„Es wird also nun wieder rot-grün in Niedersachsen! Vielleicht wird es dann auch endlich einmal was mit der Reform des deutschen Strommarktes. Denn der ist wirklich obskur, wie folgende Darstellung vermittelt:

Niedersachsen ist in puncto Windenergie Vorreiter in Deutschland, im flächenmäßig zweitgrößten Bundesland stehen mit 6.119 Windrädern deutschlandweit die meisten Onshore-Windanlagen. Sie tragen einen großen Teil dazu bei, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch des Bundeslandes seit Jahren kontinuierlich steigt und 2020 sogar an der 100-Prozent-Marke kratzte.

Wirtschaftlich nutzt das den Niedersachsen aber herzlich wenig. Das liegt unter anderem an Bayern: Weht viel Wind im Norden, fallen am Spotmarkt die Preise, manchmal sogar unter null Euro.Wer Strom an der Börse kauft, bekommt dafür dann sogar Geld. Im Süden Deutschlands gibt es viele Unternehmen, die viel Strom verbrauchen, aber leider nur wenige Leitungen, die den Windstrom aus Niedersachsen in den Süden transportieren können. Die Kunden im Süden kommen an den billig eingekauften Windstrom „physisch“ gar nicht ran, er fließt einfach nicht so umfangreich von Nord nach Süd, weshalb im Süden Deutschlands die Gas- (oder andere Fossil-)Kraftwerke anspringen müssen, um den „billig“ eingekauften Strom auch tatsächlich liefern zu können. Und weil ins Stromnetz immer nur so viel Strom eingespeist werden kann, wie verbraucht wird, müssen in Niedersachsen die Windräder angehalten werden: Die Fossilanlagen im Süden „verstopfen“ das Stromnetz.

Energiewende obskur: Weht viel Wind, steigt in Deutschland die Treibhausgasproduktion. Zu allem Unbill zahlen wir Verbraucher doppelt: den Fossilstrom, der im Süden produziert wurde, und den Windstrom, der nicht eingespeist wurde. Denn die Windmüller genießen einen Einspeisevorrang.

Grund für diese Schieflage ist erstens der schleppende Ausbau der Windenergie im Süden Deutschlands. Grund zwei ist ein Einheitspreis auf dem Strommarkt: Seit Jahren wird eine Aufteilung in eine Nord- und eine Südzone in Deutschland diskutiert, die dafür sorgen könnte, dass Niedersachsen endlich auch einmal vom kostengünstigen Windstrom profitiert. Springen die Gas- (oder andere Fossil-)Kraftwerke im Süden nämlich nachfragegetrieben an, steigt der Strompreis sofort wieder an, allein deshalb, weil die Gas- (oder andere Fossil-)Rohstoffe derzeit ungeheuer viel Geld kosten.

Ungewöhnlich sind mehrere Marktpreisgebiete in einem Land nicht: Norwegen zum Beispiel hat fünf Zonen, Schweden vier. „Mit der Auftrennung von Marktgebieten gibt es zudem bereits Erfahrung“, schreibt der von mir hochgeschätzte Fachjournalist Bernward Janzing in der taz, „2018 wurde die bisher einheitliche Strompreiszone von Deutschland und Österreich geteilt, nachdem sie zu immer stärkeren Verwerfungen im Marktgeschehen geführt hatte“. Eine Nord- und eine Südzone in Deutschland würde den Strompreis im Norden drastisch senken, im Süden – also dort, wo der kostenlose Wind so wenig genutzt wird – deutlich erhöhen.

Wäre wie Doping für die Energiewende im Stromsektor. Also bitte Niedersachsen: Helft! Lass den Bayernurban ruhig schwurbeln! Dieses Wahlergebnis macht euch stark! Oder wie es die Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt formuliert:

„Statt den Weiterbetrieb gefährlicher AKW vorzubereiten, sollte Habeck besser den Markt der Physik anpassen und Stromexport nur noch in dem Maße erlauben, in dem auch Leitungen dafür zur Verfügung stehen.“

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Ein Beitrag von Nick Reimer auf der piqd-Website.

Piqd [pɪkt] (abgeleitet von „hand-picked“ – handverlesen) ist eine gemeinnützige Kurations-Plattform in deutscher Sprache, die von der Schwingenstein Stiftung gGmbH betrieben wird.

Auf der Plattform empfehlen nicht Algorithmen, sondern journalistische Kuratoren Inhalte aus online verfügbaren Publikationen. Sie verfassen dazu kurze Begleittexte, in denen sie Besonderheit und Relevanz der Empfehlung deutlich machen. Somit ist piqd ein Gegenentwurf zur vor allem auf Reichweiten abzielenden Verbreitung medialer Inhalte in sozialen Netzwerken sein und soll „Raum für eine ausgeruhtere Debatte“ bieten. Ich empfehle ein Abo. (Quelle wikipedia)

Foto: AKW Emsland in Lingen („KKE“), ein Foto von © dendroaspis

 

Wind

19. November 2021

 Wie funktioniert die Energiewende?
Online-Vortrag von Jürgen Reincke
NABU Emsland-Grafschaft Bentheim
Montag, 22.11. – 19 Uhr
Keine Kosten

Während die „AllesBeimAlten“-CDU-Gruppe +im Lingener Stadtrat nichts auf die neuen Herausforderungen zu sagen weiß, als dass ihre Partner zur

„weiteren baulichen Entwicklung in den Stadt- und Ortsteilen [stehen]. Dies umfasst auch eine angemessene weitere Ausweisung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen.“

lädt der NABU ein. Denn Energiegewinnung, -transport und -nutzung sind zwar immer mit Eingriffen in die Natur verbunden. Zur Begrenzung des Klimawandels muss aber innerhalb von wenigen Jahrzehnten eine Transformation von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu erneuerbaren Energien durchgeführt werden. Wie viel Windenergieanlagen brauchen wir dann bis 2050?

Auf Einladung der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/Grafschaft Bentheim spricht Jürgen Reincke, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Energie und Klima, darüber, ob und wie die Energiewende funktionieren kann, wo die notwendigen Energiemengen herkommen sollen und wie dies auch noch möglichst naturverträglich gelingen kann. Anschließend gibt es die Möglichkeit für einen Austausch und eine Diskussion.

Der Vortrag findet am 22. November ab 19:00 Uhr online statt. Interessierte können sich unter NABU.EL-NOH@t-online.de oder 05931-40 99 630 anmelden und bekommen dann die Zoom-Zugangsdaten per Mail zugeschickt.


Foto: Jürgen Reincke, NABU Kaiserslautern

 

Niedersachsens Landesregierung hat einen neuen Windenergieerlass auf den Weg gebracht. Einigen geht er zu weit, anderen nicht weit genug – weiß die taz:

Manchmal ist Klimaschutz unübersehbar: Windkraftanlagen, manche so hoch wie 70 Stockwerke, prägen unsere Landschaft. Bei tiefstehender Sonne fällt ihr Schatten fast eineinhalb Kilometer weit, ihre Positionslichter leuchten wie rote Augen in der Nacht. Rund 6.350 Anlagen sind in Niedersachsen erfasst, mit rund 11,4 Gigawatt (GW) Leistung.

Und um die Energiewende zu erreichen, sollen nach Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) bald weitere dazu kommen. Nachdem die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) der Bundesregierung 2017 den Ökostromausbau unter SPD-Beteiligung hart ausgebremst hatte, schlägt Niedersachsen, Deutschlands Windland Nummer 1, nun neue Pflöcke ein.

Der jüngst im Hannoveraner Kabinett beschlossene Windenergieerlass „Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen an Land in Niedersachsen“ soll den Ausbau wieder „in Schwung bringen“. So verspricht es die Staatskanzlei. Der Bund habe „zu viele Stolpersteine nicht aus dem Weg geräumt“, sagt Lies. „Wir müssen schneller beim Ausbau der Windenergie werden, um die Klimaziele zu erreichen.“ Der Erlass garantiere die dafür notwendige Rechts- und Planungssicherheit.

20 GW Windenergie an Land sollen es bis 2030 werden. Dann sollen 2,1 Prozent der Landesfläche für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung stehen – für bis zu 30 GW. Spätestens bis 2040 will Niedersachsen den Energiebedarf komplett aus erneuerbaren Energien decken.

Die Grünen im Landtag stellen den Erlass in Frage. Er sei „zwar kein Rückschritt“, sagt ihre energiepolitische Sprecherin Imke Byl der taz, „aber die Verbesserungen sind marginal“. Ihre Hauptkritik: „Es fehlen verpflichtende Flächenziele für die Landkreise.“ Die…

[weiter bei der taz]


Foto: pixabay

Großefehn

29. Juli 2018

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeichnet heute Großefehn als Energie-Kommune des Monats aus. Mit Sand unter den Füßen und Wind in den Haaren begeistert die ostfriesische Gemeinde jedes Jahr bis zu 180.000 Übernachtungsgäste. Großefehn liegt in einer einzigartigen Kulturlandschaft und ist geprägt von historischen Windmühlen sowie seinen Windenergieanlagen. „Großefehn zeigt eindrucksvoll, dass Tourismus und eine moderne Nutzung der Windenergie vereinbar sind“, betont Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Schon 1999 wurde in der niedersächsischen 14.000-Einwohnergemeinde der erste Windpark gebaut und seitdem stetig erweitert. 2014 wurde ein zweiter Windpark eröffnet, derzeit werden in Repowering-Projekten alte gegen neue Anlagen ausgetauscht. Bürgerbeteiligung wird großgeschrieben. „Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Sie dürfen nicht erst aus der Zeitung erfahren, was sich vor ihrer Haustür abspielt, sondern müssen direkt in die lokale Energiewende eingebunden werden“, betont Olaf Meinen, Bürgermeister von Großefehn.

Ob Informationsveranstaltung, Musikfestival im Windpark oder finanzielle Beteiligung an den Anlagen. Großefehn macht die erneuerbaren Energien für die Anwohnerinnen und Anwohner erlebbar. Finanzielle Bürgerbeteiligung gibt es in zahlreichen Varianten: Bürgerinnen und Bürger legen Windenergiesparbriefe mit Festverzinsung an. Außerdem sind insgesamt neun Bürgerwindgesellschaften mit über 430 Gesellschaftern an den Windparks finanziell beteiligt. Auch die Gemeinde ist an den Windparks beteiligt – um Einnahmen zu generieren und das Klima zu schützen.

In der ostfriesischen Gemeinde zeigt sich, dass der Ausbau der Windenergie und Tourismus kein Widerspruch ist. „Es hat hier nie Konflikte gegeben – ganz im Gegenteil: Gäste fahren mit dem Rad durch die Windparks und schauen sich die Anlagen einmal von nahem an“, so Bürgermeister Olaf Meinen. Die clevere Nutzung des Windes ist und bleibt Teil des Landschaftsbildes in Großefehn.

Ein ausführliches Portrait der Gemeinde Großefehn ist nachzulesen auf Kommunal Erneuerbar.

[Man muss die sogenannte Verspargelung der Landschaft um Großefehn nicht schön finden um den besonderen Unterschied zu unserer Stadt im Emsland zu erkennen: In unserem Lingen (Ems) gibt es nur wenige Windparks, mehr verhindert der Landkreis Emsland, der aber nie etwas gegen traditionellen, CO2-lastige Kraftwerke und das AKW Emsland. Insbesondere die radioaktiven Abfälle müssen noch Hunderttausende Jahre sicher verwahrt werden – ei ganz besonderer Beitrag zur Nachhaltigkeit…]

(Foto: „Windparks im Sonnenaufgang“ (Quelle: Hans Freese, Gemeinde Großefehn; Quelle PM von AEE).

NullKommaAcht

19. November 2017

Lasst dies Leserbriefiges aus der Obergrafschaft auf Euch wirken. Ich habs gefunden auf der Facebook–Seite der staunenden Tatjana Abels Papadopoulos (via Elli Mantor).

Windenergie

16. Januar 2014

Windgeneratoren

Winenergieanlagen im Nebel (Quelle)

Debatte

24. Mai 2013

EnergiewendeBeginnt da eine längst notwendige Debatte?  Die Journalistin Marita Vollborn kritisiert heute im politischen Feuilleton desDeutschlandradio Kultur: „Um Platz für Solaranlagen zu schaffen oder das Holz in Form von Pellets zu verfeuern, lassen zahllose Städte und Gemeinden in Deutschland Bäume und Sträucher abholzen. Damit werden die Ziele der Energiewende in ihr Gegenteil verkehrt!“

„Denn jeder gefällte Altbaum am Straßenrand bindet zu Lebzeiten mehr Kohlendioxid, als die vermeintliche Ökostromproduktion aus seinen Pellets dann einsparen würde.“

Vollborn: „Um nicht missverstanden zu werden: Nicht die Energiewende an sich ist zu bemängeln, sondern die Auswüchse, die sie generiert. Bundesumweltminister Peter Altmaier muss sich daher fragen lassen, warum der Bund dem desaströsen Geschäft mit der Energiewende kein Ende bereitet.“  Hier geht es zu ihrem beachtenswerten Beitrag.

Man muss nicht alles teilen, was Marita Vollborn thematisiert. Doch der Kern ihrer Kritik überzeugt mich. Wie immer ist es die kapitalistische Zügellosigkeit, das „Ich-ich-ich-haben-haben-haben“, was die Probleme macht. Die Stichworte liefert Journalistin Vollborn. Darüber nachgedacht, ob sich dies auch in unserem Städtchen bemerkbar macht, fallen mir sofort die Pläne für weitere, landschaftsbelastende Windenergieanlagen  oder „maisbefeuerte“ Biogasanlagen ein. Oder die Pellets-Kahlschläge an der Umgehungsstraße B213, zuletzt am „Grüner Jäger“  in Darme/Hanekenfähr.  Es sind keine zu vernachlässigenden Kollateralschäden, keine lässlichen Sünden. Politische Verantwortliche, die die Auswüchse hinnehmen, erlauben oder dabei gar mitmachen anstatt allgemeinverträgliche Regeln zu setzen und einzuhalten, sind ein Problem.

Oder um es mit Marita Vollborn zu sagen:

„Solaranlagen bleiben sinnvoll, solange sie auf Dächern entstehen. Und Pellets sind eine nachwachsende Energieform, solange Bäume nicht bar jedweder Vernunft zerhäckselt werden. Wer das auf kommunaler Ebene oder in Berlin noch nicht begriffen hat, sollte umdenken – oder seinen Posten räumen.“

 

(Foto Energiewende CC Florian Gerlach (Nawaro))

Riffgat

7. Mai 2013

Riffgat1„Seit dem Wochenende ragt die erste von insgesamt 30 Windkraftanlagen für den derzeit von EWE errichteten Offshore-Windpark „Riffgat“ aus der Nordsee: „Weitere sieben Anlagen sind bereits an Bord des Spezialschiffes, so dass Riffgat jetzt sehr zügig weiter wachsen wird“, freut sich Torsten Köhne (EWE-Vorstand). Geplant sei, den Windpark bis Sommer fertig zu errichten. „Wenn alles weiter so gut läuft, wird Riffgat Deutschlands erster vollständig errichteter kommerzieller Windpark in der Nordsee sein“, kündigte Köhne an.

Nach dem Baubeginn im vergangenen Juni hatte das Projektteam zunächst alle Fundamente für die Windkraftanlagen auf See errichtet und die Verkabelung innerhalb des Parks fertiggestellt. Im Februar war dann das Umspannwerk im Herzen des Windparks installiert worden. Nun ist alles für die Windkraftanlagen bereit, die in den vergangenen Monaten von Siemens im dänischen Aalborg und Brande gefertigt wurden. Auf das Errichterschiff „Bold Tern“ der norwegischen Reederei „Fred Olsen Windcarrier“ werden die Turmsegmente, Gondeln und Rotorblätter in Esbjerg verladen, von dort aus geht es dann Richtung Borkum Riffgat. Insgesamt vier Mal wird das Schiff in den kommenden Wochen pendeln, bis alle Anlagen an ihrem Bestimmungsort installiert sind.

Bei den Windkraftanlagen handelt es sich um das Modell SWT-3.6-120 von Siemens. Jede der 30 Windkraftanlagen hat eine Leistung von 3,6 Megawatt bei einem Rotordurchmesser von 120 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 90 Meter und entspricht damit der Höhe des Bremer Doms, die Gesamthöhe der Anlage beträgt von der Wasseroberfläche bis zur oberen Rotorblattspitze 150 Meter.

Mit einer Gesamtleistung von 108 Megawatt wird Riffgat genug Strom produzieren, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen.“
(Presseerklärung aus dem Hause EWE; Foto © EWE)

Schwarze Zahlen

24. April 2013

Der regionale Versorger EWE AG macht nach zwei verlustreichen Jahren wieder Gewinn. EWE-Vorstandsvorsitzender Werner Brinker, der am Lingener Georgianum sein Abitur gemacht hat, verkündete gestern in Oldenburg das Konzernergebnis: Der Gewinn 2012 lag bei 138,8 Millionen Euro, nach einem Verlust von 281,9 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 9,5 Prozent auf knapp 8,16 Milliarden Euro. Neben Einsparungen in Höhe von rund 53 Millionen Euro habe der Wegfall von Sondereffekten wegen Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Rückzahlungen an Gaskunden wegen unrechtmäßiger Gaspreiserhöhungen zur Rückkehr in die Gewinnzone geführt. Auf sinkende Preise dürfen EWE-Kunden allerdings nicht hoffen.

Wo in der EWE-Bilanz 2011 noch ein Minus von 281,9 Millionen Euro stand, weist die Bilanz für 2012 einen Gewinn von 138,8 Millionen Euro aus. Auch der Umsatz des Energieversorgers stieg um 9,5 Prozent auf knapp 8,16 Milliarden Euro. Grund für die schwarzen Zahlen sind vor allem wegfallende Sondereffekte wie die hohen der vergangenen Jahre. Außerdem zeigt ein Sparprogramm erste Wirkungen.

Wermutstropfen dürfte allerdings die Herabstufung durch die Ratingagentur Moody’s sein. Die Finanzanalysten hatten Ende März die Kreditwürdigkeit der EWE wegen der schwierigen Marktbedingungen im Energiesektor durch die Energiewende herabgestuft.

Bei seinen Investitionen will EWE andere Schwerpunkte setzen und sich bei Windenergieprojekten künftig „stärker auf das Festland konzentrieren“. 2012 flossen noch 25 Prozent der Gesamtinvestitionen des Unternehmens in den Offshore-Windpark Riffgat, der zurzeit mit 30 Anlagen in der Nordsee vor Borkum gebaut wird und bei dem in diesem Herbst der Probebetrieb beginnen soll. Insgesamt werden dort rund 450 Millionen Euro verbaut. Künftig rücken bei EWE, laut Vorstandschef Werner Brinker, „kleinere Windkraftprojekte an Land“ in den Fokus.

Wind

28. Dezember 2011

Die Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ freut sich über alle Ideen zur ökologischen Energiegewinnung – solange dadurch alle externen Effekte berücksichtigt werden. „Beim geplanten „Windpark“ im Landschaftsschutzgebiet müssen wir noch mal nachhaken, mit dieser Presseerklärung:

„Wir begrüßen die Ausführungen des Stadtbaurats zu Windenergie-Standorten in Lingen. Sie überzeugen uns!“ So reagieren die Vertreter der unabhängigen Lingener Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ (BN) auf die vor den Feiertagen aufgeflammte Diskussion zur Windenergie im Landschaftsschutzgebiet in Wachendorf.

BN-Ratsmitglied Atze Storm: „Die neue Debatte ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Genauso wie Mitte der 1990er Jahre hat die Stadtverwaltung nach 15 Jahren geprüft, wo in Lingen Windenergieanlagen gebaut werden können. Es ist richtig, wenn die damaligen Ergebnisse überprüft werden. Außerdem ist es gut, wenn ein laufender Planungs- und Prüfungsprozess der Verwaltung durch den Rat und die Bürger begleitet werden kann und dazu offen gelegt wird. Die ‚Raumanalyse’ der Stadtverwaltung zur Windenergie ermöglicht die notwendige Bürgerbeteiligung. Wir hätten sie uns übrigens auch beizeiten für andere Anlagen zur Energieerzeugung gewünscht. Stichwort: Biogas.“

Nach Ansicht…“

weiter bei der Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“

(Foto: Demontierte Windenergieanlage in Schleswig-Holstein; (c) KarleHorn at de.wikipedia CC)