Parkinson

3. Februar 2017

Larry leidet seit Jahren unter Parkinson. Wahrscheinlich nicht nur, aber auch für einen Dokumentarfilm, den er über das Leben mit der Krankheit produziert hat, testet er erstmalig medizinisches Marihuana. Es scheint ihm offenbar gut zu tun.

Dazu in den FB-Kommis:
„Spastiken sind unter anderem stressabhängig. Es gibt Phasen, in denen man sich fast normal bewegen kann, und welche, in denen man vor Spastiken nicht mehr stehen kann. Wie Larry selbst am Anfang des Videos sagt, war es „eine harte Woche“. Er steckt am Anfang des Videos mitten in einem Anfall – diese Anfälle sind deutlich schlimmer als der Alltag und halten in der Regel ziemlich lange an, daher war er so überrascht, dass es „so schnell“ vorbei ging. Es ist nicht so, dass du mit Parkinson immer aussiehst, wie am Anfang des Videos, und nach einem Joint geheilt bist. Wie man hier sieht, kann Cannabis aber die extremen Anfälle stoppen und das ist eine unglaubliche Erleichterung für die Betroffenen.“

Musterbrief

20. Dezember 2016

mundraubSie kennen mundraub.org nicht? Vor mehr als sechs Jahren hab ich schon mal darüber geschrieben (guckste hier). Die Aktivisten stellen sich inzwischen so vor:

Apfel, Birne, Pflaume – wann haben Sie das letzte Mal Früchte selbst vom Baum gepflückt? Mundraub will Sie anregen regionale Obstressourcen wieder zu entdecken und zu probieren. Eine interaktive Karte zeigt „Mundräubern“, bei welchen Obstbäumen, Wildfrüchten und Kräutern sie in ihrer Stadt oder Gemeinde zugreifen dürfen. Ziel der Initiative ist es, Stadt- und Landbewohner auf die Naturschätze ihrer Region aufmerksam zu machen und gemeinsam mit Kommunen nachhaltige Modelle zur Pflege öffentlicher Obstbaumbestände zu entwickeln. Hochstämmige Obstbäume an Alleen und auf kommunalen Flächen sind Teil des Generationenvertrages und brauchen Wertschätzung seitens der Bevölkerung, wenn sie unsere Kulturlandschaft weiter schmücken sollen. Auch Streuobswiesen verdienen besonderen Schutz. [mehr…]

Damit es bald noch mehr Städte und Kommunen gibt, die ihre öffentlichen Obstbäume auf mundraub.org teilen (oder besser noch: ihre Baumkatasterdaten zur Verfügung stellen), hat mundraub.org auf vielfachen Wunsch hin einen Musterbrief entworfen, mit dem engagierte Menschen das zuständige Grünflächenamt/Gartenamt anschreiben könnt. Aber oh Wunder, wir haben in unserem Lingen gar kein Grünflächenamt; es gibt böse Geister, die sagen, das sehe man auch…. Also schreibt kurzerhand an den Dezernenten: l.schreinemacher(at)lingen.de 

Bitte ändert darin die im Muster kursiv geschriebenen Stellen ab und tragt zutreffendes ein. Je mehr Briefe eingehen, desto höher der Druck auf die Verwaltun in der alles bekanntlich so großartig ist, dass es gar nicht großartiger sein kann.

Jedenfalls sollen bald alle öffentlichen Obstbäume im ganzen Land allen obstinteressierten Menschen zur Verfügung stehen. Wäre das nicht schön?

ps. mundraub.org freut sich über eine Kopie eures Schreibens!
Hier ist nochmal die Vorlage: Musterbrief Grünflächenämter (Word Dokument)

tazMariana Volz (taz Bremen) schreibt über Depressionen:

Verschweigen, verheimlichen und verstecken: Die Tabuisierung von Depressionen hilft niemandem und macht nur noch kränker.

Mein Opa ist tot. Er ist an einer Krankheit gestorben, die mich jetzt auch heimsucht. 30 Jahre nach seinem Tod ist ein Abschiedsbrief gefunden worden. Aus dem klar wird, warum er gestorben ist. Er schrieb, dass er Angst hätte, „irre“ zu werden, und dass er deshalb seinem Leben ein Ende setzen will.

Ich kann…

[weiter bei der taz Bremen]

Epilog
Ich glaube, mein Opa ist vor 30 Jahren gestorben, weil seelische Erkrankungen ein Tabuthema waren. Er hat mit niemandem darüber gesprochen und sich von der Angst leiten lassen. Ich bin froh, in einer Zeit zu Leben, in der es immer selbstverständlicher wird, über diese Themen offen zu reden. Auf diese Weise kann man Lösungen schaffen, die einen anderen Weg ermöglichen als den Weg, den mein Opa gewählt hat. Auch wenn es schwer ist: Ich bin sicher, dass wir auf dem Weg sind, etwas zu verändern, indem wir uns öffnen und uns anderen mitteilen.

sinkt

18. Oktober 2016

radieschenWarum sinkt der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel?
Essen ist nicht mehr, was es einmal war. Früher war Essen nicht unbedingt immer besser und sicherlich nicht aus Holz. Doch die Zutaten haben anders geschmeckt. Intensiver. Radieschen waren schärfer, Tomaten süßsäuerlicher und der Blumenkohl, nun, der schmeckte mehr nach Blumenkohl. Dieser Eindruck ist mehr als ein Gefühl: Die Zusammensetzung unserer Lebensmittel hat sich messbar verändert. Orangen enthalten nur noch ein Achtel des Vitamin A, Brokkoli liefert 80 Prozent weniger Kupfer, Tomaten büßten drei Viertel ihres Kalziums ein und Weizen verlor Teils die Hälfte seiner Mineralstoffanteile. Insgesamt messen wir einen gemittelten Mineral­stoffverlust von 5 bis 40 Prozent in Obst und Gemüse. Wie kommt es zu diesem Verfall unserer Lebensmittel?

[weiter…]

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privatisiert

16. August 2016

Der Psychiatrie-Ausschuss des Landes Niedersachsen hat in seinem jetzt bekannt gewordenen 31. Tätigkeitsbericht den Umgang mit psychisch Kranken im Lande kritisiert. Darin beklagt das Expertengremium des Landtags eine „kritische Versorgungssituation“ in jeder vierten Einrichtung. Demnach spitzt sich die Personalnot in Niedersachsens Psychiatrien weiter zu. Gründe sind sowohl Sparmaßnahmen der Kliniken als auch der Mangel an geeignetem Personal.

Der Psychiatrie-Ausschuss – ein unabhängiges Gremium von Fachleuten und niedersächsischen Landtagsabgeordneten – soll für die Belange psychisch kranker und seelisch behinderter Menschen eintreten. Der Ausschuss berichtet jährlich dem Niedersächsischen Landtag und dem Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales, das ihn einberufen hat, über seine Tätigkeit, seine Feststellungen und Vorschläge. Zudem schickt er Besuchskommissionen regelmäßig in Einrichtungen zur Versorgung psychisch kranker und seelisch behinderter Menschen.

Was das Gremium jetzt für 2015 ermittelt hat, ist die Folge von jahrelangen Sparmaßnahmen. Sie treffen inzwischen mit großer Wucht chronisch kranke Patienten in der Psychiatrie. Der aktuelle Zustand in den Kliniken in Niedersachsen ist auch eine Folge der rigiden Privatisierungspolitik der letzten CDU/FDP-Landesregierung unter Christian Wulff und seinem Finanzminister Hartmut Möllring. Damals wurden die Landeskrankenhäuser privatisiert – gegen alle Empfehlungen der psychiatrischen Experten. Auch das 2006 in letzter Stunde vom Bistum Osnabrück unterbreitete Übernahmeangebot war nicht erfolgreich.

Mit der Psychiatrie will die Landespolitik nicht viel zu tun haben, und für die Profitorientierung wie bei der AMEOS-AG in Zürich, die vor rund 10 Jahren u.a. das ehem. Landeskrankenhaus in Osnabrück übernahm und seither betreibt, ist sie schon gar nicht geeignet. Entsprechend gibt es zum Beispiel hier vor allem negative Berichte Betroffener über die Zustände in der Osnabrücker Knollstraße. Auch der Psychiatrie-Ausschuss kritisiert das gerontopsychiatrische Zentrum im Osnabrücker AMEOS-Klinikum. Rund ein Drittel des Pflegepersonals sei dort über eine Servicegesellschaft beschäftigt, heißt es in dem Jahresbericht – zu einem niedrigeren Lohn. Außerdem bestünden erhebliche bauliche Mängel, was bereits seit Jahren gerügt wird.

Wir erkennen:
Die Zeit der reformorientierten Psychiatrie ist lange vorbei; heute können die dort Tätigen nur noch versuchen, mit hohem Engagement Schlimmeres zu verhüten. Aber das geht zu ihren Lasten. Die wehrten sich zuletzt mit einem 11wöchigen Streik gegen die Arbeitsbedingungen in der Osnabrücker AMEOS-Klinik…

(Quelle NDR)

even an asshole

10. August 2016

Gerade gefunden bei Schlecky Silberstein, wo es heißt:

„Jedes Jahr gibt’s einen Werbespot, der alle anderen überragt; heute freuen wir uns, Euch den Killerspot 2016 zu präsentieren. Er hat mit dem größten Arschloch der Welt einen bärenstarken Hauptprotagonisten zu tun; die Story ist über alle Zweifel erhaben, und außerdem geht uns der Spot alle an – auch wenn er aus den USA stammt. Und weil wir keine Arschlöcher sind, wird hier nichts gespoilert.“ Mehr…

Tägliche Ejakulation schützt

31. Dezember 2015

Und auf diese Information von Kraftfuttermischwerk musste die deutsche Männerwelt bis zum vorletzten Tag des Jahres warten. Das ist nicht fair! Auch wenn @das_kfmw aus der Ejakulation gleich einen Orgasmus zaubert…

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(Grafik: Wikimedia, via BoingBoing)

Laut dieser Studie, schützt ein täglicher Orgasmus Männer vor Prostata-Krebs. Wo dieser Orgasmus dann genau herkommt, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Also nur mal so – fürs Protokoll.

The study data showed that the participants who ejaculated more than 21 times a month were at a 22 per cent lower risk of getting the disease. As for how men achieved ejaculation, it is not a requirement to have a sex partner. Whether it be sexual intercourse, nocturnal emission, or masturbation, all are beneficial.

Aus einem Interview mit Dr. Jennifer Rider von der Harvard Medical School, der die Studie durchgeführt hat:

The current study is the largest prospective study to date on ejaculation frequency and prostate cancer. It includes 18 years of follow up of almost 32,000 healthy men, 3839 of whom later were diagnosed with prostate cancer. We asked men about their average monthly frequency of ejaculation between the ages of 20-29, 40-49, and in the year prior to the questionnaire (1991). We find that frequency of ejaculation throughout life course is inversely associated with risk of prostate cancer at all three of these time points. For instance, men who have an average monthly ejaculation frequency of 21 or more times/moth at ages 40-49 have a statistically significant 22% reduction in risk of developing prostate cancer compared to men with a frequency of 4-7 times/month, adjusting for multiple dietary and lifestyle factors, and prostate cancer screening history.

Wissta bescheid!

gut verzichten

16. Oktober 2015

1. Es gibt vereinzelt Protest, dass bis zu 300 Flüchtlinge in der Sporthalle des Gymnasium Georgianum untergebracht sind. Die Schülervertretung des Gymnasium Georgianum Lingen bezieht so Stellung:

„Unsere Turnhalle wird Flüchtlingsunterkunft

Nach einer ca. 500 Nachrichten whatsapp Unterhaltung in der Schülervertretung ist klar: Wir haben 1000 Fragen und Gedanken, Ideen und Vermutungen.
Wer kommt da morgen? Wie sollen wir sie begrüßen? Sollen wir das überhaupt? Können wir schon etwas mitbringen oder ist das Aktionismus? Wie lange bleibt die Situation so?

Wir wollen auf jeden Fall helfen und zeigen, dass wir auf die schönen Toiletten in der Mensa, die wir heute morgen auf dem SV Tag noch so wichtig fanden, und auf den Fitnessraum, den wir so gerne mehr nutzen würden, unter diesen Umständen gut verzichten können.

Wir wollen Courage zeigen und offen sein. Wir wollen die Flüchtlinge am Georgianum willkommen heißen und dann weiter überlegen, wie wir helfen können und was gebraucht wird.“

Chapeau! sage ich.

2. Nichtsdestotrotz: Flüchtlinge gehören nicht in Turnhallen, weder in diese noch in andere. Auch deshalb muss die Turnhalle des Georgianum schnellstens, also mit dem Ende der Ferien wieder frei sein. Die eingetroffenen Flüchtlinge müssen daher unverzüglich durch die Verwaltung registriert und untersucht werden, dass sie gesund sind. Dann sollten sie sofort auf die Gemeinden der Region verteilt werden.

Hier die aktuellen Fakten:
Es sind heute 215 Flüchtlingen mit dem Zug in Lingen angekommen; überwiegend stammen sie aus dem Mittleren Osten, d.h. aus Syrien und dem Irak, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. Rund 90 Flüchtlinge sind noch vor der Registrierung weiter gereist, offenbar zu Familienangehörigen.  Von Skandinavien ist die Rede. Die Einrichtung selbst ist gut vorbereitet.  Vor allem: Die eingesetzten Lingener Betreuungskräfte machen  nach allem, was ich höre, ihren Job großartig. Eine lautes Dankeschön dafür!

Gesundheit

26. August 2015

ProduktfinderGestern haben die Medien angekündigt, dass im kommenden Jahr die Beiträge für die Mitgliedschaft in den gesetzlichen Krankenkassen -ausschließlich zulasten der Versicherten- durchschnittlich um 9 Euro/Monat steigen werden. Es ist also Zeit, über die Mitgliedschaft in Krankenkassen zu sprechen. Da passt es sehr gut, dass just in diesen Tagen die Stiftung Warentest eine Vergleichsuntersuchung der Krankenkassen veröffentlicht hat. Ihn nachzulesen und für Geldbeutel und Gesundheit zu nutzen, kostet allerdings 3 Euro.

Das aber lohnt. Denn seit diesem Jahr unterscheiden sich die Krankenkassen nicht nur durch ihre Leistungen und ihren Service, sondern auch durch den Preis. Ein Kassen­wechsel kann mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr bringen. Der Pro­dukt­finder der Stiftung Warentest zeigt Beitrags­sätze, Leistungen und Service von 78 Kassen und damit für 96 Prozent der gesetzlich Versicherten. Dazu lässt sich mit dem Kassen-Rechner genau ermitteln, wie viel Euro ein Wechsel bringt.

Kassen­wechsel spart hunderte Euro

Die wichtigste Nach­richt für Versicherte: Ein Kassen­wechsel ist seit diesem Jahr noch interes­santer: Bis fast 450 Euro pro Jahr Ersparnis sind drin. Die erzielt, wer 4 125 Euro oder mehr brutto im Monat verdient und von einer Kasse mit 15,5 Prozent Beitrags­satz zu einer mit 14,6 Prozent wechselt. Bei einem Verdienst von 2 000 Euro bringt ein Wechsel immerhin noch ein Plus von mehr als 200 Euro. Der Produktfinder enthält alle aktuellen Beitrags­sätze.

Unterschiede auch bei Leistungen und Service

Außerdem können Sie im Produktfinder schnell recherchieren, welche Kasse welche Extraleis­tun­gen bietet: Um besonders viel Geld geht es etwa bei einer Kinder­wunschbe­hand­lung (künst­liche Befruchtung) oder Osteo­pathie. Dabei schrauben die Kassen kontinuierlich an ihrem Leistungs­angebot. Das zeigt unten stehende Tabelle. Der Produktfinder ist in dieser Hinsicht immer aktuell. Das gilt natürlich auch für den Service der Krankenkassen, etwa die Anzahl der Geschäfts­stellen, die persönliche Beratung durch Kassen­mit­arbeiter zuhause und die Vermitt­lung von Terminen beim Fach­arzt.

Filtern Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank die Krankenkassen zunächst nach Ihren Wünschen. Das können besondere Leistungen rund um die Impfung, Schwangerschaft, besondere Heil­methoden oder Zahn­vorsorge sein. Meist reichen drei Filterklicks in der Daten­bank, um die für Sie am besten geeigneten Kasse zu finden. Die Test­ergeb­nisse Ihrer individuellen Testsieger können Sie sich bequem als PDF auf dem eigenen Rechner speichern. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank auch Zugriff auf die Test-Artikel der Zeit­schrift Finanztest zum Thema „Krankenkassen“. Steht die neue Wunsch­kasse fest, können Sie mit dem Kassen­rechner schnell rausfinden, wie viel Geld Sie bei einem Wechsel sparen würden. Der anschließende Wechsel ist kinder­leicht. So klappt der Wechsel.

In Deutsch­land gibt es übrigens 123 gesetzliche Krankenkassen. 32 von ihnen sind nur für Angehörige bestimmter Betriebe wähl­bar. In der Daten­bank finden Sie 78 der 91 Krankenkassen, die für die Allgemeinheit „geöffnet“ sind. Diese 78 Kassen decken 96 Prozent aller Beitrags­zahler ab.

Wer das Recht zum Kassen­wechsel hat

StiftungWarentestNimmt eine Kasse erst­mals einen Zusatz­beitrag oder erhöht diesen, dürfen Versicherte umge­hend kündigen. Die Kündigungs­frist beträgt zwei Monate zum Monats­ende. Beispiel: Wenn Sie bis Ende Januar eines Jahres bei Ihrer alten Kasse schriftlich kündigen, beginnt die Mitgliedschaft in Ihrer neuen Kasse zum 1. April. Kündigen Sie wegen einer Beitrags­erhöhung, müssen Sie in dem Zeitraum zwischen Kündigung und Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse aber noch den erhöhten Beitrag zahlen. Mit der gleichen Frist können Sie kündigen, wenn Sie mindestens 18 Monate lang Mitglied einer Kasse waren. Dann spielt es keine Rolle, ob ihre Kasse Zusatz­beiträge erhebt oder nicht.

Ein Wechsel bringt keine Nachteile

Keine Angst: Keine Kasse darf gesetzlich Versicherte ablehnen, wenn sie hinein wollen. Auch eine laufende Behand­lung ist kein Wechselhindernis. Sie müssen auch nicht befürchten, in einer güns­tigen Kasse schlechter versorgt zu sein. Etwa 95 Prozent der Leistungen sind bei allen Krankenkassen gleich.

(Quelle: PM Stiftung Warentest)

Themenpaket

29. April 2015

Die Stiftung Warentest informiert aktuell über das Thema PflegeJede/r ist davon betroffen – mal eher, mal später. Jede/r sollte sich daher informieren. Das aktuelle  Themenpaket ist dafür genau richtig:

„Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutsch­land sind pflegebedürftig, Tendenz steigend. Eine gute Versorgung im Pflegefall kostet viel Geld – sowohl zu Hause als auch in einem Pfle­geheim. Die Experten von Finanztest haben deshalb ein Themenpaket geschnürt. Darin enthalten sind Tests und Reports die erklären, welche Kosten die gesetzliche Pflege­versicherung deckt und wie Betroffene im Fall der Fälle an die Leistungen kommen.

Die gesetzliche Pflege­versicherung bezahlt für die Pflege zu Hause oder im Heim. Wie viel Leistung jemand bekommt, hängt davon ab, in welche Pfle­gestufe ihn die Versicherung einordnet. Neu hinzugekommen sind Leistungen für Menschen, die zwar körperlich noch fit sind, aber nicht mehr alleine klar­kommen – zum Beispiel aufgrund einer Demenz­erkrankung.

Im Themenpaket Pflege und Versicherung erfahren Sie für 3 Euro, auf welche gesetzlichen Leistungen Sie in welchem Fall Anspruch haben – und, was Sie tun müssen, um die Leistungen auch zu bekommen.

Tipp: Wenn Sie es sich noch einfacher machen wollen, können Sie sich von den Experten der Stiftung Warentest eine individuelle Analyse anfertigen lassen (Kosten 16 Euro). So finden Sie pass­genau eine geeignete Pfleg­etagegeld­versicherung.

Im Fall der Fälle reicht ein formloser Antrag bei der eigenen Krankenkasse oder privaten Kranken­versicherung aus – dann kommt ein/e Gutachter/in ins Haus, um den Umfang der Pflegebedürftig­keit festzustellen Auf diesen Gutachter­besuch sollten sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen aber gut vorbereiten. Denn davon hängt ab, in welche der drei Pfle­gestufen jemand eingruppiert wird oder ob ein Hilfebedarf für Demenz­kranke anerkannt wird. In diesem Fall sind es meist die Angehörigen, die die Betreuung organisieren müssen.

Wo pflegende Angehörige Unterstüt­zung finden, steht ebenfalls im Themenpaket Pflege und Versicherung.

Die gesetzliche Pflege­versicherung bietet vielfältige Leistungen, deckt aber nur einen Teil der Kosten im Pflegefall. Schon in Pfle­gestufe I ist der tatsäch­liche Geldbedarf um mehrere hundert Euro im Monat höher als die gesetzlichen Leistungen. Mit einer privaten Pfleg­etagegeld­versicherung können Kunden die Finanzlücke im Pflegefall schließen. Finanztest hat solche Policen getestet und Qualitäts­urteile von sehr gut bis ausreichend vergeben.

Die Tests finden Sie im Themenpaket Pflege und Versicherung.

Themenpaket Pflege und Versicherung Test

Seit Anfang des Jahres 2013 zahlt der Staat 5 Euro Zulage im Monat, wenn jemand einen privaten Pfleg­etagegeld­tarif abschließt, der bestimmten Vorgaben genügt. Doch diese Versicherungen sind nicht geeignet, die Finanzlücke im Pflegefall zu schließen. Außerdem sind ihre Bedingungen in der Regel schlechter als in unge­förderten Tarifen. Ihr Vorteil ist: Jeder über 18, der noch nicht pflegebedürftig ist, bekommt einen solchen Vertrag. Die Versicherer dürfen niemanden wegen Krankheit oder Alters ablehnen.

Den großen Test mit allen Informationen zu den rein privaten Angeboten und den staatlich geförderten Policen finden Sie ebenfalls im Themenpaket.“