Clan-Mauschelei

16. Februar 2026

Die AfD, die sich stets gerne als „Anwalt des kleinen Mannes“ inszeniert, entpuppt sich gerade als bloßer Selbstbedienungsladen für die eigene Verwandtschaft. Neue Recherchen von t-online und SPIEGEL zeigen: In der AfD herrscht eine schamlose Vettern- und Cousinenwirtschaft, die sich mittlerweile durch mindestens vier Landesverbände zieht.

Überall dort, wo Steuergelder fließen, sitzen die Angehörigen der feisten AfD-Spitze bereits an den Fleischtöpfen: Nach Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz jetzt auch in Niedersachsen.

Der aus Schüttorf stammende Landesvorsitzende Ansgar Schledde hat gleich doppelt vorgesorgt. Seine aktuelle Ehefrau arbeitet für Parteifreund und MdB Danny Meiners (Geeste) im Bundestag, während seine Ex-Frau auf der Gehaltsliste der Landtagsfraktion steht.

Der miese Trick mit den Steuergeldern
Die Masche ist kalkuliert: Um die strengen Regeln gegen die Beschäftigung von Verwandten zu umgehen, nutzen die Abgeordneten zwei Schlupflöcher:

  • Über-Kreuz-Anstellungen: Ich stelle deine Frau ein, du dafür meinen Vater.
  • Die Fraktions-Kasse: Während persönliche Mitarbeiter der Abgeordneten streng geprüft werden, können Fraktionen ihre Mitarbeiter fast ohne Kontrolle einstellen – bezahlt aus der staatlichen Pauschale.
    Wir erleben: Mafiöse Strukturen statt politischer Arbeit.

Die Ausrede der Funktionäre, man fände keine anderen „vertrauenswürdigen“ BewerberInnen, ist angesichts der Rekord-Mitarbeiterzahlen der AfD schlichtweg unglaubwürdig. Insider sprechen bereits von „mafiösen Ausmaßen“. Abgeordnete werden als „Milchkühe“ missbraucht, um den familiären Wohlstand zu sichern.

Zwanglos erkennt man: Das ist keine Politik für die Menschen – das ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den eigenen Clan.

 

Spoiler:
Eigentlich müsste die Clan-Mauschelei  längst in den lokalen Redaktionen von LT, MT, Emszeitung und GN bekannt sein.  Warum sie sich aber in Schweigen hüllen und es erst t-online und den SPIEGEL brauchte, ist schlechterdings nicht nachvollziehbar.


Quellen: DER SPIEGEL, t-online,

Die Schachtbau und das Erdöl
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Öl im Emsland“
Referent: Karl-Ernst Grottendieck
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße  28 B
Mittwoch, 18. Februar 2026, 18–19 Uhr

Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

Von 1948 bis 2022 war „die Schachtbau“ ein angesehener und wohlgelittener Arbeitgeber in Lingen. Viele Menschen erinnern sich noch an die rotgelben Fahrzeuge, die in der Waldstraße durch Werkstor fuhren – meistens mit schwerem Gerät und manchmal auch in hoher Anzahl, wenn zum Beispiel eine Bohranlage transportiert wurde.

Die Schachtbau war zudem ein weltweit agierendes Unternehmen, denn Erdöl gibt es nicht nur in Rühlermoor, sondern auch in anderen Ländern dieser Erde. Ein großer Einsatz wurde in Saudi-Arabien über viele Jahre durchgeführt. Mit dem Vortrag möchte der Referent die technische Seite der Schachtbau in Erinnerung rufen, die mit den ersten Erdölfunden 1948 ins Emsland gekommen ist, allerdings 2022 Lingen wieder verlassen hat.

Eine Anmeldung ist erforderlich beim Emslandmuseum, Burgstraße 28 B, 49808 Lingen (Ems), unter E-Mail: museum.lingen(at)t-online.de oder telefonisch (nur nachmittags von 14.30-17.30 Uhr) unter Tel.-Nr. 0591/47601


Foto: (c) Heimatverein Lingen