Heute in einer Woche, also am 24. Juni, findet bundesweit der Tag der Architektur 2018 (statt.  Unsere Städte sind im Wandel – neue Quartiere entstehen, bestehende Quartiere werden neu entdeckt und verändern ihr Gesicht. Am Tag der Architektur sind beispielhaft verschiedenste Objekte geöffnet – vom Einfamilienhaus bis zum ganzen Wohnquartier. In der Region laden Architekten und Bauherren zum Blick hinter folgende Fassaden ein:Auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Unsere Region ist aber -nun sagen wir- nicht wirklich vorn, was gute Architektur betrifft. Das hat in der letzten Woche auch wieder die Verleihung des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur gezeigt. Dabei hat es leider kein einziges Projekt aus unserer Region an Ems und Vechte auch nur in die Vorschlagsliste geschafft.

Hier geht es zur App und hier zum  Programmheft der Architektenkammer Niedersachsen, von deren Seite auch die Fotos dieser zu besichtigenden Objekte in unserer Region stammen. Leider sind es nicht sonderlich viele und darunter auch ein Baudenkmal mit einem anthrazitfarbenen Dach…nun ja:

(Übrigens gibt es im benachbarten Westfalen zeitgemäße Architektur in Rheine, Ahaus, Emsdetten, Greven, Tecklenburg und natürlich in Münster zu sehen. Mehr)

Dörpen

Emsbüren

Lingen (Ems)

Lingen (Ems)

Nordhorn

Schüttorf

Wietmarschen

Fiets4Daagse

24. Juli 2017

Fiets4Daagse
Kombinierte Bus-Radtour in die Region Drenthe
Lingen (Ems)/ Emmen-Drenthe
Mi 25. Juli – ab 8.30 Uhr
Kosten: 34,80 incl. Verpflegung etc.

Die Fiets4Daagse sind das Radfahr-Ereignis in den benachbarten Niederlanden. Die ohnehin schon fahrradaffinen Nachbarn lassen an diesen vier Tagen im Sommer fast alle Autos stehen und fahren Rad. Dazu bietet die LWT GmbH am kommenden Mittwoch, 26. Juli 2017 eine Bus- und Radtour an.

Um 8:30 Uhr startet in Lingen (Ems) der Bus von Lingen nach Emmen. Hier beginnt eine etwa 40 Kilometer lange Radtour durch die „magische Region Drenthe“. Auf der Strecke wird das Malerfestival Montmartre in Oosterhesselen besucht. Hier kann man Malern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Danach führt die Tour vorbei an der Jantina Hellingmolen in Aaldenn und weiter zu dem bekannten Malerdorf Zweeloo, wo Vincent van Gogh ein Gemälde der Ortskirche gemalt hat (lks.). In der Oud-Saksische Koffie- & Pannenkoekenboederij im wunderschönen Ort Oud Aalden gibt es dann leckere Pfannkuchen zu essen. Die Radtour endet wieder in Emmen, wo es zu originalem Drentse Krentenwegge Kaffee/Tee gibt. Anschließend findet die Rückreise nach Lingen wieder mit dem Bus statt.

Im Preis von 34,80 € p. P. sind die Busfahrt inkl. Radtransfer, die Startgebühr, so wie Verpflegung enthalten. Die Karten gibt es in der Tourist-Information in #Lingen.

eigene Stimme

22. Januar 2016

„Seit Silvester, den Übergriffen, aber auch der daraus entstandenen Hetze gegen die Flüchtlinge, ist für Nawras Kadro seine Arbeit noch wichtiger geworden. Der syrische Journalist will vermitteln, erklären, zusammenführen. Und bekommt die Chance dazu durch den lokalen niedersächsischen Fernsehsender EV1.TV. Dort produziert der 29-Jährige Filme für Flüchtlinge.

Nawras Kadro ist 2013 aus Syrien geflohen, jetzt arbeitet er beim Lokalsender EV1.TV. Mit seinen Filmen will er Flüchtlingen dabei helfen, in Deutschland anzukommen.

Wegen der Unterbringung von bis zu 1000 Flüchtlingen in den ehemaligen ADO-Hallen hat sich in Aschendorf eine sogenannte Bürgerwehr gebildet. Das meldeten gestern die „Ems-Vechte-Welle“ und die Papenburger „Emszeitung“, der nord-emsländische Ableger der NOZ. Auf einer Facebook-Seite präsentiert sich tatsächlich seit Donnerstagnachmittag -natürlich anonym- die „Bürgerwehr Aschendorf„:

So Leute,
am 19.01.2016 wird Aschendorf/Papenburg nie mehr so sein wie früher. Wenn es Neuigkeiten gibt Postet es bitte hier. Bilder, Kommentare,Links,usw. bitte alles auf diese Seite damit wir gut Informiert sind. Wichtig ist das ihr auf eure Kinder und Frauen aufpasst!! Und bitte teilt diese Seite damit ganz Aschendorf bescheid weiß.

Parolen wie „Vorsicht! Wachsamer NachbarWachsamerNachbar“ (Foto unten via FB) und „Nicht mit uns!“ springen auf der FB-Seite ins Auge, die sich zudem zunächst mit dem Aschendorfer Stadtwappen schmückte. Weil das jedoch nicht gestattet war, wurde es inzwischen nach einem entsprechenden Hinweis aus dem Papenburger Rathaus von der FB-Seite entfernt.

Angeblich sind „ganz normale Bürger unserer Gemeinde und Umgebung“ in der Bürgerwehr. Auf Facebook liest man dazu altbekanntes, interpunktionsmäßig wie orthografisch ausbaufähiges Geseiere. O-Ton:

Wir wollen keine Selbstjustiz aber einen sicheren Ort in dem wir wieder leben können, ohne Angst zu haben, dass unser hart erworbenes Gut gestohlen wird oder unsere Kinder in Gefahr kommen. Sicherheit für uns alle soll an obererster Stelle stehen.

Ihr „Vertrauen in die Sicherheitskräfte“ sei nach eigenen Angaben „erschüttert“. Man rufe nicht zur Selbstjustiz auf, sondern wolle sich nur dafür einsetzen, ohne Angst vor Diebstählen, Einbrüchen oder sexuellen Übergriffen leben zu können. Die Aktivisten:

Wir stellen Transparent und offen klar das wir weder zu einer politischen Richtung noch zu irgendeiner Organisation oder Partei gehören. Die Verantwortlichen bei der Bürgerwehr Aschendorf / Papenburg sind parteilos und gegenüber jeder Person die Hilfe benötigt, neutral!“.

Die Bürgerwehr erntete allerdings sofort in zahlreichen Facebook-Kommentaren heftige Kritik, wobei kritische Kommentare „haufenweise gelöscht“ wurden. Außerdem entstand nur Stunden später auf Facebook die Gruppe „Bürgerwehr gegen die Bürgerwehr Aschendorf“  – leider auch anonym. Sie hat inzwischen knapp 250 Facebook-Likes, die Bürgerwehr etwa das Doppelte.

Bürgerwehren entstanden vor etwa drei Jahren zuerst im Osten Deutschlands, wo auch anders. Die ZEIT berichtete schon kurze Zeit später, wie eine krude „Bürgerwehr“ in Sachsen und Brandenburg Staatsmacht spiele. Seit „#Kölnhbf“ gibt es auch im Westen kein Halten mehr und mittels Facebook kann jede/r Durchgeknallte inzwischen so tun, als seien Recht wie Rechtschreibung bei ihm in besten Händen: „Ich bin kein Rechter, aber…“ In Bürgerwehren sammeln sich vor allem Rechtsextreme und Schlägertypen. Mehrfach gerieten freiwillige Ordnungshüter schon außer Kontrolle., wusste die ZEIT zu berichten: In Neuruppin standen im letzten Jahr mehrere Bewohner des Dorfes Kremmen vor Gericht, die polnische Erntehelfer verprügelt und stundenlang festgehalten hatten, weil sie sie des Einbruchs verdächtigten. Bestraft wurden sie ausgesprochen milde.

In Sachsen läuft seit Jahren ein selbsternanntes Freiwilliges Polizeihilfswerk Streife. Hinter der Gruppe verbergen sich die sog. Reichsbürger, ein Netzwerk von größtenteils  Rechtsextremen, das vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Als sie vor zwei Jahren in Bärwalde bei Dresden einen Gerichtsvollzieher festhielten und in Todesangst versetzten, konnte erst die Polizei helfen. Vor vier Wochen mussten sich die ersten vier von insgesamt 17 Beschuldigten vor dem Amtsgericht Meißen verantworten. Doch nur einer der mutmaßlichen Anhänger der Reichsbürgerbewegung erschien dabei zum Prozessauftakt und er wurde zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, die anderen werden jetzt per Haftbefehl gesucht [mehr].

Nach den Kölner Silvesterereignissen haben sich in ganz kurzer Zeit in ganz NRW Bürgerwehren nach ostdeutschem Muster gebildet, berichtet der WDR. Seit heute ist dieselbe Bewegung in der emsländischen Provinz angekommen.

Die Reaktionen seitens der nord-emsländischen Größen auf die Aschendorfer Initiative sind erfreulicherweise gleichermaßen klar und eindeutig; sie finden sich hier. Der Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Karl-Heinz Brüggemann, sprach von „überzogenem Aktionismus“. „Aktuell“ [er sagte wirklich „aktuell“] könne „die Polizei die objektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde garantieren“. In denjenigen Städten im Emsland und der Grafschaft Bentheim, in denen sich Notunterkünfte für Flüchtlinge befinden, gab es Brüggemann zufolge bislang auch keine Häufung von Straftaten wie sexuelle Belästigung, Ladendiebstahl, Bedrohung oder Sachbeschädigung. Gut zu wissen, auch dies hier.

Ab kommenden Dienstag -und damit einige Tage später als angekündigt- ziehen bis zu 1000 Flüchtlinge in die neue Notunterkunft in Aschendorf. Die seit vergangenem Oktober als Notunterkünfte genutzten Sporthallen in Lingen(Ems), Meppen und Sögel werden dann geräumt und stehen wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Lingen – New York

6. Januar 2016

Über die Mühen der politischen Arbeit in der Provinz

Teil 1
Anfrage und Antwort im Rat  2014

Lingen (Ems) – Ratssitzung am 22.10.2014

TOP 12.3 Abbau von Telekommunikationsstellen
Herr Koop bat um Prüfung, inwiefern die von der Telekom geplante Einrichtung von sog. HotSpots, welche teilweise an Telekommunikationsstellen geknüpft sein sollen, durch den Abbau dieser Telekommunikationsstellen gefährdet sei….

Ratssitzung am 26.11.2014
…Herr Krone informierte, dass die Telekom Deutschland GmbH für die Einrichtung von HotSpots folgende Standorte/Bereiche mit entsprechend viel Publikumsverkehr ausgewählt habe:

Am Markt 2
Am Wall Nord 31
Bernd-Rosemeyer-Straße 18
Große Straße 22
Lookenstraße 20
Marienstraße 18
Neue Straße 1 …

Die Reichweite der HotSpots sei abhängig von der örtlichen Bebauung und betrage ca. 100 Meter Sichtweite.

Herr Krone teilte abschließend mit, dass somit keine HotSpots durch den Abbau der Telekommunikationsstellen an den Standorten Langschmidtsweg 35, Burgstraße 28, Kiesbergstraße 87, Nordhorner Straße 15, Altenlingener Weg 48, Jägerplatz 1 und Forstweg 10 betroffen seien (Planungs- und Bauausschuss am 15.10.2014 [Presse], Vorlage 320/2014).

 

Teil 2
Was andernorts möglich ist: Beispiel New York
[vom Kraftfuttermischwerk]

New York macht aus alten Telefonzellen WLAN-Hotspots

Bildschirmfoto 2016-01-05 um 21.11.25

Mal unabhängig von der Art der Betreibung ist das technisch eine vorbildhafte Innovation, finde ich.

Es soll das schnellste und größte städtische WLAN-Netzwerk der Welt werden: Das Projekt „Link NYC“ will 7500 Internetstationen mit superschnellem WLAN in die Straßen von New York bringen. Dafür werden derzeit ausrangierte Telefonzellen umgebaut. Der erste umgerüstete Netzkiosk ist am Dienstag in der Third Avenue enthüllt worden, schreibt die „Financial Times 

[…]

Bis Mitte Juli sollen bereits 500 weitere Internetstationen online sein.“
(mehr bei Spon)

Die Zellen, die dann zu Säulen werden, werden über einen Touchscreen verfügen, über den Nutzer auf Apps zugreifen können. Es werden USB-Ports zur Verfügung stehen, um leere Akkus zu laden und auch das Telefonieren innerhalb der USA wird von dort aus möglich sein. Notruf sowieso. Soweit zumindest die Vision von Link NYC.

Guckt mal, Berlin, München, Hamburg, Köln, Leipzig, Eisenhüttenstadt! [und Lingen!]

2

Jurij Shatunov

21. Oktober 2015

Jurij Shatunov
Konzert in russischer Sprache
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe
Freitag 23.10.2015 – 20 Uhr

Eintrittspreis: 35,00 € bis 75,00 €

Es ist nicht meine Musik und auch nicht das erste, aber deshab wiederum ein besonderes Lingener Konzert, weil es in russischer Sprache geschieht und natürlich unsere, so oft und alltäglich diskriminierten Spätaussiedler begeistern wird. Das ist mein Grund, es hier zu erwähnen wähnen. „Jurij Shatunov [ЮРА ШАТУНОВ] gehört zu den wenigen Idolen von Millionen Menschen, die im Laufe der Zeit seine Fans weder durch Veränderungen in ihrem Äußeren noch in ihrem Schaffen enttäuscht haben. Es ist immer noch die gleiche junge Stimme, und er singt nach wie vor über die ewigen Themen der Liebe, die das Herz bewegen. Jurij Shatunov füllt wie früher die Konzertsäle mit seinem begeisterten Publikum. Das sind alte Hits, mit denen mehrere Generationen aufwuchsen, aber auch neue moderne Lieder, die beim Auftritt der Legende der russischen Pop-Musik erwarten! Es gibt das Beste von Jurij Shatunov zu hören und man kann ‚in die Atmosphäre der Jugend und der Romantik‘ eintauchen. „Weiße Rosen“, „Der rosarote Abend“, „Graue Nacht“- das sind Lieder, ohne die jedes Konzert von Jurij Shatunov undenkbar wäre. Diese langersehnten Melodien werden Sie unbedingt bei seinem Auftritt hören. Aber auch Kompositionen aus der jüngeren Zeit stehen auf seiner Playlist. Auch heute erweitert Jurij Shatunov regelmäßig sein Repertoire durch Lieder, die gleich zur Hits werden.

Das Konzert von Jurij Shatunov wird zu einem unvergesslichen Ereignis für de, die seine Musik mögen. Ein Konzert, das viele Emotionen schenken wird.“ Удачи, парни и девушки! Прошлое останется в сердце. Но прошлое нет будущего!

(Quelle PM)

Beispielsweise

4. August 2013

 

von wikipediaEs gibt da dieses Kaffee-Netz im Internet, das die zahlreichen Teutonen zusammenführt, die ein Faible für Kaffee haben. Doch die wahren Kaffeekenner leben südlich der Alpen. Regina bloggt beispielsweise:

„Wer schon mal in Italien war weiß, dass es dort den besten Kaffee gibt. Die Italiener sind einfach Experten im Kaffee trinken und Kaffee herstellen. Auch wenn es die Deutschen sind, die im Jahr am meisten Kaffee pro Kopf trinken, so sind es doch die Italiener, die den besten Kaffee produzieren und die wahren Kaffee Experten sind. Das merkt man schon an der Vielfalt der brauen warmen Köstlichkeiten, die in Italien in den Bars angeboten werden.

….Wenn ich morgens in Turin in meiner Lieblings-Bar „Le Petit Jardin“ an der Piazza Grand Madre stehe, dann bin ich immer wieder erstaunt, wie viele verschiedene Kaffee Spezialitäten in Italien über den Tresen gehen. Da wird ein Espresso im Glas oder in der Tasse, ein Macchiato (das ist dann ein Espresso macchiato, d.h. ein Espresso mit einem kleinen Schuss Milch), ein Caffe Americano (das ist ein weniger starker und langer Kaffee und entspricht am ehestens unserem Filterkaffee), ein Marrochino, ein Cappuccino tiepido, d.h. mit kalter Milch, ein Cappuccino scuro (das ist ein dunkler, stärkerer Cappuccino mit mehr Cafe oder weniger Milch), ein deca (das ist ein entkoffeinierter Kaffee) und vieles mehr bestellt….“ [weiter hier]

Tja, so isses. Italien, Du hast es besser. Bei uns zuhause sind die Kaffeedinge eher trist. Den besten Espresso in Lingen gibt’s bekanntlich im da Sandro gegenüber vom Bahnhof, wenn Sandro dell’Ascenza ihn selber produziert. Und sonst? Meistens ist der „Expresso“ in der Region bitter und sehr oft auch zu kalt, weil die Tassen zu dünn und schon gar nicht vorgewärmt sind. Es ist nicht weit her mit wirklich gutem Kaffeegenuss in der Region. Um die Krone für den schlechtesten Cappuccino Deutschlands streiten in meiner Erinnerung zwei nicht mehr existente Lingener Betriebe in der Lookenstraße und am Markt. Denk ich an das Gesöff, das mir da vorgesetzt wurde, schüttle ich mich noch jetzt. Letztens in Papenburg stand dann dieser Emsland-Cappuccino vor mir, von dem ich annahm, er sei längst vom Veterinäramt (!) unter Strafe gestellt. Sie wissen, dieser Labberkaffee mit Sprühsahne für 3 Euro plus. Überhaupt die Preise! Ein Espresso für 2,50 Euro ist eine Frechheit, Ihr lieben Emslandgastronomen. Teurer als 1,80 € darf er nicht sein und ein Glas Wasser gehört dazu. Und (bitte Sandro!) keine zellophanverpackten Weihnachtskekse.

Also Regina, wie hieß Dein Turintipp? Gleich mal ansteuern. Ischa Urlaub. Zuhause gibt’s dann wieder Tee. Wahrscheinlich im Beutel…

Vasen

1. Oktober 2010

Was eine OB-Wahl so alles bewirkt: Birgit Kemmer (Bündnis’90/Die Grünen) unterschreibt neuerdings ihre E-Mails mit „Wir sind Oberbürgermeister“ und am historischen Rathaus ist -passend zur Stimmungslage der CDU- das Licht im rechten* (!) der beiden Leuchter ausgegangen (Foto) -beide übrigens Geschenke der Kivelinge im Jahr 1958.  Die CDU sucht sich -in frühere Defizite aufarbeitender- Bürgernähe (Beispielsweise Ratsmitglied Vehring:“ Der Grünstreifen ist aber auf Anregung der CDU entstanden!“).

Lingen wartet an diesem Wochenende mit Spannung -und mehr oder weniger aufgeregt- auf den Amtsantritt seines neugewählten Oberbürgermeisters Dieter Krone. Alles auf dem bürokratischen Weg dahin scheint reichlich trantütig und langsam. Ich lese: „Formal sei die Ernennung  von Dieter Krone auf den Weg gebracht, betonte (!) Dr. Ralf Büring. Das Schreiben mit dem Ergebnis des Stadtwahlausschusses sowie der Frage, ob Dieter Krone die Wahl annehmen werde, sei bereits verschickt.“ … Jaja, bereits verschickt und ich frage mich, ob man es nicht auch hätte vorbeibringen können.

Dieter Krones  erster Arbeitstag soll der kommende Montag sein, nachdem alles seinen bürokratischen Gang gegangen ist. Am 8. Oktober wird der neue OB im Rat vereidigt. Ich bin gespannt, wie er am Samstag um 11 Uhr an der Feierstunde zum „Tag der deutschen Einheit“ teilnimmt und ob OB-Büroleiterin Elisabeth Lüken die historische Amtskette des Lingener OB herausrückt. Für Montag jedenfalls sollte sie ausreichend Blumenvasen bereit halten. Die CDU schickt bestimmt 27 weiße Calla.

*ps und bevor nachgefragt wird: Vom OB auf der Rathaustreppe aus gesehen rechten Leuchter… 🙂