Crossposting!*
Ein Schiff, das im Juni 2025 die Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal an der Lingener Lindenstraße rammte, dann die Sperrung der Brücke -selbst für Fußgänger und Radfahrer- und monatelanger Stillstand und eine Stadtverwaltung, die das Problem offenbar „verschlafen“ hat: Der Fall der beschädigten Kanalbrücke sorgt weiter für massive Kritik. Nun schlägt auch die Ärzteschaft Alarm. Dr. Thomas Götz, Facharzt am Bonifatius-Hospital, hat jetzt in einem Brandbrief an Stadtbaurat Schreinemacher das ausgesprochen, was Tausende Lingener täglich spüren: Die Brückensperrung ist nicht nur ein Ärgernis, sie ist eine Belastung für die Infrastruktur, auch die medizinische. Patienten verpassen Termine, Rettungswege sind in der Rushhour blockiert. Die „BürgerNahen“ sagten gestern klar: Diese Behäbigkeit ist inakzeptabel!
Während im medizinischen Bereich bei Notfällen jede Minute zählt, scheint die Zeit beim primär zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Meppen und im Lingener Rathaus stillzustehen. Sieben Monate (!) dauerte es vom Unfall bis zum Baubeginn im Januar 2026, und noch ist unklar, wann die Brücke wieder freigegeben wird. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach Rheinland-Pfalz. An der Moselschleuse Müden gab es im Dezember 2024 einen Totalschaden. Die Bilanz dort:
- Reparaturdauer: Nur 55 Tage.
- Arbeitsweise: 24/7-Schichtbetrieb, auch am Wochenende.
- Vergaberecht: Mut zur Eil-Vergabe ohne monatelange Ausschreibungs-Bürokratie.
Und in Lingen? Hier herrscht auf der Baustelle am Wochenende „Ruhe sanft“, während der Verkehr in der Stadt kollabiert. Besonders bitter: Die Kosten der Reparatur trägt die Haftpflichtversicherung des Verursachers. Die „sparsame“ und langsame Arbeitsweise des WSA schont also lediglich die Kasse der Versicherung. Die Zeche zahlen die Lingener Bürger, die lokalen Betriebe und die Umwelt durch unnötige Umwege und Abgase.
In der letzten Sitzung des Verwaltungsausschusses am vergangenen Donnersta zeigte sich der Stadtbaurat von der Kritik der Ärzteschaft noch „uninformiert“. Für die BN-Fraktion ist das ein Armutszeugnis. Sie sagt: „Wir lassen nicht locker:
- Druck aufs WSA: Die Stadt muss endlich massiv in Meppen intervenieren.
- Schichtbetrieb einfordern: Wer eine Hauptverkehrsader sperrt, muss unter Hochdruck arbeiten – auch am Wochenende!
- Beschwerde in Berlin: Wir werden eine offizielle Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bundesverkehrsministerium gegen die Verantwortlichen des WSA einreichen.
Lingen braucht keine Verwaltung, die Zuständigkeiten hin- und herschiebt, sondern eine, die Probleme löst.“
- ->Ein Crossposting von der Website Die BürgerNahen – bnlingen.wordpress.com