„Einstimmig“

4. Februar 2026

Gestern Abend fand die erste Stadtsanierung-Bürgerversammlung in Reuschberge statt. Im, mit weit mehr als 100 Personen überfüllten ehem. Offiziersheim an der Scharnhorststraße gab es zahlreiche Fragen der betroffenen Mieter und Eigentümer beiderseits der Mühlenbachstraße an OB Krone, Baurat Schreinemacher und Frank Exeler, Vertreter der Investorengesellschaft. Anwesend waren auch Mitglieder der Ratsfraktionen von FDP, BürgerNahen (BN), Grüne/FWL und SPD. Ich weiß nicht, ob jetzt immer Mitglieder von SPD und Grünen mitmüssen, wenn ihr OB-Kandidat Dieter Krone auftritt; aber solche von der CDU habe ich nicht gesehen, auch nicht den Vorsitzenden des zuständigen städt. Ausschusses für Planen, Bauen und Mobilität, meinen guten Bekannten Günter Reppien.

Bemerkenswert: OB Krone begann seine kurze Vorstellung des Vorhabens gleich mit einer Unwahrhaftigkeit. „Einstimmig“ habe der Stadtrat in der vergangenen Woche für die Stadtsanierung gestimmt, sagte er und fast schon begeistert  wiederholte es gleich noch einmal: „einstimmig“. Doch das ist falsch, denn „einstimmig“ war die Abstimmung im Stadtrat nicht.

Einstimmigkeit bedeutet nämlich, dass alle Stimmberechtigten, die an der Abstimmung teilnehmen, gleich abstimmen (in diesem Fall „Ja“). Sobald es -wie am vergangenen Donnerstag- Enthaltungen gibt, ist aber die Einstimmigkeit des Votums schon rechnerisch nicht mehr gegeben, wie jeder Lehrer (m/w/d) für Mathematik weiß. Weil sie die Stadtsanierung an sich für einen richtigen Schritt halten, haben sich unsere BN-Ratsmitglieder bei der Abstimmung über die Einleitung der vorbereitenden Untersuchungen der Stimme enthalten. Sie wollen nämlich -im Gegensatz zu den anderen Ratsfraktionen- bei der Stadtsanierung deutlich mehr und stärkeren Schutz für die Mietparteien und vor allem, so die BN in ihrem abgelehnten Änderungsantrag, sollen die Hilfen für die Mieterinnen und Mieter unabhängig von der Investorengesellschaft sein.

Wenn, wie im Lingener Stadtrat, niemand mit „Nein“ gestimmt hat, aber Enthaltungen vorliegen, heißt es: „Der Beschluss wurde ohne Gegenstimmen gefasst.“ Das ist korrekt und wasserdicht, da es die Enthaltungen zwar als vorhanden, aber nicht als Ablehnung wertet. Die folglich unwahre Darstellung durch Dieter Krone war übrigens nicht die einzige Unkorrektheit in der Versammlung und manche Frage blieben offen. Darunter auch die allererste gestern Abend: Wie teuer werden die künftigen Mieten?

ps Ich habe gestern Abend viel mitgeschrieben und werde versuchen, das in den nächsten Tagen zu Papier zu bringen.

Leon Windscheid

4. Februar 2026

Dr. Leon Windscheid: Alles perfekt
Lingen (Ems), EmslandArena
Sonntag, 8. Februar 2026 – 18 Uhr
Karten: ab 37,50 EUR

Ob mit dem Podcast »Betreutes Fühlen«, seinem Platz 1 SPIEGEL-Bestseller »Besser Fühlen« oder als Moderator im ZDF – Dr. Leon Windscheid fasziniert die Menschen und ist der bekannteste Psychologe Deutschlands. Auf seiner letzten Live-Tour begeisterte er über 100.000 Menschen in ausverkauften Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jetzt geht er mit seinem neuen Programm »ALLES PERFEKT« auf Tour. Und das genau zum richtigen Moment, denn die Welt verlangt immer mehr von uns: Wir müssen im Job, im Bett und auf der Yogamatte funktionieren, gut aussehen und selbstbewusst lächeln. Jedes Kind ist hochbegabt, keiner will Falten, Therapie brauchen nur Versager. Höher. Schneller. Weiter. Der Anspruch unserer Zeit lautet
Perfektion. Wir spüren, dass uns das nicht gut tut und hecheln trotzdem im Hamsterrad.

Wie geht das besser? Wie gelingt ein Leben in echter Zufriedenheit?
Basierend auf den neuesten Erkenntnissen der weltweiten Spitzenforschung, nimmt der Senkrechtstarter der Psychologie sein Publikum mit auf eine atemberaubende Expedition durch den eigenen Kopf. Mal mit Tränen in den Augen vor Lachen, mal ganz still und nachdenklich. Leon zeigt, woher die übertriebenen Ansprüche kommen, die so viele von uns fühlen und warum die Glaubenssätze unserer Kindheit uns oft ganz unbewusst unter Druck setzen oder es so schwer ist, das zu tun, was einem wirklich guttut.

Wissenschaftlich fundiert serviert Leon zwei Stunden Psychologie live. Ein Abend voller Gedanken, von denen man sich nachher wünschen wird, man hätte sie schon vorher gekannt. Wer kommt, wird etwas für sich mitnehmen: Veränderung in kleinen Schritten, ein neuer Blick auf uns selbst und vor allem die Erkenntnis, dass dann alles perfekt ist, wenn wir akzeptieren, dass niemals alles perfekt ist.
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(Text: ELAena)