vergessene Menschen

28. Dezember 2018

Während die Bundesregierung stets betont, dass die Zahl der Asylanträge weiter sinkt und etwa die Kampagne für eine„freiwillige“ Rückkehr ausgebaut werden soll, wird das Leid der Flüchtenden an den Grenzen zur EU immer weniger beachtet. In diesem Bericht wird ein Blick auf die Situation von etwa 100 Flüchtenden gelegt, die in und um die serbische Stadt Subotica leben und auf ein Weiterkommen in die EU hoffen. Dort unterstützen derzeit drei Aktivist*innen aus Niedersachsen als Teil der spanischen Organisation escuela con alma die Menschen. Hier ihr Bericht:

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Momentan gibt es, bis auf eine staatliche Unterbringung für Familien, vor allem zwei Orte in bzw. bei Subotica, in denen die Flüchtenden leben. Da beide Orte sehr unterschiedlich sind, müssen sie separat beschrieben werden.

Horgos

Der Ort ist 1,5km von der ungarischen Grenze entfernt und ca. eine Stunde Fußmarsch zur nächsten Einkaufmöglichkeit. Die ca. 40 überwiegend aus Afghanistan stammenden Menschen, darunter einige Minderjährige, wohnen hier in in einer selbstverwalteten Struktur in alten und kaputten Scheunen. Mit der Unterstützung von escuela con alma wurde eine Versorgung mit Strom (Autobatterien), Wasser, Waschdienst und Essen etabliert. Zudem wurden Öfen gebaut, sodass zumindest drei Räume beheizbar sind.

Da es keinen Wasseranschluss gibt ist der Hygienestandart eher schlecht und hängt von der Unterstützung ab. In den letzten Monaten fuhren die Unterstützer*innen regelmäßig mit einer mobilen Dusche zu dem Ort. Jedoch ist diese aktuell kaputt. Zudem können die Räumlichkeiten nicht zufriedenstellend gereinigt werden und eine medizinische Versorgung gibt es nicht. Einige leiden an Verletzungen durch die Strapazen der Flucht oder Polizeigewalt und Folgen der fehlenden Hygiene.

Hier leben die Menschen teilweise schon seit Monaten ohne eine wirkliche Perspektive auf ein Weiterkommen. Es ist beeindruckend wie sie es in einer solchen Umgebung schaffen sich gemeinsam zu organisieren und solidarisch miteinander umzugehen.

Train Station

Bei dem anderen Ort handelt es sich um leerstehende Häuser neben dem Bahnhof im Zentrum der Stadt, die seit einem 3⁄4 Jahr besetzt sind. Es sind offene, fensterlose Ruinen, ohne Heiz- und Kochmöglichkeiten, Strom oder anderer Infrastruktur. Hier ist eine höhere Fluktuation an Menschen, die meisten sind sehr jung und viele minderjährig. Ihre Situation muss insbesondere durch die extremen Temperaturen (bis -10Grad) als lebensbedrohlich beschrieben werden. Zwar werden sie mit Sachspenden (vor allem mit Decken und warmer Kleidung) unterstützt und so die physische Bedrohung minimiert, doch durch ihre Ausweglosigkeit sind sie zusätzlich psychisch extrem belastet. Hier wäre, durch die mangelnde Hygiene sowie die härteren Bedingungen, eine medizinische Versorgung noch dringlicher.

Auch die Polizei geht in der Stadt aggressiver gegen die Flüchtenden vor. So wird von gewalttätigen Übergriffen und 5-7 stündigen Ingewahrsamnahmen durch die serbische Polizei berichtet, welche versuchen die Menschen aus der Innenstadt zu vertreiben. Eine der Unterstützer*innen kommentiert ihre Eindrücke von vor Ort:

„Nach dem ersten Besuch in den alten Scheunen außerhalb waren wir schockiert. Doch als wir dann den Ort in der Stadt besuchten, konnten wir kaum fassen, wie Menschen in solchen prekären Bedingungen leben müssen.“

Keine Perspektive in Serbien und keine Weiterkommen

Serbien ist ein armes Land mit niedrigen Aufnahmequoten. Die Flüchtenden berichten von überfüllten Aufnahmelagern, die ihnen auch keine lebenswürdigen Bedingungen bieten. Der Weg in die EU ist gut gesichert: an der ungarischen Grenze gibt es zwei unter Strom stehende Zäune mit Stacheldraht, Wärmekameras mit 8km Reichweite, Wachhunde, Lautsprecher in vier Sprachen und schon beim Annähern an den Zaun gewalttätige Polizei. Sind solche Versuche dann doch einmal erfolgreich, berichteten Geflüchtete, dass es immer wieder zu illegalen und brutalen Push-Back-Aktionen kommt. Nach dem Dublin
III-Abkommen wäre Ungarn für das Asylverfahren verantwortlich, sobald ein Geflüchteter das Territorium betritt. Werden die Menschen nicht aufgenommen sondern ohne Verfahren zurückgeschickt, widerspricht dies dem geltenden Recht.

Die Fluchtgründe

Die Flüchtenden in Subotica stammen vorwiegend aus Afghanistan und einige aus dem Iran und Pakistan. Sie zeigen schreckliche Bilder aus ihre Heimat: Geköpfte Menschen, tote Kinder, blutüberströmte Mädchen und Bilder von Folterungen. Zudem sind einige von Narben gezeichnet, die Folge von Folterungen sind und die sie noch immer schmerzen. In Erzählungen wird berichtet, dass viele vor dem „Bürgerkrieg“ fliehen, in dem 41 weitere Staaten mitmischen. Diesen Einsatz beschreibt einer der Bewohner in Horgos als ein Kampf um Macht im Zusammenhang mit den afghanischen Bodenschätzen und wünscht sich, nicht in einem solchen Ölreichen Staat geboren zu sein. Sie erzählen also nicht nur vor den Taliban, sondern auch von Problemen in Folge des Nato-Einsatzes in Afghanistan. Jetzt müssen sie in daran beteiligte Länder fliehen und wissen, dass es auch dort, wenn sie es schaffen sollten, nicht einfach werden wird.

 

(Quelle)

Morgenland etc.

7. Mai 2018

Ich darf heute noch nicht über die tiefe Krise schreiben, in die das Lingener Abifestival geraten ist. Das hab ich versprochen und gestern gar zwei Tweets dazu gelöscht. Aber die Situation ist -sechs Wochen vor dem geplanten AF-Wochenende- ausgesprochen ernst – angesichts immer neuer bürokratischer Forderungen aus dem Lingener Rathaus. Allen Beteuerungen zum Trotz haben die dortigen Bürokraten längst das Zepter übernommen und die Abifestival-Gemeinde steht ratlos da.

Also schreib‘ ich heute ersatzweise etwas über das Morgenland-Festival, dessen erfreuliche Neuauflage zeitgleich in Osnabrück ansteht.

Unter www.morgenland-festival.com finden sich seit dem wochenende alle Informationen zu Konzerten und Ticketing. Das Morgenland Festival Osnabrück 2018 verlagert seinen Fokus nach Osten und wird sich der Musik Zentralasiens in verschiedenen Konzerten widmen. Auf den Spuren der Seidenstraße gelangen wir mit der herausragenden Pipa-Spielerin Wu Man und dem Sheng-Virtuosen Wu Wei bis nach China.
Wir freuen uns sehr auf das kasachische Ensemble Khazar, den Lichtkünstler Philipp Geist, auf UlzhanBaibussynova und Raushan Orozbaeva, Nezar Omran und Ingolf Burkhardt, Hogir Göregen, Florian Weber, Homayun Sakhi, SirojiddinJuraev, Salar Nader, MukhtorMuborakqadomov, den DJ Hello Psychaleppo, Salman Gambarov und Bodek Janke, auf das Gurdjieff Ensemble und Hewar, und natürlich auf unsere langjährigen Freunde der Morgenland All Star Band und das Ensemble desMorgenland Campus.
Ein umfangreiches Gastspiel bringt das Festival bereits nächste Woche nach Almaty in die Kasachische Staatsphilharmonie, in das Musikinstrumentenmuseum Almaty und in verschiedene Bars zu Jam-Sessions. Mit der VW Werkshalle 2 wird ein spektakulärer neuer Spielort erkundet, und mit der Elbphilharmonie und dem Holland Festival hat das Morgenland Festival international strahlende Kooperationspartner.
Vorgestern eröffnete bereits die Ausstellung „Hass und Hoffnung. Afghanistan“ – Fotografien von Andy Spyra in der Felix Nussbaum Sammlung.
Die Ausstellung ist eine Koproduktion von Morgenland Festival Osnabrück und Museumsquartier Osnabrück.
Eine große Ehre für die Festivalmacher ist übrigens eine eigene Sendung mit Konzertmitschnitten des Morgenland Festival Osnabrück auf dem internationalen Jazz-TV-Bezahlsender Stingray DJazz, die am 1. Mai begonnen hat.

„Wenn ich mich mit Bloglesern unterhalte, kommt es häufig zu so Äußerungen wie „wie hälst du das nur alles aus“ und „was kann man denn überhaupt machen“. Ich finde es gefährlich, wenn man alle Dinge für unwirksam hält, die nicht gleich Auswirkungen auf globaler Ebene haben. Man muss eben tun, was man innerhalb seines Aktionsradius‘ machen kann.

Aber manchmal gibt es Ausnahmen. Da geht jemand los und tut etwas, das auch außerhalb des normalen Aktionsradius von einer Person Auswirkungen haben kann. Auf dem 33c3 gab es eine Filmvorführung von „National Bird“, das war sowas. Eine vergleichsweise zierliche Journalistin, die vorher als Korrespondentin für NDR und CNN gearbeitet hat, entschied sich eines Tages, dass sie die Drohnenmorde nicht mehr hinnehmen will. Sie nahm sich eine US-Soldatin und ging mit der einfach so in die Drohnenmordgebiete in Afghanistan. Mehrere Whistleblower kommen zu Wort. Nach allen Kommentaren zu dem Film ist das ein zeitgenössisches Meisterwerk, eine Sache, bei der jeder von uns als erstes denkt: Whoa, die hat mal was gemacht! Geil!

Und der Film gammelt da jetzt in der Obskurität herum, lief auf ein paar Filmfestivals. Das Mindeste, was wir jetzt alle machen können, ist dafür zu sorgen, dass sie dieses krasse Risiko nicht umsonst eingegangen ist. Sie und die Whistleblower natürlich. Ich will jetzt nicht ausführen, was ich gehört habe, was die für Drohungen ausgesetzt sind, das könnt ihr euch ja selber denken.

Jedenfalls, wer den Film sehen möchte, und dazu möchte ich alle Leser ausdrücklich aufrufen, der kann das in einigen Kinos im Lande tun. Viel weniger als ich gehofft hätte, aber hey, immerhin. Man kann, wenn man will. Ihr solltet die Chance nutzen.“ (Quelle)

Geht man auf den Link, findet sich im 50km Umkreis um Lingen kein Kino. Also, Centralkino, mach mal. Vor alle,, wenn man diesen Kommentar liest: „Primitivste Propaganda – aber bei den meisten wohl sehr gut wirkend.

Der Dokumentarfilm „National Bird“ begleitet Menschen, die entschlossen sind, das Schweigen über eine der umstrittensten militärischen Maßnahmen der jüngeren Zeit zu brechen: Den geheimen Drohnenkrieg der USA.

Im Zentrum des Films stehen drei Kriegsveteranen der US-Air-Force, die in unterschiedlichen Funktionen selbst an diesem Krieg beteiligt waren. Ihre Mitschuld an der Tötung Unbekannter – und möglicherweise Unschuldiger – auf weit entfernten Kriegsschauplätzen lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Schließlich gehen sie an die öffentlichkeit – ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen.

Im Verlauf des Films nehmen ihre Geschichten dramatische Wendungen: So führt eine der Protagonistinnen selbst nach Afghanistan, wo sie mit einem grauenhaften Vorfall und dessen Opfern konfrontiert wird. Doch ihre Reise bietet auch Anlass zu Hoffnung auf Frieden und Versöhnung.

Fatimeh

9. Januar 2017

Nachfolgend dokumentiere ich das Schicksal der Afghanin Fatimeh, deren Asylantrag abgelehnt wurde, und die nun mit einer Duldung in Deutschland lebt. Wäre das Asylverfahren ordentlich betreut worden, wäre Fatimeh wohl anerkannt worden, und es hätte gute Aussichten für einen Familiennachzug gegeben. Nun gehört sie zu dem großen Kreis der afghanischen Flüchtlinge, die aufgrund der Ankündigungen des deutschen Innenministers de Maiziére, abgelehnte Flüchtlinge nach Afghanistan abschieben zu wollen, in großer Angst bei uns lebt und keine Chance hat, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen.

Fatimeh

Derzeit werden Abschiebungen nach Afghanistan aus Niedersachsen n i c h t vollzogen. Das Land Niedersachsen wartet auf eine Stellungnahme des Auswärtigen Amts zur Verschärfung der Sicherheitslage in Afghanistan, wie sie sich auch aus der neuen Erkenntnismittelliste zur Sicherheits- und Gefahrenlage in Afghanistan (Stand 3.1.2017) ergibt. (Quelle)

Keine Frage, was würde, wenn nach den Landtagswahlen Anfang kommenden Jahres wieder die das Sagen haben sollten, die zum Schlag des unsäglichen Uwe Schünemann zählen, der 2013 als CDU-Innenminister abgewählt wurde.

Ausgedient

25. Januar 2015

„Ausgedient“ handelt von Soldaten, die aus dem Krieg kommen und so krank geworden sind, dass sie weder ihren Einsatz fortführen noch so weiterleben können wie vorher. Ihre psychischen Beschädigungen sind so tiefgehend, dass sie intensiver psychiatrischer Behandlung bedürfen. Ihre Verletzungen sind nicht sichtbar. Aber es sind die Folgen eines Krieges, dem wir uns bisher nicht wirklich gestellt haben. Der Film porträtiert die Kompanie eines Panzergrenadier-Regiments, das auf den Einsatz in Afghanistan vorbereitet wird. Wie bereitet die Bundeswehr ihre Soldaten auf extremste Gewalterfahrungen vor? Wir sehen Soldaten, die aus Afghanistan zurückgekehrt sind, und solche, die dort hinfahren werden. Die traumatisierten Rückkehrer werden vom Horror ihrer Einsätze bis in ihren Alltag verfolgt. Für die Soldaten in der Vorbereitung ist Afghanistan vorerst nicht mehr als ein Potemkinsches Dorf auf einem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster.

„So wird nur selten vom Krieg erzählt. An Leichenteile, die nach einem Selbstmordanschlag herumliegen, an Gerüche und Schreie der Verwundeten erinnern sich vier Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren. Und ihre Schilderungen sind erschütternd intensiv und konkret, denn was ihnen vor vielen Jahren widerfuhr, dominiert heute noch ihr Leben.

Einer von ihnen spricht davon, dass er „nach neun Jahren in derselben Schleife“ lebt, ein anderer „hasAusgedientst die ersten Frühlingstage“ und stellt in einer Therapiesitzung die Frage, ob es nicht einfacher für ihn gewesen wäre, wenn er, statt sich nun mit diesen Erinnerungen herumzuquälen, in Afghanistan gefallen wäre. „Man hat Menschenleben beendet“, sagt der eine und ein weiterer schildert, wie er das abgetrennte Bein eines Attentäters mit bloßen Händen angefasst hat und sich deshalb heute noch schuldig fühlt.

Michael Richter stellt in seiner Dokumentation „Ausgedient“ die Frage, wie der Krieg die Soldaten verändert…. „
AUSGEDIENT (D 2014, 80 mins) Buch und Regie: Michael Richter, Kamera: Uli Fischer, Jens Gebhard, Ton: Arndt Henning, Schnitt: Silke Olthoff, Redaktion: Jutta Krug (WDR) + Barbara Denz (NDR), gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Eine Produktion von HANFGARN & UFER Nord
*** Nominierung PRIX EUROPA 2014 ****
*** Nominierung Friedensfilmpreis Osnabrück Filmfestival ***
[leider habe ich zu diesem wichtigen Dokumentarfilm keinen Trailer entdeckt]

Preis

6. April 2014

Heute am Sonntag muss ich wieder an die erschossene Fotojournalistin denken. Hal Faber schreibt:

„Anja Niedringhaus war eine große Fotografin.… Sie wurde in Afghanistan erschossen. Vor ihr starben Sardar Ahmad und Nils Horner. Alle drei wollten über die friedlichen Wahlen in Afghanistan berichten.“

In den letzten beiden Tagen habe ich zahlreiche, beeindruckende Fotos dieser Frau gesehen, die mir unbekannt war und die jetzt aus Rache erschossen wurde. Ich las, was sie zu sagen hatte: „Ich bin zur größten Pazifistin geworden, seit ich in diesen Gebieten arbeite. Mit Panzern löst man keine Probleme.“

So ist es wohl. Doch den Preis für die Alternative zahlen Menschen wie Anja Niedringhaus.

Bildschirmfoto 2014-04-06 um 09.08.12

Flüchtlingskinder

1. Februar 2014

Portraits of Afghan Child Refugees
Show the Legacy of Conflict

Around 1.6 million Afghan refugees live within Pakistan’s borders, making up one of the world’s largest refugee communities, according to the United Nations refugee agency. These people have been fleeing persecution and violence in Afghanistan ever since the Soviet invasion in 1979. Despite feeling alienated in Pakistan, many refugees say they wouldn’t take the risk of returning to Afghanistan. Because of the turmoil, generations of Afghan children have been growing up in Pakistan, never going to school and uncertain of their future.

Below is a beautiful series of portraits taken by Muhammed Muheisen for the Associated Press of Afghan children living in Islamabad, Pakistan.

Augen

laiba Hazrat, 6
IMAGE: MUHAMMED MUHEISEN/ASSOCIATED PRESS

Mehr beeindruckende Aufnahmen hier

“We Are The Not Dead”

19. Januar 2014

“We Are The Not Dead”: Fotografin Lalage Snow schuf beeindruckende Porträtfotos von britischen Soldaten in Afghanistan. Sie fotografierte  die Männer jeweils vor, während und nach ihrem Einsatz. Und jede/r sieht, wie sich die Mimik der Beteiligten verändert. Hier die zum Beispiel die Aufnahmen von Chris Mac Gregor (24),  Ben Frater (21) und Sean Patterson (19)

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Before-During-After-War-Private-Ben-Frater-21-685x426Before-During-After-War-Private-Sean-Patterson-19-685x428Weitere Porträts finden sich hier und noch ein  Interview hier.

[Fotos © by Lalage Snow]

Zuflucht

13. Juni 2013

„Das Amtsgericht Nienburg spricht eine Frau frei, die mit gefälschten Papieren in Deutschland Zuflucht gefunden hat. Sie habe keine Alternative gehabt.

Rechtsverstöße können legitim sein, wenn ein Notstand vorliegt. Zu dieser Auffassung ist das Amtsgericht Nienburg in Niedersachsen gekommen, das eine Afghanin freigesprochen hat, die mit gefälschten Papieren als Flüchtling in Deutschland eingereist ist. „Kann sich der Täter – wie hier gegeben – keine echten Papiere beschaffen, so verbleibt ihm nur die Einreise mit gefälschten Papieren“, sagte Amtsrichter Philipp Förtsch in seinem Urteil.

In dem Fall ging es um eine junge Afghanin. Sie lebte mit ihrem Ehemann in Kabul, der als Dolmetscher für die US-Streitkräfte tätig war. Als 2011 die Truppen des nordatlantischen Bündnisses abgezogen wurden, befürchteten die Eheleute Repressalien. Sie hatten Angst um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder…. „[weiter bei der taz]

Ein taz-Beitrag von KAI VON APPEN

Reiseagentur

12. Februar 2011

Während andere Sozialdemokraten über Hartz IV, Afghanistan, Pflegeversicherung oder so etwas Unerfreuliches wie Kommunalpolitik diskutieren, profiliert sich die SPD Baccum als Reiseagentur: