ARTvergnuegen

31. Oktober 2015

Das Feld von Onlineportalen, die sich auf den Verkauf von zeitgenössischer Kunst spezialisiert haben, ist in Deutschland auch nach Jahren immer noch recht überschaubar. Kunst wird nach wie vor vorwiegend vor Ort in der Galerie, auf Kunstmessen oder direkt beim Künstler gekauft.

Langsam verändert sich aber auch hierzulande der Kunstmarkt. Die meisten Galerien betreiben mittlerweile neben ihren lokalen Showrooms auch einen Onlineshop, in dem die Werke der vertretenen Künstler zu kaufen sind und immer mehr reine Online-Galerien werden gegründet.

Eine der interessantesten neuen Projekte ist das das Online-Kunstportal ARTvergnuegen. Letztes Jahr ins Leben gerufen, vertritt das junge Internetportal mittlerweile bereits knapp 30 Künstler. Wöchentlich kommen neue hinzu. Unter den gelisteten Künstlern sind spannende internationale Positionen, meist junger Künstler, verschiedenerer Kunstrichtungen. Neben vorwiegend Malerei vertritt ARTvergnuegen Künstler aus dem Bereich Illustration, Fotografie und Bildhauerei.

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Jeder Künstler wird durch ein aufwendiges Portrait vorgestellt. Neben einem ausführlichen Interview mit dem Künstler, besuchen die Macher der Onlinegalerie jeden Künstler persönlich im Atelier und geben mit Fotos und einem Film Einblick in seine Arbeit.

Die künstlerische Leitung hinter der Internetplattform macht Steve McGuire. Steve ist selber Künstler und übernimmt die Kuration der Platform und Auswahl der vertretenen Künstler. In den letzen Monaten sind gleich mehrere Künstler mit Wurzeln im Graffiti hinzugekommen.

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Als besonderes Feature können alle angebotenen Werke mit einer speziellen App virtuell in den eigenen vier Wänden Probe gehängt werden. Um die richtige Größenverhältnisse des Bildes an der Wand zu errechnen, muss man sich nur eine Passmarke herunterladen, ausdrucken und an die Wand pinnen. Via Augmented Reality wird das Kunstwerk dann in der eigenen Umgebung auf dem Smartphone angezeigt.

(gefunden bei: RBNSHT)

Büdnisgrünen

31. Oktober 2015

Ach. Ihr Büdnisgrünen… Da hoffe ich, dass die Veranstaltung besser ist als die Einladung 😉

 

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Feiertag!

31. Oktober 2015

Feiertag ist der heutige Reformationstag nur in den neuen Bundesländern, während beispielsweise Hessen genau wie wir Niedersachsen grundsätzlich arbeiten müssen. Doch  2017 soll das anders werden; dann nämlich jährt sich an einem Dienstag Martin Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal.

MartinLutherDer Reformationstag wird in diesem Jubiläumsjahr 2017 wohl bundesweit Feiertag. In den fünf ostdeutschen Flächenländern ist der 31. Oktober ohnehin gesetzlicher Feiertag, zehn weitere Länder wollen aber zum 500. Reformationsjubiläum einmalig mitziehen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg haben den einmaligen gesetzlichen Feiertag bereis beschlossen. Der niedersächsische Landtag hatte sich bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme Ende Mai für einen von der CDU-Fraktion eingebrachten Gesetzentwurf ausgesprochen. Nur Berlin ziert sich offenbar noch. Dort braucht man offenbar nicht nur bei Flughäfen etwas länger.

Am 31. Oktober 1517 hatte der Augustinermönch Martin Luther der Überlieferung nach 95 Thesen gegen den Ablasshandel („Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarum, in frühen deutschen Drucken Propositiones wider das Ablas“) an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg an der Elbe geschlagen. Damit leitete er die Reformation ein. Diese  stehe für einen „Aufbruch von Freiheit“, sagte der stellvertretende Präsident der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Gundlach. „Da ist ein arbeitsfreier Tag kein schlechtes Symbol.“ Recht hat er!

U-Bahn

31. Oktober 2015

Ich lese: „BPs neue Marketing Kampagne (gesehen in der Berliner U-Bahn)“ – doch ich trau dem Beitrag bei imgur nicht. Sollte BP mit so viel Chuzpe werben?

BP

Nebenan

30. Oktober 2015

Die sog. Flüchtlingskrise betrifft auch unsere Nachbarn nebenan, also die Niederlande. Die Münsteraner Informationsplattform Niederlande.net berichtet, was die dortige, aktuelle Debatte ausmacht:

„Wir schaffen das!“. Mit den inzwischen geflügelten Worten der Bundeskanzlerin kündigte de Volkskrant vergangenen Samstag ein Interview mit dem PvdA Fraktionsvorsitzenden Diederik Samsom, der im Namen seiner Partei Stellung zur Flüchtlingskrise bezog, an. Dem steht gegenüber, dass sich in Teilen der niederländischen Bevölkerung weiter der Unmut regt, der bisweilen aggressiv zum Ausdruck gebracht wird, wie im Dorf Steenbergen.

volkskrantBislang wurden 41.764 Asylanträge in den Niederlanden eingereicht laut des Centraal Orgaan Opvang Asielzoekers (COA), 60.000 werden es womöglich bis Ende des Jahres, laut Diederik Samsom. Trotz solcher aus niederländischer Sicht hohen Zahlen fand der sonst eher kurz angebundene PvdA Fraktionsvorsitzende deutliche Worte bezüglich der Flüchtlingskrise. In seinem Interview mit de Volkskrant sagte er: „Wir können mehr. Wir können es schaffen!“ Samsom zeigte sich zuversichtlich, dass die Niederlande der aktuellen Situation und der „immensen Aufgabe“, er wolle nicht von einer Krise sprechen, gewachsen seien.

In dem Interview forderte der Sozialdemokrat  pragmatische Lösungen und Taten, anstatt großer Worte. Dabei nahm er auch seinen Koalitionspartner VVD in die Kritik und erklärte, die VVD sei nie der Wunschkandidat gewesen, um die jetzige Situation anzugehen: „Nein, sie war nicht der gewünschte Partner, sie ist nicht der gewünschte Partner.“ Die Positionen der beiden Parteien in Flüchtlingsfragen sind sehr unterschiedlich, was in der Vergangenheit bereits zu einer Regierungskrise führte (NiederlandeNet berichtete). Vielen Spekulationen über eine neue Regierungskrise zum Trotz stehe er der zukünftigen Zusammenarbeit mit der VVD positiv gegenüber, da die beiden Regierungsparteien den Umgangston in der jüngsten Vergangenheit wieder versachlicht hätten.

Angesichts eines solch deutlichen Bekenntnisses seitens der PvdA Spitze, sticht die Zurückhaltung des Premiers Mark Rutte desto deutlicher hervor. In den vergangenen Wochen war bezüglich der Flüchtlingssituation ausgesprochen wenig von Mark Rutte zu vernehmen. Unter dem Hashtag #waarisrutte (zu Deutsch: Wo ist Rutte?) stellten sich in den vergangenen Woche in den sozialen Medien viele Menschen die Frage, wieso sich der niederländische Premier in der Debatte so zurückhalte. Anders als von der deutschen Bundeskanzlerin gab es von Rutte noch kein eindeutiges Bekenntnis für oder gegen offene Grenzen und den Umgang mit Flüchtlingen. Auch deshalb musste sich Mark Rutte in einem Kommentar der Amsterdamer Tageszeitung Trouw die Frage gefallen lassen, warum er nicht stärker für eine europäische Lösung des Flüchtlingsproblems eintrete. Ob er womöglich Wahlverluste befürchten würde?

Weniger zurückhaltend waren dahingegen Mark Ruttes Parteikollegen im Gemeinderat von Gennep in der Provinz Limburg. In einem Pamphlet wollte die Gemeinderatsfraktion vor den Folgen des Flüchtlingsstroms warnen und vermeintlichen Ängste der Bevölkerung offenkundig machen: „Die jüngsten Beispiele in Nachbarländern und jetzt auch in den Niederlanden zeigen widerliche Vorfälle: Prügeleien, Nötigung, Vergewaltigungen und Ablehnung von Unterkünften durch Asylbewerber.“ Der abschließende Hinweis an potenzielle Asylsuchende lautete dann auch: “Geht weg!“. Die übrigen Gemeinderatsfraktionen haben sich vom Pamphlet mit deutlichen Worten distanziert.

Ähnlich gespalten wie die niederländischen Parteipolitiker ist auch die niederländische Bevölkerung selbst. Täglich gibt es neue Berichte über unzufriedene Bürger, die sich von der Politik mit ihren Ängsten und Sorgen im Stich gelassen fühlen. Ebenso häufig gibt es Berichte über den ungebrochenen Willen in der Bevölkerung bei der Flüchtlingskrise helfen zu wollen und tatkräftig mitanzupacken. So meldete de Volkskrant vergangenen Dienstag unter Berufung auf Vluchtelingenwerk Nederland, dass sich bereits 6.000 Freiwillige gemeldet hätten. So viele, dass das Vluchtelingenwerk mit der Einarbeitung neuer Freiwilliger nicht mehr nachkäme und es deshalb zu Wartezeiten käme.

Gleichzeitig überschlagen sich die Negativschlagzeilen über Brandstiftung, Brandbriefe und Aggressivität seitens der Bevölkerung. So wurde bei einer Infoveranstaltung über den Bau eines Asyllagers in Steenbergen in Noord-Brabant eine Fürsprecherin vom Publikum ausgebuht und verbal angegriffen. Im nord-holländischen Wormerland wurden zwei Autos des GroenLinks Gemeinderatsmitglieds Harold Halewijn in Brand gesetzt, vermutlich im Zusammenhang mit einer Infoveranstaltung über ein geplantes Asylheim. Auch Spitzenpolitiker sahen sich in jüngster Zeit Drohungen und Brandbriefen ausgesetzt, so erhielt der Fraktionsvorsitzende der VVD Halbe Zijlstra einen Brandbrief. Auch Alexander Pechthold, Fraktionsvorsitzender der linksliberalen D66 und Jesse Klaver, Fraktionsvorsitzender der links-grünen Partei GroenLinks wurden bedroht und haben Anzeige erstattet.

Räder

29. Oktober 2015

Die Niedersächsische, rotgrüne Landesregierung dreht an der Härtefall-Schraube. Sie will zukünftig keine Härtefallanträge mehr für Flüchtlinge und Migranten zulassen, die sich weniger als 18 Monate im Bundesgebiet aufhalten. Der neue Nichtannahmegrund soll mit einem Sonderprüfungsrecht für die Vorsitzende  der Kommission verbunden werden, die unter engen Voraussetzungen Ausnahmen zulassen kann.

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat hält nicht viel von dem Vorschlag, zu dem -immerhin!- noch die Verbände angehört werden sollen, „für kritikwürdig“, sagt Geschäftsführer Kai Weber und ergänzt: „Zu Beginn der Legislaturperiode haben wir erfolgreich darum gekämpft, formale Ausschlussgründe möglichst zu vermeiden. Es liegt in der Natur einer Einzelfallprüfung, dass es darum geht, atypischen Sonderfällen gerecht zu werden. Zu denken wäre hier z.B. an Flüchtlinge, die bereits in der Vergangenheit lange in Niedersachsen gelebt haben und dennoch abgeschoben wurden, aber faktisch hier zu Hause sind. Offenkundig kommt die humanitäre Orientierung der Flüchtlingspolitik in Niedersachsen immer stärker unter die (Abschiebungs-)Räder.“

Unrecht

28. Oktober 2015

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hält es für rechtswidrig, wenn die Bundespolizei grenznah in Fernzügen anlasslose Kontrollen durchführt. Die entsprechende Regelung im § 23 Abs. 1 Nr. 3 Bundespolizeigesetz genüge nicht europarechtlichen Anforderungen.

Geklagt hatte ein in Kabul geborener deutscher Staatsangehöriger mit dunkler Hautfarbe, nachdem Beamte der Bundespolizei bei ihm am 19.11.2013 im ICE 377 zwischen Baden-Baden und Offenburg eine Identitätsfeststellung mit anschließendem Datenabgleich durchgeführt hatten.

Auf die Hautfarbe des Betroffenen kommt es nach Auffassung des Gerichts aber gar nicht an. Es gelte im Schengenraum nämlich der europarechtliche Grundsatz, dass Personenkontrollen beim Grenzübertritt unzulässig sind.

Zwar dürfe die Bundespolizei Kontrollen durchführen, insbesondere für die Kriminalitätsbekämpfung. Diese Kontrollen erforderten aber klare Regelungen, die dafür sorgen, dass die Kontrollen nicht am Ende doch den unzulässigen Einreisekontrollen gleichkommen. Das Verwaltungsgericht verweist darauf, dass der Europäische Gerichtshof bereits Frankreich aus ähnlichen Gründen untersagt hat, derartige Kontrollen durchzuführen.

Derzeit ist die Lage allerdings anders, weil die Bundesrepublik Deutschland Grenzkontrollen aktuell wieder eingeführt hat. [Das Urteil ist nicht rechtskräftig] Das Gericht hat die Berufung zugelassen (Aktenzeichen VerwG Stuttgart 1 K 5060/13).

 

[Quelle: Das LawBlog von Udo Vetter]

Manfred will auch ’ne App

28. Oktober 2015

Das Kraftfuttermischwerk schreibt:

„Eine Dresdner IT- Firma hat eine kostenlose App für Geflüchtete entwickelt, die das Asylverfahren erklärt und dabei hilft, kostenlose Sprachkurse zu finden. Da ist Facebook-User Manfred ganz traurig, weil ihm keiner eine App schreibt. Wir haben ihm ein faires Angebot gemacht.“

SHARP Frankfurt Main hat ihm einen Vorschlag unterbreitet. Ich weiß nicht, ob er diesen angenommen hat.

kostenloseApp

Schnipo Schranke

28. Oktober 2015

Schnipo Schranke
Lingen (Ems)  –  Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Sa 31.10.2015, 21 Uhr (Einlass 20 Uhr)

Konzert fällt aus

„Übertrieben lieben, blind sein vor Liebe, viel zu ehrlich sein, viel zu direkt sein, viel zu viel sein, viel zu viel wollen, Geschlechtsteile beim Namen nennen, Kette rauchen, in Zwölftonmusik geschult sein, Melodien für Millionen schreiben, auf das Popstarwerden warten, im Sitzen die Karriere starten, Lethargie haben, Fehler machen, anhimmeln, sich klein machen, sich groß machen, Halt brauchen, vor nichts Halt machen, Lover in der Hölle sehen, zarte Harmonien mit Fäkalsprache paaren, hauptberuflich toben wollen, Schmerzen haben:

Schnipo Schranke sind Friederike Ernst und Daniela Reis, Jahrgang 1989 und 1988. Zwei Frauen, die sich an der Musikhochschule in Frankfurt über den Weg gelaufen sind. Zwei Außenseiterinnen an Flöte und Cello, für die das Studium der klassischen Musik sich schnell als seltsames Missverständnis entpuppt. Denen das Leben zu schade ist, um es mönchischer Hochleistungsfanatik zu opfern. Die bald merken, dass sie füreinander geschaffen sind. Die sich einigeln, um etwas Neues, Anderes zu schaffen. Musik, die sie berühmt machen soll.

Beim Kurt-Krömer-Gucken fällt ihnen der Bandname vor die Füße: Schnipo Schranke, ein Shortcut für „Schnitzel mit Pommes, Majonnaise und Ketchup“. Ein…“  [weiter hier]

RAZZ

27. Oktober 2015

RAZZ
Record Release Party: With Your Hands We’ll Conquer!
Support: GIANT ROOKS + NUGAT
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring
Freitag, 30.10.2015, 20 Uhr

Eintritt: 12 € plus VVK

[RAZZ: „Zum Release Day von „With Your Hands We’ll Conquer“ zelebrieren wir in der Heimat eine Riesensause.“]