Adrian Williams

21. August 2019

Adrian Williams
Lesung
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 25. Aug ’19 – 15 Uhr

Eintritt: frei

Am kommenden Sonntag geht die derzeitige Ausstellung in der Kunsthalle Lingen mit dem Titel „Schluss mit Reden, spielen wir!“ zu Ende. Aus diesem Anlass liest die teilnehmende Künstlerin Adrian Williams am Sonntag einen eigens verfassten Text in deutscher Sprache.

Adrian Williams (geb. 1979 in Portland, Oregon, lebt in Frankfurt am Main) absolvierte ihr Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen u.a. im Portikus Frankfurt am Main und im Kunstverein Braunschweig und nahm an Gruppenausstellungen im MACBA in Barcelona und in den Kunstwerken in Berlin.

Adrian Williams verfasst Stücke und Hörspiele, die bei jedem erneuten Hören andere narrative Bilder entstehen lassen. Sie untersucht in ihren Performances, Filmen und Installationen die Zwischentöne zwischen Bild, Klang und Text, die die Phantasie des Betrachters anregen, eine eigene Wirklichkeit zu kreieren.

Anschließend bietet die Kunsthalle Lingen eine letzte Führung durch die Ausstellung „Schluss mit Reden, spielen wir!“ und durch die dem Soziologen Niklas Luhmann gewidmete Präsentation im Kabinett mit dem Titel „Weltenanschauungen“. Der Eintritt ist an diesem letzten Tag beider Ausstellungen frei.

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Foto © Ars Viva, Text: PM

Herbrumer Naturgarten, Herzogstraße in Herbrum, Papenburg, von Frank Vincentz  CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported„Im Garten atmet die Zeit freier “
Vortrag von Bernward Rusche
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstraße 10a
Dienstag, 25. Juni 2019 – 19.30 – 21.30 Uhr
Kosten 6 Euro, 4 Euro für Mitglieder und ermäßigt, Studierende frei!

„Im Garten atmet die Zeit freier…“ – dieses Zitat der großen Rose Ausländer ist der Titel des Vortrages von Bernward Rusche, NABU Emsland-Süd, am kommenden Dienstag in der Kunsthalle.

Insekten, Vögel, Pflanzen verschwinden. Aber wir können diese Entwicklung noch aufhalten. Naturnahe Gärten in denen nicht nur die Zeit „befreit“ ist, sind ein Beitrag dazu. Tipps für das richtige Maß zwischen Gestaltung und „laissez faire“ gibt es an diesem Abend vom Gartenexperten Bernward Rusche.


(Foto: Herbrumer Naturgarten, Herzogstraße in Herbrum, Papenburg, von Frank Vincentz  CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Kunstwege ’19

18. Februar 2019

Kunstwege in Lingen (Ems)
Die 15. Neuauflage 2019
Lingen (Ems) – Stadtmitte
17. August bis 7. September 2019
Eröffnung Samstag, 17. Aug. 15 Uhr, Kunst-/Halle IV,
Lingen (Ems), Kaiserstr. 10a

Sie kennen bestimmt diese Nörgelpäpste und -päpstinnen; von dem überfordert, was sie sehen, tröten sie: „Kunst kommt von können und nicht von wollen. Sonst hieße es Wunst! Haha!“ und sie schließen dann mit dem unbescheidenen Satz: „Das hätte ich auch gekonnt!“ – Aussage eins ist bekanntlich schon auf den Runensteinen nahe Schleswig als peinlich-veraltet gestrichen und zur Aussage zwei kann ich nur fremdschämend erwidern: „Nö!“ Das wissen alle, die sich als engagierte Amateure künstlerisch betätigen.

Diese künstlerischen Macher aus dem Lingener Land haben 2019 nach zwei Jahren wieder die Möglichkeit, ihre Arbeiten auszustellen. Vom 27. August bis zum 7. September finden in Lingen nämlich die traditionellen „Kunstwege“ statt. Bereits seit 1991 werden die Kunstwege in Lingen im Rhythmus von zwei Jahren veranstaltet.  Diese besondere Ausstellung im öffentlichen Stadtraum ist folglich eine lieb gewordene Gewohnheit. Die vergangenen 14 Kunstwege haben nämlich gezeigt, dass diese besondere Form der Darbietung für alle Seiten sehr fruchtbar ist. Im Dialog miteinander ergibt sich nämlich stets ein spannendes Miteinander. Die Idee, Kunst in die Öffentlichkeit der Schaufenster zu bringen und so eine Präsentation  ohne Schwellenangst zu schaffen, tragen der Kunstverein Lingen und der Lingener Wirtschaft Tourismus e.V. gemeinsam.

Sie haben Interesse an einer Teilnahme? Dann können Sie sich bis zum 30. April beim Kunstverein anmelden. Für Mitglieder im Kunstverein ist dies kostenlos, andere zahlen 25 euro. Zur Ausstellung wird es wider ein Faltblatt geben, in dem alle teilnehmenden Künstler*innen und die beteiligten Lingener Geschäfte aufgeführt sind.

 

Eva-Maria Riedel

6. Dezember 2018

Matinee:
Eva-Maria Riedel – Kunst und Kultur
Lingen und südliches Emsland. Porträts
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 9.12.18 – 11.30 Uhr

Aus Anlass der Veröffentlichung des Buchs der Lingener Kulturjournalistin Eva-Maria Riedel mit dem Titel „Kunst und Kultur. Lingen und südliches Emsland. Porträts“, erschienen im Düsseldorfer Verlag Edition Virgines, stellt sie dieses im Rahmen einer Matinee in der Lingener Kunsthalle vor. Zu Beginn der Veranstaltung wird der Verleger Georg Aehling begrüßen und alle „Beteiligten“ persönlich vorstellen. Anschließend zitiert Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle, ihr Vorwort zu dem Buch und schließlich liest Eva-Maria Riedel Auszüge aus ihrem Buch. Beim anschließenden geselligen Zusammensein ist die Bar geöffnet…

LISA SEEBACH

29. November 2018

LISA SEEBACH
PHANTOM SPACES AND VISCOUS FICTIONS
Lingen (ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Eröffnung: Freitag, 30.11.2018 – 19 Uhr

Sa 1. Dezember 2018 – 17. Februar 2019

Lisa Seebach (geb. 1981 in Köln, lebt in Braunschweig) studierte von 2007 bis 2013 Freie Kunst bei den Professorinnen Corinna Schnitt und Candice Breitz sowie bei Prof. Raimund Kummer. 2014 absolvierte sie ihr Meisterschülerstudium bei Prof. Thomas Rentmeister. Die Künstlerin  erhielt bereits zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem wurde ihr das diesjährige Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln zugesprochen sowie der Förderpreis Bildende Kunst des Landes Brandenburg. Sie war 2017 New York Stipendiatin des Landes Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

Lisa Seebach arbeitet in den Medien Skulptur und Installation. Sie übersetzt in ihren skulpturalen Werken das Faktische in fragile Konstruktionen aus Linie, Masse und Gewicht. Im Spannungsfeld von Räume beschreibenden Linien aus Stahl und erdenschweren Keramikelementen erzählen die Skulpturen von Orten und Augenblicken, von Begegnungen und Situationen. Während in manchen Arbeiten die Körperlichkeit des Menschen durch seine Abwesenheit in der dinglichen Welt spürbar wird, zeugen andere Skulpturen von Figuren in unterschiedlichen Daseinsformen. Durch die meisterliche räumliche Anordnung ihrer abstrakten Protagonisten entwickelt die Bildhauerin eine große Erzählung instabiler Verhältnisse.

Die Ausstellung mit Werken von Lisa Seebach entsteht in Kooperation mit dem Kunstverein Braunschweig und stellt vor allem Werke vor, die von dem zwölfmonatigen Aufenthalt der Künstlerin in New York inspiriert sind.

DER APFEL. EINE EINFÜHRUNG. (IMMER UND IMMER UND IMMER WIEDER)
ANTJE MAJEWSKI UND PAWEŁ FREISLER MIT AGNIESZKA POLSKA, JIMMIE DURHAM UND PIOTR ŻYCIEŃSKI
Sa 24. März – So 21. Mai 2018
Eröffnung: Freitag, 23. März 2018, 19.00 Uhr
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstraße 10a

Diese Ausstellung zum Thema Äpfel, die von den KünstlerInnen Antje Majewski und Paweł Freisler initiiert wurde, ist ein gleichermaßen künstlerisches wie auch wissenschaftlich-kulturhistorisches Projekt, das mit einer Pflanzaktion unter Beteiligung städtischer Gruppen eine Erweiterung in den Stadtraum hinein erfährt.

In der Kunsthalle Lingen sind Gemälde von alten und neuen Apfelsorten in der Tradition der Natura Morte, eine Eva mit dem Apfel und Videoarbeiten von Antje Majewski zu sehen; getrocknete und beschnitzte Äpfel von Paweł Freisler, die sowohl als Objekte, in der Form von Photographien von Piotr Życieński und als Abbildungen in Plastik mit Hilfe eines 3D-Druckers erscheinen; Agnieszka Polskas Videoarbeit „Garden“, die uns in den Garten des legendären Künstlers führt, in dem unter anderem ein perfektes Ei zu finden ist; und Jimmie Durhams Apfelsaftflaschen, die er für die dOCUMENTA (13) produzierte, bei der auch zwei Apfelbäume gepflanzt wurden.

Da eine Apfelsorte nur Sorte bleiben kann, wenn sie von Menschen auf einen neuen Wurzelstock gepropft, also geklont wird, ist der Erhalt der unglaublichen Vielfalt an Farben, Formen und Geschmäckern von möglichen Apfelsorten eine Kulturleistung.

Ein sehr wichtiger Teil der Ausstellung findet deshalb nicht im Museum selbst statt, sondern als künstlerisch-ökologisches Projekt im Stadtraum. Im März 2018 sollen bis zu 50 Bäume alter Apfelsorten an öffentlichen Orten in der Stadt Lingen gepflanzt werden. Ihre Äpfel werden allen BürgerInnen von Lingen zur Verfügung stehen.

„Die Kunsthalle Lingen dankt dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Emsland, der Stadt Lingen (Ems) und der Kulturstiftung Heinrich Kampmann für die großzügige Unterstützung. Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Stiftung Niedersachsen.“

Freier Eintritt

19. März 2018

In den Hamburger Museen wird es künftig einen festen Tag im Jahr geben, an dem der Eintritt für alle frei ist. Diese Entscheidung hat Anfang des Monats die Hamburger Bürgerschaft verkündet. Neben dem neuen Feiertag soll am 31. Oktober gleichzeitig der Eintritt in alle städtischen Museen umsonst sein. Die Kosten der wegfallenden Eintrittsgelder übernimmt die Stadt.

Wer meine Meinung hören möchte: Möglichst vielen Menschen den Zutritt zu Museen zu ermöglichen, in dem man die Eintrittsgelder niedrig hält oder erst gar keine erhebt, ist gut und wichtig. Der Zugang zu Kunst und Kultur sollte für eine Stadt eigentlich zum Selbstverständnis dazugehören. Den Eintritt in Museen an einem festen Tag im Jahr zu erlassen, ist also eine gute Sache….

Auch Niedersachsen wird noch in diesem Jahr den 31. Oktober zum Feiertag machen. Ob das Reformationsfest das richtige Datum für den -längst überfälligen- Feiertag ist, mag bestritten werden. Allemal gut ist, dass der Tag kommt und besonders üerzeugend ist es, dass auch in unserer Stadt Lingen (Ems) und in der Region an Ems und Vechte an diesem Tag der Eintritt in ale Museen frei ist. Übrigens auch in die Kunsthalle, die Wert darauf legt, kein Museum zu sein.

(Mit Material von Fred Romero auf Urbanshit CC BY 2.0) ; Foto Emslandmuseum Lingen © RobertsBlog)

FLAKA HALITI | VIDA SIMON

10. Oktober 2017

FLAKA HALITI | Here – or rather there, is over there

Im Obergeschoss:

VIDA SIMON | Ähnlichkeit

14. Oktober 2017 – 14. Januar 2018
Eröffnung: Freitag, 13. Oktober 2017, 19 Uhr


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merkwürdiges Phänomen

8. April 2017

Reden über Kunst
Roland Nachtigäller
Kunst – Ein seltsames Spiel
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle 4, Kaiserstr. 10 a
Di 11. April 2017
verschoben auf Donnerstag, 27. April 2017 –  19.30
Eintritt 8 Euro / 6 Euro ermäßigt
Mitglieder des Kunstvereins, Schüler und Studierende frei

Die Kunst ist ein merkwürdiges Phänomen: Gut abgehangen und mit ein paar Jahrzehnten auf dem Buckel taugt sie bestens für breite Begeisterungsstürme. Ist sie jung und zeitgenössisch aber, dann bleibt man gern auf Abstand, empfindet sie als schwer verständlich und sperrig. Warum ist das so? Schließlich war auch die alte Kunst mal jung. Oder ist heute alles anders? Was bedeutet vor diesem Hintergrund der öffentliche Auftrag des Sammelns für Museen und andere Kunstinstitute. Und macht es überhaupt noch Sinn, mit Steuergeldern Kunst zu kaufen? In der Kundts-/Halle 4 spricht Roland Nachtigäller, Direktor des Museums Marta in Herford.


RN (*1960 in Dortmund) Studium der Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik und Medienpädagogik in Kassel, begann seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Assistent von Veit Loers am Museum Fridericianum und wurde 1991 von Jan Hoet in das Leitungsteam der documenta 9 berufen. Anschließend war er an zahlreichen Katalog-, Sammlungs- und Ausstellungsprojekten beteiligt. Von 2003 bis 2008 leitete er die Städtische Galerie Nordhorn und entwickelte dort maßgeblich auch die grenzübergreifenden Skulpturenroute „kunstwegen“/„raumsichten“ mit. Seit 2009 ist er Künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford.

(Foto: Roland Nachtigäller; CC BY-SA 3.0 de Frank-Michael Kiel-Steinkamp)

Tammo Jansen – Negative Dialektik 
Philosophie in der Kunsthalle
Lingen (Ems)  – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Di 31. Mai 16  –  19.30
Karten: 8 Euro, Mitglieder 6 Euro

Tammo_Jansen„Anknüpfend an den letztjährigen Vortrag  über Kant und Hegel, soll dieses Mal in der Reihe Philosophie in der Kunsthalle die Idee von der Dialektik in den Mittelpunkt gerückt werden.
Meint Dialektik noch bei Kant die Selbstwidersprüche der menschlichen Vernunft, geht ihr Begriff bei Hegel über die Sache, ins Integral der Totalität selber.
Vor der Geschichte blamierte sich solcherlei Philosophie. Sie blamierte sich genau in dem Maße wie sie die einzige Grundlage ihrer Erklärung und zugleich Rettung bleibt.
Dialektik – die Darstellung des antithetisch Entfalteten – als philosophische Methode ist nur mehr möglich als negative, als kritische Darstellung der antagonistischen Gesellschaft, somit als kategorisches Existentialurteil.
Der Vortrag wird einen Überblick zur Dialektik bieten und den Versuch unternehmen, den auf Theodor W. Adorno zurückgehenden Terminus einer negativen Dialektik zu explizieren.“

Tammo Jansen ist Philosoph. Er lebt und arbeitet in Osnabrück.