Nachdem sich Brigitte Bardot 1973 vom Film zurückzog, gründete sie ihre Tierschutz-Stiftung, für die sie Teile ihres Vermögens versteigerte und mehrere Tierheime einrichtete. Die Schauspielerin engagierte sich unter anderem gegen Robbenjagd und Stierkämpfe. Bardot selbst lebte seither in Saint Tropez sehr zurückgezogen. 

Später machte sie zunehmend mit Rechtsaußen-Positionen von sich reden, wetterte gegen eine angebliche „Überfremdung“ Frankreichs durch muslimische Einwanderer, zeigte sich als Anhängerin der französischen Rechtsaußen Marie Le Pen, und die Tierschützerin wurde schließlich mehrfach wegen Anstiftung zum Rassenhass verurteilt. Das hinterlässt mehr als Kratzer an der großartigen Schauspielerin der 1950er und 1960er Jahre, die jetzt im Alter von 91 Jahren starb.

Die große Bardot wirkte bis 1973 in mehr als 50 Filmen mit und machte sich als „B.B.“ einen Namen. Die lasziv wirkende Blondine mit dem Schmollmund wurde weltweit als Sexsymbol gefeiert. Zu ihren bekanntesten Filmen zählten „Die Wahrheit“, „Die Verachtung“ und „Viva Maria!“. Sie arbeitete unter anderem mit den großartigen französischen  Regisseuren Jean-Luc Godard und Louis Malle zusammen. Godards „Die Verachtung“ hier zur Erinnerung an die Schauspielerin „B.B.“ in deutscher Synchronisation mit Margot Leonard (Brigitte Bardot/Camille Javal) und Heinz Drache (Michelle Piccoli/Paul Javal):

(Quellen: Deutschlandfunk Kultur, NDR Kultur, Filmkritik; Foto: REMY DE LA MAUVINIERE (CC) BY 4.0)

Heute vor 100 Jahren wurde die große Hildegard Knef geboren. Blog-Leserin Kiki hat mir schon im vergangenenen März geschrieben, dies sei das wichtigste Datum in diesem Jahr. Das kann schon sein. Wirklich.