Ewan Dobson

6. November 2015

Ewan Dobson
Twist – Heimathaus
Freitag, 6.11.  – 20 Uhr
VVK 12 Euro, Abendkasse 14 Euro

Christoph weiß: „Ewan Dobson aus Ontario, Kanada, ist einer der besten Vertreter der akkustischen Gitarrenmusik der neuen Generation. Seine Video hatte mehr als eine Millionen Clicks (mein Click auch) und war bei Itunes Charts Nummer 1 in Finnland, Deutschland, Schweden. In den Niederlanden, Neuseeland Japan und Dänemark auf Platz zwei bzw. drei. In Kanada hat Dobson alles abgeräumt was es so an Preisen, Auszeichnungen, Awards gibt. Sein großer Interneterfolg katapultierte ihn durch die ganze Welt. Selbst die Chinesen und Japaner verbeugten sich tief vor der außerordentlichen Gitarrenkunst dieses Musikers.

Schubladendenken, Schubladen musizieren, das ist nicht das Spiel des Ewan Dobson. Mit exzellenter Technik und hoher Musikalität führt er sein Instrument durch die klassische und aktuelle Musikszene. In hoher Verehrung für Paganini lässt es sich vor dessen Grab fotografieren und spielt Hard Rock akustisch. Kurze Zeit später hören wir klassische Gitarrenstücke um dann Einflüsse von Bluegrass und Techno wahrzunehmen. Es ist ein Vergnügen für empfindsame Ohren und Gitarrenfans. Weltweit sitzen die Gitarrenspezialisten „ihm zu Füßen“ und wollen lernen. Andere, die sich für gut halten, haben nach einem Gitarrenkonzert von Dobson ihr Instrument bei Ebay versteigert. Maximal zweihundert Menschen können Dobson in Twist erleben.“ (Quelle)

TTIP und CETA stoppen

11. Oktober 2015

So! Auch die letzten Aktivisten aus dem Emsland sind inzwischen wieder aus Berlin zurück im Emsland und der Grafschaft Bentheim.

Unter dem Motto „TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel“ hatten sie gestern mit 250.000 anderen Menschen gegen die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA) protestiert, gegen ein Abkommen, das selbst Bundestagsabgeordnete nicht lesen dürfen, so geheim ist es.  Schon die für regelmäßig vorsichtige Schätzung der Polizei ging deutlich über die erwarteten 100.000 Teilnehmer hinaus. Es waren so viele Menschen unterwegs, dass Zehntausende noch nicht losgelaufen waren, als die Spitze der Demonstration bereits das Ziel erreicht hatte. Nie zuvor sind in Europa mehr Menschen zu diesem Thema auf die Straße gegangen. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich. Zur Demonstration aufgerufen hatte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis.

„Heute ist ein großer Tag für die Demokratie“, erklärten die Organisatoren gestern. Von der Demonstration gehe eine klare Botschaft aus: „Wir stehen auf gegen TTIP und CETA. Gemeinsam verteidigen wir unsere Demokratie und gehen für gerechten Handel auf die Straße. Die Verhandlungen zu TTIP auf Grundlage des jetzigen Mandates müssen gestoppt werden. Der vorliegende CETA-Vertrag darf so nicht ratifiziert werden“, hieß es weiter.

Auf der Berliner Kundgebung forderten Redner die EU-Kommission, Bundesregierung, Bundestag und die anderen EU-Mitgliedsstaaten auf, die Forderung der Demonstranten aufzugreifen. Internationale Verträge müssten transparent verhandelt werden und den Schutz von Demokratie und Rechtsstaat gewährleisten. Sie dürften sich nicht an Konzerninteressen ausrichten. Gemeinsam forderten die Demonstrierenden die Sicherung und den Ausbau von Arbeitnehmerrechten, sowie von Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards. Nur mit einem fairen Welthandel könnten ein sozialer Ausgleich, umweltgerechtes Wirtschaften und kulturelle Vielfalt durchgesetzt werden.

10102015TTIPVon 25 Motiv- und Lautsprecherwagen begleitet, bewegte sich ein bunter Demonstrationszug mit phantasievollen Losungen, Transparenten und Fahnen vom Hauptbahnhof, am Reichstagsgebäude vorbei bis zur Siegessäule. Bei der Schlusskundgebung sprachen u.a. Reiner Hoffmann (DGB-Vorsitzender), Gesine Schwan (Präsidentin der Humboldt-Viadrina Governance Platform), Hubert Weiger (Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND), Christian Höppner (Präsident des Deutschen Kulturrates) sowie Ulrich Schneider (Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes).

Ein breites Bündnis von mehr als 170 Organisationen aus fast allen gesellschaftlichen Bereichen hatte zur Großdemonstration aufgerufen: Umwelt-, Entwicklungs- und Sozialpolitik, Demokratie, Kultur, Bürger- und Verbraucherrechte und Gewerkschaften. Zum engeren Trägerkreis zählen u.a. der Deutsche Gewerkschaftsbund, der BUND, Attac, der Deutsche Kulturrat, Campact, der Paritätische Wohlfahrtsverband, foodwatch, Mehr Demokratie, Brot für die Welt, Greenpeace, der WWF und die NaturFreunde Deutschlands.

Bereits am Mittwoch waren der EU-Kommission mehr als 3,2 Millionen Unterschriften übergeben worden, die im letzten Jahr europaweit gegen TTIP und CETA gesammelt worden waren. Die Unterschriftensammlung erfolgte im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative „Stop TTIP“. Sie war eigenständig organisiert worden, nachdem die EU-Kommission eine offizielle Europäische Bürgerinitiative abgelehnt hatte. Mit drei Millionen Unterschriften hat „Stop TTIP“ mehr Unterzeichner als jede andere Europäische Bürgerinitiative.

Nichtstun

11. März 2015

Aus dem Lawblog:

Einem Kanadier droht Haft, weil er den Grenzbeamten bei der Rückreise in sein Heimatland das Passwort für seinen Blackberry nicht sagen wollte. Einzelheiten in diesem Bericht auf Mobile Geeks.

Solche Geschichten sind für mich immer gerne Anlass, daran zu erinnern: Derartige Diskussionen braucht man bei uns weder mit Grenzbeamten noch mit Polizisten zu führen. Es gibt derzeit keine Rechtsgrundlage, die jemanden dazu zwingt, auf Verlangen der Behörden aktiv Passwörter preiszugeben.

Nichtstun ist also immer noch eine völlig legale Option. Das gilt zum Beispiel auch für die Verweigerung eines Atemalkohol- oder Drogentests.

Nur gegen eine Beschlagnahme der Hardware kann man sich im Zweifel vor Ort nicht wehren. Aber auch hierfür bedarf es natürlich einer gesetzlichen Grundlage. Ob diese eingreift, lässt sich später (meist) gerichtlich überprüfen.

Lac-Mégantic

7. Juli 2013

Die Güterzug-Kastastrophe von Lac-Mégantic ließ mich heute morgen darüber nachdenken, was in Lingen (Ems) los wäre, würde ein mit chemischen Produkten beladener Zug entgleisen und in Brand geraten. Zum Beispiel bei einem Crash in die Wohnsiedlung Neue Heimat oder in die Justizvollzugsanstalt. Sie kennen die Antwort: Es wäre nicht auszudenken.

Die Anlieger der Bahnstrecke, die vor 170 Jahren als Hannoversche Westbahn entstand,  fordern schon seit Jahren mehr Sicherheit und einen deutlich besseren Lärmschutz. Nach der Erneuerung des Gleiskörpers ist der Zugverkehr nämlich viel lauter geworden. Und auch deutlich schneller. Die Güterzüge knallen geradezu mit hohem Tempo mitten durch unsere Stadt, so dass man schon als Passant -beispielsweise am Bahnübergang Georgstraße- körperliches Unbehagen verspürt, wenn sie vorbei rasen.

Niemand sollte darauf vertrauen, dass schon nichts passieren wird. Das Gegenteil ist nämlich der Fall: Was schief gehen kann, geht schief. So sagt es Murphy’s Gesetz und seine lokale Unterregel: „Hagedorn’s law“. Also sollte, bevor ein politisch tätiger Bahnvorstand nach Lingen reist (update:für noch eine Wahlkampfverandstaltung), so schnell wie möglich das Tempo der durch Lingen fahrenden Züge verringert werden, vor allem der Güterzüge. Ich darf schließlich auch nicht meinen Tanklaster mit 100 km/h durch unsere Stadt fahren. Auch wenn es langsamer zugeht, kann natürlich ein Zug immer noch entgleisen, doch vielleicht sind dann die Folgen nicht so schrecklich wie gerade im Osten Kanadas. Den Nachteil kann man allemal verschmerzen: 2 Minuten Zeitverlust.

ps Und bei der Gelegenheit noch einmal: Die Lärmschutzwand für den „Soziallärms“ des an- und abfließenden Verkehrs zur neuen Emslandarena gehört natürlich nicht an die Westseite der Bahn, sondern -hoch und effektiv genug- an deren Ostseite, damit der Galgenesch auch etwas mehr Ruhe vor dem Zuglärm hat. Bisher nämlich planen die Experten anders. Für die Emslandarena kommt jetzt sofort Lärmschutz an die Westseite und in ein paar Jahren gibt es auch gegenüber an der Ostseite der Bahnstrecke eine zweite Lärmschutzwand. Da ist sie wieder, die Fachidiotie deutscher Bürokraten.

Nicht schlecht III

26. Juni 2011

2:1. Nicht schlecht der Anfang.

Nicht schlecht II

23. Juni 2011

Sie wissen längst: Sonntag um 18 Uhr beginnt in Berlin die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 in Deutschland.  Das erste Spiel Deutschland gegen Kanada ist eigentlich das zweite, weil schon drei Stunden früher im Hoffenheimer Stadion in Sinsheim das Spiel Nigeria gegen Frankreich angepfiffen wird. Aber dieses zeitlich erste Spiel ist offiziell das zweite. Das ist für mich noch schwerer zu verstehen als der Umstand, dass Victoria Gersten künftig SV Meppen, FFC Bad Oldesloe demnächst VfB Lübeck und  FC Lübars dann Hertha BSC heißt. Ki(e)k! Die Sehnsucht nach Geld greift auch nach der 2. Bundesliga der Fußballerinnen. Also lieber, wie hier mitgeteilt, Heidekraut Andervenne.

Ach so! Von Public viewing im Emsland zur Frauen-WM habe ich jetzt doch etwas gehört. Nämlich hier. Geht doch!

Nicht schlecht

22. Juni 2011

Sonntag um 18 Uhr beginnt in Berlin die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. In Deutschland. 2011.  Im  ersten Spiel trifft Deutschland auf Kanada. Dann werde ich Sonntag mal in die Emslandhallen gehen und beim Public Viewing dabei sein…

…Oder sollte es vielleicht gar kein Public Viewing in Lingen geben?  Im Emsland? So isses offenbar, wenn auch ab dem Viertelfinale  so etwas ähnliches in Meppen stattfinden soll – ganz public für 25 Euro pro Nase, wenn man vorn sitzen will…

Morgen früh zeige ich hier das nächste Video zur WM-Einstimmung. Nicht schlecht (Eigenlob!) für so einen kleinen Blog in einer -trotz Victoria Gersten, das jetzt SV Meppen heißt–  offenbar frauenfußballfernen Gegend.