen.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.

Adventskonzert
Lingener Männerquartett
„Freuet Euch all“
Lingen (Ems) – Bonifatius-Kirche, Burgstraße 21a

Heute – 19.30 Uhr
Karten: 12 € (Abendkasse)

Unter dem Motto „Freuet Euch all“ bringt das Lingener Männerquartett am Vorabend des 3. Advent festliche Adventsmusik in der Lingener Bonifatius-Kirche zu Gehör.

Auf dem Programm stehen traditionelle und weniger bekannte Lieder zum Advent und zur Weihnachtszeit, arrangiert vom Pianisten des Lingener Männerquartetts Peter Nijland. Die  Dirigentin des LMQ, Eline Harbers, wird der Aufführung eine besondere musikalische Note verleihen.

Balthasar Baumgartner, Organist der Bonifatius-Kirche, bereichert das Konzert mit traditionellen Orgelstücken.

namentlich

14. Dezember 2019

Auch nach mehr als 43 Jahren im Rat unserer kleinen Stadt darf ich feststellen: Unsere Lingener Entscheidungsträger sind immer wieder gut für peinlich-überraschende Momente bei Dingen, die so selbstverständlich sind, wie sie nur selbstverständlich sein können. Zum Beispiel in dieser Woche: Da tagte -wie stets nicht-öffentlich- der Verwaltungsausschusses unserer Stadt. Der Verwaltungsausschuss ist -nach dem Rat- das höchste Beschlussgremium in einer niedersächsischen Kommune und trifft alle Entscheidungen, die der Rat oder der Oberbürgermeister nicht treffen. Das sind übrigens einige!

Dieses Mal standen Beschlüsse über die Aufstellung eines Bebauungsplanes auf der Tagesordnung, der es einem niederländischen Investor erlauben wird, ein Fachmarktzentrum rund um das Unternehmen BvL zu bauen. Dieses Vorhaben wird aus Steuermitteln versteckt mit einer Million Euro subventioniert. Dabei ist es für die ohnehin gebeutelte Innenstadt gefährlich und wird die Strukturschwächen dort gnadenlos offenlegen.

Mein Fraktionskollege Marc Riße (BN) stellte deshalb den Antrag, über diese Beschlüsse namentlich abzustimmen. Damit man auch noch in der Zukunft feststellen kann, wer ganz persönlich für Fehlentwicklungen die Verantwortung trägt. Und jetzt die Überraschung: Der Antrag wurde abgelehnt. Die namentliche Abstimmung sei unzulässig, will der Erste Stadtrat Stefan Altmeppen (Sie erinnern sich?) herausgefunden haben. Das ist gleichermaßen kreativ wie undemokratisch und falsch. Denn das Niedersächsische Kommunalverfassungsrecht bestimmt:

㤠66
Abstimmung
(1) Beschlüsse werden mit der Mehrheit der auf Ja oder Nein lautenden Stimmen gefasst, soweit durch Gesetz oder in Angelegenheiten des Verfahrens durch die Geschäftsordnung nichts anderes bestimmt ist. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt.
(2) Es wird offen abgestimmt, soweit in der Geschäftsordnung nichts anderes geregelt ist.“

Die offene Abstimmung geschieht durch Handheben, Erheben, Zeigen der Stimmkarte oder Zuruf. Eine besondere Form der offenen Abstimmung ist die namentliche Abstimmung. Das weiß man als Demokrat, und als Demokrat hat man auch die Kraft, zu seinen Abstimmungen zu stehen. Offen und frei.

Die CDU und die immer peinlicher hinter ihr herlaufende SPD in Lingen haben diese Kraft offenbar nicht und biegen sich immer ungenierter Grundsätzliches in unserem Gemeinwesen zurecht. Sie wollen darüber täuschen, was sie da hinter verschlossenen Türen so beschließen.

Wir werden daher bei unseren Bürgernahen darüber nachdenken, ob wir diesen Angriff gegen wesentliche demokratische Grundsätze und -prinzipien gerichtlich überprüfen lassen.

Olga Chelova

13. Dezember 2019

Beethoven bei Familie Löning
Olga Chelova
Klavier
Lingen (Ems) – Falkenstraße 17
42. Hauskonzert
Sa, 14.2.19 – 19 -20.30 Uhr

An diesem Wochenende gibt es europaweit eine Vielzahl an Hauskonzerten, die sich der Musik Ludwig van Beethovens widmen, um damit das anstehende Beethovenjahr schon einmal einzuläuten.
Also: Beethoven bei dir, bei mir und bei uns. Aucht ganz Deutschland feiert Beethoven mit mehr als 800 Hauskonzerten. Damit läutet „Beethoven bei uns“das große Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 dort ein, wo Beethoven einst selbst begann: In den eigenen vier Wänden (mehr…). Beteiligt sind musikbegeisterte Privatpersonen und Institutionen, Hobby- und Profimusiker/innen in Dörfern und Metropolen. Auch renommierte Künstler wie Friedrich Liechtenstein, Igor Levit, das Boulanger Trio und Axel Milberg machen bei „Beethoven bei uns“ mit und in Lingen (Ems) natürlich Stefanie und Peter Löning, die das Hauskonzert der Pianistin Olga Chelova präsentieren. Die Künstlerin kommt mit diesem Beethoven-Programm nach Lingen in die Emsphilharmonie in der Falkenstraße:

Programm
– Klaviersonate Nr. 7 op.10 Nr. 3 in D-Dur
Presto
Largo e mesto
Menuetto/Trio: Allegro
Rondo: Allegro
– Klaviersonate Nr. 24 op.78 in Fis -Dur
Der Grafin Therese von Brunswick gewidmet
Adagio cantabile – Allegro ma non troppo
Allegro vivace
– Klaviersonate Nr. 25 op.79 in G-Dur
Presto alla tedesca
Andante
Vivace
– Klaviersonate Nr. 31 op.110 in As-Dur
Moderato cantabile, molto espressivo
Allegro molto
Adagio, ma non troppo
Fuga: Allegro, ma non troppo

[Diese Beethovensonate spielt Olga Chelova morgen nicht, aber das Stück macht Lust auf mehr…]

 

GOOD NEWS…!

12. Dezember 2019

Da gibt es diese oberzentralen Teilfunktionen. Das ist ein Begriff aus dem Raumordnung, mit dem unsere Stadt beglückt wird, die in Wahrheit nur ein Mittelzentrum ist – raumordnerisch, versteht sich; aber die oberzentralen Teilfunktionen machen was her.

Herr D. lebt sozusagen in diesen oberzentralen Teilfunktioen und bisweilen verkündet er auch – Wilhemshaven hin, Delmenhorst her – seine Stadt L. (E) sei die drittgrößte Stadt in Weser-Ems. Das sind dann so Augenblicke, in denen auch Vapiano, Starbucks und ‚Hans im Glück‘ ihre Filialen in seiner Stadt L. (E) eröffnen. Keilings findet Herr D.  auch extrem gut. Keilings war das zweitbeste Restaurant Niedersachsens. Mit zwei Sternen von Michelin. Es hatte seinen Sitz in Bad Bentheim und hätte, so Herr D., sich auch gut an Lingens altem Hafen gemacht, wo doch ein „Vier-Sterne-Hotel“ entstehen soll, wenn es nach Herrn D. geht.

Daraus wird nun nichts – genauso wie das schwächelnde Vapiano, das überteuerte Starbucks und ‚Hans im Glück‘ pfeifen Keilings, also die mit zwei Michelin-Sternen aus Bad Bentheim. denn keilings pfeifen auf unser Städtchen und Herrn D. Sie schreiben:

„GOOD NEWS…!

Wir haben die letzten Wochen genutzt um die finalen Schritte bezüglich unsere Zukunftsplanung zu gehen. Nachdem wir im April bekanntgegeben hatten das wir unser Restaurant schließen werden, gab es einige sehr interessante Angebote im Rahmen einer Selbstständigkeit aber auch im Angestelltenverhältnis.

Eines dieser Angebote war die gastronomische Leitung eines vielschichtigen Konzepts in Osnabrück , welches aus einem Restaurant, einem Tagesrestaurant mit Kochschule und
Weinladen sowie einem Sushi Restaurant besteht. Nach vielen Gesprächen mit dem Inhaber war für uns bald klar, das dies eine wirkliche großartige Chance ist, eine bereits bestehende und gut funktionierende Gastronomie weiterzuentwickeln.

Die Tatsache das wir uns mit diesem Restaurant, dem Konzept und den Menschen dahinter sehr gut identifizieren können hinterließ bei uns das Gefühl, genau das Richtige zu tun und  somit fiel uns der endgültige Schritt mit der Vertragsunterzeichnung sehr leicht.

Das „Restaurant Friedrich“ in der Lotter Stra0e wird somit ab dem Sommer 2020 unsere neue Wirkungsstätte! Wir freuen uns jetzt schon auf viele bekannte Gesichter wenn wir wieder aktiv werden! Bis dahin wünschen wir allen ein schönes Weihnachtsfest und einen tollen Start in das Jahr 2020!

Herzlichst
Gina & Lars“

Glückwünsche also nach Osnabrück, das nach dem Ende des „La Vie“, Deutschlands Restaurant  Nr. 1 mit  *** , wieder die Sterne über sich aufgehen sieht.  Abgesagt hatten Keilings zugleich unserem Mittelzentrum. Also können wir uns jetzt auf Vapiano, Starbucks und ‚Hans im Glück‘ konzentrieren, die dann bestimmmmmt in unser Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen kommen. Nicht. 

 

 

Das Theater in Osnabrück bekommt einen neuen Intendanten. Mit der Spielzeit 2021/22 soll Ulrich Mokrusch den Chefsessel der Städtischen Bühnen Osnabrück übernehmen, wie die Stadt Osnabrück am Dienstag mitteilte. Mokrusch  löst den scheidenden Ralf Waldschmidt ab, der das Theater am Osnabrücker Domhof seit 2010 leitete, aber m vergangenen Jahr angekündigt hatte, weil er während der anstehzenden Sanierungsphase nicht mehr Intendant in Osnabrück sein und seinen Vertrag über 2021 hinaus nicht verlängern wollte.

Die Sanierung wird jetzt Aufgabe des 1963 geborenen Mokrusch; dieser leitet seit knapp 10 Jahren das Theater in Bremerhaven. Mokrusch ging nach der Schauspielausbildung in Paris zunächst für drei Jahre als Regisseur und Schauspieler an das Rheinische Landestheater Neuss. Als freier Regisseur arbeitete er an diversen Bühnen in Deutschland insbesondere für Oper und Schauspiel. Parallel zu seinen künstlerischen Arbeiten studierte er Kulturmanagement und Betriebswirtschaftslehre, die er mit dem Diplom beendete. Später unterrichtete er als Dozent nebenberuflich Theatermanagement u.a. in München und Leipzig.

2001 wechselte er an das Theater Bielefeld, wo er als stellvertretender Intendant bis Sommer 2005 engagiert war. Von 2005 bis Ende 2009 war er dann stellvertretender Generalintendant am Nationaltheater Mannheim. Ulrich Mokrusch ist seit August 2010 Intendant des Stadttheaters Bremerhaven. Bereits nach dem ersten Jahr seiner Intendanz wurde das Stadttheater Bremerhaven in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne 2011 als bestes Theater abseits der Zentren ausgezeichnet. 2015 erhielt das Theater den erstmals verliehenen Theaterpreis des Bundes. 2019 wurde das Theater nominiert für den International opera award in London, für die Wiederentdeckung des Jahres „the lodger“ von Phyllis Tate.

Mokrusch setzte sich in Osnabrück unter 38 Bewerbern durch und zeigte sich jetzt  sicher, trotz der bevorstehenden Sanierung des Hauses auch künstlerisch neue Akzente zu setzen: „Ich freue mich, in Osnabrück ein Theater für und mit der Stadt zu gestalten, die Öffnung des Theaters weiter voran zu treiben und mit einem künstlerisch abwechslungsreichen Programm auch neue, diverse Besuchergruppen zu erreichen.“

Für die Auswahl  „des Neuen“ war eigens eine 18köpfige Findungskommission unter Vorsitz der Aufsichtsratsvorsitzenden Brigitte Neumann (CDU) gebildet worden, darunter als externe Experten Intendantin Nicola May vom Theater Baden-Baden und Intendant Markus Dietze (Theater Koblenz). Unterstützt wurde die Findungskommission durch Prof. Dr. Uwe Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. Neumann über Mokrusch‘ Wahl: „Sein Interesse auch spezifische Osnabrücker Themen in seine künstlerischen Pläne aufzunehmen, hat mich besonders überzeugt. So seine Idee ein Werk von Preisträgern des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis in regelmäßigen Abständen in den Spielplan aufzunehmen oder auch seine Überlegungen für das Jahr 2023 und damit die 375-Jahrfeier Westfälischer Frieden“.

Mich würde freuen, wenn die Verbindung  des  Städt. Theater Osnabrück in den Nordwesten allgemein und nach Lingen im Besonderen jetzt verbessert und ausgebaut würde. Nicht neu ist die Idee, im Lingener Theater an der Wilhelmshöhe  einen zweiten ständigen Spielort für eines der Theater der Region zu schaffen, also  Osnabrück, Oldenburg, Münster, Bielefeld, Bremen oder die Landesbühne Nordwest . Eine dadurch mögliche künstlerische Kontinuität  würde das Theater in unserer Region an Ems und Vechte aus der Singularität bisheriger darstellender Kunst hinaus führen können; dadurch könnte sich eine intensivere kulturelle Identität der Region entwickeln.