Heinrich Essmann gestorben

22. November 2017

Wie am späten Abend bekannt wurde, verstarb heute der Lingener Unternehmer und Mäzen Heinrich „Heini“ Essmann unerwartet und plötzlich im Alter von 78 Jahren. Mit ihm verlieren Wirtschaft, Kultur und Sport im Emsland einen profilierten Firmenchef und Förderer.

Über lange Jahre seiner aktiven Unternehmertätigkeit hat sich Heinrich Essmann für die Belange der Fußballabteilung des TuS Lingen eingesetzt. Auch nach der Auflösung des Lingener Traditionsvereins setzte sich Essmann, obgleich er als Ehrenpräsident auch kritische Töne äußerte, für den Nachfolgeclub RasenBallsport (RB) Lingen ein. Essmann selbst hatte den Namensvorschlag, in Anlehnung an den Bundesligisten RB Leipzig, eingebracht und den Start des RBL als Hauptsponsor gefördert. Nachdem er für den TuS Lingen als Sponsor, langjähriger Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender aktiv war, trat er auch dem Beirat des RBL bei.

Zusammen mit seiner Frau Eva förderte Heinrich Essmann auch über seine „Essmann Stiftung“ den Sport und im besonderen den Fußball sowie die Jugendarbeit des TuS Lingen bzw. RB Lingen. Darüber hinaus unterstützte die Familie Essmann zahlreiche gemeinnützige Projekte in Lingen und der Region.

Die Stadt Lingen und die Fußballregion verliert einen charismatisch Förderer und Gönner. Der Familie Essmann und allen Freunden wünschen wir viel Kraft.

(übernommen von KEI Fussball; Foto: ©KEI Fussball)

RB Lingen

22. November 2016

Gestern Abend wurde im Kolpinghaus an der Lingener Burgstraße ein neues Kapitel des Fußballs in der größten Stadt an Ems und Vechte eröffnet. 15 Fußballenthusiasten gründeten mit „Rasenballsport Lingen“ (kurz: „RB Lingen“) den Nachfolgeverein des in Insolvenz befindlichen TuS Lingen 1910 eV.  Der Vorschlag zu dem nicht gewöhnlichen Namen kam vom langjährigen TuS-Vorsitzenden Heinrich Essmann, und nach kurzer Debatte wurde seine Empfehlung einstimmig angenommen. Keine Frage: Der Name RB wird Aufmerksamkeit hervorrufen, kontrovers diskutiert werden und zu manch neidischer Aufregung führen.

Das Fußball-Internetportal KEI berichtete noch gestern exklusiv über die Gründungsversammlung:

„Die Tage des TuS Lingen, das teilte der Vorstand bereits in der letzten Woche mit (KEI berichtete), sind gezählt! Doch die Verantwortlichen verständigten sich auf die Gründung eines neuen Vereins, der nicht nur an die lange Tradition anknüpfen, sondern auch die Spielrechte des TuS Lingen übernehmen soll.

rblingenDer Name dürfte dabei für viele Fans eine echte Überraschung sein. Anders als bisher angenommen, wird der neue Club nicht „FC Lingen“ heißen, sondern trägt den Namen „RB Lingen“! „Ein Vorschlag auf Initiative unseres Ehrenvorsitzenden und Hauptsponsors“, verriet Marcel Eilermann. Der aktuelle Vorsitzende des TuS Lingen wurde zusammen mit Michaela Bauer (2. Vorsitzende), Yvonne Fieker-Hinzkowski (Kassenwartin und Jugendwartin), Steffi Gerdelmann (Schriftührerin) sowie Markus Meer (Sportlicher Leiter Senioren) durch die Gründungsversammlung in einer, wie es heißt, sehr harmonischen Abstimmung gewählt. Zuvor hatte es zur Aussprache und Beschlussfassung über die Vereinssatzung ebenfalls ausschließlich Ja-Stimmen gegeben.

Ob „RB Lingen“ auch weiterhin seine derzeitigen Spielrechte wahrnehmen darf, liegt nun in den Händen der Zulassungskommission des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV). „Es wartet viel Arbeit auf uns, aber wir freuen uns auf die Aufgabe und die Herausforderungen. Mit dem NFV und den Vertretern im Emsland sind wir in intensiven Gesprächen und optimistisch“, teilte Eilermann mit. „RB Lingen ist ein Club für ganz Lingen“, zitierte der neue Vorsitzende die neue Präambel gegenüber KEI. Als Mitgründer unterzeichnete auch der frühere TuS Vorsitzende und langjährige Ehrenvorsitzende Heinrich Essmann am Montagabend die Gründungsurkunde des neuen Clubs im Lingener Kolpinghaus (Foto).

Lingens Vorstand machte deutlich, dass der neue Verein, der wie sein Vorgänger in Rot-Gelb auflaufen werde, unbelastet in die Zukunft gehe und auch die viele Sponsoren erhalten blieben. Neu ist hingegen ein ständiger Beirat, der den RB-Vorstand in seiner Arbeit zu beraten und zu unterstützen, aber auch, z.B. in der Kassenführung, kontrollieren soll. „Wir müssen auch Vertrauen aufbauen“, so Eilermann.

Auf Unverständnis stieß eine Ankündigung der Lingener Stadtverwaltung, die die Nutzung des Emslandstadions in Frage stelle. „Wir hoffen sehr“, so Eilermann abschließend, „dass wir auch weiterhin im Emslandstadion zuhause sind“.“

(Fotomontage): mit Dank an © KEI-Fußball; kleines Foto CC BY 2.0 DE RB Lingen: Heinrich Essmann unterzeichnet die RB-Gründungssatzung;)