Umgang mit der NS-Vergangenheit in Lingen nach 1945
19. Januar 2026
Lehrhausabend des Forum Juden Christen
Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in Lingen nach 1945
Dietmar von Reeken, Oldenburg
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28B
Mittwoch 21. Jnuar 2026 – 19.30 Uhr
Kein Eintritt
Dietmar von Reeken absolvierte von 1980 bis 1985 ein Studium der Geschichte, evangelischen Religionslehre, Pädagogik und Soziologie an den Universitäten Münster und Oldenburg. Anschließend durchlief er von 1988 bis 1990 sein Referendariat am Studienseminar in Celle. Seine Promotion im Fach Geschichte erfolgte 1989 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Daraufhin arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld. Seine Habilitation im Fach Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte erlangte er 1998 an der Universität Oldenburg. 2001 übernahm er die Professur für Didaktik des Sachunterrichts am Zentrum für Lehrerbildung der Universität Bielefeld. Schließlich folgte er 2004 einem Ruf an die Universität Oldenburg.Forschung und Publikationen
Dietmar von Reeken ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen, die sich mit geschichtlichen Themen und unterrichtsdidaktischen Inhalten für den Schulunterricht befassen. Darüber hinaus hat er sich intensiv mit spezifischen Themen der bremischen und ostfriesischen Geschichte auseinandergesetzt.
Thomas Mann und das Judentum
18. März 2025
Lehrhausabend des Forum Juden Christen
„Thomas Mann und das Judentum“
Vortrag von Georg Aehling, Autor und Verleger
Lingen (Ems), Kunsthalle, Kaiserstraße 10a
Mittwoch, den 19. März 2025 – 19.30
Eintritt frei, Spende erbeten
In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Thomas Mann zum 125. 150. und sein Todestag zum 70. Mal. Georg Aehling, Autor u.a. von zwei literarischen Werken über den Nobelpreisträger Thomas Mann, untersucht in seinem Vortrag „Thomas Mann und das Judentum“ die Rolle des Judentums in den Familien Pringsheim und Mann, die essayistisch-programmatische und wie er selbst sagte- philosemitische Haltung von Thomas Mann gegenüber dem Judentum und Stereotypen und Klischees von Juden im Werk von Thomas Mann, um abschließend ein Resümee zu ziehen.
Thomas Mann spielte eine bedeutende Rolle als politisch engagierter Autor im Exil. Er kämpfte für die Anerkennung der diskriminierten jüdischen Minderheit und hatte Umgang mit etlichen Intellektuellen jüdischen Glaubens, die er sehr schätzte; auch sein Verleger Samuel Fischer, vor allem aber auch seine Ehefrau Katia waren jüdischer Herkunft. in den Jahren des Nationalsozialismus rückte Mann den Kampf gegen den Antisemitismus in den Mittelpunkt seines politisch-publizistischen Wirkens.
„Wat mööt wi hier smachten“
14. Januar 2025
Lehrhausabend des Forum Juden-Christen im Altkreis Lingen eV
„Wat mööt wi hier smachten“ –
Hungertod und „Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen
Vortrag des Medizinhistorikers Dr. habil. Ingo Harms (Oldenburg)
Lingen (Ems), Café Feinsinn im St. Bonifatius-Hospital, Wilhelmstraße 13.
Mittwoch, 15. Januar 2025 – 19:30 Uhr
Eintritt frei, Spende erbeten
Der Medizinhistoriker Dr. habil. Ingo Harms (Oldenburg) gehört zu den Initiatoren der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ in in der ehem. Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg (heute Karl-Jaspers-Kinik) . Schon etwa drei Jahre vor dem Beginn der Aktion T4 begann in dem Ort, der heute zu Bad Zwischenahn gehört, ein „Euthanasie“-Programm. Den geistig behinderten und psychisch kranken Patienten wurde die Nahrung vorenthalten. Rund 1500 PatientInnen fielen den unter ärztlicher Aufsicht vollzogenen Hungermorden zum Opfer
Ingo Harms stellt diese Verbrechen und ihre Aufarbeitung vor.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ethikkomitee des St. Bonifatius-Hospitals statt.
