40 weitere

21. September 2023

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, kurz  BASE, hat mit Zustimmung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, jetzt stolze 40 weitere Urantransporte aus Russland zur ANF-Brennelemente-Fabrik in unserer Stadt Lingen genehmigt. #Die erste Uran-Lieferung erfolgte bereits in der vergangenen Woche. Hierzu erklärten Julian Bothe von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und Alexander Vent vom Bündnis AGiEL:

„Die skrupellose Geschäftemacherei der Atomfabrik Lingen mit dem Kreml muss endlich ein Ende haben. Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine hat die Brennelemente-Fabrik im Emsland bereits achtmal Uran aus Russland importiert. Jede Uran-Lieferung beschert dem Kriegstreiber Putin weitere Deviseneinnahmen. Alle Atomkraftwerke, die weiterhin Brennelemente aus Lingen beziehen, und alle Stromkund*innen, die den daraus erzeugten Atomstrom kaufen, unterstützen damit aktiv den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die bisherige Genehmigung für die Importe war Ende Mai ausgelaufen. Dass die deutschen Behörden anderthalb Jahre nach Beginn des Krieges nun grünes Licht für bis zu 40 weitere Uran-Lieferungen gegeben haben, ist beschämend.

Dies gilt umso mehr, als die fortgesetzten Uranimporte aus Russland nach Lingen nur der Auftakt zur geplanten großen Atom-Kooperation mit dem direkt dem Kreml unterstellten russischen Staatskonzern Rosatom sind: In einem Joint Venture mit Rosatom will die Atom-Fabrik die Brennelemente-Produktion in Lingen sogar noch ausweiten – ungeachtet der aktiven Beteiligung ihres Geschäftspartners am Krieg gegen die Ukraine.

Die Bundesregierung darf diesen Plänen nicht weiter tatenlos zusehen. Sie muss die Atom-Geschäfte mit Rosatom unterbinden, den Ausbau der Brennelemente-Fabrik Lingen verhindern und diese endlich schließen.“

Der klaren Erklärung habe ich nichts hinzuzufügen.

Eine Antwort to “40 weitere”

  1. Avatar von Alex Alex said

    Gerade wurde noch eine neue Genehmigung für weitere Urangeschäfte mit Russland bekannt. Diesmal in umgekehrte Richtung: ANF/Framatome schickt angereichertes Uran in Form von ausgedienten Brennelementen nach Russland.
    Moralische oder sonstige Bedenken gibt es offenbar nicht. Hauptsache der Laden läuft. Die Stadt Lingen (also wir alle) profitieren über die Gewerbesteuer-Einnahmen von ANF ebenfalls vom Handel mit dem Kreml. Leider.

    Wer sich noch an die Ukraine-Solidaritätsversammlung mit dem OB damals auf dem Marktplatz erinnert: dort haben wir versprochen, alles dafür zu tun um den Krieg zu beenden und den Opfern zu helfen.

    Vielleicht verzichtet die Stadt einfach auf die Einnahmen und spendet das Geld an die Opfer des russischen Kriegs in der Ukraine? Das wäre doch mal ein klares Signal.

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