Nel Aerts

9. März 2019

Nel Aerts
„Der Schlangenbeschwörer“
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a

Ausstellung vom 10. März bis 12. Mai 2019
Eröffnung: Heute, 09.12. 19 Uhr

Die neue Ausstellung in der Lingener Kunst-/Halle IV ist ein Premiere für unsere Kunsthalle. Zusammen mit dem Westfälischen Kunstverein, Münster (Westf), präsentiert Kuratorin Meike Behm ein künstlerisches Tandem. Denn neben der wunderbar inszenierten Präsentation der Arbeiten von Nel Aerts in Lingen stellt die 31jährige belgische Künstlerin aus Antwerpen gleichzeitig auch im Westfälischen Kunstverein Münster aus. Dort wurde bereits gestern Abend die Ausstellung „Haus der Wanderer“ eröffnet. Beide Ausstellungen ergänzen sich inhaltlich und formal, und es werden gegenseitige Besuche mit geführten Rundgängen an beiden Orten angeboten*.

Die Lingener Ausstellung mit dem Titel „Der Schlangenbeschwörer“  stellt alle verschiedenen Teile der künstlerischen Praxis von Nel Aerts vor. Zu sehen sind große neue Textilarbeiten, die speziell für die Kunsthalle gefertigt wurden. Auf einer großen Bühne werden eine Auswahl an älteren Super-8-Filmen gezeigt, innerhalb derer die Künstlerin kurze Aktionen durchführt. Auf der Bühne werden ebenfalls großformatige neue Collagen zu sehen sein. Das Medium der Collage bildet einen sehr aktiven Teil von Nel Aerts‘ Praxis und stellt oft die Grundlage für ihre Bilder dar. In einem Teil des Ausstellungsraums wird eine Auswahl dieser Bilder aus den vergangenen Jahren zu sehen sein, sie werden ergänzt durch aktuelle Skulpturen aus Kerzenwachs.

Gleich zu Beginn der Ausstellung kann man durch einen kleinen Tunnel gehen, in dem  Graphitzeichnungen und neu angefertigte Tapeten präsentiert werden. Außerdem werden einige autonome Werke zu sehen sein. Eine Ausgabe mit dem Titel „The best couples in the world (like salt and pepper)“, die rund 50 Poster der persönlichen Salz- und Pfefferkollektion von Nel Aerts enthält, wird vorgestellt. Teil der Ausstellung ist auch ein Selbstbildnis namens „Boomhanger“ und ein Bild der Künstlerin mit ihrem Mann, dem Künstler Vaast Colson.

Insgesamt erlebt man  eine fröhliche Kunstdarbietung, die man locker, nicht allzu getragen-ernst nehmen soll. Mir hat’s bei der „Previwe“ am Donnerstagabend gefallen.

In Münster verwandelt Nel Aerts den Westfälischen Kunstverein in ein „Haus der Wanderer“, eine Herberge, einen Ort, wo Reisende, Wandelnde, Besucher*innen auf eben jene temporären Bewohner*innen treffen, die die Künstlerin im Kunstverein einquartiert hat. Diese „Bewohner*innen“ begegnen uns in ihren Gemälden, Collagen und Zeichnungen, wo sie in ihrer mal absurden, mal anrührenden Figürlichkeit mit abstrakt-flächigen Mustern wetteifern. Dass Reisen nicht immer geografisch bemessen werden müssen, sondern auch Sprünge und Entwicklungen im Innern beschreiben können, ist Teil von Nel Aerts‘ künstlerischer Praxis, die darin auch immer wieder sich selbst und die Erwartungshaltungen an eine Künstlerpersönlichkeit reflektiert.

Für die Ausstellung im Westfälischen Kunstverein hat Aerts rund ein Dutzend neue Malereien und etwa 25 neue Zeichnungen und Collagen geschaffen, die sie in Anlehnung an klassisch-museale Gemäldegalerien in strenger Hängung und mit zugehörigem, ebenfalls von ihr entworfenem Sitzmobiliar präsentiert wird. Zudem produzierte die Künstlerin ein neues Video vor Ort, das, auf die Fensterscheibe des Foyers projiziert, auch vor allem in den Abend- und Nachtstunden sowie von außen zu sehen ist.

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Die Künstlerin Nel Aerts (geb. 1987 in Turnhout, Belgien, lebt in Antwerpen) studierte am Heilig-Grafinstitute in Turnhout und absolvierte ihren Master in Kunst an der Royal Academy of Fine Arts in Gent (BE). Sie präsentierte ihre Werke in Einzelausstellungen u.a. in der Carl Freedman Gallery in London und in der Plus One Gallery in Antwerpen und nahm an Gruppenausstellungen u.a. im NICC in Brüssel, in der Kunsthalle Wien und im Astrup Fearnley Museum in Oslo teil. Ihre nächste Einzelausstellung richtet ihr 2019 das Museum M in Leuven aus.


Münster: Kuratorinnenführungen mit Kristina Scepanski (eigene Anreise) 
Samstag, 30. März um 12 Uhr und Dienstag, 7. Mai um 18 Uhr
(gemeinsam mit Kristina Scepanski (Westf. Kunstverein) und Meike Behm, Direktorin Kunsthalle Lingen)

Lingen: Gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung (eigene Anreise)
mit den Direktorinnen Meike Behm (Kunsthalle Lingen) und Kristina Scepanski (Westf. Kunstverein) zur BARDO (Bar am Donnerstag) mit Getränken und Imbiss
Donnerstag, 4. April um 18:30 Uhr (BARDO ab 18.00 Uhr)

Eva-Maria Riedel

6. Dezember 2018

Matinee:
Eva-Maria Riedel – Kunst und Kultur
Lingen und südliches Emsland. Porträts
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 9.12.18 – 11.30 Uhr

Aus Anlass der Veröffentlichung des Buchs der Lingener Kulturjournalistin Eva-Maria Riedel mit dem Titel „Kunst und Kultur. Lingen und südliches Emsland. Porträts“, erschienen im Düsseldorfer Verlag Edition Virgines, stellt sie dieses im Rahmen einer Matinee in der Lingener Kunsthalle vor. Zu Beginn der Veranstaltung wird der Verleger Georg Aehling begrüßen und alle „Beteiligten“ persönlich vorstellen. Anschließend zitiert Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle, ihr Vorwort zu dem Buch und schließlich liest Eva-Maria Riedel Auszüge aus ihrem Buch. Beim anschließenden geselligen Zusammensein ist die Bar geöffnet…

REDEN ÜBER KUNST

6. Februar 2017

REDEN ÜBER KUNST:
Meike Behm
KUNSTVEREINE
ALS ORT FÜR DIE KUNST VON MORGEN
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Di 7.02. 19.30 Uhr
Eintritt 2 Euro,
Schüler und Studierendefrei!  

Der älteste deutsche Kunstverein ist die Albrecht-Dürer-Gesellschaft in Nürnberg, gegründet 1792. Diesem Modell folgten weitere Städte wie beispielsweise Hamburg 1817. Begannen die Kunstvereine einst unter dem Anspruch, über Originale Blätter damals zeitgenössischer Künstler sich zu finanzieren und nicht in erster Linie Ausstellungen damaliger Kunst der Gegenwart zu zeigen, hat sich dieser Anspruch bis heute gewandelt.

behmIn ihrem Vortrag legt Meike Behm den Fokus auf die Anfänge der Kunstvereine als wesentliche Instrumente des Kunstmarktes um 1800, beleuchtet dann den Wandel zu Institutionen der Präsentation von Kunst der Gegenwart und erläutert die Aufgaben und die Arbeit der ADKV (Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine).
Meike Behm ist seit 2009 Direktorin der Kunsthalle Lingen und seit 2014 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine in Berlin, dem Dachverband aller Kunstvereine Deutschlands mit derzeit über 290 Mitgliedern.

(Foto: @Kunstverein Lingen)

Éder Oliveira 
Malerei – oder die Fotografie als Gewaltakt 
Lingener Kunstpreis 2016 

03. Dezember 2016 bis 26. Februar 2017
Eröffnung und Preisverleihung am
Freitag,  02. Dezember 2016 um 19 Uhr 

Bereits zum 22. Mal wird in diesem Jahr der etablierte und renommierte Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten, bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Julia Oschatz (2008) und Birgit Megerle (2010), 2014 erhielt ihn Marieta Chirulescu.

pintura_ederIn diesem Jahr wurden insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen und Institutionen um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Das Niveau der eingereichten Bewerbungen war erstaunlich hoch. Die Jury – bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Marita Kamp und Richard Lange sowie Oriane Durand (Künstlerische Leiterin, Kunstverein Dortmund), Kathleen Rahn (Direktorin Kunstverein Hannover) und Meike Behm (Direktorin der Kunsthalle Lingen) – ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis an den brasilianischen Künstler Éder Oliveira zu verleihen.

Éder Oliveira wurde 1983 in Timboteua, Brasilien, geboren und lebt heute in Belém, er schloss sein Studium der freien Kunst 2007 an der Universidade Federal do Pará ab. Er arbeitet in den Medien Malerei, Wandmalerei und Kunst im öffentlichen Raum. Sein Hauptmotiv bilden großformatige Portraits überwiegend von jungen Männern, meist einfarbig in Rot, Blau oder Gelb gestaltet. Hierbei handelt es sich aber nicht um Freunde, Verwandte oder Bekannte des Künstlers, sondern sie basieren auf Fotografien aus der lokalen Zeitung in Bélem, veröffentlicht auf einer Seite, auf der die Polizei Untersuchungshäftlinge und in Gewahrsam genommene, verdächtige Personen – vor jeglicher Gerichtsverhandlung – abdruckt, meist mit afrikanischem oder indigenem Hintergrund. Somit charakterisiert die Malerei Éder Oliveiras ein politischer und sozialkritischer Hintergrund.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Der Lingener Kunstpreis wird in diesem Jahr von der Johann-Alexander-Wisniewsky-Stiftung gestiftet. Die Ausstellung von Éder Oliveira und der sie begleitende Katalog werden durch den Freundeskreis des Lingener Kunstpreises ermöglicht.

Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Sa, So 11-17 Uhr
BarDo 08.12. ab 18 Uhr

(Fotos: © Kunstverein Lingen)

BarDO

4. Mai 2016

BarDOBarDO
Donnerstag ab 18 Uhr in der Kunsthalle
Lingen (Ems) – Kaierstr. 10a
Eintritt: Frei

Wie immer gibt es Drinks, Häppchen, Musik und Gespräche. Um 18.30 und 21.00 Uhr Führungen durch die aktuellen Ausstellungen von Charlie Jeffery und Silke Schatz mit Meike Behm und Peter Lütje. Die Alternative zu Bumsfallera am Vatertag.

 

Theresienstadt

24. April 2016

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Reden über Kunst
Theresienstadt – ein Ort mit bewegender Geschichte
Podiumsgespräch mit Meike Behm, Manfred Rockel und Silke Schatz
Lingen (Ems)  –  Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10 a

Di 26.04.2016  – 19.30 Uhr
Kosten: € 8,-; Mitglieder € 6,-

Der Pädagoge und Autor Manfred Rockel schrieb ein Buch über den Ort Theresienstadt und ein weiteres über die Geschichte Hella Wertheims, die unter anderem in Theresienstadt inhaftiert war. Silke Schatz fertigte Kunstwerke, die sich inhaltlich mit dem extraterrestrischen Charakter des Ortes auseinandersetzen. Im Rahmen eines Gesprächs kommen Aspekte um den Wandel dieses geschichtsträchtigen Ortes zur Sprache.

Ein Abend in Zusammenarbeit mit dem Forum Juden Christen Altkreis Lingen eV.

David Jablonowski

8. Oktober 2015

Jablonowski Die Kunsthalle Lingen präsentiert die erste, großformatig angelegte Einzelausstellung von David Jablonowski in Deutschland. Der 1982 in Bochum geborene Künstler, lebt und arbeitet in Amsterdam. 2003 zog er von Deutschland in die Niederlande, wo er die Gerrit Rietveld Academie absolvierte. Er war Teilnehmer an dem Atelierprogramm ‚De Ateliers‚ in Amsterdam (bis 2009) und am ISCP New York (2011). Er präsentierte seine künstlerische Arbeit sowohl in Einzelausstellungen im Westfälischen Kunstverein Münster als auch in Gruppenausstellungen im Museum Haus Lange/Haus Esters in Krefeld.

„Mit seinen skulpturalen Arrangements und filmischen Arbeiten untersucht David Jablonowski die Mechanismen von Kommunikation und Sprache in der zeitgenössischen visuellen Kultur. Mithilfe von Skulpturen, Videos und Installationen legt er das Augenmerk auf die Entwicklung von Sprache als technisch reproduzierbarer Code und ästhetische Produktion bei der Vermittlung von Wissen und Informationen. Nur scheinbar konträr zu dieser Thematik steht dabei seine künstlerische Formensprache der Bildhauerei. In seinen meist skulpturalen Installationen setzt er auf überraschende Weise Volumina und Formen in Beziehung zueinander, die in Kontrast zur Zweidimensionalität oder Virtualität der Kommunikationstechnologien wie z. B. dem Buchdruck oder dem Internet stehen. Dabei konfrontiert er die Flüchtigkeit smarter technologischer Oberflächen mit Materialität und sensuellen Erfahrungen wie Haptik, Geruch, Temperatur und Licht.“ (Meike Behm)

HISTOIRE CULINAIRE

9. September 2015

Bildschirmfoto 2015-09-08 um 23.52.15HISTOIRE CULINAIRE
von Peter Lütje
Lingen (Ems)  – Kunst-/Halle IV, Kaiserstraße 10

Mittwoch 9. Sept. 2015 – 19 Uhr
Kosten inkl. Essen + Getränke 17 €; 15 € für Mitglieder (um Anmeldung wird gebeten)

Kochend, essend, redend nähern wir uns am Abend des 9. September 2015 einer der ältesten Kulturtechniken der Menschheit überhaupt: Der Zubereitung von Speisen. Entlang historischer und zeitgenössischer Texte um und über das Kochen findet in der Kunsthalle Lingen ein sinnlich-intellektuelles Experiment statt. Im Mittelpunkt steht an diesem Abend das Neolithikum mit seinen agrikulturellen Errungenschaften.

Der Abend beginnt mit einer Führung durch die Ausstellung „J’adore“ von Meike Behm.

Das laaange Wochenende geht weiter, allerdings etwas ruhiger als in den letzten Tagen – nur in Westfalen geht’s richtig rund. Hier ein paar weitere Tipps. Mein Teil 2 bis Sonntagabend:

HarryKramer15An diesem Wochenende geht die große Harry Kramer-Ausstellung in der Lingener Kunsthalle zu Ende. Die Präsentation aus Anlass des 90. Geburtstags des in Lingen geboren und aufgewachsenen Documenta-III-Künstlers sollten vor allem die gesehen haben, die immer eine gewisse Schwellenangst vor einem Besuch der Kunsthalle haben. Traut Euch! An beiden Tagen ist die Werkschau von 11 bis 17 Uhr geöffnet und am letzten Tag, Sonntag, ebenfalls von 11 bis 17 Uhr. An diesem Tag ist der Eintritt frei und um 15.30 Uhr gibt es eine kostenlose letzte Führung von Meike Behm durch die Ausstellung Harry Kramer, des „Frisör aus Lingen“.

Zu Ende geht am Sonntag auch die kleine Präsentation plak[art]iv in der offenen Aktionsgalerie der Kunsthalle. Das Schwerpunktfach Kunst der Jahrgangstufe 12 des Gymnasiums Georgianum (Kunstlehrerin Heidrun Pannebäcker) präsentiert Plakate (Acryl auf Pappe 90x132cm) unter der Überschrift „Plakate im Spannungsfeld zwischen Kunstwerk und Massenmedium“. Gezeigt werden Arbeiten von Kathrin Beckers (Daydreaming), Sven Beisel (Highway), Marina Brockmann (Chronophobie), Michael Büsse (Natural Beast), Maren Krull (Le Visage), Minh Ann Nguyen (Invasion), Nathalie Plath (Sunfire), Lisa Pohl (Freedom), Saskia Pricker (Schwarzmalerei), Denise Reichle (Now) und Anja Schulte (Seeker).

Am Samstagabend ist in Rheine Feiertag für Krachfetischisten. Es spielen TOTENMOND & WARPATH im Hypothalamus eine exklusive Doppel-Headliner-Show 2015 Die ebenso fantastische wie einmalige Kombination zweier legendärer Bands darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Allerdings kostet das Vergnügen stolze 25,20 Euro (Abendkasse) [mehr…]

„SPINNRAD, SCHWERT & FEDERKIEL“ – Das Mittelalter für neugierige Entdecker ab fünf Jahren gibt es im Archäologischen Museum in Meppen. Kinder und Erwachsene dürfen sich als Ritter, Burgfräulein, Bauer oder Handwerker verkleiden und in der Ausstellung auf eine spannende und unterhaltsame Entdeckungsreise gehen. „Große und kleine Besucher können Teil der Ausstellung werden und jenseits aller Klischees von tapferen Rittern und edlen Burgfräulein im Rollenspiel die Vergangenheit „hautnah“ erleben und erfahren, wie das Leben VolksfestWilsumvor 800 Jahren wirklich war. Originalfunde aus dem Emsland ergänzen die Ausstellung.“ Samstag 14 – 18 Uhr, Sonntag 11 – 18 Uhr, Eintritt: Familienkarte 7 Euro, Kinder von 6-14: 2 Euro.

Beim Volksfest Wilsum (Niedergrafschaft Bentheim) sind die kleinen und großen Gäste am Samstag zu „Spiel ohne Grenzen“ eingeladen und später dann wird es deftig-traditionell beim  „Wilsumer Abend“.

Während in Lingen am Sonntagnachmittag neben dem offenbar unverzichtbaren verkaufsoffenen Sonntag die Automeile auf dem Marktplatz stattfindet, treffen sich in Bad Bentheim zum 20. Oldtimer-Treffen auf dem Herrenberg  ab 10 Uhr am Sonntag die Liebhaber klassischer Automobile. Gegen 12.30 Uhr starten die Oldtimer zu einer gemeinsamen Ausfahrt zum Leinenmarkt in Burgsteinfurt.

Der wird heute  um 11 Uhr wird  mit dem Jagdhornbläserkorps auf dem Marktplatz von Burgsteinfurt eröffnet und bietet ein bunte Programm.  Zu entdecken gibt es viel altes Handwerk – u.a. Spinnen und Weben, Holzschuhmachen und Stuhlflechten, Wachsmalen und  Blaudruck. Mit Kutschtouren oder bei der Führung durch die Burgsteinfurter Kammerfrau kann  man die Altstadt rund um das 1561 gebaute historische Rathaus entdecken.

Und das Highlight dieses Maiwochenendes aus Westfalen:
Das 40. Jazzfest in Gronau geht weiter und präsentiert heute ab mittags in der ganzen Gronauer Innenstadt „JAZZ in the City“ (kostenloser Zugang). Samstagabend stehen die großartige Schweizerin Stefanie Heinzmann und Flo Mega & the Ruffcats auf der Bühne der Bürgerhalle. Nähere Infos gibt es hier. Sonntagfrüh um 11 Uhr  es in der Gaststätte Determann, Bahnhofstraße The Jazz Frühschoppen, dann wird wieder Gronaus Stadtzentrum ein großer Konzertsaal „JAZZ & MORE“ (kostenloser Zugang und auch verkaufsoffen) und abends gibt es „Jazz & Dine„; das aber ist längst ausverkauft…

 

Nachtrag:
Ok, hiermit und auf ausdrücklichen Wunsch nachgetragen die Fußballspiele des Sonntags (ab Kreisliga aufwärts) in Lingen:

Landesligist SV Holthausen-Biene will am Biener Busch gegen Kickers Wahnbeck das Abstiegsgespenst vertreiben. Bezirksligist ASV Altenlingen erwartet am Wallkamp den starken Tabellen- und auch sonst Zweiten SV Meppen. Kreisligist Olympia Laxten will aufsteigen und braucht dazu zuhause an der Lengericher Straße drei Punkte gegen den FC 47 Leschede; ebenfalls in der „Möbel Wilken Kreisliga Emsland“ sucht Eintracht Schepsdorf gegen Union Meppen fast schon die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Alle Spiele beginnen um 15 Uhr.

Marieta Chirulescu

14. November 2014

Marieta
Marieta Chirulescu
Lingener Kunstpreis 2014  

Lingen (Ems)  –  Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10 a
15. Nov. 14  –  22. Feb.15
Eröffnung und Preisverleihung am Freitag, 14. November 2014 um 19 Uhr
Di – Fr 10 bis 17 Uhr
Sa u. So 11 bis 17 Uhr
Jeden 1. Donnerstag im Monat BAR DO 18 bis 23 Uhr – Eintritt frei!Eintritt: 3 Euro/1,50 Euro ermäßigt, Freitags  – Eintritt frei!Führungen
Sonntags um 15.30 Uhr – kostenlos

„Bereits zum 21. Mal wird in diesem Jahr der etablierte und renommierte Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten, bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004) und Julia Oschatz (2008), 2012 erhielt ihn Kim Nekarda. In diesem Jahr wurden insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen und Institutionen um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Das Niveau der eingereichten Bewerbungen war erstaunlich hoch.

Die Jury – bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Richard Lange und Christa Nitze-Ertz sowie Bettina Steinbrügge (Direktorin, Kunstverein in Hamburg), Thomas Thiel (Direktor Kunstverein Bielefeld) und Meike Behm (Direktorin der Kunsthalle Lingen) – ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis an die 1974 in Sibiu (Rumänien) geborene Künstlerin Marieta Chirulescu zu verleihen, die heute in Berlin lebt.

Marieta Chirulescu absolvierte ihr Studium der freien Kunst an den Kunstakademien in Budapest und Nürnberg und präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Mainz und im Kunstverein Nürnberg und in Gruppenausstellungen wie „Made in Germany Zwei“ in Hannover sowie im Museum Folkwang in Essen. Für ihre künstlerische Arbeit nutzt Marieta Chirulescu zwar analoge Techniken der Malerei wie Öl auf Leinwand, mit diesen kombiniert sie jedoch oft Bilder, die durch digitale Arbeitsweisen entstanden sind, wie kopierte oder auch gescannte Blätter. Oft arbeitet sie mit dem Prinzip der Wiederholung, indem sie ein gefundenes Motiv kopiert, es dann vergrößert und dann das entstandene Bild ausdruckt, es übermalt und das gewonnene Ergebnis wiederum einscannt, welches dann als Grundlage für ein weiteres Bild dient.

Ihre Malerei steht in der Tradition selbstreflexiver Vorgehensweisen, denn Marieta Chirulescu hinterfragt über diese Ineinssetzung analoger und digitaler Techniken das Genre in seiner traditionellen Gültigkeit. Hierbei untersucht sie gleichzeitig den Einfluss digitaler Bildproduktion auf unseren Alltag. In ihren Kompositionen greift Marieta Chirulescu immer wieder auf diesen Raum jenseits der traditionellen Medien der Malerei zurück und erweitert hierüber ihre Grenzen. Es entstehen abstrakte Bilder mit einer ebenso zarten wie manchmal organischen Anmutung, die manchmal geometrische Farbfeldkompositionen ablesen lassen. Durch den Verzicht auf einen Titel eröffnen die Arbeiten Marieta Chirulescus vielfältige Assoziationen.“
(Quelle)