Heute: Lingener Theo

20. September 2020

Der Kleinkunstpreis Lingener Theo wurde in Lingen (Ems) von 2007 bis 2011 verliehen. Dann gab es eine Haushaltssperre und man stellte ihn kurzerhand  „aus Kostengründen“ ein. Doch jetzt, ausgerechnet in Corona-Zeiten, kommt er wieder. Schon etwas seltsam wirkt es, dass der fast 10 Jahre vergessene lokale Kulturpreis dabei ausgerechnet Grundlage für einen verkaufsoffenen Sonntag in Lingen (Ems) ist – und damit offenbar selbst die Gewerkschaft ver.di überzeugt hat; denn sie ist, anders als früher, nicht gerichtlich gegen diesen Verkaufsoffenen vorgegangen.

Heute jedenfalls findet „anlässlich der Kleinkunstpreisverleihung“ in der Lingener Innenstadt der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres statt. „Von 13 bis 18 Uhr sind die Geschäfte geöffnet, wie auch an Wochentagen gelten auch am verkaufsoffenen Sonntag die üblichen Hygieneregeln in den Lingener Geschäften“, informiert der LWT.

Der verkaufsoffene Sonntag soll damit auch im Zeichen der bundesweiten Aktion „Heimat shoppen“ stehen, was an der Webite von „Heimat shoppen“ allerdings vorbeigegangen ist. Die bundesweiten Aktionstage sollen „Kunden dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, lokale und regionale Produkte zu kaufen“, erklärt dazu LWT-Geschäftsführer Jan Koormann. „Durch das regionale Einkaufsverhalten und den Besuch in der Stadt kann der Kunde die Strukturen vor Ort aktiv selbst mitgestalten. Dies trägt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und zur Belebung der Innenstädte bei.“ Das ist auch bitter nötig; denn die Lingener Innenstadt hat in den letzten Corona-Monaten gleich mehrere kleinere Fachgeschäfte verloren und inzwischen stehen zahlreiche Geschäftslokale leer. Die Verantwortlichen im Rathaus erklären derweil wider besseres Wissen und unkritisch promotet durch die Lokalzeitung das glatte Gegenteil.

Der Kleinkunstpreis Lingener Theo, dessen Name natürilch durch Schauspieler Theo Lingen inspiriert ist, will an diesem Sonntag über die Innenstadt verteilt Akrobatik, Clown-Kunst und Shows bieten. An fünf Standorten im Stadtzentrum treten die Künstler zwischen 12 Uhr und 18 Uhr in je 30-minütigen Vorstellungen auf und zwar im Hinterhof (!?) des Neuen Rathauses, im Amtsgerichtshof, auf dem Pferdemarkt, dem Universitätsplatz und vor dem Neuen Rathaus. Über 90 internationale Künstler und Gruppen hatten sich für eine Teilnahme am Kleinkunstwettbewerb beworben. Fünf Künstler und Gruppen machten schließlich nach einer, allerdings wenig transparenten, Vorauswahl das Rennen. Die Rahmenbedingungen sind Corona-bedingt anders als sonst bei Straßentheater und Kleinkunst üblich. Die festen Spielorte sind bestuhlt und auf eine limitierte Anzahl von Besuchern beschränkt. Übrigens konnte erst nach Schwierigkeiten auch der Landkreis Emsland das Hygienekonzept akzeptieren.

Nach neunjähriger Pause wird jetzt der Lingener Theo also wieder vergeben – zum sechsten Mal insgesamt. Darüber freue ich mich sehr, weil ich in den städtischen Gremien vielfach (und vielfach vergeblich) die Wiedereinführung gefordert hatte. Eigentlich sollte der Lingener Theo, wie seit 20 Monaten geplant, übrigens ein Höhepunkt des Altstadtfestes sein. Dies wurde wegen der  Corona-Pandemie abgesagt; der Kleinkunstpreis kann aber trotzdem stattfinden, nachdem er Angelpunkt für den verkaufsoffenen Sonntag geworden ist.

Jede/r Künstler/in tritt übrigens drei Mal auf. So sollen Besucher/innen alle Acts anschauen können.

Das Theo-Programm:

 

Hinterhof Neues Rathaus (13, 15 und 17 Uhr):

Zeitgenössischen Zirkus bietet die Kompanie CircO aus Hannover. Sie präsentiert die Show „gemEinsam“ – eine artistische Theatercollage, die sich mit „Wollen“ oder „Nichtkönnen“ und „Verbinden“ mit „Distanzieren“ beschäftigt. Das alles mit einem 5 Meter hohen Tetraeder aus Traversen.

Bei der in Lingen präsentierten Outdoor-Version verschmelzen Humor, Akrobatik, Schauspiel, Tanz und Musik zu einem Gesamtkunstwerk.

Vor dem Neuen Rathaus
(12.30, 14.30 und 16.30 Uhr):

tonneCtion aus Bremen besteht aus zwei Künstlerinnen, die eine lebendige und dynamische Show mit skurrilen Bildern, Witz und einer bewegenden Geschichte zeigen. Mittelpunkt dieser Show sind eine große blaue Tonne und zwei Wesen auf der Suche nach einem Schlafplatz.

Charaktere und Choreographien, die tollpatschig und anmutig zugleich sind, die zum Lachen und zum Nachdenken anregen machen die Show extrem unterhaltsam für Jung und Alt. Mit ihrer „KörperKnotenKunst“ nimmt tonneCtion das Publikum mit auf eine Reise durch ihre Welt voller Komik, Akrobatik und Poesie.

Amtsgerichtshof (12, 14 und 16 Uhr):

Steve Stergiadis ist ein allzeit zu Späßen aufgelegter Clown aus Kanada, der in Freiburg lebt. Seine mitreißende und das Publikum miteinbeziehende Show besticht durch viele Ebenen und Elemente – vom Künstlerrad über das Jonglieren mit Hüten bis hin zum vollen Einsatz von Mimik, Körpersprache und Improvisation. Vieles davon kann erlebt an sonst nur im Zirkus. Steve zelebriert klassisches Straßentheater – so wie man es sich vorstellt – ein großer Spaß.

Pferdemarkt (13, 14.30 und 17 Uhr):

Mit Charme und Witz präsentieren Marie & Joschi aus Berlin ihre einzigartige Bewegungskunst. Jung und frech begeistern sie das Publikum mit atemberaubendem Schwungtrapez, kraftvollen Handständen, physical Theater, clownesker Partnerakrobatik und Tanz. „The Great Dinner“ ist eine leidenschaftliche und zugleich verrückte Zweierkiste.

Humorvoll und ausdrucksstark ist diese Performance ohne Worte, die nur vermeintlich in der Welt der High Society spielt. Eine Kellnerin, ihr Ober und warum doch alles anders kommt als geplant. Mit leisen Tönen und feinem Witz wird der holprige Weg zur Selbstverwirklichung beschrieben.

Universitätsplatz (13.30, 15.30 und 17.30 Uhr):

Zu sehen ist die Ein-Mann-Show des gebürtigen Argentiniers Juan Manuel Gomez, in der alles schiefgeht, was schiefgehen köann. Die Show funktioniert als eine gescheiterte Zusammenstellung von Comedy-Sketches, die in einem anarchischen „was auch immer“-Modus ausgeführt werden.

Gomez verwandelt auch gewöhnliche Situationen in unglaublich lustige Komödien. Mit Musical-Loops (einer digitalen Oberfläche berühmter Melodien aus Kino und Fernsehen) drückt er die Knöpfe unseres assoziativen Denkens und lässt das Publikum ratlos, aber lachend zurück.

Die Preisverleihung findet um 18 Uhr auf dem Universitätsplatz statt.

Kostenlose Tickets sind online noch auf http://www.lingen.de verfügbar.  

—–

(Fotos: oben: Erster Lingener Theo 2007; darunter: Theo Lingen trägt sich 1968 ins Goldene Buch der Stadt ein; Quelle und alle Fotos (c): Stadt Lingen(Ems); LWT)

Kleiner Lingener Sommer
Peter A. Herwig, Uta Preckwinkel und Linda Moeken
Liebesleid und Liebesfreud
Lingen (Ems) – Amtsgerichtshof, Burgstraße 28
Freitag, 11. Sept. 2020 – Konzerte 19 Uhr und 20 Uhr
Eintritt frei, aber Anmeldung erforderlich

Der „Kleine Lingener Sommer 2020“ neigt sich allmählich seinem Ende zu. Den Abschluss dieser Veranstaltungsreihe werden Peter A. Herwig, Linda Moeken und Uta Preckwinkel mit zwei Open-Air-Konzerten an diesem Freitag im Amtsgerichtshof geben. Ihr Motto wird an jenem Abend „Liebesleid und Liebesfreud“ sein.

Das Publikum darf sich auf eine Reihe wundervoller Liebeslieder freuen, die von dem Bariton Peter A. Herwig auf besondere Weise interpretiert werden. An seiner musikalischen Seite hat er wieder die Pianistin Linda Moeken und die Violinistin Uta Preckwinkel, eine Mischung, die bereits bei den Konzerten am 3. Juli für einen ganz besonderen Musikgenuss mit klassischer Note sorgte. An diesem Freitag stehen Fritz Kreislers „Liebesleid“, eine kleine Liedauswahl aus Robert Schumanns romantischem Zyklus „Dichterliebe“ oder auch Heymanns „Irgendwo auf der Welt“ auf dem Programm. Dieser Abend verspricht Liebe, Romantik und viel Gefühl.

Kostenlose Tickets für die beiden Konzerte um 19 Uhr und um 20 Uhr gibt es ab sofort bei der Tourist-Info der LWT, telefonisch unter 0591/ 9144-144 und online unter www.lingen.de. Die Konzerte erfolgen unter den geltenden Corona-Regeln. Alle Besucher*innen werden gebeten, vor Konzertbeginn ihre Teilnehmerdaten zu hinterlassen und beim Betreten und Verlassen der Veranstaltungsfläche eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

(Foto: Stadt Lingen)

Schellack-Sextett

27. August 2020

Kleiner Lingener Sommer
Schellack-Sextett
Freitag, 28. Aug. 2020 – um 19.15 Uhr und  um 20.15 Uhr
Theater an der Wilhelmshöhe – Lingen (Ems)

Eintritt: Kostenlos – Anmeldung erforderlich

Liebhaber der Musik aus den 1920er wie der 1950er Jahren werden bei einem neuen Termin im Rahmen des „Kleinen Lingener Sommers“ auf ihre Kosten kommen. Das „Schellack-Sextett“ nimmt die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Zeitreise in die Welt der Schlagermusik sowie der Film- und Cabaret-Songs aus dieser Zeit.

Wie immer ist der Eintritt für den „Kleinen Lingener Sommer“ kostenlos. Dennoch müssen sich Interessierte die Karten (für Gruppen bis maximal 10 Personen) im Vorfeld bei der Tourist-Info der LWT oder online unter „www.lingen.de“ sichern. Das ist ab sofort möglich. Um das notwendige Hygienekonzept nach Corona-Verordnung einzuhalten, ist die Zahl der Eintrittskarten auf 150 Stück je Konzert begrenzt.

Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen finden die im Rahmen des Kleinen Lingener Sommers am kommenden Freitag geplanten Konzerte des Schellacks Sextetts nicht wie ursprünglich geplant im Amtsgerichtshof sondern im Theater an der Wilhelmshöhe statt. Die nach Coronaverordnung vorgegeben Mindestabstände werden auch hier natürlich eingehalten.


Hinweis: In einer früheren Version dieses Beitrags war versehentlich das 19.15 Uhr-Konzert unter den Tisch gefallen. Das Schellack-Sextett triit zwei Mal auf!

 

Outdoor Circus Renz

25. August 2020

Am kommenden Donnerstag und Freitag, 27. Und 28. August 2020 präsentiert der Circus Renz International ein großartiges Zirkuserlebnis auf  der Wilhelmshöhe Lingen.
Ohne Zirkuszelt aber dafür mit jeder Menge Show, Akrobatik, Jonglage und natürlich Clowns wird euch garantiert nicht langweilig. Jede Vorführung dauert rund eine Stunde, damit ihr euch nicht zu nahe kommt, gibt es nur 100 Sitzplätze.

Die Lingen Wirtschaft + Tourismus spendiert allen Besuchern ein alkoholfreies Getränk, Popcorn oder Zuckerwatte für das kulinarische Zirkusfeeling. Großen Dank an die Volksbank Lingen eG für die großartige Unterstützung!

Die Vorführungen finden am Donnerstag, 27. August und Freitag, 28. August um jeweils 17 Uhr und 19 Uhr statt, die Tickets gibt es für 15 Euro (12 Euro für Kinder bis 14 Jahre) in der Tourist Info im Rathaus, Neue Straße 3..

Maßnahmenpaket

28. Juni 2020

Zu meinen aktuellen Erfahrungen in der Lingener Kommunalpolitik zählt, das in den kommunalen Gremien gemeinsam Konzepte erarbeitet werde, auch wenn in Manchem der kleinste gemeinsame Nenner ruhig etwas nachhaltig-größer sein dürfte… . Vor Corona gab es das jedenfalls nicht. Aktuell zählt der „Lingener Einkaufssommer“ an allen Samstagen im Juli und August dazu  Er will mit einer großen Rabattaktion, freiem Busfahren und kostenlosem Parken Menschen in die Innenstadt locken..

Die Website der Stadt wirbt: „Urlaub macht in diesem Jahr auch zuhause Spaß: Dafür sorgt der „Lingener Einkaufssommer“. Mit besonderen Aktionen und Rabattierungen wollen die Stadt, die Kaufmannschaft, die Gastronomie und Lingen Wirtschaft + Tourismus ein Einkaufserlebnis der besonderen Art schaffen. „Mit einem einstimmigen politischen Beschluss im Stadtrat wurde ein einzigartiges, lokales Konjunkturpaket für den Lingener Einzelhandel und die Gastronomie auf den Weg gebracht“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Alleine mit Hilfe der Sommeredition unserer Gutscheine sorgen wir dafür, dass zusätzlich eine Million Euro Umsatz in Lingen generiert wird“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Start sei bereits am 1. Juli. Bis Ende August dürfen sich die Lingener und Gäste der Stadt auf ein tolles Programm und attraktive Angebote freuen.

Das „Maßnahmenpaket“ (Stadt Lingen) umfasst folgende Punkte:

  • 16 Prozent Bonus auf jeden Lingener Einkaufsgutschein
  • an den Samstagen im Juli und August kostenfreies Parken und kostenloses Busfahren
  • ein buntes Programm für die ganze Familie an den Samstagen im Juli und August mit Walking Acts und Livemusik in der Innenstadt sowie
  • Rabatte bei der Wir-bringen-die-Einkäufe-zu-euch-nach-Hause- Aktion „Lingen liefert“

Im Mittelpunkt steht ab dem 1. Juli der  Verkaufsstart „für die Sommeredition des Lingener Einkaufsgutscheins“. „Wir schenken unseren Kunden die Mehrwertsteuer“, erklärt Jan Koormann als Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH (LWT). Das heißt, wer beispielsweise einen Gutschein über 100 Euro kauft, erhält 16 Euro geschenkt und entsprechend einen Gutschein über 116 Euro. Jeder Kunde kann pro Einkauf maximal einen Gutschein über 200 Euro (Stückelung in 10, 20 und 50 Euro-Werten möglich) erwerben.

Doch Obacht: Der 16%-Bonus ist kein Weihnachtsgeschenk; denn er muss im Aktionszeitraum vom 1. Juli bis 31. August eingelöst werden.

Bislang beteiligen sich rund 140 lokale Händler und Gastronomen an dem Gutscheinsystem. Weitere Interessenten können sich noch „gerne an die LWT wenden“ (Jan Koormann). Die Gutscheine sind jeweils zu den Öffnungszeiten in der Tourist-Info (Mo bis Do 9-17 Uhr, Fr 9-16 Uhr und Sa 10-16 Uhr) sowie mittwochs und samstags am Info-Mobil des LWT auf dem Wochenmarkt (8-13 Uhr) erhältlich. Also nicht online.

An allen Samstagen im Juli und August sind für die Lingenerinnen und Lingener auch die Fahrten mit dem LiLi-Bus kostenfrei, so dass die Besucher aus der ganzen Stadt bequem und umsonst in die Stadt kommen können (und wieder zurück).

Daneben kann kostenfrei auf allen öffentlichen Parkplätzen und in allen Parkhäusern geparkt werden. Bei der Einfahrt in die Parkhäuser müssen  zwar Parktickets gezogen werden. Diese werden nämlich benötigt, um die Schranken beim Ausfahren zu öffnen. Die Tickets müssen jedoch nicht am Automaten entwertet werden.

Die Stadt hat zusammen mit dem Theaterpädagogischen Zentrum und vielen anderen Musikern, Künstlern und Akteuren der regionalen Kulturszene ein „buntes Programm für die ganze Familie“ entworfen. An den Juli- und August-Samstagen wird es verschiedene Walking-Acts wie Stelzenläufer, Luftballonkünstler „und weitere Aktionen“ geben.

Mitgehen

19. Juni 2020

Gestern im Lingener Rat: Die BürgerNahen tragen das kommunale Konjunkturprogramm der Stadt Lingen (Ems) mit. Sie stimmten Donnerstagnachmittag im Stadtrat für die vier Punkte, die die CDU in die Beratungen eingebracht hatte. Insgesamt entschied sich der Stadtrat einstimmig für die Vorschläge – ein starkes Zeichen. Zugleich machte BN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop in seiner Rede aber kein Hehl aus der Überzeugung der BN, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und mehr geschehen muss.

Robert Koop sagte: „Die BürgerNahen“ stimmen dem Hilferuf-Antrag zu, auch wenn er uns nicht entschlossen genug ist, auch wenn er Schwachstellen hat.

I.

Insgesamt sind wir BürgerNahen der festen Auffassung, dass deutlich mehr getan werden muss, um den Einzelhandel zu stützen und unsere Innenstadt lebenswert zu halten und da, wo sie es greifbar nicht ist, urban und attraktiv zu machen – nicht nur zum Shoppen übrigens.

1) Solidaritätsgutscheine mit 16 %-Vergünstigung auf die LWT-Gutscheine können 1 Mio Euro an Einkaufskraft schaffen. Sie führen dazu, dass ab Juli mit den LWT-Gutscheinen in Lingen gar keine Mehrwertsteuer bezahlt werden muss. Dadurch können 1 Mio Euro Einkaufskraft mobilisiert werden. Punktgenau.

2) Wir brauchen dafür mehr als Freies Parken an einem Samstag pro Woche Unser Gegenvorschlag: An jedem Tag der Woche sollten von 15.30 Uhr bis Betriebsschluss 22.00 Uhr die Garagen und bewirtschafteten Parkplätze frei nutzbar sein; diese Zeiten würden das befürchtete  Langzeitparken verhindern.

3) Grundsätzlich wollen wir ein kostenfreies LiLi-Bus-Angebot. Das ist mit zunehmendem öffentlichen Wohlstand möglich.

Kostenlose Lili muss aber jedenfalls dann sein, wenn es kostenloses Parken gibt. Das ist dieselbe Medaille. Aber auch hier gehen wir den ersten Schritt, den die CDU vorschlägt.

4) Wir sind für die volle Übernahme der Kosten „Lingen liefert“ im Juli und August. Die Übernahme der halben Kostenführt nur zu mehr Personalaufwand beim LWT – etwas, das wir nicht unterstützen.

Unsere Forderung ist eine längere Dauer bis 4. Januar.21 von „Lingen liefert“. OB Krone hat dazu gestern im Verwaltungsausschuss unterbreitet, eventuell 60.000 Euro an Landesmitteln mobilisieren zu können. Das wäre gut.

5) Wir fordern einen Stadtmarketing-Auftrag durch den LWT und ggf eine entsprechenden Zuschuss durch die Stadt an den LWT, wenn er das allein icht finanzieren kann. Wir haben hier in Lingen gute Agenturen, die ein solches Konzept leisten können.

6)  In diesem Zusammenhang benötigt die Innenstadt auch liebenswerte kulturelle Aktionen und bessere Akzente im Stadtbild: dazu gehören Brunnen, die nicht nur während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung laufen, neue Spielgeräte, vernünftige „Möblierung“ des öffentlichen Raumes, und viel mehr Grün.  All das gehört dazu.

7) Ganz wichtig: Wir sind für die Freigabe des Radverkehrs auf den Hauptachsen im Fußgängerbereich, ggf. probeweise. Wir appellieren an die Ratsmehrheit, dies zu ermöglichen, so wie in vielen deutschen und europäischen Städten in diesen Corona-Zeiten sog. Pop-up-Lanes bzw.  Fahrradstreifen entstanden sind. Denn wer mit dem Fahrrad in die Stadt fährt, handelt nicht nur vorbildlich und umweltbewusst. Fahrradkunden sind auch für den Einzelhandel im Zentrum , zumal zusammen mit „Lingen liefert“. besonders gute Kunden.

II.

Wir unterstreichen, dass wir auch die Stadtplanung mittel- und langfristig die Dinge ändern müssen. Die Beschlüsse der Vergangenheit müssen auf den Prüfstand. Dazu werden die beginnenden Diskussionen über den „Masterplan Innenstadt“ und „Lingen 2030 plus“ einen sehr wichtigen Beitrag leisten, die in diesen Tagen wieder aufgenommen werden.

Für die BürgerNahen sind aktuell drei Punkte besonders wichtig:

1.) Es ist eine zu große Belastung, wenn die Sparkasse Emsland in Kürze mitten im Herzen der Lingener Innenstadt eine zweijährige Großbaustelle eröffnet. Das ist gar nicht gut für den Einzelhandel, die Gastronomie und damit auch schlecht für die Sparkasse selbst, weil es deren Kunden betrifft. Ihre Pläne, für einen Totalabriss, muss die Sparkasse Emsland ändern.

2.) Falls es das jemals war: Es ist nicht mehr vertretbar, bei BvL – also außerhalb des Zentrums – einen großen Verbrauchermarkt bauen zu lassen. Dies wird Einzelhändler im Stadtzentrum in die Insolvenz treiben und neben den jetzt schon festzustellenden Leerstände für neue sorgen.

3.) Grundsätzlich müssen wir leider damit rechnen, dass es zusätzliche Leerstände geben wird. Für eine Antwort darauf brauchen wir ganz neue Konzepte und Modelle. Wir brauchen Urbanität

Denn die klassischen und sehr intensiv genutzten Erdgeschosse mit den vielen Menschen, die davor flanieren und dort einkaufen, sind in dieser Dichte und Nutzung schwer zu halten. Der Einzelhandel in den Innenstädten lebt aber bisher von dieser Frequenz. Das wird sich sicherlich ändern.

Damit bestehen Chancen für mehr Wohnen in den Innenstädten- etwas, was ein ehemaliger Stadtbaurat aus Oldenburg vehement ablehnte und als überholt bezeichnete

Keine Frage: Das Umsteuern wird nicht von heute auf morgen gehen, aber die Krise – so überraschend es auch klingt – diese Krise wird dazu führen, dass das Arbeiten in der Nachbarschaft, im Quartier, wieder große Chancen bekommt. Unsere Quartiere müssen urbaner werden und zwar 24 Stunden am Tag, also nicht nur bis Ladenschluss.

Das ist natürlich auch die Chance, klimagerechter zu leben: Mehr nebenan sein, unter Nutzung der Nähe und eben ohne die großräumige funktionale Teilung von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Erleben – anders als bisher, wpo alles möglichst weit auseinander und alles in unserer Stadt meist mit Autos  verbunden.

Wer also unsere Innenstadt für alle in Lingen stärken will, der muss dem kleinen Einzelhändler und der kleinen Einzelhändlerin helfen, dabei aber die Vielfalt unbedingt beachten und natürlich auch ein städtisches Angebot bereit stellen. Für den Verkehr, für das Arbeiten, das Erleben aber auch eben für das Wohnen – also für mehr Urbanität.

Dabei müssen wir als Rat auch verlangen, dass die Lingener Einzelhändler nicht einzeln handeln, wie es so schön heißt. Sie müssen sich bspw. darauf verständigen und festlegen, gemeinsam geöffnet zu halten und nicht der eine bis 16 Uhr, die andere bis 17 Uhr und Dritte erst an bestimmten Tagen wie montags oder dienstags gar nicht. Das geht so nicht. Denn die Konkurrenz des Onlinehandel hat jeden Tag 24 Stunden geöffnet.

Heute gehen wir also zusammen einen ersten Schritt, unseren Einzelhandel zu stützen und unsere Innenstadt zu stärken. Diesen ersten Schritt, einen kleinen Schritt für unsere Stadt, gehen wir als BürgerNahe gern mit, fordern aber die anderen Ratsfraktionen, vor allem die CDU auf, nicht nach diesem ersten Schritt stehen zu bleiben, sondern im Interesse der Gesamtstadt zu handeln.“

—–
(Foto: Hist Rathaus @milanpaul via flickr, Klimademo, CC s. Blogbeitrag vom 14.03.2019)

 

Unsere Innenstadt leidet in der Corona-Pandemie. Der Einzelhandel und die Gastronomie brauchen dringend  „mehr Frequenz“ in den Straßen, also mehr Menschen, die dort sind, genießen und shoppen. Das haben vorgestern Abend die Vorsitzenden des LWT eV, Dirk Iserlohe und Stefanie Neuhaus-Richter, in unserer „Die BürgerNahen“-Fraktion unterstrichen. Wir hatten beide Kaufleute kurzfristig eingeladen, nachdem sie in der vergangenen Woche einen Brandbrief veröffentlicht hatten, in dem sie die dramatische Situation der vielen kleinen Einzelhändler und Gastronomen deutlich machten.

Nach deutlich mehr als einer Stunde engagierter Debatte war klar, dass die BN entschlossen den notwendigen Schulterschluss für Einzelhandel und Gastronomie will.

Die BürgerNahen wollen und unterstützen

  • kostenlosen LiLi-Busverkehr 7/24 bis Anfang 2021 sowie
  • einen intelligenten Erlass der Parkgebühren in den städtischen Garagen und auf Parkplätzen (bitte keine Dauerparker!)  „mindestens bis zum Pöttemarkt am 6. Oktober“. Zugleich will die unabhängige Wählergemeinschaft
  • den Fahrradverkehr fördern, indem – wie in Dutzenden anderer Städte und vor allem auch in den Niederlanden – endlich unsere breiten Einkaufstraßen für langsames (!) Fahrradfahren freigegeben werden.
  • Die Aktion „Lingen liefert“ soll, so die BN, bis Anfang 2021 kostenlos sein.
  • Schließlich soll der LWT deutliche Vergünstigungen für die Lingener Einkaufsgutscheine und
  • zusätzliches Geld für eine Marketing-Aktion für das Lingener Stadtzentrum erhalten.

Außerdem wurde aber deutlich, dass langfristig die Stadtentwicklungspolitik geändert werden muss. Es sollen wieder mehr Menschen ein vielfältiges, attraktives Stadtzentrum genießen, dort bezahlbar wohnen und arbeiten. Die in der Vergangenheit favorisierte Trennung dieser Bereiche ist ein Irrweg, der beendet werden muss.

Die Burgstraße ist übrigens inzwischen selbst aktiv geworden. In diesen Tagen startet eine vom Fotografen Hans Einspanier („fotogen“) erdachte Maketingaktion #WIRSINDBURGSTRASSE „in der ältesten und schönsten Einkaufsstraße Lingens“:

Geführte Radtour: Vom Kutscherhaus zum Heimathaus
Vom Kutscherhaus Lingen zum Heimathaus Lohne
Lingen (Ems) – Treffpunkt Kutscherhaus, Burgstraße 30a

Sa 6. 10., ab 14 Uhr
Kosten 9,99 € (incl. Snack) (Karten in der Touristinformation)

Startpunkt dieser rund 35 Kilometer langen, vom LWR veranstaltete Tour ist die im Schatten des Palais Danckelmann liegende Kutscherhaus. Dieses 1730 erbaute Fachwerkremise gehört heute zum Emslandmuseum Lingen und zeigt alte Bau- und Wohnkultur des Lingener Landes. Von hier startet die Gruppe unter fachkundiger Führung von Gisela Schonhoff zum Heimathaus in Lohne. Das Ensemble Heimathaus Lohne, ein „Museum für Land und Leute“ , präsentiert regionale und lokale Kulturgeschichte.
Von Lohne aus führt die Tour weiter nach Schepsdorf. Dort wartet im reetgedeckten Heimathaus unter anderem eine Dauerausstellung zu den „Hollandgängerei“. Tausende Saisonarbeitskräfte überquerten in früheren Zeiten bei Schepsdorf die Ems auf ihrem Weg zu und von ihren Arbeitsplätzen in den Niederlanden.
Zum Abschluss führt der Weg der rund dreistündigen Radtour zurück in die Lingener Innenstadt, wo in der Alten Posthalterei in gemütlicher Atmosphäre ein kleiner Snack auf die Teilnehmer wartet.
Tickets für die geführte Radtour können in der Tourist Information (Neue Str. 3a, Rathaus) erworben werden.
(Foto: Zaun am Kutscherhaus, © milanpaul, via flickr)

Im Rathaus und in der Presse erntet die jüngste Idee der Lingener Wirtschaft + Tourismus GmbH (LWT) bereits vollumfängliche Lobhudeleien. Der Plan des LWT das diesjährige sog. „Public Viewing“ ins das Lingener Emslandstadion zu legen, sei „eine gute Idee“ kommentiert die Lingener Tagespost. Und LWT-Geschäftsführerin Gesche Hagemeier spricht in der LT von „optimalen Voraussetzungen“, die das Stadion böte. Doch ist das wirklich so oder überwiegen nicht zahlreiche Risiken?

Unbestritten ist, dass ein Public Viewing auf dem Markt neben den finanziellen Aufwendungen auch Probleme verursacht. Die ansässigen Gastronomen und der Wochenmarkt würden eingeschränkt und auch ständiger Auf- und Abbau steigern die Kosten. Dass sich der vom LWT vor zwei Jahren ins Auge gefasste Emsauenpark ebenfalls wenig eignet, erkannte man spät, als niemand die Veranstaltung organisieren wollte, war aber einsichtig. 3.000 Besucher hinterlassen nunmal „Spuren“, brauchen Parkplätze und eine solide Infrastruktur. Es ist also richtig, einen Alternative zu finden. Doch das Emslandstadion ist es kaum! Bei der Idee, fürchte ich, macht man es sich zu leicht.

Weil der LWT nicht das Risiko eines Veranstalters übernehmen will, sucht er nämlich einen Interessenten, den man mit 5000,00 EUR und mit „Hilfe bei der Werbung“ (!?) bezuschussen möchte. Da muss man kein Event-Experte sein, um die großen wirtschaftlichen Risiken einer Ausrichtung im Emslandstadion zu rkennen. Auch dort benötigt jeder Veranstalter ein ausgesprochen teures Sicherheitskonzept, die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft liegen – zumindest für feierwillige Fans – terminlich eher ungünstig (Sonntag, Samstag, Mittwoch) und ob es sechs Monate vor der WM möglich sein wird, noch eine adäquate Videowand zu organisieren, ist völlig offen. Dazu kommen das unbeständige emsländische Opden-Air-Wetter, Personalkosten sowie eine zu lösende Toilettensituation. Und als Bonbon wird der Rasen im Emslandstadion auf zentralen Teilen auszubessern sein, denn dort steht über Wochen eine Leinwand. 5000,00 EUR werden für neuen Rollrasen kaum reichen.

Doch gibt es überhaupt eine Alternative? Ich denke ja und zwar derer sogar zwei!

Erstens:
Die Emslandhallen. Sie fallen für den LWT raus, denn „die Technik in den Emslandhallen“ , so Geschäftsführerin Hagemeier, sei „nicht mehr auf dem neuesten Stand“. Das stimmt. Der „Beamer“ der Veranstaltungshalle ist nicht HD fähig und damit nicht „hochauflösend“. Besucher, die zuhause sicherlich ein besseres Bild haben, monierten dies – zu recht – schon 2016 (Foto © Emslandhallen). Es bräuchte also neues Hochleistungs-Equipment mit einer ausreichenden Lichtleistung. Das ist allerdings eine Anschaffung, die die Stadt ohnehin auf Sicht tätigen müsste. WCs, Sicherheitskonzept, Tribünen, Bewirtungsbereiche und „Wetterunabhängigkeit“ sind darüber hinaus vorhanden. Die Emslandhallen sind erprobt (Foto) und haben sich bewährt. Es werden alle Zusatzkosten gespart, die den Standort Emslandstadion so belasten. Allerdings war das Bier schlichtweg viel zu teuer; da half und hilft auch keine „Happy Hour“ vor dem Spiel.

Zweitens:
Auch die Parkfläche „Am Wall Süd“, wo jahrelang die Hochschule ihre Gebäude unterhielt, bietet Platz und Stadtnähe. Vor über einigen Jahren Jahren riss die Stadt kurzerhand das ehemalige Gebäude der Hochschule „Am Wall Süd“ ab. Es entstand ein Parkplatz mit 170 Stellplätzen auf einer Fläche von mehr als 8000 qm. Sicherlich könnte man dort leicht dort – ggf nach dem Vorbild der Meppener Schülerwiese – eine Public Viewing Fläche errichten, die allen Ansprüchen genügt. Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft und das Areal „Am Wall Süd“ ist in unmittelbarer Nähe zur Kneipenmeile der Innenstadt. Die Kosten für das Sicherheitskonzept, Toilettenwagen sind mit dem Stadion vergleichbar. Lediglich die Wettergarantie und „die“ Tribüne fehlen, aber dass es die nicht braucht, zeigen uns ja die Meppener auf ihrer Schülerwiese..…

[Ein Beitrag von Jonas Johannsen für RobertsBlog]

gestoppt wird

9. November 2017

Wen man ihn nicht abschafft, den Lingener Weihnachtsmarkt -gern auch als Glühweinkirmes eingeordnet- muss man natürlich etwas gegen den bekanntlich allerorten im Emsland drohenden Terrorismus tun. Den Weihnachtsmarkt abschaffen geht nicht, weil das „eine Kapitulationserklärung wäre“, sagt Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen und der ist Experte für das meiste – wie Wahlen und eben Schutz vor Terrorismus. Der von ihm dieserhalb ersonnene Plan, unseren Weihnachtsmarkt mit Beton- und Wasserbehälters-Sperren vor einem möglichen Terrorangriff mittels Lkw (Experte Altmeppen: „Leichter zu besorgen als eine Waffe“) zu schützen, darf folglich auf Zustimmung in der Helikoptergeneration zählen; das kann man „auf Facebook“ nachlesen.

Doch in Wahrheit stellt sich in aller Schärfe die Frage: Reichen die von Stefan Altmeppen ersonnenen Maßnahmen überhaupt aus?  Darüber habe ich, auch vom weihnachtsmarktlichen Terrorismus bedroht, nachgedacht und erkannt: Nein! Die großen Lücken der kommunalen Terrorismusbekämpfung werden schnell offenbar. So fehlt bereits eine kommunale Satzung, die Terroristen den Besuch des Lingener Weihnachtsmarktes verbietet. Verstoßen sie gegen das Verbot, müsste ein Bußgeld her. Daran hat Stadtrat Altmeppen offenbar noch gar nicht gedacht! Das ist unzulänglich.

Auch der öffentliche Genuss von Glühwein erhöht meines Erachtens das Risiko terroristischer Aktivitäten, so dass man ihn reglementieren muss: Zwei Glas maximal für jeden. Dafür sollte man Glühweinvoucher aushändigen, die der LWT während seiner Öffnungszeiten gegen Vorlage eines Ausweisdokumentes aushändigt. Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gibt es nur gegen diese Gutscheine. Da würden innerhalb der LWT-Öffnungszeiten Terroristen sofort auffallen, weil sie a) keinen Ausweis vorlegen und b) außerdem zu den wenigen zählen, die während der knappen Öffnungszeiten des LWT im Rathaus Zeit finden, die Glühwein-Gutscheine abholen.

Vor allem aber sind natürlich die Wassersperrenbehälter á la Altmeppen völlig unzureichend. Ihr Eigengewicht von 1,5 Tonnen ist nicht präventiv genug, kann man doch bspw. das Wasser aus den Sperrbehältern einfach terroristischerseits durch Zerstören der Behälter unerlaubt ablassen. Und dann? Eben!

Daher schlage ich hiermit den Lingenerinnen und Lingenern folgende grundlegende Verbesserung im lokalen Antiterrorkampf vor, weil wir uns einfach keine halben Sachen leisten können:
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses werden mit traditionellen Emsland-Schüppen (Foto oben) ausgestattet und finden sich ab sofort ab Montagfrüh ein, um den ehemaligen Wassergraben um die Lingener Innenstadt wieder herzustellen. Sie graben ihn also sozusagen wieder aus und stellen ihn neu her. Einen Plan dazu habe ich auch gefunden (s. links). Das Rathaus erhält einen zusätzlichen Graben, um dort unsere Terrorismusexperten um Stadtrat Altmeppen besonders zu schützen (siehe Plan). Ist er ausgegraben, wird der Stadtgraben mit Wasser gefüllt. Das stellt die Lkw-Terroristen vor schier unlösbare Probleme!

Der Zugang zur Lingener Innenstadt und damit zum Weihnachtsmarkt erfolgt künftig dann nämlich ausschließlich über drei Brücken im Bereich der Burgstraße, der Lookenstraße und der Mühlentorstraße, über die alle Fahrzeuge, auch terroristische, zu fahren haben, um in das Stadtzentrum zu gelangen. Weil die Lingener Polizei traditionell mit dem Überwachen von Radfahrern, Abifestival-Besuchern usw. so stark dezimiert ist, dass wir uns auf sie im Terrorismuskampf nicht verlassen können, kommt wie vor fast 700 Jahren die Stunde unserer Kivelinge (Symbolfoto links). Erster Antiterror-Stadtrat Stefan Altmeppen und OB Dieter Krone werden die jungen, unverheirateten Jugendlichen aus unserer heimischen Bevölkerung als letztes Aufgebot Lingens aufrufen, die Stadt und die Bürger (meinetwegen auch Zugereiste) zu schützen. Durch die -natürlich ehrenamtliche! – Unterstützung dieser jungen Männer wird es gelingen, die Eroberung Lingens durch Lkw-fahrende Terroristen zu verhindern und die Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Ich sehe es geradezu vor meinem geistigen Auge: Nähert sich ein Lkw mit einem Terroristen einer der drei Brücken treten unsere Kivelinge mitsamt Hellebarde vor und gebieten dem nahenden Terroristen Einhalt, ihm bleibt nur die Umkehr und der Weg nach Meppen. Es liegt mehr als nahe, dass unser neuer Wassergraben den Schutz bietet, den die EU fordert und die Wassersperren von Erster Stadtrat Stefan Altmeppen zwar versprochen, aber nicht einhalten. Nebenbei ist er auch Ausdrück und Beispiel nachhaltiger, ökologisch verantwortbarer Stadtentwicklung, weil er zum Besuch mancher Touristen führt.

Beschämt werden so auch Skeptiker und Neinsager wie Wilfried Roggendorf (Lingener Tagespost), Marc Riße (BN), Dirk Meyer (Partei hab ich vergessen) und der Grüne Ibrahim Hassan, der hier nicht einmal geboren ist, überzeugt, dass nur so der akut drohende Angriff von Terror-Lkw auf unseren Weihnachtsmarkt gestoppt wird.  Civis, civis, civibus!