Die Debatte um Hans Georg Calmeyer
25. Januar 2026
Der Osnabrücker Hans Georg Calmeyer war Rechtsanwalt und Notar. Von 1941 bis 1945 im Zweiten Weltkrieg arbeitete er während der deutschen Besatzung der Niederlande als Mitarbeiter der deutschen Besatzungsbehörde in Den Haag. Mindestens 2.866 jüdische Männer, Frauen und Kinder bewahrte er in dieser Zeit vor der Deportation in die Vernichtungslager, doch er schickte auch Tausende Niederländer*Innen in die Vernichtung. Hans Georg Calmeyer entschied über Leben und Tod als „Rassereferent“ der NS- Verwaltung in Den Haag. Die ARD-Doku „Calmeyers Dilemma“ beleuchtet den moralischen Konflikt zwischen systemischer Macht und individueller Menschlichkeit.
Freitag: Das literarische Café
25. Januar 2026
Amsterdam: Der Stadtrat hat in dieser Woche ein Werbeverbot für Fleisch, Wurstwaren und andere Klimaschädlichkeiten beschlossen.
Ab dem Sommer gibt es an Straßen, Plätzen und Haltestellen des niederländischen Flaggschiffs keine Werbung für bestimmte Produkte wie Hamburger, Kreuzfahrten, Dieselautos oder Flugreisen mehr. Der Stadtrat hat mit einer ökologisch-linken Mehrheit für dieses Verbot gestimmt. Damit ist Amsterdam die erste Hauptstadt der Welt, die Werbung für Fleischprodukte verbietet. Für ExpertInnen: Obwohl der Regierungssitz im Nachbarland in Den Haag liegt, ist Amsterdam laut Verfassung die Hauptstadt der Niederlande.
Die ökologische Partei GroenLinks, die sich für das Verbot eingesetzt hat, freut sich über diesen „wichtigen Sieg für das Klima und die öffentliche Gesundheit“. „Für Werbung großer Unternehmen, die die Klimakrise vorantreiben, ist in Amsterdam kein Platz mehr“, sagte die grüne Stadtabgeordnete Jenneke van Pijpen. Schon 2020 hatte Amsterdam versucht, die sogenannte fossile Reklame zu verbieten, aber bisher hatte es nicht geklappt.
In den Niederlanden haben schon einige Städte ähnliche Verbote beschlossen. Haarlem war im Jahr 2024 weltweit die allererste Stadt, die Werbung für Fleisch verbot und sorgte damit für internationale Aufmerksamkeit. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete zum Beispiel darüber. Auch in Nijmegen und Utrecht gibt es ähnliche Verbote. Im vergangenen Jahr wies ein Gericht in Den Haag die Klage von Reiseveranstaltern gegen ein Reklameverbot ab.
Die Wirkung ist vor allem symbolisch: Werbung für klimaschädliche Produkte verschwindet von städtisch kontrollierten Außenflächen, aber im Fernsehen, Internet oder im Supermarkt werden Konsumenten weiterhin Werbung sehen.
Sunghoon Simon Hwang, Klavier
25. Januar 2026
Reihe Weltklassik am Klavier
Sunghoon Simon Hwang
Chopin in seiner Essenz: Ein Abend der Etüden!
Lingen (Ems), Musikschule des Emslandes, Wilhelmstraße 49
> Heute, Sonntag, 25. Januar 2026 – 17 Uhr
Karten 30 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei
‚Dieser Klavierabend widmet sich den beiden beeindruckenden Sammlungen von Chopins Etüden: op. 10 und op. 25. Chopin, der Meister der Klaviermusik, nutzt diese Etüden nicht nur zur technischen Schulung, sondern auch zur musikalischen Ausdruckskraft. Die 12 Etüden op.10, die oft als seine erste Sammlung betrachtet wird, zeigen eine breite Palette an Emotionen und technischen Herausforderungen – von der lyrischen Schönheit der Etüde Nr. 3 bis zur virtuosen Brillanz der Etüde Nr. 5. Die 12 Etüden op.25 erweitern dieses Spektrum und bieten noch komplexere Strukturen und tiefere emotionale Einsichten. Diese Werke sind nicht nur technische Meisterleistungen, sondern auch poetische Erzählungen, die das Publikum auf eine bewegende Reise durch Chopins musikalische Welt mitnehmen. Ein Abend, der die Faszination und den Zauber der Klaviermusik feiert.‘
Das heutige Programm:
Frédéric Chopin
Études Buch II op. 25
1. As-Dur
2. f-Moll
3. F-Dur
4. a-Moll
5. e-Moll
6. gis-Moll
7. cis-Moll
8. Des-Dur
9. Ges-Dur
10. h-Moll
11. a-Moll
12. c-Moll
– Pause –
Frédéric Chopin
Études Buch I op. 10
1. C-Dur
2. a-Moll
3. E-Dur
4. cis-Moll
5. Ges-Dur
6. es-Moll
7. C-Dur
8. F-Dur
9. f-Moll
10. As-Dur
11. Es-Dur
12. c-Moll – Revolution
Sunghoon Simon Hwang sagt: „Ich spiele für Weltklassik, weil große Musik die Kraft hat, Herzen zu öffnen und zu vereinen.“ – Simon Hwang Der Konzertpianist Simon Hwang zählt zu den herausragenden Pianisten seiner Generation. Sowohl in Europa als auch in Asien gastierte er mit zahlreichen Orchestern. Er gewann mehr als 40 Preise bei renommierten internationalen Wettbewerben und erhielt neun Sonder- und Interpretationspreise. Es folgten zahlreiche Einladungen zu diversen internationalen Musikfestivals. Mit dem Wunsch, verschiedene abendländische kulturelle Traditionen zu erkunden und unterschiedliche pianistische Schulen kennenzulernen, setzte er seine Studien in drei Ländern fort: in Rom an der „Accademia nazionale di Santa Cecilia“, in Paris an der „École normale de musique“ und an der Musikhochschule Hannover. Er wurde in die Jury des internationalen Klavierwettbewerbs Claude Bonneton, Euterpe, G. Raciti berufen. Im Jahr 2012 erschien seine CD „Artist Poetry“.

