Heute! Last-Minute-Hinweis!
31. Januar 2026
Schon im vergangenen November hat BN-Ratsmitglied Bernd Koop diesen Brief an die Geschäftsführung der Stadtwerke geschrieben:
Betreff: Hilfe bei hohen Nebenkosten
Die Stadtwerke haben die Gasabrechnungen vor einigen Tagen verschickt und es gibt Hunderte von Nachzahlungsaufforderungen. Wenn ich richtig sehe, ist der von Bernd Koop angeregte Hinweis nicht erneut erfolgt, auch nicht in der Lokalzeitung LT oder dem kostenlosen El-Kurier; dabei hat Bernd Koop in dieser Woche auch noch einmal die LT-Redaktion darum gebeten:
Mit den Jahresabrechnungen der Energieversorger zu Jahresbeginn ergeben sich teilweise besondere Herausforderungen für Haushalte. Die Stadt Lingen (Ems) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die erhöhten Kosten zu einem einmaligen Leistungsanspruch auf Bürgergeld oder Grundsicherungsleistungen führen können.
Entscheidend dafür ist, dass der Leistungsantrag in dem Monat gestellt wird, in dem die Nachzahlung fällig wird (Monatsprinzip). Wenden Sie sich also am besten unmittelbar nach Erhalt der Nebenkosten- bzw. Energieversorgerabrechnung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Fachdienste.
Bei Fragen steht Ihnen der Fachbereich Jugend, Arbeit und Soziales unter der Telefonnummer 0591 9144-521 (Frau Hermes) gerne zur Verfügung. (Quelle)
Wichtig ist, dass durch die hohe Nachzahlung in diesem Nachzahlungsmonat auch Menschen einen Anspruch auf Bürgrgeld oder Grundsicherung haben können, die sonst kein Bürgergeld beziehen, in diesem Nachzahlungsmonat einen Anspruch auf Bürgergeld haben können. Also sollten Sie einfach einen Antrag stellen, damit das geprüft wird. Ohne Antrag gibt es nichts.
Heute ist der Monatsletzte und wer sicher gehen will, sollte sofort, also noch heute einen entsprechenden Antrag (formlos! und per E-Mail vom Mobiltelefon) auf Übernahme einer Heizkostennachzahlung (z. B. Gas/Heizung). Das folgende Muster ist bewusst knapp, klar und enthält alle wichtigen Elemente, die in der Praxis von Jobcentern, Caritas, Verbraucherzentralen und Fachseiten (wie energie-hilfe.org, gegen-hartz.de, buergergeld.org) empfohlen werden.
Kopiere den Text einfach in deine E-Mail, passe die kursiv markierten Teile an deine persönlichen Daten an und hänge die Nebenkostenabrechnung (als PDF oder Scan oder Foto) unbedingt an!
Betreff: Antrag auf Übernahme der Heizkostennachzahlung (Gas/Heizung) – Fälligkeit im Januar 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich die Übernahme der fälligen Gasnachzahlung in Höhe von XXX,XX € aus der beigefügten Verbrauchsabrechnung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II (Kosten der Unterkunft und Heizung) als einmaliger Mehrbedarf bzw. ergänzender Bedarf für Unterkunft und Heizung.
Meine Daten:
- Vor- und Nachname: Vorname Nachname
- Geburtsdatum: TT.MM.JJJJ
- Kundennummer / BG-Nummer / Aktenzeichen: deine Nummer, falls bekannt
- Straße und Hausnummer: Straße Nr.
- PLZ und Ort: PLZ Ort
- Telefon (für Rückfragen): deine Telefonnummer
- E-Mail: deine E-Mail-Adresse
Die Nachzahlung ist im Januar 2026 fällig geworden. Ich beantrage die Übernahme daher für den Monat Januar 2026, damit die Leistung noch diesem Monat zugeordnet werden kann.
Zur Abrechnung:
- Gasversorger
- Abrechnungszeitraum: z. B. 01.01.2025 – 31.12.2025
- Nachzahlungsbetrag: XXX,XX €
- Fälligkeitsdatum laut Abrechnung: TT.MM.2026
- Beigefügt: Vollständige Gasabrechnung (PDF)
Ich versichere, dass der Verbrauch nicht verschwenderisch war und die Kosten angemessen sind. Falls weitere Unterlagen oder ein ausgefülltes Formular benötigt werden, schreiben Sie mir bitte.
Vielen Dank im Voraus für die rasche Bearbeitung – insbesondere wegen der Frist zum Monatsende.
Mit freundlichen Grüßen
Vorname Nachname Straße Nr. PLZ Ort Telefon: deine Nummer, E-Mail.
Sicherlich wird es etwas Schriftverkehr geben oder man wird gebeten, vorbeizukommen. (Tipp: Dann immer jemanden mitnehmen!). Aber es kann sich wirklich lohnen.
Bild oben und Beitrgsbild (CC) im Beitrag vom 16.09.2025
Ein Crosspost von der Seite bnlingen.wordpress.com
Atomgeschäfte mit Kreml in Lingen beenden
31. Januar 2026
Nach der gestrigen Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Deutschen Bundestag sehen sich Anti-Atom-Organisationen in ihrer Kritik am geplanten Einstieg des Kreml-Konzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen bestätigt. Sie fordern ein klares Nein des Bundeskanzlers zur beantragten Genehmigung für das Atomprojekt des Kreml im Emsland. Merz hatte gefordert, dass Europa seine Sicherheit in die eigenen Hände nehmen solle und vor Abhängigkeiten im technologischen Bereich gewarnt. Doch in der Brennelementefabrik Lingen soll genau das Gegenteil passieren: Dort sollen zukünftig mit russischer Technologie, russischem Know-how, russischen Bauteilen und russischem Uran Brennelemente für osteuropäische AKW gefertigt werden. Der Genehmigungsantrag liegt noch immer bei der Bundesregierung und dem niedersächsischen Umweltministerium zur Abstimmung. Anfang 2024 hatten rund 11.000 Menschen Einwendungen gegen den brisanten Atomdeal erhoben.
Wenn Kanzler Merz seine Worte im Bundestag ernst meint, muss die Bundesregierung den Atomdeal mit Rosatom ablehnen, die Genehmigung dafür versagen und die Atomgeschäfte mit dem Kreml in Lingen beenden. Auch Innenminister Dobrindt, Verteidigungsminister Pistorius sowie die Geheimdienste warnen seit Jahren vor der zunehmenden Gefahr durch Spionage, Sabotage und hybriden Attacken aus Russland. Dem Kreml-Konzern Rosatom jetzt die Atom-Tür im Emsland zu öffnen, wäre gefährlicher Leichtsinn.“, erklärt Bettina Ackermann von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.
Ohne ein Ende der Atomgeschäfte mit dem Kreml wird der Einfluss von Rosatom hier vor Ort im Emsland immer weiter wachsen. Schon jetzt ist der Schatten des Kreml-Konzerns zu spüren. Wir sehen das mit sehr großer Sorge – energische Reden im Bundestag sind eine Sache, das muss aber auch real durch entsprechende Taten unterfüttert werden. Wir fordern deshalb endlich ein klares Stopp-Signal für sämtliche Atom-Kooperationen mit dem Kreml.“, so Alexander Vent vom Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner:innen im Emsland.
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Quelle: PM
Schmerzhaft für die Polizei.
31. Januar 2026
Die rechtliche Luft für das Anwenden sogenannte Schmerzgriffe gegen friedliche Klimaaktivisten wird dünner. Nach einem aktuellen Erfolg eines Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion an diesem Donnerstag vor dem Hamburger Verwaltungsgericht verdeutlicht auch ein nun rechtskräftiges Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin, dass die Polizei mit dieser Taktik zunehmend an juristische Grenzen stößt.
Der Hamburger Fall: Unverhältnismäßigkeit im Fokus
In Hamburg gab das Gericht einem Kläger Recht, der 2019 bei einer Sitzblockade durch verschiedene Hebelgriffe und schmerzhaften Druck auf die Muskulatur verletzt wurde. Der Aktivist hatte betont, dass er sich kooperativ wegtragen lassen wollte – ein „Angebot zur friedlichen Auflösung“, das die Beamten jedoch ignorierten. Ob das Urteil auf inhaltlicher Unverhältnismäßigkeit oder formellen Fehlern bei der Androhung des Zwangs basiert, klärt die noch ausstehende Urteilsbegründung. [Ich werde das Aktenzeichen nachtragen]
Berlin: Rechtskräftiges Urteil nach gescheiterter Berufung
Dass solche Einsätze kein Einzelfall sind, zeigt der Fall des Klimaaktivisten Lars Ritter in Berlin. Das Verwaltungsgericht Berlin (VerwG Berlin, Az. 1 K 281/23) hatte in seinem Klageverfahren den Einsatz von Schmerzgriffen bereits im März 2025 für rechtswidrig erklärt. Auch hier war der Aktivist weder angeklebt noch leistete er Gegenwehr; ein einfaches Wegtragen wäre problemlos möglich gewesen. Die Schmerzgriffe waren deshalb nicht verhältnismäßig.
Die Berliner Polizei versuchte, gegen dieses Urteil vorzugehen, scheiterte jedoch ziemlich kläglich: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg lehnte den Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil der Berliner Verwaltungsgerichts am 08.01.2026 ab (Az. OVG Berlin-Brandenburg, Aktz. 6 N 63/25).
Die Begründung des OVG war eine deutliche Rüge an die Behörden: Die Polizei habe lediglich ihre eigene Sicht der Dinge wiederholt, statt rechtlich fundiert darzulegen, warum das Ersturteil falsch gewesen sein soll. Damit ist das Berliner Urteil rechtskräftig, und der Weg für Schmerzensgeldklagen ist frei.
Ritter war von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) unterstützt worden. Die sicherte ihm jetzt zu, ihm auch bei einer Schmerzensgeldklage zu helfen.
Lingen 2026: Weiter so ist nicht das, was unsere Stadt braucht.
30. Januar 2026
Am 13. September entscheidet Lingen über die Zukunft im Rathaus. Aktuell ist ein Duell abgesteckt: Auf der einen Seite Jens Hofschröer, in Lingen aufgewachsener Dezernent für Digitales und Wirtschaft aus Wolfsburg. Auf der anderen Seite der in Beesten aufgewachsene Amtsinhaber Dieter Krone, der es gestern offiziell gemacht hat. Also: Es ist Zeit, über halbe Radwege zu reden – und die Frage nach der vollen Kraft zu stellen.
Manchmal erklären die kleinen Dinge das große Ganze. Wer in Lingen über die Ulanenstraße fährt, weiß, was ich meine. Dieter Krone versprach uns dort einen Radweg für die gesamte Strecke. Gelogen war das nicht, aber Entscheidendes wurde „weggelassen“. Der Radweg endet heute im Nichts; die Brücken über Bahn und Umgehungsstraße wurden ausgespart. Vertrauen? Weggebrochen.
Dieses Gefühl des Weglassens zieht sich wie ein roter Faden durch die Stadtpolitik: Ob beim IT-Campus in Laxten, den verschwundenen Häusern an der Sternstraße, dem mühsamen, sonntagsfreien LiLi-Bus, fehlenden Kreisverkehren oder ganz aktuell der Sanierung in Reuschberge. Überall bleiben Lücken zurück.
Die 8-Jahre-Wette: Routine oder Risiko?
Gestern ließ OB Krone im Ratssitzungssaal unter dem trockenen Tagesordnungspunkt „Bericht der Verwaltung“ endlich die Katze aus dem Sack: „Ich trete erneut an.“ Dann: Kein Jubel, kein Chor, keine Fanfaren, keine trommelnd einziehenden Kivelinge – nur das dünn wirkende Klatschen von SPD und Grünen, während CDU, FDP und BürgerNahe (BN) stumm blieben. Und Minuten später das erste Wahlvideo vom lokalen, mit Steuermitteln über Wasser gehaltenen Ems TV.
Krone will eine dritte Amtszeit. Sie dauert acht Jahre. Der Amtsinhaber, Jahrgang 1963, wäre am Ende 71 Jahre alt. Nichts gegen Erfahrung, aber das OB-Amt ist kein gemütlicher Posten für den Vorruhestand. Es ist ein 24/7-Job, der volle physische und mentale Präsenz fordert. Es stellt sich die berechtigte Frage: Kann und will Dieter Krone dieses Pensum bis Mitte der 2030er Jahre wirklich durchhalten? Oder wählen wir hier jemanden, der die Zukunft nur noch aus dem Rückspiegel verwaltet oder gar nicht so lange amtieren will?
Klar ist: Krone mangelt es an der notwendigen Integrationskraft: Statt Brücken zu bauen, rückt die Selbstdarstellung des Amtes in den Vordergrund, während konstruktive Kritik als persönlicher Angriff gewertet und blockiert wird.
Der Blick von außen
Mit dem 45-jährigen, in Lingen (Ems) geborenen Jens Hofschröer hat ein Wirtschaftsexperte die Bühne betreten. Parteilos, unabhängig und jemand, der Bilanzen wahrscheinlich schneller liest, als die Stadtverwaltung ihre Pressemitteilungen schreibt. Kandidaten der FDP und der BN können das demokratische Quartett komplettieren und ein Schreihals von der NoAfD wird wohl hinzukommen.
Was Lingen jetzt braucht:
- Kompetenz statt Kontakte: Wir brauchen jemanden, der Investoren auf Augenhöhe begegnet. Jemand, der bei Projekten wie in Reuschberge nicht nur von „sozialer Wärme“ redet, sondern knallhart nach dem Sozialplan (§ 180 BauGB) und echten Mietpreis-Garantien fragt.
- Frischer Wind statt Betriebsblindheit: Nach 16 Jahren im Rathaus schleifen sich Routinen ein. Ein unabhängiger Profi schaut ohne ideologische Scheuklappen darauf, was die Stadt wirklich voranbringt – jenseits von hochbezahlter PR.
- Kooperation statt Selbstinszenierung: Wir erleben oft eine Amtsführung, die an einen belehrenden Studienrat erinnert. Wo Demut vor dem Amt und echter Diskurs gefragt wären, dominiert oft eine Ich-Bezogenheit, die den Streit der besten Ideen im Keim erstickt.
Was wir nicht weglassen dürfen
Es ist ein gefährlicher Trend, berechtigte Skepsis als „Wahlkampfgetöse“ abzutun. Wer kritische Fragen zur langfristigen Belastbarkeit des Amtsinhabers oder zur Verbindlichkeit von Verträgen stellt, ist kein „Mobber“. Er nimmt seine demokratische Pflicht ernst. Nichts stärkt die politischen Ränder mehr als das Gefühl, dass im Rathaus Dinge „passend gemacht“ werden, während die Sorgen der BürgerInnen weggelächelt werden.
Acht Jahre sind eine sehr lange Zeit. Zu lang für Experimente mit der eigenen Kraft. Lingen steht am Scheideweg: Wollen wir ein „Weiter so“ aus Gewohnheit bis 2034? Oder trauen wir uns den Neustart mit frischer Energie und wirtschaftlicher Expertise zu?
Es ist Zeit, dass wir in Lingen wieder alles betrachten – und nichts mehr weglassen.
–> Was meint die Leserschaft dieses kleinen Blogs? Braucht Lingen das „Weiter so“ oder den Wirtschafts-Profi oder wen sonst? Schreibt es in die Kommentare!
Baumschutz in Osnabrück
29. Januar 2026
Nein, ich schreibe nichts darüber, dass der noch amtierende OB in der heutigen Ratssitzung bekannt geben wird, erneut zu kandidieren und dass ihn auch dieses Mal die Lingener SPD und die Grünen unterstützen werden. Wie damals vor 16 Jahren. Lingen ist aber nicht mehr damals und ich empfinde die Unterstützung deshalb als reichlich absurd, weil niemand die rote und die grüne Minderheitsfraktion im Stadtrat 16 Jahre lang so gedemütigt hat wie der gegenwärtige Amtsinhaber. Seit seiner ersten Wahl 2010 nimmt er jeden Montag an den Sitzungen der CDU teil und einmal monatlich an denen der SPD, die dann aber eigens nicht montags sondern am Dienstag tagen musste, weil der OB an Montagen die Union beglückte. die Grünen laden ihn im Einzelfall ein, was auch nichts voranbringt. Er ist eben kein Teamplayer, unser OB – nicht einmal, wenn seine Unterstützer ihn 16 Jahre lang immer mit „lieber Dieter“ anschreiben. Aber er durfte seine erstrebte Wiederwahl mit einem Millionen-1050-Jahre-Programm vorbereiten, stets gehypt von der kritiklos-klickorientierten Lokalpresse. Dabei hat er gezeigt, wie kreativ er alle Aktionen und Feiern an vielen Haushaltsstellen verstecken konnte…
Ich schreibe auch nichts über das falsche Lingener Gerücht, dass der Kiosklaufmann Julius Frilling für die AfD kandidieren werde. Tut er nicht. Kandidaten der AfD heißen Kai mit Vornamen (Ex-FDP) oder sind Fahrradhändler mit schlechter google-Bewertung (also klar weniger als 4).
Ich schreibe auch nichts darüber, dass die Freie Wähler Lingen (FWL) wohl nicht wieder antreten; sie hatten 2021 ein Mandat errungen. Aber vielleicht tritt die Linke bei den Kommunalwahlen am 13. September an.
Nein, ich möchte lieber über schöne Dinge schreiben. Die neue Baumschutzsatzung in Osnabrück ist so etwas. Nach fast einem Vierteljahrhundert hat die Stadt Osnabrück wieder eine Baumschutzsatzung, deren Vorläufer CDU und FDP 2002 abgeschafft hatten. In Lingen hat OB Krone sie abgelehnt, worüber die Grünen jettz hinwegsehen. Doch womöglich gibt es die Osnabrücker Neuauflage nur kurz, fürchtet Harff-Peter Schönherr in der taz und informiert:
„Osnabrück gibt sich gern stolz auf sein urbanes Großgrün. Zum Beispiel so: Für 300 Euro kann man hier „StadtBaumPate“ werden. Die Kommune pflanzt dann einen neuen Baum.
Andererseits: Wer in Osnabrück einen Baum fällen wollte, hatte es in den vergangenen Jahrzehnten vergleichsweise leicht. Eine Baumschutzsatzung gab es nicht. 2002 hatten CDU und FDP sie abgeschafft.
Jetzt gibt es wieder eine, nach harter Debatte. Mitte März geht ihr Entwurf durch den Rat; zwei neue Vollzeitstellen entstehen. Der Anstoß kam von der Ratsfraktion der Grünen. Die Situation der Stadtbäume habe sich in den letzten Jahren „deutlich verschlechtert“, steht in ihrem Wiedereinführungsantrag.
„Das ist multifaktoriell“, sagt Volker Bajus der taz. Er ist Ratsmitglied der Grünen. „Durch die Klimakrise kommt es zu Dürre. Viele Kastanien sind durch die Miniermotte geschädigt. Lange waren Luftschadstoffe ein großes Thema. Viele Grundbesitzer fällen leider Bäume, weil sie kein Laub harken wollen, weil ihnen sterile Schottergärten lieber sind als Natur, weil sie von der Vorgeneration einen Garten geerbt haben und ihn ganz nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten wollen.“
Jeder Baum ist wertvoll
Die neue Satzung habe „nicht nur eine ordnungsrechtliche Dimension“, betont er. „Es geht stark um Beratung. Viele BürgerInnen sind ja unsicher, auch was Baumkrankheiten angeht, den Beschnitt. Hier können unsere MitarbeiterInnen helfen.“
Zu den Gegnern der neuen Satzung zählen die Gegner der alten, zudem die AfD. Auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) reiht sich hier ein.
„Das ist aus der Zeit gefallen“, wundert sich Bajus. „Jeder Stadtbaum ist ja zunehmend wertvoll. Wegen seiner Filterwirkung. Weil er die Stadt belüftet, im Sommer die Temperatur senkt. Einer Oberbürgermeisterin müsste ja an alldem gelegen sein, was Gesundheit und Wohlbefinden der BürgerInnen verbessert.“
Die meisten Osnabrücker Bäume stehen auf Privatgrund, waren bisher also ungeschützt, wenn nicht als Naturdenkmal ausgewiesen, nicht im Bebauungsplan als erhaltenswert eingetragen. Nur…“
Foto: Naturdenkmal Platane am Landgericht Osnabrück (Quelle)
Beitragsbild: Hist. Rathaus Lingen
Radioactive Slam 1/2026
28. Januar 2026
Das Große Koschinski Kneipen Quiz
28. Januar 2026
Am Donnerstag, dem 5. Februar findet im Koschinski in der Schlachterstraße wieder das „Große Koschinski-Kneipen-Quiz“ statt. Gesa Witzleben und Lukas Hörmann, beide aus Lingen, führen durch die erste Runde im Jahr 2026. Gefragt sind Allgemein- und klassisches Kneipenwissen, aber auch Kenntnisse, aber anders als bei anderen Quiz-Formaten, auch Themen und Geschichten aus und rund um unsere Stadt.
Quizabende im Koschinski haben sich in Lingen als regelmäßige und beliebte Veranstaltungsreihe etabliert, bei denen das gemeinsame Rätseln und der Austausch im Vordergrund stehen. Der nächste Termin der „Große Koschinski Kneipen Quiz“-Reihe ist bereits für den 5. März 2026 angekündigt. Eine Anmeldung ist aber aktuell nur für die aktuelle Ausgabe möglich. Es gibt auch regelmäßige Fußball– und Musikquiz-Abende.
Das Große Koschinski Kneipen Quiz
Lingen (Ems) – Koschinski, Schlachterstraße 16
Donnerstag, 05.02.2026 19:30 Uhr
Mitmachbeitrag: 5 € pro Person (bar vor Ort)
Anmeldung empfohlen, die Plätze sind begrenzt; „sichere Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung per E-Mail“.
übernehmen
28. Januar 2026
Weiß jemand aus der Leserschaft dieses kleinen Blogs, warum die Lokalpresse und andere Plattformen AfD-Pressetexte im Original und vor allem inhaltlich ungeprüft übernehmen? 140 Mitglieder im Altkreis Meppen, dynamisch wachsend, motiviert in die Vorbereitung und anderer AfD-PR-Tralala.
Was ist mit Euch, NOZ, waslosin & Co.? Wie wärs zur Abwechslung mal mit sauberer journalistischer Recherche statt ungeprüfter „pm“ ( = Pressemitteilung) der AfD? Wenn man allerdings nur auf Klicks abzielt und der Inhalt der Meldung wurscht ist, kommt so ein Scheiß dabei heraus, wie man ihn bei Euch lesen kann und muss.

Und wo wir schon dabei sind: Warum eigentlich lässt ein griechischer Restaurantbetreiber am Willy-Brandt-Ring Werbeveranstaltungen der AfD („Stammtisch“) in seinem Lokal zu? Längst gibt es Gäste, die sich daraufhin dort verabschiedet und dies dem Gastwirt auch gesagt haben. Er meinte daraufhin, dass sei ihm egal.
„Die Kamera als Waffe“
27. Januar 2026
Alex Pretti filmte einen ICE-Einsatz und bezahlte mit seinem Leben. Warum Handykameras die Lügen entlarven und staatliche Gewalt sichtbar machen. Ein notwendiger taz -Kommentar von Valérie Catil:
Ohne Videomaterial wäre George Floyds Tötung vermutlich nicht als solche verfolgt worden. Ohne Videomaterial wäre nicht sichtbar, dass die von einem ICE-Agenten in ihrem Auto erschossene Renée Good keinen seiner Kollegen zuvor angefahren hatte und er nicht aus Selbstverteidigung schoss. Und ohne Videomaterial wäre auch nicht glasklar, dass Alex Pretti, das jüngste Opfer der staatlich beauftragten Gewalttäter, kaltblütig hingerichtet wurde.
Die Kamera ist eine Form der Bewaffnung, denn sie ermächtigt uns gegenüber staatlicher Propaganda, die Wahrheit verzerren will. Wie wichtig es ist, dass Menschen filmen, wenn sie von staatlichen Stellen ausgeübte Gewalt sehen, wird derzeit während der brutalen ICE-Einsätze und der Proteste in Minneapolis klar.
Das aktuellste Beispiel dafür, wie unverzichtbar Videos von Augenzeug_innen sind, ist die Tötung des 37-jährigen Alex Pretti durch ICE. Es dauerte keinen Tag, da hatte die US-Regierung schon ihr Narrativ darüber, warum sein Tod nicht zu verhindern war, zurechtgelegt. Trump nannte ihn auf Truth Social „gunman“. Das US Department of Homeland Security (DHS) veröffentlichte noch am Sonntag ein Statement, in dem es heißt, Pretti sei mit einer 9-mm-Halbautomatikpistole auf US-Grenzschutzbeamte zugegangen und dass die Agenten „versuchten, den Verdächtigen zu entwaffnen, dieser sich jedoch heftig wehrte“. Das ist eine Lüge.
Das Video enthüllt die Wahrheit
Videoaufnahmen eines Augenzeugen zeigen, dass…

