denunzieren

3. Dezember 2018

Das von mir durchaus geschätzte Zentrum für politische Schönheit ruft mit seiner Aktion „SOKO Chemnitz“ zum Denunzieren auf.

Fefe schreibt:  „Die haben sich auch ihre Gerechtigkeit mit ‚aber das trifft doch bloß Nazis, die kann ich eh nicht leiden‘ weggeballert. Und werden sich noch umdrehen, wenn die Identitären das jetzt gegen linke Demonstranten anwenden, und keiner kann dagegen was sagen, weil wir das ja auch beim ZPS geduldet haben.

Die rufen zum Denunzieren von Leuten auf, die auf Nazi-Demos mitdemonstriert haben. Die soll man bitte bei ihren Chefs anschwärzen, damit sie den Job verlieren. Und das ZPS hat ein Büro in Chemnitz eröffnet, von dem sie sagen, dass man da Geld kriegt, wenn man Leute denunziert. Von dem Teil nehmen ich an, das das Getrolle ist. Und ich vermute auch, dass sie eventuell reinkommende Denunziationen vernichten und nicht weiterleiten würden, weil das sonst sehr teuer werden könnte mit der DSGVO und so. Die Ausrede wird wieder „Kunst“ sein. Und wenn sie damit durchkommen, erwarte ich von den Nazis Gegen-„Kunst“. Das wird bestimmt ganz furchtbar. Wie bei „Auge um Auge“. Am Ende sind alle blind.

Inzwischen droht das Jüdische Forum mit rechtlichen Schritten, weil es seine Zustimmung für die Nutzung seiner Bilder explizit nicht erteilt hatten. Ein anderer Leser sieht Parallelen zum Internetpranger der Hamburger Polizei zu G20 und findet es nicht in Ordnung, wie die Bevölkerung andere Maßstäbe anlegt.“

Update vom 5. Dezember

So ist es.😣

Aktion III

29. Juni 2015

PoliticalBeauty

 

Die in Lingen agierenden Aktivisten vom „Zentrum für politische Schönheit“ (Politicalbeauty.de) haben heute in unserem Städtchen ihre Protestaktionen gegen die europäische Flüchtlingspolitik und deren tödliche Folgen fortgesetzt.

Vor dem abendlichen Rathaus und am frühen Morgen auf dem Marktplatz sowie in der Marienstraße platzierten sie Kreuze mit der Aufschrift www.politicalbeauty.de.

(Foto: twittarisse)

Aktion II

28. Juni 2015

Mit einem symbolischen Grab in der Bahn-Unterführung am Theo-Lingen-Platz haben sich jetzt auch in Lingen (Ems) -leider unbekannte- Aktivisten an den Protestaktionen gegen die europäische Flüchtlingspolitik und deren Folgen beteiligt.

Am vergangenen Wochenende hatte es in Berlin den Auftakt der Proteste gegeben. Ein  „Zentrum für politische Schönheit“ hatte vor dem Reichstagsgebäude Gräber ausgehoben, um symbolisch Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu beerdigen.

Jetzt kam es zu Aktionen in Osnabrück und heute auch in Lingen, wo an einem aufgestellten Holzkreuz die Aufschrift FOR THE UNKNOWN REFUGEE auf das Flüchtlingssterben aufmerksam machen.

GrabBahnhof

 

(Foto: WaslosinLingen)

Aktion

22. Juni 2015

„Die Toten kommen

Wir verlieren jeden Tag hunderte Einwanderer an unseren Grenzen. In den kommenden Tagen werden Menschen, die auf dem Weg in ein neues Leben an den Außengrenzen der Europäischen Union ertrunken oder verdurstet sind, nach Berlin kommen. Es geht um die Sprengung der Abschottung des europäischen Mitgefühls. Gemeinsam mit den Angehörigen haben wir menschenunwürdige Grabstätten geöffnet und tote Einwanderer exhumiert. Sie sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland. Die Angehörigen haben entschieden, was dort geschehen wird. Es wird Europa in einen Einwanderungskontinenten zurückverwandeln!“

Einer der Aktivisten des „Zentrum für politische Schönheit“, auf dessen Internetseite sich dieser Text findet, hat fotografiert, wie die toten Flüchtlinge in Plastiksäcken gestapelt übereinander in einer defekten Kühlkammer im Keller italienischen Krankenhaus con Augusta auf Sizilien lagern. Es ist ein brutales Bild.

Ein Reporter der Taz ist mittlerweile in das kommunalen Muscatello-Krankenhauses von Augusta (Sizilien). gereist, wo das Bild entstanden ist. Er hat den Bestatter getroffen und den Rechtsmediziner, war in Krankenhäusern, bei Geistlichen, in der Kommunalverwaltung, und schließlich auf dem Friedhof. Manche verweigern die Aussage, andere relativieren oder klagen an, und am Ende dieser präzisen, suchenden Reportage ist zweierlei klar: Was mit diesen Leichen passiert ist, ist tatsächlich unwürdig.

Die ZEIT berichtet über den heutigen Tag in Berlin: „Viele starke Bilder … gibt es nun von Gräbern vor dem Reichstag, von oben sieht es bestimmt fast so aus wie auf dem Modell, dass die Aktivisten vorher entworfen hatten. Und so war all das wohl eine gelungene Aktion.“

FriedhofderFlüchtlinge

(Foto: via fefe.org; Quelle)