Wunder

25. Dezember 2021

1. Weihnachtstag

25. Dezember 2021

Liebe Leute, frohe Weihnachten und passt auf Euch auf!

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Welch‘ ein Geschenk.

Nun denn

29. November 2021

Nun denn es ist natürlich kitschig, aber trifft den Punkt, oder?

 

 

Weihnachtsprogramm 1

25. Dezember 2020

Die Oldenburger Theaterleute schreiben: „Auch wenn wir gerade keine Premieren auf der Bühne zeigen können, arbeiten wir doch an einer großen Produktion! Gemeinsam mit der Filmfirma Siegersbusch haben wir eine exklusive Weihnachtsgala gedreht, die ab Sonntag, den 20.12., 18 Uhr für eine Woche auf www.staatstheater.de zu sehen sein wird und außerdem über Oeins auch im Fernsehen [und natürlich auch in diesem kleinen Blog via Vimeo].

Das gesamte Staatstheater mit allen 450 Mitarbeiter*innen ist in Weihnachtsstimmung und sendet Grüße an sein Publikum, das es so lange nicht gesehen hat. In allen Abteilungen, Ecken und Winkeln passiert Unerwartetes, Spannendes und Überraschendes:
Das Ballett tanzt durch die Bar im Hauptfoyer, Christian Firmbach trifft auf Fräulein Rottenmeier, in der Tischlerei werden Weihnachtslieder gesungen, Manuel Thielen alias Loriot wird von vielen Tieren umgeben – natürlich im gebotenen Abstand. Aber auch auf der Großen Bühne ist viel zu erleben – das Staatsorchester spielt weihnachtliche Musik von Mozart bis Swing, es singen Solist*innen des Opernensembles sowie der Chor des Staatstheaters und alles aus ungewohnter Perspektive! Auch der Weihnachtsmann mit seinem Engel taucht immer wieder auf und führt die Zuschauer*innen hinter Türen, an Ecken und durch Gänge des Theaters, die sonst niemand zu sehen bekommt. Es werden Kekse gebacken, Weihnachtslieder gesungen, Heidi taucht auf, ,Ziemlich beste Freunde‘ machen sich auf den Weg durch die Unterbühne und im Fahrstuhl wird fleißig geküsst. Selbst mit Petrus hat sich das Theater gut gestellt, sodass es rechtzeitig schneien wird …
Machen Sie es sich also auf dem Sofa gemütlich, Glühwein und Lebkuchen in der Hand, und genießen Sie unser Weihnachtsgeschenk von zu Hause aus!“

Frohe Weihnachten, Ihr Lieben.

zuckersüßtieftraurig

17. Dezember 2020

Das kennen wir doch alle, oder? Wenn es manchmal so unbedingt Pommes rot-weiß oder Zuckerwatte sein muss, also irgendetwas, was so schrecklich ungesund aber eben so nötig ist. Jetzt. Die jährliche Edeka-Weihnachtsreklame gehört dazu. So zuckersüßtieftraurig wie man es nur zu den Zeiten erträgt, in denen Whams Last Christmas im Radio läuft. Also auf mehrfachen Wunsch – bitte:

Ärzte, Hell

25. Oktober 2020

Versprochen habe ich, noch etwas zum neuen Album der Ärzte zu veröffentlichen. Das mach ich dann heute, zwei Monate vor Weihnachten, das wohl ziemlich anders werden wird. Die Ärzte sind bekanntlich zurück, waren vorgestern Abend der Aufmacher für die TAGESTHEMEN und Frontmann Farin Urlaub hat dem Bayerischen Rundfunk das neue Album erklärt:

Es gab mehr als Trennungsgerüchte – aber Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González haben sich offenbar doch immer noch, naja lieb. Nach acht Jahren haben „Die Ärzte“ endlich ihr neues Album herausgebracht –  mit dem heimeligen Titel „Hell“. Roderich Fabian von BR2 hat mit Farin Urlaub über den Punk von heute, Alexa Lautsprecher und Bielefeld gesprochen. Das dürft ihr hier nach– und dann zuhören.

Weihnachten 2019

25. Dezember 2019

Weihnachten, Fest der Liebe! So!

[Vergesst das Kommerzielle im Clip! Bitte.]

Relotius-Impuls

2. Januar 2019

Wir müssen auch hier in diesem kleinen Blog über Relotius reden. ÜeberMedien, von Niggi & Co, schreibt:

„Als der „Spiegel“ vor dreieinhalb Jahren eine Werbekampagne mit dem neuen Claim „Keine Angst vor der Wahrheit“ startete, gehörte zu den Motiven auch eines, das den Chef der Dokumentare zeigte. „Wir glauben erst mal gar nichts“, stand als großes Zitat über seinem Foto. Und darunter:

Dr. Hauke Janssen, Leiter der SPIEGEL-Dokumentation, prüft mit seinem Team von 70 Leuten jedes Wort jedes Artikels.

Ich habe das damals geglaubt, und ich habe das auch bis vor wenigen Tagen für wahr gehalten, weil ich es selbst beim „Spiegel“ so erlebt habe. In langen, oft anstrengenden Telefonaten haben nette, fachkundige, furchtbar penible Dokumentare jede Aussage in meinen Artikeln hinterfragt.
Dass Claas Relotius es schaffte, so viele falsche und sogar frei erfundene Tatsachen in den „Spiegel“ zu bringen, wirft die Frage auf, wie diese Kontrolle so versagen konnte. Aber ich habe den Verdacht, dass es noch schlimmer ist: Dass es diese Kontrolle teilweise gar nicht gab.

Die „Spiegel“-Dokumentation prüft anscheinend nicht jedes Wort jedes Artikels. Manche Dinge glaubt sie einfach.

Nur so lässt sich erklären, dass… “          [weiter bei UeberMedien]

Wie Sie auch habe ich mich gefragt, ob Märchenerzählen nur im fernen Hamburg und im Spiegel stattfindet  (Jede/r kann binnen Sekunden die Frage beantworten) und was das alles  für uns bedeutet im emsländischen Lingen(Ems), also der stets bemühten deutschen Provinz.

An Märchenerzählen habe ich dann sofort gedacht, als vor ein paar Tagen Thomas Pertz, der Chef unserer Lokalzeitung „Lingener Tagespost“ (LT), darüber berichtete, dass „am Tag vor Heiligabend“ gleich drei Frauen aus Lingen mit ihren Kindern um Aufnahme in das kleine Frauenhaus baten, jeweils als Notfall. Sie hätten „Zuflucht“ gesucht. Zuflucht stieß mir sofort auf; das empfand ich als deutlich zu weihnachtlich, zu bemüht auf den jahreszeitlichen Bethlehem-Punkt mit viel zu viel „Compassion„, also Mitgefühl. Denn in meinem Beruf als Anwalt habe ich gelernt, das größte Zweifel dann am Wahrheitsgehalt von Aussagen angebracht sind, wenn alles 105-%ig zu passen scheint, eben alles auf den Punkt gebracht und zu bemüht, zu dick aufgetragen ist. So empfand ich den Artikel, wonach nur das Frauenhau habe helfen können.

Folglich habe ich die Aussage in dem LT-Artikel auf twitter bezweifelt; längst nämlich sind die staatlichen Eingriffsmöglichkeiten so, dass die Polizei bei Fällen häuslicher Gewalt sofort handeln und den Gewalttäter aus Haus und Wohnung der von ihm tyrannisierten Frau mit und ohne Kinder weisen kann. Das ist schnell, effektiv und „gilt sofort“. Die eingesetzten Polizeikräfte  praktizieren diese Maßnahme in der Regel -so meine Erfahrung- auch ausgesprochen verantwortungsbewusst und rechtlich wie tatsächlich auf grundsätzlich sicherer Grundlage, kurzum: gut.

Die Drei-Mal-Zuflucht-Meldung hatte daher für mich sofort ein Geschmäckle, wie die Schwaben sagen, und zwar auch deshalb, weil sie eben gleich doppelt eingebettet war: Einmal in die gefühlvolle Weihnachtscompassion-Zeit und zweitens in eine aktuelle Kampagne des Sozialverbandes SkF

Doch mein Relotius-Impuls war natürlich trotzdem falsch, weil der Unterschied klar ist: Zunächst ist Thomas Pertz ein Journalist alter Schule und kein Märchenerzähler wie der Ex-Mann des Spiegel. Pertz hat also wahrheitsgemäß über das berichtet, was die Leiterin des Frauenhauses Monika Olthaus-Göbel ihm gesagt hatte: Drei mal klingelte am Tag vor Heiligabend das Telefon. und es hätten Frauen mit Kindern als Notfall aufgenommen werden müssen. Die Frage ist also, ob das wirklich stimmt oder ob ich mich in meiner Annahme richtig liege bzw. irre, hier sei übertrieben und falsch mitgeteilt worden.

Das interessierte mich und ich habe Zeitungsmann Pertz gefragt, ob er bei der Polizei nachgefragt habe, ob die Behauptung stimmt. In der Pressestelle der Polizeiinspektion sitzt doch inzwischen die ehemalige Lingener Radiojournalistin Inga Graber. Sie würde Thomas Pertz eine Nachfrage wohl wahrheitsgemäß beantwortet haben. Thomas Pertz hat mir ebenso schnell wie für mich unbefriedigend geantwortet, weshalb er die Aussage nicht recherchiert hat.

Manche Dinge glaubt eben nicht nur die Spiegel-Dokumentation einfach.

Epilog 1:
Klar muss sein:  Niemand tut der Sache einen Gefallen, Geschichten aufzubauschen, die nicht aufgebauscht gehören. Selbst eine einzige in das Frauenhaus aufgenommene „Restfamilie“ ist nämlich eine zu viel. Wann auch immer sie aufgenommen wird.

Epilog 2 bei dieser Gelegenheit:
Kein Redakteur tut der Debatte um eine geplante lokale Gedenkstätte für einen Autorennfahrer in Diensten von Audi und  SS einen Gefallen, wenn er sich versteckt, hinter dem Rücken der Leserschaft mit den Befürwortern und mit diesem Vorhaben gemein macht.

(Bild: SCREENSHOT: SPIEGEL.DE aus: UeberMedien)

Weihnachtsfilm

31. Dezember 2018

Der vielleicht überraschendste Weihnachtsfilm des Jahres kommt aus Finnland. Lidl hat ihn produziert. [mehr…] OK, Weihnachten war letzte Woche, aber…

Friesenblech

19. Dezember 2018

Friesenblech
In der Reihe Kreuzkirchenkonzerte
Lingen (Ems) – Kreuzkirche, Universitätsplatz 1
Sa 22.12.2018 – 19 Uhr
Eintritt: frei (um eine Spende wird gebeten)

Das Ensemble „FriesenBlech“ besteht aus 10 professionellen Blechbläsern und einem Schlagzeuger. Alle  Musiker leben und arbeiten entweder in Ostfriesland oder in Friesland in den benachbarten Niederlanden. Manche unterrichten an der Musischen Akademie in Emden oder an der Musikschule Aurich-Norden; einer war in leitender Position bei der Ländlichen Akademie Krummhörn, ein anderer ist Landesposaunenwart, kurz: Alle sind Kenner und Könner ihres Fachs.

Nach zwei adventlich geprägten Konzerten in den vergangenen beiden Jahren präsentiert Friesenblech nun ein Weihnachtsprogramm.
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