Diva Istanbul

21. April 2015

14905134427_d22319da6a_zDiva Istanbul
Ein literarisch-musikalisches Städteportrait
Lingen (Ems) – Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Straße 16

Heute – 19.30 – 21.30 Uhr
Eintritt 6,00 € (erm.: 4,00 €)

Istanbul, die 3000 Jahre alte Diva am Bosporus, hat schon viele Namen getragen: Roma Nova, Byzanz, Konstantinopel. Diese Stadt – Moloch, Oase der -i-saadet („Tor der Glückseligkeit“), Metropole zwischen den Welten – hat ungeheuere Wandlungen druchgemacht, und wandelt sich weiterhin. Orient und Okzident sind durch Brücken verbunden, manche Gegensätze, seine sie religiöser,politischer oder materieller Natur lassen sich nicht verbinden, sie sind zunächst einfach da, und gehören doch alle zu dem einen Ganzen,gehören zur Diva Istanbul.

Die Schauspielerin Ute Maria Lerner ist selbst der Faszination dieser Stadt erlegen. Istanbul ist bereits ihr viertes literarisch-musikalisches Städteportait. Sie hat Stimmen und Betrachtungen ausgewählt von Journalisten, Kreativen und Schriftstellern. Es geht um den poetischen Moment, das in Worte und Bilder fassen was die Stadt ausmacht.
…weitere Informationen hier.
(Foto Above Istanbul von Christopher L. via flickr CC BY-NC 2.0)

Hostels

1. Juni 2014

EarthershostelEin Sommertipp aus Amiland:

Reisen ist nicht billig, aber Übernachtungen müssen trotzdem nicht teuer sein, weiß mashable.

Hostels -Englisch für Herbergen- sind da eine Lösung, vorzugsweise für junge Reisende, die ein sauberes, bequemes und eben bezahlbares Zimmer suchen, um sich nach einem langen Touristentag ausruhen zu können. Anschließend hat man etwas mehr im Portmonee für Aktivitäten oder ein leckeres Essen vor Ort.

Das US-Onlinemagazin mashable zeigt jetzt die zehn besten Hostels in Europa. Drei liegen in Spanien, zwei in Portugal, dann kommen Polen, Tschechien, Kroatien, Italien und die Türkei.

Gibt’s hierzulande Vergleichbares? Bei uns in Lingen fällt mir nur die Jugendherberge am Dieksee ein; das Jugendgästehaus am Speicherbecken ist nur gruppenweise buchbar.

(Foto: Earthers Hostel in Hvar, Kroatien – Platz 1 bei mashable.com)

Signalisieren

23. Juni 2013

spiegel1_5322566e42Morgen erscheint „Der Spiegel“ zum ersten Mal mit einer Titelgeschichte in deutscher und in türkischer Sprache. Klaus Brinkbäumer, stellvertretender Chefredakteur des „Spiegel“ sagte zum Informationsdienst Kress Mediendienst: „Natürlich glauben wir nicht, den knapp drei Millionen in Deutschland lebenden Türken mangele es an Deutschkenntnissen. Wir möchten signalisieren: Die Ereignisse in der Türkei gehen alle an – Deutsche, Türken, Europäer.“ Der Umgang der Regierung unter Ministerpräsident Erdogan mit friedlichen Demonstranten in einem europäischen Staat, einem Urlaubsland der Deutschen, einem EU-Beitrittskandidaten, sei beunruhigend; die Drohungen des türkischen Europaministers gegenüber Angela Merkel Ende der vergangenen Woche seien es auch gewesen, so Brinkbäumer. „Wir freuen uns darüber, dass unsere türkischen und türkisch-stämmigen Leser in Deutschland und in der Türkei die Titelgeschichte in einer ihnen vertrauten Sprache lesen können – sowohl auf Deutsch wie auf Türkisch.“

Der aktuelle „Spiegel“ werde „in deutlich erhöhter Auflage“ auch in der Türkei erscheinen und erstmals dort beworben.

Die Autoren der Titelgeschichte haben, weiß Kress Mediendienst, persönliche Beziehungen zur Türkei: „Spiegel“-Redakteurin Özlem Gezer, 32, ist Hamburgerin und Tochter  türkischer Gastarbeiter; sie hat deutsch-türkische Verwandtschaft sowohl hier als auch in der Türkei. Drei Jahre lang arbeitete sie als Journalistin in Istanbul . Im aktuellen „Spiegel“ schreibt sie über ihre eigene Familie und die Risse, die sich dort jetzt auftun – ähnlich wie sie 1968 durch viele deutsche Familien liefen.

Bernhard Zand, 45, heute Büroleiter in Peking, ging 1998 als erster „Spiegel“-Korrespondent in die Türkei und hat auch später aus der arabischen Welt noch lange über das Land berichtet. Zand ist mit einer Deutsch-Türkin verheiratet;  seine Kinder sprechen deutsch und türkisch. Zand hat den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan als einer der ersten ausländischen Journalisten nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis getroffen und ihn seither mehrfach interviewt. Er schreibt darüber, wie es zur Spaltung der türkischen Gesellschaft kam – und welche Aussichten das Land hat, sie zu überwinden.

(Crosspost/Quelle: Marc Bartl in Kress Mediendienst)

duran adam

18. Juni 2013

„Ein Mann steht still auf dem Taksim-Platz und starrt auf die türkische Fahne und auf ein Porträt Atatürks – über Stunden hinweg. Seine Form des Protests wird im Internet begeistert aufgenommen und es gibt zahlreiche Nachahmer, weltweit und in Istanbul. …

Er steht einfach da, sagt nichts und…“ [weiter hier]

kaşık

4. August 2012

Kochlöffel heißt auf türkisch kaşık und das ist aktuell. Denn, so die NWZ, die in Schepsdorf beheimatete Kochlöffel-Kette (Foto re.) „steht vor einer Expansion: In der Türkei sollen in den nächsten Jahren 100 neue Betriebe eröffnet werden. Dort sei jetzt eine „landesweite Masterlizenz“ an die Firma Iktidar Gida vergeben worden, teilte die Geschäftsführung von Kochlöffel (Lingen(Ems) ) mit. Noch in diesem Jahr werde es Lizenzvergaben und Eröffnungen im Großraum Istanbul geben. In der Türkei ist das Unternehmen bereits seit 2010 vertreten.

Warum Türkei? „Immer wieder kamen türkischstämmige Gäste auf uns zu und fragten, warum es keine Kochlöffel-Restaurants in der Türkei gebe“, erläutert Franchise-Experte Wolfgang Kaiser. Dabei passe das Konzept „perfekt zu den gastronomischen Erwartungen und kulinarischen Vorlieben der Gäste. Menüs aus frischem Salat und Geflügelvariationen sind überaus beliebt bei unseren türkischen Kunden“. Und er fügt hinzu: „ Auch die deutsche Currywurst wird ihren Platz in den türkischen Kochlöffel-Restaurants haben – jedoch als landestypisch hergestellte Variante“.

Die Kochlöffel GmbH wurde 1961 in Lingen (Ems) gegründet. Heute gehören 88 Restaurants zum Unternehmen. Ursprung der Kette ist ein Restaurant, das Seniorchefin Martha van den Berg vor gut 50 Jahren in Wilhelmshaven eröffnete. Unter dem Namen „Kochlöffel“…“

weiter auf der Seite der NordWestZeitung

(Quelle; Foto Kochlöffel 2012 (CC) Klaus Rupprecht )

Döner scharf

20. Juni 2012

Beim Auktionshändler ebay wird seit gestern für 15.000 DM € „der Bestand“ eines lokalen Dönerladens angeboten. Der Originaltext:

„Hallo
Die im Herzen von Lingen gelegene, kleine-schicke Pizzeria steht hier zum Verkauf. Nur Aufgrund von Mitarbeitermangel wird sie abgegeben. Die Pizzeria besteht seit 25 Jahren in dieser Stadt. Jeder Einwohner der Stadt kennt und liebt diese Pizzeria. Das Inventar wird hier Verkauft und die Pizzeria muss anschließend zur Miete übernommen werden. Der Preis für das Inventar ist VB. Die Miete beträgt Monatlich Kalt: 950. Da ich nur am Wochenende mich in Linge befinde werden weitere Fotos auf anfrage geschickt Besichtigung ist jederzeit vor telefonischer Anmeldung geschehen.“

Dies lässt mich hoffen. Im Istanbul hat sich nämlich gerade ein besonderer Beitrag gegen das Zusammenleben in unserer Stadt zugetragen. Unter jüngst aufgehängter Koransure unter Glas fragte doch am Pfingstwochenende der Mann hinter dem Thresen den Kunden davor, ob er „schwul“ sei. Als Kunde Sven bejahte, hörte er sinngemäß:  „An Schwule verkauf ich nichts. Raus.“ Döner scharf mit Diskriminierung, über die ich noch andernorts sprechen möchte.

Jetzt am Wochenende gab es in der facebook-Gruppe „Du weißt du kommst aus LINGEN/EMS wenn“ eine empörte Diskussion (die ich allerdings nicht mehr auf der facebook-Seite finde; ist sie etwa gelöscht?) und nun also wird „der Bestand“ des Istanbul in der Eliabethstraße meistbietend verkauft. Auch an Schwule?