Gesellschaftliche Polarisierung durch Soziale Medien?
Zum Strukturwandel öffentlicher Debatten.
Prof. Dr. Johannes Angermuller (Open University, Milton Keynes/UK)

Montag, 9. Februar 2026 –
18.00 -19.30 Uhr

Die Online-Veranstaltung via Zoom findet in deutscher Sprache statt.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Soziale Medien und Künstliche Intelligenz haben die Art und Weise grundlegend verändert, wie politische und gesellschaftliche Diskurse geführt werden. Während die Inhalte traditioneller Medien von professionellen Journalist*innen geprüft werden, ermöglichen Plattformen wie Twitter/X, Facebook und Instagram eine vermeintlich ungefilterte und spontane Kommunikation in ideologischen Blasen. Die Frage ist somit: Verstärken Soziale Medien lediglich bereits vorhandene gesellschaftliche Spaltungen oder schaffen sie neue Formen der Polarisierung, indem sie etwa gezielt Emotionen ansprechen? In der Veranstaltung wird der aktuelle Strukturwandel der öffentlichen Diskussion nachgezeichnet und danach gefragt, ob und in welcher Weise dieser nach neuen Ansätzen demokratischen Widerstands verlangt.

Der Abend ist die zweite Veranstaltung einer neuen digitalen ISM-Veranstaltungsreihe: Progressive Politik in der Multi-Krise. Mitglieder des ISM-Kuratoriums und eingeladene Expert*innen aus Wissenschaft und Politik diskutieren über zentrale Herausforderungen für progressive Akteure angesichts der tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der Gegenwart.

Die von Andrea Ypsilanti moderierte Veranstaltung der Reihe findet online am kommenden Montagabend, 9. Februar statt. Den Auftakt für die Diskussion über Gesellschaftliche Polarisierung durch Soziale Medien? liefert dabei Prof. Dr. Johannes Angermuller in seinem Vortrag. 


Das im Januar 2010 gegründete Institut Solidarische Moderne (kurz: ISM) ist eine linke politische Denkfabrik („Think Tank“) in Deutschland.

Es versteht sich als parteien- und organisationsübergreifende Plattform, die progressive, solidarische Politikkonzepte entwickelt – vor allem für eine sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft. Damit ist das ISM so etwas wie das linke Gegenstück zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), im Gegensatz zum neoliberale INSM-Credo  also progressiv, sozial-ökologisch und basisdemokratisch orientiert.