Reisen mit dem Zug ist toll, aber…
11. Juni 2019
„Erst kürzlich habe ich eine Reise von Berlin nach Kopenhagen geplant. Diese Strecke habe ich in den vergangenen Jahren schon oft bewältigt, meist in einem Billigflieger von EasyJet. Dieses Mal wollte ich mir aber Alternativen anschauen und habe geguckt, was die Bahn so anbietet. Dass eine solche Reise mit der Bahn einen halben Tag dauern kann war zu erwarten, eine Reise in einem Nachtzug wäre prinzipiell sogar eine schöne Erfahrung gewesen. Das größte Problem war allerdings ein anderes, nämlich der Preis! Selbst mit Bahncard 25 wäre ich auf mindesten den doppelten Preis gekommen.
Wer innerdeutsch reist steht oft vor dem selben Problem:.
Irgendwas läuft doch da ordentlich falsch. Der Klimawandel schreitet ungebremst voran, Flugreisen – oder zumindest Kurzstrecken – werden zurecht verteufelt, aber es fehlen die Alternativen. Es kann doch nicht sein, dass Bahnreisen zu einem Luxusgut verkommen sind.
Ein paar Antworten auf diese Fragen findet ihr im Interview mit Lukas Iffländer, Erhenamtlicher im Bundesvorstand des Fahrgastverbandes “Pro Bahn” auf bento. Spoiler: es hat mit der Politik zu tun.“
(gefunden bei Blogrebellen– Ein Beitrag von Peter “Withoutfield” Ohnacker. Danke für’s OK ihn hier zu posten)
Ramses I.
12. Januar 2012
Gastautor Karl Ramses weiß etwas über „fast stabil“:
„Bei der Entsorgung alter Tankrechnungen habe ich festgestellt, dass ich in Lingen Ende 2001 für den Liter Diesel 1,429 Deutsche Mark bezahlen musste. Anfang 2002 waren es 0,764 Euro. Gestern sah ich auf der Anzeige bei ARAL einen Preis von 1,489 Euro. Der Preis ist somit fast stabil geblieben, nur die Währung hat gewechselt.
Wenn mein Einkommen mit dieser Entwicklung Schritt gehalten hätte, wäre das als fast normal zu verkraften. Dem ist aber leider nicht so. Mein Bruttoeinkommen ist seit dem Jahr 2001 leider nur um rund ein Drittel erhöht worden. Und da ich zwischenzeitlich in den Ruhestand versetzt worden bin (Habe ich mir nach 48 Jahren und 5 Monaten im Dienst der Deutschen Post redlich verdient!), muss ich mit zwei Dritteln des letzten Bruttogehaltes auskommen. Ich kann’s verkraften. Aber es gibt Kollegen/Innen, die mit weit weniger Geld auskommen müssen. Was machen die bloß?“