stocksauer auf Koop
3. Februar 2026
Heute titelt die „Lingener Tagespost“:
und meint damit die vom Betreiber dieses kleinen Blogs geäußerte Kritik unserer BN-Fraktion an dem durch alle anderen Fraktionen des Rates verabschiedeten Plan, lediglich auf unverbindliche Zusagen eines (mehrerer) Investoren beim Mieterschutze im nördlichen Teil von Reuschberge zu vertrauen. Für eine rechtliche Festschreibung dieser Zusagen sei es nämlich „noch zu früh“, jetzt würde es für die Mieterinnen und Mieter erst einmal darum gehen, einen verlässlichen Zeitplan zu haben. Doch, was nützt den Mietparteien das Wissen, wann ihre Wohnungen geräumt werden müssen, wenn nicht zugleich verbindlich festgeschrieben ist, dass die Mieten nach der (notwendigen und richtigen) Sanierung noch bezahlbar und somit eine Rückkehr in sanierte Räumlichkeiten möglich ist?
Warum unsere BN-Forderung für Vertreter anderer Fraktion „unterste Schublade“ ist, die gemachten Versprechen nun auch einklagbar festzuhalten, bleibt genauso ein Rätsel, wie das Abstimmverhalten der lokalen Ableger von SPD und Grünen/FWL. Die Bundes-SPD und Bundes-Grünen lassen bekanntermaßen keine Gelegenheit aus, laut und öffentlichkeitswirksam „Mehr Sicherheit für Mieter:innen“ oder „stärkeren Mieter*innenschutz“ zu fordern. Doch im Lokalen, dort wo solche Forderungen bei den Menschen ankommen, stimmen sie dagegen. Ich habe diesen Widerspruch in der letzten Ratssitzung direkt vor der Abstimmung angesprochen. Trotzdem stimmten die Ratsmitglieder von SPD und Grünen gegen unseren BN-Antrag. Wer soll das verstehen?
Wohin dieses blindes Vertrauen auf mündliche Zusagen von Investoren führt, wissen die ehemaligen Mieterinnen und Mieter der Sternstraße in Lingen nur zu genau und ist für „alle zwischen 18 Und 65 Jahren“ aus „Niedersachsen, Minden und Bielefeld“ in diesem von der „Pro Urban AG“ als Werbeanzeige verbreiteten Instagram-Video aktuell schmerzlich sichtbar. Da wo also einst bezahlbarer echter Wohnraum war, wurden erst Pflegeheim und neue echte Wohnungen versprochen. Jetzt gibt es teure hotelähnliche Miniappartements und vor allem eines: Rendite. Das ist unterste Schublade.
Heute Abend 19 Uhr sind die Anwohnenden der Mühlenbachstraße zu einer städtischen Informationsversammlung in das Haus der Vereine in Reuschberge geladen. Mir scheint, dass die Räumlichkeiten für eine Information der Betroffenen nicht ausreichen können. Auch eine Botschaft von Krone & Co., wie sie die Menschen dort behandeln.
Spoiler:
Direkt nach dem Erscheinen des Artikels gestern Nachmittag habe ich in einem Kommentar auf der LT-Seite das flotte Foto von mir gelobt, das LT-Fotograf Lars Schröer geschossen hat und ihn darum gebeten, mir das Bildnis digital zuzusenden. Hinzu gesetzt habe ich noch, dass das Foto deutlich besser ist als der dazu gehörende Artikel.
Erschienen ist mein Kommentar trotzdem nicht…