3Sat: Rock-around-the-clock

31. Dezember 2025

Es ist Silvester und das heißt, dass 3Sat wieder 24 Stunden Rock-around-the-clock zeigt. Die meisten Konzerte sind bereits seit einigen Tagen in der Mediathek zu sehen. Aber hier die Playlist zwischen heute und morgen 6.00 Uhr.

Der Start ist mit Mia, das Ende mit Electric Callboy

Hier der Überblick über alle Konzerte, die an Silvester 2025 bei 3Sat laufen:

31.12., 05.55-06.55 Uhr: Mia, Bauhaus Dessau (2025)
31.12., 06.55-08.00 Uhr: Loi, Bauhaus Dessau (2025)
31.12., 08.00-09.00 Uhr: Die Fantastischen Vier, Bauhaus Dessau (2025)
31.12., 09.00-10.00 Uhr: Cypress Hill & London Symphony Orchestra, Black Sunday, London (2024)
31.12., 10.00-11.15 Uhr: Imagine Dragons & LA Film Orchestra, Live From The Hollywood Bowl, Los Angeles (2024)
31.12., 11.15-13.00 Uhr: Pink Floyd, Pulse, London (1994)
31.12., 13.00-14.45 Uhr: David Gilmour, Live At The Circus Maximus, Rom (2024)
31.12., 14.45-16.00 Uhr: Marius Müller Westernhagen, Live In Hamburg (1989)
31.12., 16.00-17.15 Uhr: Bruce Springsteen, Live In Dublin (2006)
31.12., 17.15-18.00 Uhr: Elton John & Brandi Carlile, An Evening With, London (2025)
31.12., 18.00-19.00 Uhr: Raye, My 21st Century Symphony, London (2023)
31.12., 19.00-20.15 Uhr: Mariah Carey, Daydream World Tour, Tokio (1996)
31.12., 20.15-21.45 Uhr: Whitney Houston, The Concert For A New South Afrika, Durban (1994)
31.12., 21.45-23.00 Uhr: Rihanna, Loud, London (2011)
31.12., 23.00-00.25 Uhr: Usher, Rendezvous In Paris (2024)
01.01., 00.25-01.30 Uhr: Simply Red, Live In Santiago (2025)
01.01., 01.30-02.30 Uhr: Sade, Live In San Diego (1993)
01.01., 02.30-03.30 Uhr: Evanescence, Live In Amsterdam (2022)
01.01., 03.30-04.45 Uhr: Iggy Pop, Live At Montreux Jazz Festival (2023)
01.01., 04.45-06.00 Uhr: Electric Callboy, Tekkno Tour (2023)

-> Viel Spaß Euch und kommt gut ins neue Jahr.

..siegt beim Krüsselcup in der, den dritten Tag voll besetzten Lingener Kiesberghalle.

Die Endrunde des Krüssel-Cups lohnte wirklich den Besuch. Die -negative- Überraschung des Finaltags war Oberligaschlusslicht SV Holthausen/Biene. Die Mannschaft schwächelte nämlich sehr und spielte, wie die Farbe ihrer Trikots: sehr grau und eigentlich auch unvollständig wie die Trikotaufschrift „SV Holth./Biene“.

Im letzten Gruppenspiel  schafften sie mit Ach und Krach und nur dank eines kapitalen Bocks des ASV-Keepers, der unbedrängt den Ball einem Biener Gegenspieler vor die Füße spielte, gerade mal so einen 2:1 Erfolg – sonst wäre die Reise des Teams vom Biener Busch schon hier zu Ende gewesen. So erwischte es Holthausen/Biene im Halbfinale, als sie glatt, lustlos und ohne echte Torchance 0:4 gegen Eintracht Nordhorn unterlagen. Die Lt berichtete: „Im Siebenmeterschießen gegen den FC Leschede, der in Jannis Drees den besten Torwart gestellt hatte, sicherte sich das Team um Torschützenkönig Philipp Elfert immerhin den dritten Platz. Für den SV Bokeloh und den SV Concordia Emsbüren sowie den SV Olympia Laxten und den SC Baccum war nach Gruppenphase Schluss“.  

Insgesamt gab es für das Publikum in der Kiesberghalle wie auch des professionell gut gemachten NOZ-Livestreams zuhause viele Tore und spannende Spiele zu sehen – also richtig gute Fußballunterhaltung mit dem besten Ende für den Geheimfavoriten SV Eintracht Nordhorn (Foto: (c)  Siegerfoto Eintracht Nordhorn).

Denn die Fußballer aus der Nachbarstadt holten sich sehr verdient den Titel beim Krüssel-Cup.  Sie zeigten die reifste Spielanlage, spielten sich souverän ins Finale und gewannen dort gegen den ASV Altenlingen in einem spannenden, teilweise dramatischen Spiel mit 4:2. Die Treffer für den SV Eintracht im Endspiel erzielten Leon Kugland (3) und Joshua Siemoneit. Für den ASV trafen der frühere Vorwärts-Nordhorn-Spieler Yannic-Noah Reimann und Fabian Alferink.

„Wir sind als Außenseiter ins Turnier gestartet und freuen uns riesig über den Sieg“, stapelte Joshua Siemoneit (Eintracht) nach dem Erfolg trotzdem reichlich tief.  Mit neun Toren war der Nordhorner  ürbigens einer der Top-3-Torschützen des Hallenturniers; außerdem wurde Simoneit als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

ASV-Coach Jan Zevenhuizen äußerte sich nach dem guten Finale seines ASV frustriert: „Wir hätten den Pott wirklich  gerne mitgenommen, zum ersten Mal seit 2018. Über weite Strecken haben wir heute echt gut gespielt.“ Sein Team, das als Gruppensieger im Halbfinale mit 2:0 gegen den späteren Vierten FC Leschede gewonnen und mit Thorben Klatt einen der drei besten Torschützen in ihren Reihen hatte, lag im Endspiel über 2 x 10 Minuten schnell hinten. Denn Leon Kugland, der zusammen mit Siemoneit und Marius Kleinsorge beim SV Eintracht spielt und früher mal beim SV Meppen kickte, traf in Minute 3 zum 1:0, und die Nordhorner brachten diese knappe Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit erwarteten die Zuschauer ein ähnliches Nordhorner Feuerwerk wie im Semifinale gegen Biene: Doch es kam anders, denn Altenlingen machte richtig Druck und wollte den Ausgleich. Yannic-Noah Reimann zog aus der zweiten Reihe ab und traf den linken Innenpfosten. Obwohl der Ball die Linie wohl nicht ganz überquert hatte, gab der Schiedsrichter Tor – zum Ärger der bisweilen etwas übermotivierten Nordhorner.  Ihr ohnehin etwas angestrengt wirkender, oft schimpfender Torwart Florian Kamp bekam anschließend wegen Meckerns und einen wütenden Tritt gegen die Bande eine 2-Minuten-Zeitstrafe.

Mit einem Mann mehr  gelang dem ASV trotz Riesenchancen kein weiterer Treffer. „Da war viel Pech dabei“, sagte ASV-Trainer Jan Zevenhuizen zur LT. Aber er erkannte auch selbstkritisch: „Daraus haben wir zu wenig gemacht.“ Zu recht fand er die Regelauslegung eher suboptimal: „Es war nicht okay ,dass dann plötzlich drei verschiedene Nordhorner Spieler innerhalb von ein paar Sekunden als Torwart den Ball in den Händen hielten.“ So blieb es bei einem couragierten Auftritt der Altenlingener, die das Spiel bis ganz kurz vor Schluss offen hielten, bevor den Nordhorner in der Schlussminute beide Siegtreffer gelangen.

Hier alle Ergebnisse des Finaltages:

29.12.2025 17.00 SV Eintracht Nordhorn – FC 47 Leschede 2:2
29.12.2025 17.18 SC Baccum – SV Holthausen Biene 0:2
29.12.2025 17.36 SV Bokeloh – SV Concordia Emsbüren 1:4
29.12.2025 17.54 SV Olympia Laxten – ASV Altenlingen 0:2
29.12.2025 18.12 SV Concordia Emsbüren – FC 47 Leschede 1:3
29.12.2025 18.30 ASV Altenlingen – SC Baccum 7:0
29.12.2025 19.05 SV Bokeloh – SV Eintracht Nordhorn 0:4
29.12.2025 19.23 SV Olympia Laxten – SV Holthausen Biene 2:1
29.12.2025 19.41 FC 47 Leschede – SV Bokeloh 2:2
29.12.2025 19.59 SC Baccum – SV Olympia Laxten 2:1
29.12.2025 20.17 SV Eintracht Nordhorn – SV Concordia Emsbüren 2:0
29.12.2025 20.35 SV Holthausen Biene – ASV Altenlingen 2:1
29.12.2025 20.53 SV Holthausen Biene – SV Eintracht Nordhorn 0:4
29.12.2025 21.11 FC 47 Leschede – ASV Altenlingen 0:2
29.12.2025 9 m FC 47 Leschede – SV Holthausen Biene 8:9
29.12.2025 21.40 ASV Altenlingen – SV Eintracht Nordhorn 2:4

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Quellen: GN, LT, FB

Hinweis: ich habe den Beitrag aufgrund weiterer Informationen nach der ersten Version überarbeitet.

Die Silvesterböllerei heute  Abend wird vielen auf den Wecker gehen. Enkel Niklas (Foto mittig)  bespielweise gehört sicherlich zu den Genervten und hat heute schon einen Heidenrespekt vor der Knallerei. Obwohl erst fünf Jahre alt, kann er seine Abneigung gut darstellen. Die Vierbeiner können dies weniger. Aber der Flughafen Münster Osnabrück (FMO) hat da eine flotte Idee:

Der FMO bietet nämlich Hundebesitzern und ihren Vierbeinern eine Alternative zum lauten Silvesterfeuerwerk. Weil rund um den FMO in Greven grundsätzlich ein Böller- und Feuerwerksverbot herrscht, bleibt es dort angenehm ruhig. Wie aus einem Video des Flughafens (ganz unten nachzusehen) hervorgeht, wird das Terminal an Silvester rund um die Uhr geöffnet sein, um einen stressfreien Jahreswechsel zu ermöglichen. Der letzte Flieger des Jahres 2025 startet um 23 Uhr. Besucher können sich im öffentlichen Bereich des Terminals aufhalten, wo Sitzgelegenheiten, sanitäre Anlagen sowie Snack- und Getränkeautomaten zur Verfügung stehen. Diese Einrichtungen bieten die Möglichkeit, sich in einer ruhigen Umgebung zu entspannen, fernab von Böllern und Gedränge. Die Tiere sollten jedoch angeleint werden.

Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt der FMO die Nutzung des Parkhauses PA/PB oder des Parkplatzes P2. Dort gilt bis zur sechsten Stunde ein Stundentarif von 2,50 Euro, erst danach wird der Tagessatz berechnet.

Ein ganzjähriges Böllerverbot gilt hierzulande auch überall um Krankenhäuser, Alten- und Seniorenheime oder Kindereinrichtungen beispielsweise. Rentner Bruno M., Anwohner des Curanum in Lingen und ein paar Jahre älter als ich und sogar als 80, hat mich angerufen und gefragt, wer das eigentlich kontrolliert. Noch nie in seinem Leben habe er solche Böllerverbot-Kontrollen erlebt oder gesehen. Deshalb habe ich vorvergangene Woche im Rat nachgefragt und Rechtsdezernentin Katrin Möllenkamp bestätigte das absolute Böllerverbot nahe solcher Einrichtungen. Für die Überwachung, sagte sie, sei die Polizei zuständig. Man müsse dort nur anrufen, wenn gegen das Verbot verstoßen werde. Dann rücke die Polizei aus. Also: In Lingen Telefon (0591) 870. 

OB-Gerücht

30. Dezember 2025

Klar ist inzwischen, dass die CDU Lingen einen eigenen Kandidaten für die im September kommenden Jahres bevorstehende Direktwahl des Lingener Oberbürgermeisters aufstellen wird. Jetzt hat sich auch die im Vertraulichen tagende Findungskommission der Partei am 23. Dezember festgelegt. Der Name des Auserwählten wird zum Jahreswechsel bekannt gegeben. Die Granden der Christdemokraten haben bis dahin „strenges Stillschweigen“ vereinbart, so dass ich -ganz anders als gewohnt- hier nur das Who-is-Gerücht präsentieren kann, das ich auch als solches kennzeichne. Es ist nicht bestätigt, scheint mir allerdings valide:

OB Kandidat soll danach der 45jährige Jens Hofschröer werden. Hofschröer ist in Lingen geboren, aufgewachsen und Bruder vom Lingener Musiker Marc Nieberding (geb. Hofschröer). Er hat in Osnabrück Wirtschaftsgeografie studiert, ein wenig auch Rechtswissenschaften. Nachdem er Geschäftsführer der WMG Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH wurde, ist Hofschröer seit knapp drei Jahren Dezernent für Wirtschaft und Digitales bei der Stadt Wolfsburg (mehr… und mehr). In der Region um Wolfsburg lebt der verheiratete Vater von zwei Kinder seit mehr als 15 Jahren. Hofschröer soll (bisher) keiner politischen Partei angehören, sofern KI und ich richtig recherchiert haben…

Ich habe ihm geschrieben, ob das Gerücht stimme, aber noch keine Antwort erhalten.

Ob angesichts dieses politischen Schwergewichts der amtierende OB Dieter Krone (Foto rechts) noch ein (drittes) Mal antritt, ist fraglich. Mitte Dezember hatte der Amtsinhaber angekündigt, sich Ende Januar dazu im Rahmen einer Ratssitzung zu erklären. Zuvor war erwartet worden, dass Krone seine erneute Kandidatur im Rahmen des Neujahrsempfangs am 11. Januar bekannt geben werde.

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Fotoquelle: Screenshot von Instagram.com/StadtLingenEms

Kurz gemeldet: Eintracht Nordhorn hat gestern Abend  den Krüssel-Cup, das traditionsreiche Hallenturnier des TuS Lingen, gewonnen. Die Grafschafter besiegten in einem hochklassigen und spannenden Finale den ASV Altenlingen mit 4:2. Der Erfolg der Nordhorner bei ihrer ersten Teilnahme war verdient, weil das Eintracht-Team die beste Spielanlage aller 16 Mannschaften zeigte. Dem zweitplatzierten ASV Altenlingen bleibt die Anerkennung, ein bockstarkes Turnier gespielt zu haben.

Dritter wurde im Neunmeterschießen der zweimalige Cup-Gewinner SV Holthausen/Biene, der zu keiner Zeit für das Finale in Betracht kam. Zwar behaupteten sich die Biener im Shoot-out gegen den FC Leschede mit 9:8, spielte aber einen seelen- und kraftlosen Finaltag. (Mehr im Laufe des Tages)

 

 

Das Lingener Unternehmen Kampmann lädt zum Jahresbeginn zum U17- Kampmann-Cup ein und macht mit dem B-Jugend Hallenturnier den Auftakt des regionalen Sportjahres 2026. Am Tag vor dem Budenzauber-Fußballfest der Altstars* nutzen die Jugendteams den Kunstrasen in der Lingener EmslandArena, der für die Traditionsveranstaltung verlegt ist. „Erlebe die U-17-Talente der Region in einer außergewöhnlichen Kulisse“, heißt es folglich in der Ankündigung.

Keine reinen Vereinsmannschaften sondern acht Spielgemeinschaften treten am Freitag, 2. Januar ab 16 Uhr gegeneinander an. Vorrunde, Halbfinals, die Entscheidung um Platz 3 und das große Finale werden wie vor einem Jahr für Spannung auf dem Platz sorgen. Für den richtigen Rahmen sorgen Moderation, Mitmach-Aktionen, hochwertige Preise und Pokale für die Teams sowie die Finalspiele in der Videozusammenfassung nach dem Turnier.  Für die Besucher gibt es ein Catering-Angebot in der Arena und zusätzliche Aktionen. Erwartet werden rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Eintritt ist frei.

Turnierleiter ist erneut der fußballverrückte Andi „Rakete“ Müller, was neben viel Unterhaltung noch mehr Fachwissen verspricht. In der Vorrunde dauern die Spiele 1x 10 Min, in den Halbfinalspielen 1x 12 Min.  Platz 3 wird dann im „Penaltyschießen“ vergeben, bevor das Finale mit 1 x 15 Min gespielt wird. 

Die Kampmann-Gruppe hat sich längst als Sportsponsor einen Namen gemacht. Das B-Jugend-Fußballturnier veranstaltet es, um den Nachwuchssport zu fördern, die U17-Talente aus der Region zusammenzubringen und gleichzeitig Kontakte zu neuen Mitarbeitenden zu knüpfen. Insgesamt ist das Turnier, das vor einem Jahr die JSG Gersten/Langen/Lengerich-Handrup/Wettrup gleichermaßen glücklich wie verdient gewann, eine Gelegenheit für die Firma, als Sponsor positiv wahrgenommen zu werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 1000 Mitarbeiter in der Entwicklung und Produktion von Systemen für die Bereiche Heiztechnik, Lufttechnik und Klimatechnik. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Firmengruppe einen Umsatz von mehr als 168 Millionen Euro.

*Budenzauber meldete am Wochenende noch Rest-Stehplatzkarten aus dem Rücklauf.

„unzufrieden“

29. Dezember 2025

Hat die taz etwa diesen Beitrag aus diesem kleinen Blog aufgegriffen? Am Wochenende berichtete für die taz Harff-Peter Schönherr:

„Denkmalschutz schützt vor Verfall nicht.
An vier Baracken des einstigen NS-Emslandlagers XI Groß Hesepe nagt der Zahn der Zeit. Erhalten wollen sie viele. Geschehen ist wenig.


Verrottet und verfallen: Baracke 38, Teil des einstigen Emslandlagers XI Groß Hesepe
Foto: (c) Harff-Peter Schönherr

Die Abteilung Groß Hesepe der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lingen, in der Gemeinde Geeste an der Ems, liegt auf historisch belastetem Boden. Wo sie heute 275 Haftplätze vorhält, Vollzug für männliche Gefangene, lag von 1938 bis 1945 Lager XI der 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager, die während der NS-Zeit im Emsland errichtet wurden. In Groß Hesepe zwang die Wehrmacht Soldaten anderer Nationen zum Arbeitseinsatz. Vier Baracken von Lager XI sind bis heute erhalten, eine außerhalb der Zäune und Stacheldrahtrollen der JVA, drei innerhalb. Zusammen mit einem Transformatorengebäude und einem grubenhausähnlichen Kartoffelkeller machen sie Groß Hesepe zu etwas Besonderem: dem Ort, an dem sich die meisten baulichen Spuren des Terrors der Emslandlager finden.
Die Baracken, alle aus Holz, nur eine teils aus Backstein, stehen unter Denkmalschutz. Aber dieser Schutz schützt sie nicht. Die drei größten, jede viele Dutzend Schritte lang, sind baulich marode, in Teilen unbetretbar. Eine ihrer Türen ist mit einer rotweißen Warn-Sperre vernagelt, einem riesigen X – hier sackt das Dach zusammen.

„Angesichts der besonderen historischen Bedeutung sind wir mit dem aktuellen baulichen Zustand der Baracken unzufrieden“, sagt Meik Portmann der taz, Leiter der JVA Lingen. „Es ist wichtig, das historische Erbe zu bewahren, sich nicht von ihm zu distanzieren.“

„Schon lange“ gebe…“

[weiter in der taz Nord]

Die Aufgeweckten unter den LeserInnen dies kleinen Blogs werden sich an die dramatische Zeit um den  Jahreswechsel vor zwei Jahren erinnern. Ein gefährliches, besonders hohes Emshochwasser hielt damals die Region in Atem.

Doch warum reagieren Menschen trotz präziser Hochwasserwarnungen häufig zu spät oder gar nicht? Mit dieser Frage am Beispiel der Ahrtal-Katastrophe befasst sich eine neue Arbeit von Prof. Dr. Britta Höllermann (Institut für Geographie, Universität Osnabrück) und Dr. Anna Heidenreich vom Weizenbaum-Institut in Berlin. Die Studie ist inzwischen bei Springer Nature Hazards veröffentlicht und darauf verweist ganz aktuell das UNDRR – das Büro der Vereinten Nationen zur Reduzierung von Katastrophenrisiken.

Am Beispiel der Flutkatastrophe im Sommer 2021 im Ahrtal zeigen die beiden Wissenschaftlerinnen auf, dass nicht allein technische Prognosen dafür entscheidend sind, ob eine drohende Katastrophe auch als solche erkannt wird. Die Analyse macht deutlich, dass viele Betroffene ihre Entscheidungen an früheren Erfahrungen ausrichten, etwa an weniger schweren Hochwassern oder Warnungen, die keine gravierenden Folgen hatten. Diese Orientierung an Bekanntem könne in Extremsituationen zu einer trügerischen Sicherheit führen, so die Forscherinnen.

Hinzu komme ein starkes Vertrauen in bestehende Schutzmaßnahmen und in das Eingreifen staatlicher Institutionen, wodurch Risiken unterschätzt und eigene Handlungsmöglichkeiten ausgeblendet würden. In ihrer Studie stellen die Autorinnen das sogenannte „Uncertainty Lens Framework“ vor, das zeigt, wie subjektive Unsicherheitswahrnehmungen Entscheidungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene prägen.

„Nicht die Unsicherheit selbst ist das Problem, sondern der Umgang mit ihr“, erläutert Prof. Dr. Britta Höllermann von der Universität Osnabrück. „Wenn Warnungen keine Vorstellung davon vermitteln, wie gravierend ein Ereignis tatsächlich werden kann, bleiben sie für viele abstrakt und führen nicht zu konsequentem Handeln.“

Die Studie plädiert daher für eine offenere und verständlichere Kommunikation von Unsicherheiten in der Hochwasservorsorge und im Katastrophenfall. „Nur wenn Restrisiken klar benannt und Verantwortlichkeiten transparent gemacht werden, können Gesellschaft und Individuen besser auf zunehmend häufigere und unvorhersehbare Extremereignisse reagieren“, so Britta Höllermann.


Quelle: PM Universität Osnabrück
Symbolfoto: Emshochwasser, CC siehe >Beitrag vom 22.10.24

Nachdem sich Brigitte Bardot 1973 vom Film zurückzog, gründete sie ihre Tierschutz-Stiftung, für die sie Teile ihres Vermögens versteigerte und mehrere Tierheime einrichtete. Die Schauspielerin engagierte sich unter anderem gegen Robbenjagd und Stierkämpfe. Bardot selbst lebte seither in Saint Tropez sehr zurückgezogen. 

Später machte sie zunehmend mit Rechtsaußen-Positionen von sich reden, wetterte gegen eine angebliche „Überfremdung“ Frankreichs durch muslimische Einwanderer, zeigte sich als Anhängerin der französischen Rechtsaußen Marie Le Pen, und die Tierschützerin wurde schließlich mehrfach wegen Anstiftung zum Rassenhass verurteilt. Das hinterlässt mehr als Kratzer an der großartigen Schauspielerin der 1950er und 1960er Jahre, die jetzt im Alter von 91 Jahren starb.

Die große Bardot wirkte bis 1973 in mehr als 50 Filmen mit und machte sich als „B.B.“ einen Namen. Die lasziv wirkende Blondine mit dem Schmollmund wurde weltweit als Sexsymbol gefeiert. Zu ihren bekanntesten Filmen zählten „Die Wahrheit“, „Die Verachtung“ und „Viva Maria!“. Sie arbeitete unter anderem mit den großartigen französischen  Regisseuren Jean-Luc Godard und Louis Malle zusammen. Godards „Die Verachtung“ hier zur Erinnerung an die Schauspielerin „B.B.“ in deutscher Synchronisation mit Margot Leonard (Brigitte Bardot/Camille Javal) und Heinz Drache (Michelle Piccoli/Paul Javal):

(Quellen: Deutschlandfunk Kultur, NDR Kultur, Filmkritik; Foto: REMY DE LA MAUVINIERE (CC) BY 4.0)

Heute vor 100 Jahren wurde die große Hildegard Knef geboren. Blog-Leserin Kiki hat mir schon im vergangenenen März geschrieben, dies sei das wichtigste Datum in diesem Jahr. Das kann schon sein. Wirklich.