Zeitplan

9. November 2015

Trotz des vereinbarten Kompromisses zwischen der Stadt Lingen (Ems), der Mehrheitsfraktion und der BI Pro Altenlingener Forst sollen wieder Bäume fallen. Zugunsten eines Industrie- und Gewerbegebietes im Lingener Wald. Die BürgerNahen protestieren ausdrücklich gegen diese illegale Vorgehensweise und bitten um Teilnahme am kommenden Dienstag:

“Die Bürgerinitiative Pro-AltenlingenerForst informiert:

Eil-Info:

Nach der Einladung zur nächsten Sitzung der BI am Di., 10.11.15 um 20:00 im Bürgerhaus HKT haben wir brandwichtige Informationen zum Durchpeitschen des alten Bebauungsplans zur Industrieansiedlung im Altenlingener Forst (B-Plan 20) noch vor Weihnachten erhalten! Der Zeitplan sieht so aus:

Di. 17.11. 16:00 OR Altenlingen (nicht im Sitzungskalender)
Mi. 18.11. 16:00 WGA (Unterlagen s. Ratsinformationsystem unter Sitzungskalender)
Do. 19.11. 16:00 Plan+Bau (Unterlagen s. Ratsinformationsystem unter Sitzungskalender)
Di. 24.11. 16:00 VA (noch keine Tagesordnung & Unterlagen)
Do. 26.11. 16:00 Rat (noch keine Tagesordnung & Unterlagen)
Nach Unterschrift Veröffentlichung im Amtsblatt und LT, d.h. 4. oder 11. Dezember.

Und dann kann noch pünktlich zum Fest der ganze Wald östlich der Waldstraße gerodet werden – was für eine Bescherung!

Die BI benötigt jegliche Unterstützung, um diese unerträgliche Vorgehensweise zur Waldvernichtung in unserem nahen Lebensraum zu verhindern.

Eine sehr umfangreiche Beteiligung an der Sitzung am Dienstag, 10.11.15, 20 Uhr, Jägerstraße 19, ist geboten. Also kommt und bringt noch andere Interessierte mit.

i.A. Gerhard Schultz”

Mehr…

(Crosspost von BN-Lingen.de)

5 Antworten to “Zeitplan”

  1. Hermann said

    Schlimmer gehts nimmer.
    Wie mir bekannt ist, hat es vor gar nicht langer Zeit ein Gespräch zwischen Vetretern der BI, dem OB und dem Stadtbaurat gegeben. Der OB soll hierbei u.a. erklärt haben, daß die Tangente
    gestrichen wird und die Erschließung von der nördlichen Seite erfolgen soll, damit die Waldstraße vom Verkehr entlastet wird. Grünflächen sollten im B-Plan und selbst im Grundbuch gesichert
    werden.

    Bei der jetztigen Vorgehensweise könnte man zu dem Ergebnis kommen, daß die Vertreter der Verwaltung die Bi nur in Sicherheit wiegen wollten, um hinterrücks alles in Ruhe vorbereiten zu können, wenn das meiste nicht schon fertig war. Nun ist auch die Tangente wieder im Plan. Das hat doch hoffentlich nichts mit dem Besuch von MP Weil zu tun?

    Hier kann man nur von einem miesen Stil sprechen. Einen Termin zu vereinbaren, wenn alles bereits bekannt ist, spricht im Übrigen weder für Bürgerfreundlichkeit noch Fairness.
    Aber was ist das? Wenn Bürger sich für den Erhalt von Wald einsetzen, versuchen sie ein hohes Gut zu schützen, denn der Mensch braucht den Sauerstoff ohne dem er nicht leben könnte. Ebenso schützt uns der Wald vor Emmissionen und anderen Schadstoffen, er wirkt als großer Filter.
    Es wird überall nach dem Klimaschutz gerufen, aber wenn man dann etwas dazu beitragen kann, gilt das Motto: Nicht bei uns – so auch in Lingen.
    Diese Denkweise könnte eines Tages verheerende Auswirkungen haben.
    Wie mir bekannt ist, sollen auf dem gerodeten Teil des Altenlingener Forstes Einstellplätze geschaffen werden.

    Bei einer Abwägung kann eigentlich nur die Entscheidung für den Wald fallen. Für die Erschließung ist mir noch keine Lösung eingefallen.
    Im Bestandsverzeichnis der öffentlichen Straßen ist das Teilstück vom Forstweg bis zur BP nicht aufgeführt.Als die Straße noch im Besitz der BP war, war dies unproblematisch, da das Grundstück direkt an den öffentlichen Teil der Waldstraße lag. Nach dem Kauf durch die Stadt Lingen /GEG handelt es sich um eine Privatstraße der Stadt, die auch bei eventuellen Schäden ( Unfällen) mit ihren Steuermitteln haften müßte. Eine Widmung zur öffentlichen Straße scheidet aus, da die Straße in der Führung nicht mit dem Bebauungsplan übereinstimmt.
    Wenn solche Risiken und Kosten (inkl. der verbuddelten Rohrleitungen) sowie Entschädigungen für den entgangenen Gewinn im Waldbereich auf sich genommen werden, obwohl es Alternativen gibt, zeigt, was ihm wertvoll ist.

    Das Totschlag-Argument „Arbeitsplätze“ kann nicht der Grund sein, denn die BP entlässt 100 Arbeitnehmer.

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sie rühmen sich sonst ehrlich zu sein. Hat das nun ein Ende gefunden?

    Liebe Leser,
    wenn ihr bzgl. des Walderhalts ähnlich denkt, unterstützt die BI Altenlingener Forst, denn solche Vorgänge kann es in Lingen an jeder Ecke geben. Nur, irgendwann ist Schluß, dann gibt es keine Wälder mehr.

  2. RRauscher said

    Der Beginn der Ortsratssitzung am 17.11.15 ist erst 17.30 Uhr !!

  3. Dr.Horst von Duemling (ret) said

    Da hat aber jemand sehr viel Angst um sein Häuschen, bzw. dessen Verkaufspreis. Wohnen nicht einige der BN Aktivisten in unmittelbarer Umgebung? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt 😉

  4. Hermann said

    Herr Dr.., wer so reagiert, sollte sich besser informieren.

    Wer heute die Lingener Tagespost gelesen hat, glaubt sicher,
    die Rodung und die jetzigen Bauvorhaben der BP seien durch einen Kompromiß bereinigt worden. Keineswegs.Die Ausssage ,es bleibt alles selbstverständlich wie besprochen. Hier sollte der Oberbürgermeister noch einmal sein Erinnerungsvermögen bemühen. Es ist noch nicht Lange her ( ca. 1 Woche), als dieser erklärte, die Tangente wird nicht gebaut und kann zudem aus dem
    Plan genommen werden. Er bot eine neue Erschließungsanlage
    im nördlichen Teil an. Das noch vorhandene Grün sollte im B-Plan
    gesichert werden. Es sollten Regelungen getroffen werden, die keine weiteren Waldentnahmen zulassen. Dieses ist nur der Hauptkern des Gespräches, er macht aber deutlich, wer hier den
    Sachverhalt falsch darstellt.

    Auffällig ist, dass die Tangente mangels finanzieller Mittel nicht
    mehr gebaut werden sollte und auch planerisch somit keine Bedeutung mehr hat, Nach dem Herr Weil in Lingen bei der BP war, änderte sich die Meinung um 180 °, scheinbar wir die Tangente doch gebaut, so wie sie im B-Plan 20 dargestellt wird.
    Was für ein Spiel wird hier mit den Bürgern im Umpfeld der BP
    getrieben.
    In der Vergangenheit haben Sie alle die Blästigungen ,sei es durch Schwefel, Gestank, Geräuschkulisse etc. hingenommen, wie lange wird das noch so sein, wenn der Umgang mit dem Bürger weiter so ist.
    Eine Rückwirkung des B-planes ist laut § 214 BBauG zwar zulässig, ob dieses aber auch bei einer Veränderung der Sach-und Rechtslage möglich ist, sollten notfalls Gerichte entscheiden.

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