Beitrag in Dur

27. Dezember 2017

Kurz auf die Feiertage zurückgeblickt: Im österreichischen Kurier hat Kabarettist Guido Tartarotti am 23. Dezember einen Beitrag in Dur über einen Titan der deutschen Unterhaltungsindustrie geschrieben. Ich finde, das ist (im Gegensatz zu manch anderem) präzise auf den Weihnachtspunkt 2017:

„In der Sendung „Heinzl und die VIPs“ auf ATV sagte der deutsche Schlagerpop-Komponist und Casting-Show-Juror Dieter Bohlen über „Stille Nacht“, so ein Lied zu schreiben sei leicht. Das könne er auch, sogar besser: „Ein paar Moll-Akkorde, ein bisschen Traurigkeit“, mehr sei da nicht dran.

Abgesehen davon, dass „Stille Nacht“ nicht aus Moll-, sondern aus Dur-Akkorden besteht, ist es auch überhaupt nicht traurig, sondern friedlich. Wir leben jedoch in einer lauten Zeit, in der kann man etwas Friedliches durchaus mit Traurigkeit verwechseln, wenn man friedlich nicht mehr gewöhnt ist. Und natürlich ist da viel mehr dran. Denn das heute vor 199 Jahren erstmals gesungene, vom Dorfschullehrer Franz Xaver Gruber komponierte und vom Hilfspfarrer Joseph Mohr getextete, ganz, ganz einfache Lied schafft etwas, was Dieter Bohlens Lieder nicht schaffen: Es gibt den Menschen Hoffnung.

Deshalb wird heute in Häusern und Wohnungen auf der ganzen Welt „Stille Nacht“ gesungen. Und nur in sehr wenigen „Cheri Cheri Lady“.“

Guido Tartarottis Kabarettprogramm „Selbstbetrug für Fortgeschrittene“ ist am 9. Januar 2018 im Orpheum Wien zu sehen, am 13. Januar in der Kulturwerkstatt Kottingbrunn, am  31. Januar im Theater am Alsergrund und am 21. Februar im Kabarett Niedermair.
Bis zum 30.12. tritt er zusammen mit Gerald Fleischhacker, Verena Scheitz, Christof Spörk und Dieter Chmelar im Stadtsaal Wien auf. Ihr Programm: Das war 2017 – Ein Jahr im Rückspiegel.

Weihnachten

25. Dezember 2017

„So bleibe ich stehen und halte inne,
hör‘ auf mein Herz, hör‘ auf die Stimme – in mir.

Und wer das als Ende nicht gelten lässt wird selbst zum Anfang.
Schalt den Takt aus und die Lichter an, es ist Weihnachten.“

Weihnachtsprogramm

24. Dezember 2017

Was machen wir in diesen Tagen? Das Programm in der Region an Ems und Vechte ist eher zurückhaltend. Die Lingener Kultkneipe Koschinski zum Beispiel war Jahrzehnte am späten 24. Dezember ein Fluchtpunkt für die in die Heimat zurückgekommenen Weihnachtsbesucher. Nun ist es am Heilig Abend geschlossen. Auch das Emslandmuseum und die Kunsthalle in Lingen sind -übrigens entgegen den Angaben im Veranstaltungskalender der Stadt Lingen (Ems)- nicht geöffnet sondern an den Festtagen geschlossen. Auch sonst ist nicht viel los, oder?!

Heute, Heilig Abend,
könnte man Bauer Harm im Tierpark Nordhorn besuchen. Der 24. Dezember ist wohl für jedes Kind ein aufregender Tag. Die Zeit bis zur Bescherung ist aber oft seeehr lang und bei aller Aufregung auch langweilig. Wie wäre es also mit einem Besuch bei Bauer Harm im Tierpark Nordhorn? In der gemütlichen Stube liest der Vechtehofbauer Weihnachtsgeschichten. Auch die Erwachsenen sind an seinem Herdfeuer willkommen, um mit ihm über die alte Zeit zu reden. Der Tierpark ist von 9 -17 Uhr geöffnet.

Übrigens hat, wie mir gerade „Petra1971“ (Danke!) schreibt, heute auch der Natur-Zoo in Rheine geöffnet. Kinder haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen den Kinderpreis. So weit die gute Nachricht. Leider schließt er schon um 13 Uhr. Also notieren wir das für Weihnachten 2018…

In den katholischen Kirchengemeinden in Lingen (Ems) wird ein musikalisches Krippenspiel aufgeführt (hier und hier die genauen Zeiten). Wir laden alle Familien ganz herzlich dazu ein. Nach der Krippenfeier können alle das „Friedenslicht aus Bethlehem“ mit nach Hause nehmen. Bitte dafür ein Glas/ Laterne (Betlehem Laterne) mit einer Kerze mitbringen.

In Haselünne findet ab 15.30 das offene Weihnachtssingen des MGV Rheingold auf dem Hopfenmarkt. Gesungen werden „die guten alten Weihnachtslieder – möglichst über die erste Strophe hinaus“ (Keine Angst: Es werden Liederblätter verteilt) Der Eintritt ist frei.

Auch am 1. Weihnachtag findet laut Veranstaltungskalender in Bad Bentheim ab 10.30 Uhr (!) die Historische Stadtführung „Zeitreise 1900“ durch den Kurort der Obergrafschaft statt. Sie beginnt  am unteren Burgtor und dauert ca. 1,5 Std.

Zur XMAS DANCE NIGHT lädt Papenburg in die Papenburger Kesselschmiede ein. Ab 22 Uhr öffnen sich dort die Türen. Auf der Bühne sorgen wie im vergangenen Jahr der Bremer DJ SHORT-Y und Lokalmatador DJ MDU für den Mix aus Classics, House und aktuellen Hits und Partysounds. Live Act des Abends ist der Bremer Saxofonist Chris Kawa. Karten gibt es für 15 € an der Abendkasse.

Keine Lord Nelson Revival Party mehr in Lingen; die Lord-Nelson-Geher der 60er und 70er Jahre bleiben inzwischen altersbedingt eher zuhause. Statt dessen heißt es Coming Home für Xmas;  ab 22 Uhr findet bereits zum vierten Mal am ersten Weihnachtstag die XXL Party in den Emslandhallen Lingen statt. Man trifft Heimkehrer und Freunde in einem -so die Veranstalter- „außergewöhnlichem weihnachtlichem Ambiente“. Es soll die größte Weihnachtsparty in der Region stattfinden. Eintritt: Bescheidene 6 Euro.

Am 2. Weihnachtstag findet ab 18 Uhr in der Lingener Kreuzkirche das traditionelle Weihnachtskonzert statt – mit Meike Leluschko (Sopran) und Shawn Grocott (Posaune) aus Detmold sowie Kantor Peter Müller an der Flentrop-Orgel. Karten für 8 Euro )erm. 5 Euro) an der Abendkasse.

Die Beatschicht X-Mas findet abends im Koschinski, Schlachterstraße 16, Lingen (Ems) statt. Es ist die letzte Schicht des Jahres und zur Feier des Tages mit hochkarätigem Besuch aus Hamburg. „Wir freuen uns, nach Mixwell und Stylewarz auch das dritte Mitglied des DJ Orchestra in Lingen begrüssen zu dürfen. Der großartige Mirko Machine wird uns zum Feste mit seinen erlesenen DJ Skills an den One and Twos beschenken. Also Mittwoch Urlaub und ab auf die Bretter! Kein VVK. Der Eintritt ist frei.Stempelt also rechtzeitig ein!“ macht das Koschinski schon im Vorfeld Lust auf einen geilen Abend.

Vorschau

13. Dezember 2017

Mit dem Weihnachtsbaum ist es alljährlich dasselbe, heißt es: Erst muss man eine günstige und dennoch vorzeigbare Tanne finden, sie möglichst unbeschadet in die heimischen vier Wände transportieren, ehe mit dem Aufstellen und Schmücken die nicht minder anspruchsvolle Kür ansteht. Dass dies in nicht wenigen Fällen zum Scheitern verurteilt ist, zeigen Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München jetzt in einem witzigen Heineken-Spec-Spot, der so ganz anders ist als die gefühlsduseligen Weihnachtskampagnen von Edeka, Penny, Saturn und Co.
Glückwünsche an Benjamin Leichtenstern (Regie und Schnitt), Karl Kürten (Kamera), Laura Mihajlovic und Laura Roll (beide Produzenten). Alle vier studieren seit 2013 an der HFF in München und befinden sich in ihrem Abschlussjahr. Im vergangenen Jahr haben Leichtenstern und Kürten die Masterclass im Bereich Werbung belegt und in diesem Rahmen den Heineken-Spec-Spot entwickelt.

(Quelle)

Vorschau

18. April 2017

Nur damit Sie wissen, was 2017 außer Erdoğan, Neuwahlen in Großbritannien und Schulz-Effekt noch so kommt: Zum Beispiel Weihnachten! Hier der erste Trailer für den neuen Starwarsfilm, der dann rechtzeitig ab 15. Dezember in den Kinos zu sehen ist.

 

Kerngedanken

30. Dezember 2016

„Erst wenn alle am Tisch sitzen, wird gegessen“ – so oder ähnlich könnte der Grundgedanke gewesen sein, den die niederländische Fluglinie KLM bei ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion hatte. Mit einem „Bonding Buffet“ brachte die Fluggesellschaft Passagiere aus aller Welt zusammen.

An einem Ort wie dem Amsterdamer Schiphol-Flughafen trifft man unweigerlich auf viele fremde Menschen, an denen man oftmals ohne größere Beachtung vorbeigeht. Diese Anonymität sollte zumindest für wenige Stunden weichen, dachte sich die Fluggesellschaft KLM – und lud alle interessierten und hungrigen Gäste kurzerhand zu einem Weihnachtsessen ein.

Eine Bedingung gab es aber: Erst, wenn alle Plätze belegt sind, konnten sich die Gäste über ein üppiges Abendessen freuen. Der Tisch in der Mitte thronte bis dahin an der Spitze einer 4,5 Meter hohen Säule. Diese senkte sich mit jedem besetzten Stuhl um wenige Zentimeter. Wer versuchte, den Nachbarsitz beispielsweise mit dem eigenen Körpergewicht ebenfalls zu erschweren, wurde schnell von der Realität eingeholt: Sobald das Gewicht vom Platz weggenommen wurde, stieg die Säule wieder empor. Die Kreation der KLM-Werbeprofis von DDB & Tribal Amsterdam verdeutlicht den Kerngedanken von Weihnachten. Beim Fest der Liebe geht es vor allem darum, miteinander Zeit zu verbringen – statt alleine Zeit zu verbringen und wie in diesem Beispiel isoliert auf den nächsten Flieger zu warten.

Eine schöne Aktion, wie ich finde.

(Quelle Horizont.net)

Chanukka

28. Dezember 2016

Das Jüdische Lichterfest Chanukka fällt in diesem Jahr auf Weihnachten. Gefeiert wird der Aufstand der Juden gegen ihre Unterdrücker. Doch der lief anders ab als überliefert.

 

Heiligabend haben dieses Jahr auch Juden in der ganzen Welt mit dem Feiern des achttägigen Chanukka-Fests begonnen. Familie und Freunde versammelten sich vor der Chanukkia, dem achtarmigen Kerzenleuchter, versammeln und zündeten nach einem kurzen Gebet die erste Kerze an. An jedem folgenden Tag wird seither eine weitere Kerze angezündet, bis die Chanukkia am letzten Tag in voller Pracht strahlt. Vor allem die Kinder erfreuen sich in dieser Zeit an kleinen Geldgeschenken und dem Spielen mit dem Dreidel – einem viereckigen Kreisel.

Das Fest ist sehr populär, obwohl es, religiös betrachtet, zweitrangig ist und nicht mal einen biblischen Ursprung hat, anders als etwa Jom Kippur und das Pessachfest. Dass Chanukka so hochgeschätzt wird, liegt aber nicht nur an den traditionellen Speisen wie Pfannkuchen oder Kartoffelpuffer, sondern ist kulturell nachvollziehbar: In Europa und den USA ist das Lichterfest heute ein kinderfreundlicher Weihnachtsersatz. In Israel dagegen wird Chanukka eher zionistisch interpretiert. Die meisten Israelis feiern in diesen Tagen die Unabhängigkeit und Rebellion gegen ihre ehemaligen griechischen Besatzer.

Trotz der unterschiedlichen Rezeptionen herrschte bis vor Kurzem Übereinstimmung über seine Ursprungsgeschichte. Sie lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der böse griechische König Antiochos wollte im zweiten Jahrhunderts v. Chr. die Juden von ihrer Religion abbringen und versuchte, sie mit Gewalt zu gräzisieren, sie also an die hellenistische Kultur zu binden. Er verbot die Beschneidung und den Sabbat und schändete den Tempel.

Dabei wurde er von korrumpierten Juden unterstützt, die ihr Volk für ein Gymnasion (eine Sporthalle) und ein Badehaus verrieten. Doch fromme und tapfere Rebellen um Mattatias und seinen Sohn Judas Makkabäus leisteten Widerstand und konnten die Griechen aus dem Land vertreiben und den Tempel erneut weihen („Chanukka“ bedeutet „Weihung“). Die acht Tage des Festes stehen für das göttliche Wunder des geglückten Aufstands. Am Tag der Tempelbefreiung, so erzählt man sich, war in ganz Jerusalem nur ein einziger kleiner Ölkrug zu finden, der das heilige Feuer der Menora nur für einen Tag versorgen konnte. Dass die Flamme aber acht Tage lang brannte, bis wieder Öl geliefert wurde, erklärt die Länge des Festes – und die ölreichen Chanukka-Speisen.

Historisch…“ [weiter bei der taz]

(Foto: Felsendom Jerusalem, Andrew Shiva  CC-BY-SA 4.0)

Bitte keinen Stress, Mütter!

24. Dezember 2016

(Also gut, dann noch ein Weihnachtswerbefilmchen und das Überlebensmotto – Bitte keinen Stress, Mütter!)

Gemüt III

22. Dezember 2016

Einen Commercial Clip fürs weihnachtliche Gemüt hätte ich da noch…

Gemüt II

16. Dezember 2016

Noch etwas für’s weihnachtliche Gemüt: Czego szukasz w Święta? | English for beginners
Hach, wie schön…