geht weiter

23. Dezember 2017

In der nächsten Woche „zwischen den Jahren“ findet ab Donnerstag 17 Uhr zum x.ten Mal der traditionelle Kronsberg-Cup in Lingen in der Kiesberghalle statt. Erinnern Sie sich, dass er im vergangenen Jahr ausfiel, als Oberligist TuS  Lingen, 1910 gegründet und damit ältester Fußballverein der Region, in die Insolvenz ging? Ohnehin nach zu hohen Ausgaben von Verbindlichkeiten gebeutelt, hatte schließlich unverhofft der Zoll für die Sozialversicherung obendrauf gesetzt und vom TuS einen sechsstelligen Betrag an angeblich nicht gezahlten Abgaben gefordert – gerade als Geld genug beisammen war, um allen Gläubigern einen ordentlichen 50% Vergleich anzubieten. Von der Zollforderung ist zwar nach 15 Monaten Prüfung nur ein ausgesprochen geringer Rest übrig, teilt der Insolvenzverwalter mit, doch damals spielte die staatliche Zollverwaltung „rien ne va plus“: „Anerkennen oder wir prüfen; das kann zwei Jahre dauern!“ Aber weil man unter den Bedingungen eines Insolvenzverfahrns zwar ein Unternehmen über Jahre führen, jedoch keinen Fußball-Amateurverein organisieren kann, war im Herbst 2016 Schluss mit dem alten TuS Lingen 1910 eV.  Der TuS, hatte stets den Kronsberg-Cup ausgerichtet  und nicht selten gewonnen; doch Ende 2016 überforderte die Organisation des Cups die Weitermacher. Jetzt ist TuS-Nachfolger RB Lingen damit in der Spur (Foto) – wie ich höre, unter den Argusaugen der lokalen Konkurrenz, die allzu gern das Traditions-Hallenturnier mit 16 Teams übernehmen möchte…

Daran erinnerte ich mich, als ich just gestern Neues vom unendlichen Kampf des SV Wilhelmshaven um faire Behandlung las, der mit dem im Herbst 2016 erkämpften Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) noch längst nicht zu Ende ist, sondern weiter geht. Denn die Wilhelmshavener haben nach ihrem Erfolg vor dem BGH ein neues Kapitel unter der Überschrift „Schadensersatz“ eingeläutet, über das sie selbst und jetzt auch die taz berichtet. Lies mal hier:

„Elf Jahre der Auseinandersetzung, ein juristischer Kampf durch alle Instanzen, eine BGH-Entscheidung – und noch immer ist kein Ende in Sicht: Der Streit zwischen dem Wilhelmshavener SV und dem Norddeutschen Fußball-Verband ist immer noch nicht beigelegt. Vor dem Bremer Landgericht hat gestern ein Gütetermin stattgefunden, bei dem es um die Klage des WSV gegen den Norddeutschen Fußball-Verband auf Wiederzulassung in die Regionalliga Nord ging.

Diese Hoffnung hat die Kammer unter dem Vorsitzenden Richter Ingo Behrens gestern vorerst zerstört: Die Kammer sehe, so der Richter, „erhebliche Probleme für die Klägerseite“. Eine „Naturalrestitution“, also das Wiederherstellen des ursprünglichen Zustands, sei schadensrechtlich kaum möglich. Die Klägerseite müsste beweisen, dass sie ohne den auf Betreiben der Fifa vom NFV verfügten Zwangsabstieg nicht abgestiegen wäre. Und das sei im Prinzip nicht möglich.

Der Anwalt des WSV Harald Naraschewski hält das für „Quatsch. Schlicht und einfach Quatsch“. Er ist der Meinung: „Wenn Sie in der Winterpause einer Mannschaft sagen, ihr steigt zwangsweise ab, dann führt das zu einer Wettbewerbsverzerrung.“ Die Spieler seien demotiviert gewesen, der NFV habe diesen Zustand erst herbeigeführt. Das führe zu einer Beweislast­umkehr: Vielmehr müsse jetzt die Beklagte, also der Verband, beweisen, dass der WSV sowieso abgestiegen wäre.

Hintergrund des seit Jahren andauernden Rechtsstreits ist die Verpflichtung des italienisch-argentinischen Spielers Sergio Sagarzazu in der Saison 2006/2007….

[weiter bei der taz]“

Grenzsituationen

2. Dezember 2017

Ich bin mir sicher: Dieser Fehler hätte angesichts der SV-Meppen-Affinität auch hier in unseren Emsland-NOZ-Ausgaben erscheinen können. Apropos veröffentlichen: Vor 10 Tagen ist eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten der Region an Ems und Vechte verstorben: Heinrich Essmann, der ein riesiges Getänkeunternehmen aufgebaut hat und nebenan die Oberligatruppe des TuS Lingen 1910 eV sponserte. Bis jetzt hielt es die NOZ nicht für nötig. einen Nachruf zu veröffentlichen, obwohl sie sonst einen Liveticker über den Männergrippe-Verlauf beim stellvertretenden Platzwart des SV Meppen anbietet. Diese Blätter aus Lingen, Meppen und Papenburg sind und bleiben mir ein Rätsel.

Heinrich Essmann gestorben

22. November 2017

Wie am späten Abend bekannt wurde, verstarb heute der Lingener Unternehmer und Mäzen Heinrich „Heini“ Essmann unerwartet und plötzlich im Alter von 78 Jahren. Mit ihm verlieren Wirtschaft, Kultur und Sport im Emsland einen profilierten Firmenchef und Förderer.

Über lange Jahre seiner aktiven Unternehmertätigkeit hat sich Heinrich Essmann für die Belange der Fußballabteilung des TuS Lingen eingesetzt. Auch nach der Auflösung des Lingener Traditionsvereins setzte sich Essmann, obgleich er als Ehrenpräsident auch kritische Töne äußerte, für den Nachfolgeclub RasenBallsport (RB) Lingen ein. Essmann selbst hatte den Namensvorschlag, in Anlehnung an den Bundesligisten RB Leipzig, eingebracht und den Start des RBL als Hauptsponsor gefördert. Nachdem er für den TuS Lingen als Sponsor, langjähriger Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender aktiv war, trat er auch dem Beirat des RBL bei.

Zusammen mit seiner Frau Eva förderte Heinrich Essmann auch über seine „Essmann Stiftung“ den Sport und im besonderen den Fußball sowie die Jugendarbeit des TuS Lingen bzw. RB Lingen. Darüber hinaus unterstützte die Familie Essmann zahlreiche gemeinnützige Projekte in Lingen und der Region.

Die Stadt Lingen und die Fußballregion verliert einen charismatisch Förderer und Gönner. Der Familie Essmann und allen Freunden wünschen wir viel Kraft.

(übernommen von KEI Fussball; Foto: ©KEI Fussball)

34. FSL

14. Juli 2017

Die 34. Fußball Stadtmeisterschaft beim SV Holthausen/Biene, das
Fußball-Turnier der Lingener Seniorenmannschaften, findet kommende Woche (17. bis 23. Juli) statt.

Am Biener Busch wird echter Amateurfußball geboten, und ich bin schon heute gespannt, was die Lokalpresse darüber berichten wird. Bekanntlich schenkt sie dem lokalen Sport eher nicht viel Aufmerksamkeit, druckt aber stattdessen -nicht erst seit dessen 3.-Liga-Aufstieg – alles über einen benachbarten Fußballverein und jazzt selbst den Schnupfen des dortigen stellv. Zeugwartes zum medialen Ereignis hoch.

Ausrichter der  34. Fußball-Stadtmeisterschaft ist der SV Holthausen/Biene. 12 Mannschaften in vier Gruppen sind am Start, natürlich die 11 Fußballvereine aus Lingen (nur einer nicht). Das 12. Team wählt traditionell der Ausrichter aus, der sich für den SV DJK Geeste entschied.

[Nicht am Start ist der vor neun Monaten von ausgesprochenen Fußballfachleuten im Rathaus ersonnene und mit Markenschutz ausgestattete FC Lingen, weil erst die jährlichen 750.000-Euro-Subventionsgeber gefunden werden müssen, der Verein folglich noch nicht auf der Welt ist, und das auch noch längere Zeit auf sich warten lässt, weshalb die genannten Experten jetzt erst Jugendteams bilden und diese dem SV Olympia Laxten zuordnen wollen  – Das ist aber ein anderes Experten-Thema…]

Im Rahmen der Stadtmeisterschaft führen die Veranstalter am Freitag, den 21. Juli, ein Altherren-Blitzturnier und am Samstag, den 22. Juli, die Damen-Fußball Stadtmeisterschaft mit sechs Teams durch.

FSL-Favorit ist die Mannschaft des Gastgebers, der mit etwas Mühe aber am Ende klar, die Landesliga halten konnte. Daneben sind die Bezirksligateams des ASV Altenlingen und Olympia Laxten am Start und zum ersten Mal – nach der Insolvenz des historischen TuS Lingen ganz unten in der 4. Kreisklasse angekommen – dessen Nachfolgeverein RB Lingen, der schon am ersten Spieltag ab 19.15 Uhr antritt.

Übrigens: Die 104 Seiten starke Veranstaltungszeitschrift beeindruckt besonders.

kleine Unterdeckung

10. März 2017

160.000 Euro fehlen den Handballern der HSG Nordhorn-Lingen im Etat der laufenden Saison. Wird die Lücke nicht „zeitnah“ geschlossen, gibt es für die neue Saison keine Lizenz und stattdessen einen Insolvenzantrag, also das Aus des Profihandballs an Ems und Vechte. Die HSG-Fans erinnern sich: Nach dem Erstligaabstieg infolge Insolvenz im Jahr 2009 gab es auch in den Jahren danach immer wieder Finanzprobleme und genauso oft Geldspritzen aus Steuermitteln. Versteckt und geteilt in vielen Töpfen sponsert beispielsweise jährlich die Stadt Lingen (Ems) direkt und indirekt die HSG Nordhorn-Lingen – direkt durch Überweisungen aus Stadtmarketingmitteln und Zahlungen städtischer Gesellschaften in Höhe von mehreren zehntausend Euro und indirekt beispielsweise dadurch, dass der Verein nur einen Bruchteil der Kosten für seine Spiele in der EmslandArena trägt.

Die aktuell der HSG Nordhorn-Lingen fehlenden 160.000 Euro müssen binnen „drei, vier Wochen“ für die laufende Saison beschafft werden – pro Tag also 7.500 Euro. HSG-Geschäftsführer Gerhard Blömers sagte dazu in einem ev1.tv-Interview ausgesprochen aufschlussreiche Sätze für Lingener Ohren:

Man arbeite „mit der Politik eng zusammen“ – wobei „mit der Politik“ die hauptamtlichen Bürgermeister gemeint sind. Man habe, so HSG-Geschäftsführer Blömers , „viele Gespräche geführt auch in den letzten Wochen und Monaten“. Auch der Lingener Oberbürgermeister sei „komplett informiert“ und ziehe auch mit. Da bin ich doch ausgesprochen verwundert: OB Dieter Krone hat sicherlich die Spitze der CDU-Fraktion informiert, aber mit keinem Wort die Gremien der Stadt. Weder über das aktuelle Finanzproblem noch über das, was kommt. Ist es ihm peinlich? Hält er kommunale Demokratie für hinderlich? Man ahnt es, denn eine wenig demokratische Handlungsweise – einschließlich wöchentlicher vertraulicher Freitagsgespräche mit CDU-Fraktionschef Hilling – ist mittlerweile fast schon ein  Markenzeichen dieses Oberbürgermeisters.

Verschwiegen hat Krone den Lingener Ratsgremien bisher auch, das im HSG-Budget auch für die kommende Spielzeit 2017/18 aktuell und zusätzlich um die 200.000 Euro fehlen, wie die Grafschafter Nachrichten melden. „Auch für diese zusätzlichen Mittel benötigen wir zeitnah verbindliche Zusagen unserer Partner“, teilte die HSG mit und „hier drängt ebenfalls die Zeit“. Also braucht die HSG binnen drei, vier Wochen rund 15.000 Euro Sponsorengelder und -zusagen pro Tag. Wie soll das gehen?

Spätestens bis Mitte April muss jedenfalls zunächst die 160.000-Euro-Defizitdeckung vorliegen. Denn „dieser Nachweis (ist( Voraussetzung für eine positive Entscheidung der Lizenzierungskommission der HBL, die für Mitte April erwartet wird“. Die HSG ergänzt in ihrer Presseerklärung: „Andererseits müssen diese zusätzlichen Gelder spätestens Ende März/Anfang April abrufbar zur Verfügung stehen, um die Liquidität und damit den Spielbetrieb bis zum Saisonende sicherzustellen.“ Der etwas verschwurbelte Satz bedeutet, dass die 160.000,- Euro binnen gut drei Wochen benötigt werden, um die laufenden Gehälter und Kosten zu zahlen. Sonst ist Insolvenz.

Im Gegensatz zu allen öffentlich beschworenen und blumigen Erklärungen -gerade auch von OB Dieter Krone- über einen ausgeglichenen HSG-Haushalt, hieß es gestern Abend auf der Pressekonferenz, schon vor zwei Jahren, also zu Beginn der Saison 2015/16 habe „eine kleine Unterdeckung“ vorgelegen. Hinzugekommen seien „Abgabennachbelastungen, so dass die Saison 2015/16 mit einem Fehlbetrag abgeschlossen werden musste“. Die Frage drängt sich auf: Warum kam es zu „Abgabennachbelastungen“? Wie hoch sind diese Nachforderungen an Steuer- und Sozialbeiträgen? Wie hoch war der Fehlbetrag im Sommer vergangenen Jahres? Warum hat OB Krone davon nichts berichtet? Nachgefragt hat beim Pressetermin am Donnerstagabend offenbar niemand.

In der aktuellen Saison, erklärten die Verantwortlichen, lägen die Einnahmen „deutlich unter Plan“, weil „Sponsoren abgesprungen oder mündliche Zusagen nicht eingehalten worden“ seien; zudem sei der Etat durch ein weiterhin hohes Kostenniveau belastet worden, „so dass sich kumuliert das oben genannte Defizit einstellt“.

Da erinnere ich mich lebhaft an den letzten Sommer:
Wie beschimpften und kritisierten doch die Spitzenkräfte im Lingener Rathaus den TuS Lingen, als dieser älteste Ballsportverein des Emslandes vor 10 Monaten bekannt gab, dass „Sponsoren abgesprungen oder mündliche Zusagen nicht eingehalten“ würden und man deshalb den Weg in die Insolvenz gehen müsse -bei 93.000 Euro Defizit. Da gab es „kein Verständnis für das kurzfristige und unverantwortliche Verhalten des TuS-Vorstandes“ (O-Ton). Während die Oberligamannschaft des TuS gestrichen wurde und wohl mit einer Ausfallbürgschaft über rund 90.000 Euro gerettet worden wäre, ersannen Krone, Altmeppen & Co die Schnapsidee, „höherklassigen Fußball in Lingen“ zu fordern und dafür den Namen FC Lingen für den TuS-Nachfolgeverein markenrechtlich zu blockieren. Mit ihrem vollmundigen Gerede flogen sie erst im vergangenen Dezember krachend auf die Nase, als sie die Lingener Ortsteilvereine von ihrem sport- und realitätsfernen Spielereien überzeugen wollten…

update:
OB Krone hat die Mitglieder des Rates am Freitag um 10.03 Uhr per E-Mail informiert. Also was er so darunter versteht: Er hat die Pressemappe der HSG übersandt und mitgeteilt, dass die „Sponsoring-Maßnahmen“ der Stadt erst nach Genehmigung des Haushalts ausgezahlt werden, wie dies der VA einstimmig am 13.12.2016 beschlossen hat. Sollte also gar die Stadt Lingen für ein Großteil der Etatlücke verantwortlich sein…?

(Quellen GN, ev1.tv)

RB Lingen

22. November 2016

Gestern Abend wurde im Kolpinghaus an der Lingener Burgstraße ein neues Kapitel des Fußballs in der größten Stadt an Ems und Vechte eröffnet. 15 Fußballenthusiasten gründeten mit „Rasenballsport Lingen“ (kurz: „RB Lingen“) den Nachfolgeverein des in Insolvenz befindlichen TuS Lingen 1910 eV.  Der Vorschlag zu dem nicht gewöhnlichen Namen kam vom langjährigen TuS-Vorsitzenden Heinrich Essmann, und nach kurzer Debatte wurde seine Empfehlung einstimmig angenommen. Keine Frage: Der Name RB wird Aufmerksamkeit hervorrufen, kontrovers diskutiert werden und zu manch neidischer Aufregung führen.

Das Fußball-Internetportal KEI berichtete noch gestern exklusiv über die Gründungsversammlung:

„Die Tage des TuS Lingen, das teilte der Vorstand bereits in der letzten Woche mit (KEI berichtete), sind gezählt! Doch die Verantwortlichen verständigten sich auf die Gründung eines neuen Vereins, der nicht nur an die lange Tradition anknüpfen, sondern auch die Spielrechte des TuS Lingen übernehmen soll.

rblingenDer Name dürfte dabei für viele Fans eine echte Überraschung sein. Anders als bisher angenommen, wird der neue Club nicht „FC Lingen“ heißen, sondern trägt den Namen „RB Lingen“! „Ein Vorschlag auf Initiative unseres Ehrenvorsitzenden und Hauptsponsors“, verriet Marcel Eilermann. Der aktuelle Vorsitzende des TuS Lingen wurde zusammen mit Michaela Bauer (2. Vorsitzende), Yvonne Fieker-Hinzkowski (Kassenwartin und Jugendwartin), Steffi Gerdelmann (Schriftührerin) sowie Markus Meer (Sportlicher Leiter Senioren) durch die Gründungsversammlung in einer, wie es heißt, sehr harmonischen Abstimmung gewählt. Zuvor hatte es zur Aussprache und Beschlussfassung über die Vereinssatzung ebenfalls ausschließlich Ja-Stimmen gegeben.

Ob „RB Lingen“ auch weiterhin seine derzeitigen Spielrechte wahrnehmen darf, liegt nun in den Händen der Zulassungskommission des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV). „Es wartet viel Arbeit auf uns, aber wir freuen uns auf die Aufgabe und die Herausforderungen. Mit dem NFV und den Vertretern im Emsland sind wir in intensiven Gesprächen und optimistisch“, teilte Eilermann mit. „RB Lingen ist ein Club für ganz Lingen“, zitierte der neue Vorsitzende die neue Präambel gegenüber KEI. Als Mitgründer unterzeichnete auch der frühere TuS Vorsitzende und langjährige Ehrenvorsitzende Heinrich Essmann am Montagabend die Gründungsurkunde des neuen Clubs im Lingener Kolpinghaus (Foto).

Lingens Vorstand machte deutlich, dass der neue Verein, der wie sein Vorgänger in Rot-Gelb auflaufen werde, unbelastet in die Zukunft gehe und auch die viele Sponsoren erhalten blieben. Neu ist hingegen ein ständiger Beirat, der den RB-Vorstand in seiner Arbeit zu beraten und zu unterstützen, aber auch, z.B. in der Kassenführung, kontrollieren soll. „Wir müssen auch Vertrauen aufbauen“, so Eilermann.

Auf Unverständnis stieß eine Ankündigung der Lingener Stadtverwaltung, die die Nutzung des Emslandstadions in Frage stelle. „Wir hoffen sehr“, so Eilermann abschließend, „dass wir auch weiterhin im Emslandstadion zuhause sind“.“

(Fotomontage): mit Dank an © KEI-Fußball; kleines Foto CC BY 2.0 DE RB Lingen: Heinrich Essmann unterzeichnet die RB-Gründungssatzung;)

Kreisklasse

12. Juni 2016

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Im Rückblick dann mal später: „Today’s German phrase means: How it all started – wie alles anfing – today’s phrase of the day!

Entscheidet selbst

6. Juni 2016

Der traditionsreiche TuS Lingen ist in einer existentiellen Krise. Hier die Presseerklärung des Vereins im Original. Was tut der Lingener Oberbürgermeister? Er informiert über den Hilferuf niemanden und entscheidet selbst: „Kein Geld!“  Das fließt dann in die HSG Nordhorn mit dem Annex Lingen und zwar nicht zu knapp…

Tus_LingenPresseerklärung 

Der TuS Lingen 1910 eV ist in einer existentiell schwierigen Situation.

Der TuS kann wider Erwarten nicht garantieren, dass die Kosten des Oberligaetats der kommenden Saison getragen werden können. Wir werden unsere Erste daher aus der Oberliga abmelden.

Wir gehen (Stand heute) mit rd. 60.000 Euro Verbindlichkeiten aus der abgelaufenen Saison. In der neuen Saisonfinanzierung klafft eine Lücke von 120.000 Euro.

Warum jetzt diese Entwicklung? Wir hatten die Zusagen von zwei namhaften neuen, soliden Sponsoren. Das hätte gepasst. Auf der Basis dieser Zusagen haben wir die Oberligalizenz erhalten.

Dann aber haben vor wenigen Tagen gleich beide ihre Zusagen zurückgezogen. Völlig unerwartet.

Ehrenwort! Wir sind in der letzten Zeit von Pontius zu Pilatus und zurück gelaufen, um weitere und neue Unterstützung und Sponsoren zu finden. Damit sind wir gescheitert.

Über 100 Jahre lang war der TuS Lingen 1910 eV in ganz Niedersachsen und darüber hinaus ein Botschafter für unsere Stadt Lingen (Ems). Doch auch der Oberbürgermeister, bei dem der Vorstand mit der Bitte um Hilfe war, hat die Hände gehoben und wörtlich gesagt: „Kein Geld!“

Wir sind eben nicht in Meppen. Und wir spielen auch keinen Handball.

Auch in der Bürgerschaft und in der Region findet sich keine ausreichende Unterstützung für den Fünftligisten TuS Lingen.

Wir haben auch über vielfältige Kontakte bei Profivereinen um Hilfe gebeten. Stichwort: Freundschaftsspiel. Auch das war vergeblich.

Wir haben daher unserer Ersten heute erklären müssen, dass der TuS die Mannschaft in der kommenden Saison nicht bezahlen kann. Wir haben den Spielern sofort freigestellt, sich bei anderen Vereinen eine neue sportliche Herausforderung zu suchen.

Das ist bitter, gerade weil die Erste so einen großartigen Fußball spielt und so einen nicht minder großartigen Trainer hat.

Wir prüfen zwar noch, ob wir in einer unteren Klasse weitermachen. Aber auch dafür brauchen wir ein funktionsfähiges Team, das der Vorstand nicht sieht. Stand heute spielt der TuS Lingen 1910eV mit seiner Seniorenmannschaft 2016/17 in der 2. Kreisklasse Emsland-Süd.

Für uns ganz wichtig ist der Erhalt unserer Jugendteams. Von der A-Jugend bis zu den Minikickern. Da ist –auch dank engagierter Trainer und vieler Eltern – etwas Großartiges und ganz Wichtiges in den letzten Jahren entstanden, und wir möchten dies unbedingt erhalten.

Alle TuS’ler sind sehr niedergeschlagen und traurig.

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Kronsberg-Cup

26. Dezember 2015

Ein lokaler sportlicher Pflichttermin „zwischen den Feiertagen“: Das Hallenfußball-Turnier des TuS Lingen. In diesem Jahr zum 30. Mal und zwar vom 27. bis zum 29. Dezember. Es hieß früher mal nach Kronsberg oder Vitamalz und jetzt nach Vitamalz oder Kronsberg. Vor allem aber ist es eine runde Sache. Auftakt ist am morgigen Sonntag in der Kiesberghalle um 16 Uhr. [Zum pdf-Spielplan bitte die Einladung anklicken]

TuSLingen

FSL ’15/32.

13. Juli 2015

Bildschirmfoto 2015-07-12 um 15.32.07Heute startet im Lingener Emslandstadion die jährliche Fußball-Stadtmeisterschaft (Fachkürzel: FSL). Die Zuschauer sehen in diesem Jahr die 32. Auflage der FSL (Hashtag: #FSL15). Traditionell wird der Cup reihum von einem der acht 11 teilnehmenden Lingener Fußballvereine ausgerichtet. In diesem Jahr ist TuS Lingen verantwortlich, dessen Erste gerade in die Oberliga aufgestiegen und deshalb Favorit ist. Der Ausrichter darf einen Gastverein aus dem Umland als 12. Team einladen; deshalb ist der SV Wietmarschen dabei.

Noch eine Besonderheit: Im Rahmen der FSL’15 wird am Dienstag der neue (und bisher einzige) Kunstrasenplatz in Lingen eingeweiht und zwar um 17 Uhr „an den Fischteichen“, wie der verstorbene FSL-Nestor Alois Kemmer den Bereich des Emslandstadions immer nannte, weil dort jahrzehntelang Fischteiche betrieben wurden. Das erste Spiel auf dem neuen Platz bestreiten anschließend Kemmers Verein Olympia Laxten gegen den TuS Lingen.

Gespielt wird die Vorrunde heute und morgen ab 18 Uhr. Das Endspiel wird am kommenden Sonntag ausgetragen. Die Eintrittspreise:

Tageskarte:                    3,00 €
Tageskarte ermäßigt:      2,00 €

Turnierkarte:                10,00 €
Turnierkarte ermäßigt:    8,00 €

Frauen und Kinder bis 14 Jahren zahlen keinen Eintritt.

Nicht nur ich wünsche mir fairen, spannenden Fußball. Hier die Spieltabelle der Vorrunde [Zur Webseite und zum Endrundenspielplan der „FSL’15“ bitte auf die Grafik klicken].

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