Modellflug-Nacht

5. August 2018

Modellflug-Nacht
des Modellflugclub MFC Phönix Lohne e.V

Auf Erden hier unten – im Himmel dort oben
Wietmarschen-Lohne,  Bergstraße,

Mi 8. August – ab 20 Uhr
Eintritt frei

Selten wird die Verbindung von Himmel und Erde so deutlich sichtbar wie beim Modellfliegen. Der Pilot bleibt mit der Fernbedienung am Boden stehen, während sich das Modellflugzeug frei wie ein Vogel durch den Himmel bewegt. Dieses unterhaltsame Schauspiel wollen die Aktiven des Moldellflugclub aus Lohne (Grafschaft Bentheim) in ihrer nächsten nAcht beobachten.

Rolf Becker und weitere Vereinsmitglieder vom Modellflugclub Phönix Lohne e.V. werden uns zunächst einige theoretische Grundlagen an verschiedenen Modellen erklären, ehe wir dann die Piloten mit ihren Fliegern in Aktion bestaunen dürfen! Die Teilnahme an der Veranstaltung, die bis etwa 22 Uhr dauern soll, ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

 

Bundesverkehrswegeplan

23. April 2016

Bis zum 2. Mai kann ich zum neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 Einwendungen erheben. Doch wie kann ich Einwendungen gegen den Bundesverkehrswegeplan schreiben? Dazu gibt es Hinweise auf der Webseite der Bürgerinitiative »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V., die gegen den 4streifigen Ausbau der E233/B213 eintritt. Die Hinweise gebe ich hier auszugsweise wieder. 

Man könnte natürlich auch bspw. zum unsinnigen Plan Einwände erheben, der die Umfaung einer B213-Ampelkreuzung in Wietmarschen-Lohne für 9 Mio Euro ermöglichen soll. In jedem Fall gilt:

Wichtige Links:

Die Adresse für schriftliche Einwendungen:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat G12
Invalidenstraße 44
D – 10115 Berlin
Stichwort BVWP 2030

Formale Anforderungen

  • Die Einwendung muss individuell und auf das Projekt zugeschnitten sein.
  • Sie darf sich nicht im Klein-Klein verlieren und zu detailliert werden.
  • Sie muss aktuell sein und sich auf den aktuellen Stand beziehen (z.B. bei den Verkehrsdaten).
  • Der Bezug zum Gesamtplan ist wichtig.

Die E233-Initiative bittet:

  • Bitte schicken Sie eine Kopie Ihrer Einwendungen an den VCE e.V. ( ulf.dunkel@vce-verein.de ). Wir leiten sie zum BUND, der dann prüft, ob die Antwort des Verkehrsministeriums auch auf alle Einwendungen eingegangen ist.

Downloads

BVWP-Bürgerinfo-Veranstaltungen April 2016
Beamer-Präsentation
PDF   2016-04-BVWP-Infoveranstaltungen.pdf
(4783 kB, Archivdatum 22.04.2016)

BVWP-Einwendungen: Stichwortkatalog vom VCE PDF   BVWP-Einwendungen_Stichwortkatalog.pdf
(61 kB, Archivdatum 22.04.2016)

Bundesverkehrswegeplan 2030 (Referentenentwurf) PDF   bvwp-2030-referentenentwurf.pdf
(6949 kB, Archivdatum 22.04.2016)

Umweltbericht zum Bundesverkehrswegeplan
(Stand März 2016)
PDF   bvwp-2030-umweltbericht.pdf
(9436 kB, Archivdatum 22.04.2016)

Hintergrundinformation Bundesverkehrswegeplanung PDF   160315_Wilms_Hintergrundinformation_BVWP.pdf
(173 kB, Archivdatum 17.03.2016)

 

Hier (auf spiegel.de) kann die Leserschaft über die Notwendigkeit des E233-Ausbaus abstimmen.

Peter Fjodoroff †

24. August 2015

peterfodoroffPeter Fjodoroff ist tot. Der 69-jährige Experimentalkünstler lebte seit langen Jahren in  Wietmarschen-Lohne. Geboren 1946 in Hannover und kam er in jungen Jahren nach Lingen, wo ihn viele  als  Peter Newmerschyzky und Leadsänger der legendären ersten Lingener Beatgruppe „Les Copains“ kannten. Schnell wurde ihm unsere Stadt zu eng. Peter ging nach München und spielte unter dem Künstlernamen Peter Fjodoroff ab 1968 im dortigen, experimentellen Büchner-Theater in der PHREN-Gruppe Theater; daneben war er auch Cello-spielendes Mitglied im PHREN-Ensemble Musik. In den 1970er Jahren gab er die kleine Zeitschrift „Analle“ heraus, eine Zeitschrift für neue Entwicklungen in der Literatur.

Mit anderen gründete der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler 1987 das Ensemble für Experimentelle Musik „Setzen – Gegensetzen“. Es verarbeitete improvisatorisch Geräusche, Töne und Laute zu musikalischem Material auf Hölzern, Tenorhorn, Stimme und anderen Klangerzeugern. Das scheinbar einfache und spröde Material der Hölzer verwandelt sich in feine, kraftvolle und komplexe Klangstrukturen. Ungeahnte Parallelen zum Klang des Holzes finden sich im Zusammenspiel mit dem Tenorhorn und/oder der bundlosen Gitarre (beides gespielt von Fjodoroff) wieder.

Ich lese über den Verstorbenen: „Wie bei Hülstrunk hat sich auch bei Fjodoroff die Erscheinung eines Textes auf das Sprechen ausgedehnt. Der lautliche Aspekt von Sprache, auch mit seiner Gestik und Mimik, mit der ganzen menschlichen Erscheinung, die auch für die Bedeutung von Text eine Rolle spielt, bezieht Fjodoroff in seine Vorstellung von Sprache ein. Wesentlich für das Textverständnis von Fjodoroff sind die gegebenen Elemente von Sprache und deren Erweiterung.“

Peter Fjodoroff, verstarb am vergangenen Donnerstag, 20. August, nach kurzer schwerer Krankheit in einem Krankenhaus.

HBF

28. Oktober 2014

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Filtererlass

27. März 2013

220645.pressefoto_christian_meyerRotgrün in Hannover nimmt Fahrt auf: Von Schweinehaltungsanlagen gehen Schadstoffe wie Stäube und Ammoniak sowie Gerüche aus, die die Nachbarschaft und die Umwelt erheblich belasten können – etwas, das man der Gemeinde Wietmarschen-Lohne erst noch beibringen muss, die gerade 200m neben dem Lohner Ortskern und Altenwohnungen des Stephanswerks  einen Schweinemaststall für 4000 Schweine durchwinken will.  Aus Tierhaltungsbetrieben können bekanntlich Pilze, Bakterien und Viren in die Luft gelangen und so die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner beeinträchtigen. Das rotgrüne Niedersachsen fordert wegen dieser Belastungen daher jetzt den Einbau von Abluftreinigungsanlagen in großen Mastbetrieben mit mehr als 2000 Schweinen. „Damit stellen wir sicher, dass große Schweinehaltungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und die Anwohnerinnen und Anwohner so gut wie möglich geschützt werden“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis’90/Die Grünen) heute in Hannover.

Dem Runderlass des Umwelt-, des Landwirtschafts- und des Sozialministeriums zufolge ist ab sofort in den immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen von großen Schweinehaltungsanlagen der Einbau von Abluftreinigungsanlagen festzuschreiben. Als groß gelten Ställe mit mehr als 2000 Mastschweineplätzen, 750 Sauenplätzen oder 6000 Ferkelplätzen. Dort, wo dies bei bestehenden Anlagen technisch möglich und verhältnismäßig ist, ist der Einbau eines zertifizierten Filters nachträglich anzuordnen. Für bestehende Anlagen gilt eine Umsetzungsfrist von fünf Jahren.

Ab sofort sind außerdem in den Genehmigungsverfahren für Schweine- und auch für Geflügelhaltungsanlagen Sachverständigengutachten zu Bioaerosolemissionen zu fordern, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Im Rahmen dieser Gutachten sind die gesundheitlichen Risiken durch Bioaerosolemissionen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Dies betrifft Anlagen mit mehr als 1500 Mastschweineplätzen beziehungsweise mehr als 15.000 Legehennen oder 30.000 Mastgeflügelplätzen.

Der „Filtererlass“ beruht auf einer gemeinsamen Initiative des Umwelt-, des Landwirtschafts- und des Sozialministeriums. Beteiligt wurden die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie das Landvolk Niedersachsen. Der Erlass berücksichtigt auch die wirtschaftlichen Aspekte der Tierhaltungsanlagen.

Agrarminister Christian Meyer (Bündnis’90/Die Grünen; Foto re.) erklärte: „Mit den neuen Regelungen kommen wir gerade in einem tierhaltungsintensiven Land wie Niedersachsen dem Wunsch vieler Kommunen und Bürgern nach einheitlichen Standards und einem hohen Schutzniveau von Umwelt und Nachbarschaft nach. Die Auflagen betreffen nur Großbetriebe und stärken eine gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche Landwirtschaft. Auch von den vom jetzigen Erlass nicht betroffenen Tierhaltungsanlagen können Belastungen für Mensch und Umwelt ausgehen.“

Die Landesregierung sieht im gemeinsamen Erlass daher nur einen ersten Schritt für ein höheres Schutzniveau bei der Genehmigung großer Stallhaltungsanlagen. Gemeinsam mit den Kommunen, Wissenschaft und Verbänden soll daher auch die Ausweitung der Filterpflicht auf andere Tierhaltungsanlagen wie Geflügel, Detailregelungen zum Keimschutz und die Tierrettung im Brandfall besser geregelt werden. Niedersachsen schreibt Abluftreinigungsanlagen als zweites Bundesland nach NRW vor. „Der Bundesumweltminister ist aufgefordert, den Stand der Technik für ganz Deutschland festzuschreiben“, forderte Wenzel.

„Unsere Sorge gilt dem Wohlbefinden der Menschen in der Nachbarschaft solcher Betriebe. Gerade in ländlicheren Gegenden erwarten zum Beispiel Eltern ein gesundes Umfeld für ihre Kinder. Die Abluftreinigungsanlagen sind ein Beitrag dazu“, betonte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD).

Der Niedersächsische Landkreistag (NLT) begrüßt den gemeinsamen Erlass der beteiligten Ministerien als wichtigen Schritt in die richtige Richtung: „Seit Dezember 2010 haben wir die Landesregierung immer wieder um entsprechende Hinweise gebeten, um landesweit rechtssicher Genehmigungen in immissionsschutzrechtlichen Verfahren erteilen zu können. Insbesondere für die großen Schweinemastanlagen ist nunmehr ein Stück Planungssicherheit erreicht. Das hilft allen – den Bürgerinnen und Bürgern, den Genehmigungsbehörden, aber auch den potenziellen Investoren“, erklärte NLT-Geschäftsführer Prof. Dr. Hubert Meyer.

Besondere Probleme bereiteten vor Ort aber auch die großen Geflügelställe, so Prof. Dr. Hubert Meyer weiter. Es sei gut, dass nunmehr die Voraussetzungen für das Einfordern von Gutachten zur Keimbelastung geklärt sind. Sobald weitere zertifizierte Anlagen zur Minderung von Staub- und Ammoniakemissionen auf dem Markt seien, müsse der Einbau von solchen Filtern auch für die großen Geflügelställe obligatorisch werden, forderte Prof. Dr. Hubert Meyer. Die gemeinsame Vorstellung des Erlasses durch die verantwortlichen Ressortchefs der Landesregierung und den NLT bewertete der NLT-Geschäftsführer als ermutigendes Signal für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landes- und Kommunalbehörden für einen wirksamen Umwelt- und Verbraucherschutz.

(Quelle: PM)

Kolumbarium

21. November 2012

Gestern berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung über die neue Osnabrücker Kolumbariumskirche und erfuhr:

„Die Rundkirche „Heilige Familie“, 1960 am [Osnabrücker] Schölerberg erbaut, erwies sich für die schwindende Zahl der Gläubigen als zu groß. Das Bistum Osnabrück aber wollte das Gotteshaus nicht aufgeben, sondern für Messfeiern erhalten. So fiel die Entscheidung für den Umbau zur Kolumbariumskirche. Doch was ist überhaupt ein Kolumbarium? Das fragt sich fast jeder, der erstmals das Wort hört. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen; ursprünglich bedeutete er Taubenschlag. Denn wie Taubenschläge sahen römische Grabkammern aus mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen für Urnen nach Feuerbestattungen; daher heißen sie seit etwa 50 vor Christus ebenfalls Kolumbarium.“

Abends dann las ich, dass dieses Kirchenprojekt der Architekten Tobias Klodwig & Partner (Münster) im Rahmen des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur augezeichnet worden war und machte mich im Internet auf die Suche nach mehr. Schnell fand ich Aufschlussreiches über die Entstehungsgeschichte und dann die Internetseite, die das Projekt so beschreibt:

„Ein Platz zum Bleiben.

Die Gesellschaft verändert sich. Schnell und unwiderruflich. Diese Umbrüche betreffen auch die Bestattungsformen. Früher beerdigten Angehörige die Verstorbenen häufig in Familiengräbern bei ihren Verwandten. Heute ist das nicht mehr selbstverständlich. Deshalb fragen sich viele Menschen: Wie und auf welche Weise und wo soll meine letzte Ruhestätte sein? Bleibt mein Name in Erinnerung?

Der Gedanke an den eigenen Tod konfrontiert uns mit unseren tiefsten Ängsten und wirft viele Fragen auf. Das Kolumbarium bietet Ihnen die Möglichkeit auch schon zu Lebzeiten Urnenplätze zu erwerben.
Die Kolumbariumskirche Heilige Familie Osnabrück mit ihren 1200 Urnenplätzen ist ein Ort, an dem die Verstorbenen ihren Platz finden. Inmitten der Lebenden. Ein Raum, an dem Menschen ihrer gedenken und der mit ihrem Namen verknüpft ist.“

Nicht allein Katholiken können sich in der Osnabrücker Kirche beisetzen lassen, erfuhr ich, sondern „Mitglieder der Kirche oder einer christlichen Konfession“ – also auch Lutheraner, Reformierte oder Orthodoxe. „Für andere Religionen kommt die Beisetzung vom Selbstverständnis her nicht in Frage“, erklärt der Diakon. Tatsächlich finden in der katholische Kirche weiterhin Gottesdienste statt und damit kollidiert nach kirchlichem Selbstverständnis die Bestattung nicht-christlicher Verstorbener.

Auch haben Kirchenoffizielle inzwischen erklärt, die Osnabrücker Kolumbariumskirche sei kein Modell für den „ländlichen Raum“. Aber es ist sicherlich mehr als ein Fingerzeig, mit welcher Würde man Bestattungskultur „leben“ kann. Denn:

„Leben und Tod sind in der „Kolumbariumskirche Heilige Familie“ über die Architektur sinnbildlich miteinander verknüpft. Im Zentrum der Rundkirche liegt der Feierraum. Ihn umgibt ein zum Eingang hin offener Halbkreis aus Urnengängen. Die Wände zum Kolumbarium sind durchbrochen. Es gibt also keine Barriere im Übergang von Feierraum und Trauerraum. Direkt am Eingang, dem Altar gegenüber, steht das Taufbecken. Es erinnert daran, dass die Taufe den Eintritt in die Kirche markiert. So verbindet die Architektur der Kirche die Pole Taufe und Tod – und sie lässt dazwischen viel Raum, das Leben im Glauben zu feiern.“

Doch bei all dem denke ich doch wieder an unser Lingen und unsern Umgang mit dem Sterben. Sicherlich sind es nur Puzzlesteine, doch sofort fallen mir die unsäglichen Aussagen in der so peinlich-oberflächlichen Debatte um ein Krematorium in Lingen-Darme ein und eine ähnliche Einrichtung, die die Christdemokraten in Lohne gar in ein Gewerbegebiet platzierten – bis ein Gericht sie an Grundlegendes im Umgang mit dem Tod erinnerte. Und ich denke auch an den Alten Friedhof am Gasthausdamm in Lingen, wo vor  15 Jahren die Parkplätze aus dem Eingangsbereich entfernt wurde, jetzt aber wieder von Verkehrsstrategen zurückverlegt werden sollen, damit Bequemlinge läppische 50 Meter weniger zu Fuß gehen; die Parkplätze werden auch befahren und angefahren, wenn Trauernde ihre Verstorbenen über den Zufahrtsweg zur letzten Ruhestätte geleiten. Und ein Teil des ohnehin nicht sonderlich großen Geländes am Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird gleich mit geopfert. Sollte der, der so mit Tod und Gedenken umgeht, nicht einmal innehalten? Vielleicht erkennt er dann, dass 50 Meter eben manchmal ein sehr langer Weg sind.

 

(Foto: Kolumbariumkirche  Heilige Familie in Osnabrück; (C)  Gem. Heilige Familie Harald Niermann)

 

Schepsdorf

12. Juni 2012

Es tut sich gerade Bemerkenswertes. Nach dem Großbrand Ende 2010 will  sich das Busunternehmen Meyering neu aufstellen; so heißt das dann immer. Der Ortsrat Schepsdorf lehnte aber mit Zweidrittel-Mehrheit -darunter auch BN-Ortsrätin Sabine Stüting – den Verkauf eines dazu benötigten städtischen Grundstücks  am Betriebsgelände (Foto) des Unternehmens ab. Es fehlten dem Ortsrat die notwendigen Informationen über Baugestaltung, Lärm und andere Auswirkungen. Daneben gab es auch Kritik hinsichtlich der Verkehrserschließung im Bereich Nordhorner Straße/Nordlohner Straße. Alles kein Ruhmesblatt für die Verwaltung; denn der Ortsrat in Schepsdorf  hatte die Informationen vor einem Monat verlangt, doch die Verwaltung lieferte sie nicht. Aber jetzt, in der letzten Woche überstimmte der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss der Stadt das Nein des Ortsrats. Dabei lagen auch dem „WGA“ die Informationen nicht vor, die der Ortsrat vergeblich angefordert hatte. Wir erkennen: Die  CDU im Schepsdorfer Ortsrat sagt Nein, die CDU im städtischen Ausschuss sagt das Gegenteil. Das ist, soweit ich mich erinnere, ziemlich einmalig in der Lingener CDU- und der Lingener  Kommunalgeschichte. Die SPD meint:

Nicht nur „die SPD-Ortsratsmitglieder in Schepsdorf sind darüber verstimmt, dass der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss der Stadt Lingen eine Entscheidung des Ortsrates nicht respektiert hat. Im Ortsrat Schepsdorf stand die Entscheidung eines Grundstückverkaufes an. Bereits vor der Kommunalwahl 2011 hatte der Ortsrat eindeutig darauf hingewiesen, dass das Grundstück nicht veräußert werden soll.

Dennoch hat die Verwaltung dieses Grundstück zum Verkauf angeboten und gehofft, dass der neu gewählte Schepsdorfer Ortsrat den damaligen Beschluss schon kippen wird.

In der SPD Schepsdorf sowie mehrheitlich im Ortsrat hat man gute Gründe, warum dieses Grundstück nicht verkauft werden soll. „Hier geht es um das Ortsbild von Schepsdorf, um den Schutz des Landschaftsschutzgebietes vor einer gewerblichen Nutzung und um den Schutz von Nachbarn und anderen Gewerbetreibenden“, brachte das SPD-Ortsratsmitglied Sabine Hantke-Singh ihren Ärger zum Ausdruck. „Unverständlich ist aber auch, dass diese sensible Grundstücksangelegenheit nicht in einer gemeinsamen Sitzung von Ortsrat und dem zuständigen Wirtschafts- und Grundstücksausschuss erörtert wurde“, stellte Peter Stellmach fest.

Dass die Mehrheit der Ausschussmitglieder im Wirtschafts- und Grundstücksausschusses und damit die CDU diese Abstimmung nicht respektiert und gegenteilig entschieden habe, verärgert die SPD-Ortsratsfraktion sehr. „Wir fragen uns, welchen Stellenwert haben die Ortsräte denn überhaupt noch, wenn unsere Mehrheitsentscheidungen von den Stadtratsgremien nicht beachtet werden“, so Bernhard Bendick, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion.“

Soweit berichtet die SPD am Wochenende auf ihrer Internetseite und fing sich gestern prompt den üblichen, ebenso unberechtigten wie negativen Kommentar in der LT ein. Was die Sozialdemokraten gleichwohl verschweigen: Wer keine gemeinsame Sitzung beantragt, darf sich hinterher nicht beklagen.

Neben Orts- und Landschaftsbild, fehlender Zuverlässigkeit der Verwaltung und offenen Verkehrsproblemen geht es um ein für Schepsdorf wie unsere Stadt nicht unwichtiges Unternehmen, auch um sehr viel (Förder-)Geld für den öffentlichen Nahverkehr,  und dann noch darum, wo eigentlich  das Unternehmen Meyering Reisen GmbH künftig seine Gewerbesteuern zahlt. In Lingen oder in Wietmarschen-Lohne? Dort nämlich, westlich der Autobahn A 31 baut Meyering Reisen gerade einen neuen Betriebshof und das Gefälle zwischen der Gewerbesteuer im westlichen Nachbarort einerseits und der Gewerbesteuer in Lingen andererseits ist 18% groß. Denn Lingen hat vor zwei Monaten die Gewerbesteuer auf Rekordniveau erhöht  (hier pikanterweise noch schamhaft verschwiegen). Beschlossen wurde die Steuererhöhung mit den Stimmen der SPD. Meine Frage: Wie wird dafür Vorsorge in dem Kaufvertrag zwischen der Stadt und Meyering getroffen, wenn gegen das Votum des Ortsrats doch veräußert wird?

Wiederaufforsten

3. Februar 2012


Ein kurzer Zwischenruf, weil es da seit gestern diese Presseerklärung der CDU zum Altenlingener Forst gibt und sich medial wieder alles überschlägt:
Die CDU-Ratsmitglieder wollen die übereilt abgeholzten und gerodeten 9 Hektar Waldflächen östlich der Waldstraße schnell los werden und bebauen lassen. Das versuchen sie, in ihrer Presseerklärung zu verschleiern. Zwar schreibt  die Lingener Mehrheitspartei, sie wolle den von ihr rücksichtslos durchgedrückten Bebauungsplan im Altenlingener Forst ändern. Die noch nicht abgeholzten 24 Hektar Waldflächen sollen das bleiben, was sie sind: Wald. Doch schon da muss man zurückdenken: Genau diesen Vorschlag hat sie vor drei Jahren im Rat abgelehnt. Dann präsentierte sie vor einem Jahr ihre Schnapsidee, 2 Kilometer weiter südlich des von ihr zu verantwortenden Kahlschlags Weide- und Ackerflächen  aufzuforsten, die der Stadt nicht gehören und über die die Stadt auch nicht verfügen kann. Über diesen Plan findet sich natürlich nichts in der gestrigen CDU-Erklärung. Auch will die Partei weiterhin eine angebliche „Entlastungsstraße“ quer durch den Altenlingener Forst Richtung alte B 70, wo die CDU schon übereilt und teuer ein renoviertes Haus samt Grundstück kaufen und abreißen ließ. Aber vor allem soll die mit Macht durchgesetzte Abholzung dauerhaft geadelt werden:

Die inzwischen  auch noch gerodeten Flächen, die die ausgesprochen hartnäckige Natur gerade zurück erorbert,  sollen schnell verkauft werden. Das ist die gestrige wahre Botschaft der CDU; man solle, heißt es,  die 9 Hektar „aktiv anbieten“ – die bisherige Gangart der Stadtverwaltung „reicht nicht“ … „wegen der Gewerbesteuer“. Man will also das genaue Gegenteil einer ausgewogenen Lösung. Die „lokale Wirtschaft“, an die die Union die 9 Hektar verkaufen will,  ist übrigens auf dieses Schutzwaldareal nicht angewiesen. Ein Betrieb dort ist angesichts der Empörung in der Bürgerschaft über den Kahlschlag auch eine ausgemacht schlechte Adresse für jedes Unternehmen, das etwas auf sich und sein öffentliches Erscheinungsbild hält. Für moderne Betriebe gibt es auch genügend Flächen an anderer Stelle in Lingen (und im Zweifel in Wietmarschen-Lohne, das sich schon lange ungeniert aus dem Fundus Lingener Firmen bedient und bedienen kann, weil CDU und Verwaltung tatenlos zusehen).

Und bei all diesen Widersprüchlichkeiten gießt die CDU salbungsvolle Sprüche über ihre Vermarktungsaufforderung: Man wolle den Unfrieden überwinden. Mit diesem Politsprech verschweigt die Ratsmehrheit, dass sie den Unfrieden selbst gesät hat. Und dass ihre Vorschläge ihn bloß zementieren. Wenn die CDU ruft: „Es ist Zeit, dass am Altenlingener Forst etwas passiert.“, dann muss das bedeuten: Wiederaufforsten! Nur das überwindet den Unfrieden und ist ausgewogen, Anbieten und Verkauf sind das Gegenteil.

ps Die BürgerNahen, Bündnis’90/Die Grünen und die SPD schlagen übrigens gerade gemeinsam die „Bürgerinitiative pro Altenlingener Forst“ für den städtischen „Umweltpreis 2012“  vor. Mal sehen, ob die CDU-Mehrheit jedenfalls das mitträgt. Aber vielleicht schlägt sich die Ratsmehrheit auch selbst vor. Ganz ausgewogen.

Friedenspreis

18. September 2011

Am Freitagmorgen hat der marokkanisch-französische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück erhalten.  Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt der 67-jährige  für sein Lebenswerk, in dem der Preisträger für ein friedliches Miteinander der christlichen und  islamischen Kulturen eintritt.

Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) überreichte den Friedenspreis im historischen Friedenssal des Osnabrücker Rathauses und erinnerte dabei auch an die jüngst erschienene Essay-Sammlung „Arabischer Frühling“ des  Preisträgers.  Sein aktuelles Buch setzt sich mit Ursachen und Folgen der Demokratiebewegung in Nordafrika und im Nahen Ostem auseinander.

Boris Pistorius: „Wer sich mit Tahar Ben Jellouns Büchern beschäftigt, wird sehen, mit welch eindrucksvoller Empathie und Erfahrung Jelloun Probleme und Fragestellungen aufgreift und verständlich macht. Mit seinem aktuellen Buch ‚Arabischer Frühling‘ schärft sein innerer Blick unser Verständnis dafür, was zurzeit in der arabischen Welt geschieht und warum es geschieht.“

Ein weiterer Friedenspreis-Preisträger 2011 ist die Organisation Pro Asyl.  Sie erhielt einen  mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis „für ihr Engagement zum Schutz verfolgter Menschen“. Laudator  Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) hob in seiner Rede  die herausragende Arbeit der Organisation für die Rechte der Flüchtlinge  in Deutschland und Europa hervor. Prantl kritisierte dabei gleichermaßen  die Asylpolitik allgemein und d besonders en Umgang mit Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen.

Osnabrück, die Stadt des Westfälischen Friedens von 1648, verleiht seit 20 Jahren im zweijährigen Rhythmus den, nach dem in ihren Mauern  geborenen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Erich Maria Remarque benannten, Friedenspreis für belletristische, journalistische oder wissenschaftliche Arbeiten, die für  beispielhaftes Engagement für Frieden, Humanität und Freiheit stehen. In diesem Jahr erfolgte die Preisvergabe zum 11. Mal.  Unter den bisherigen  Preisträger waren unter anderem Henning Mankell, Lew Kopelew und Hans Magnus Enzensberger.

Nebenbei fiel mir wieder, als ich auf der Seite des NDR die Information über die Auszeichnung  las und mich darüüber  freute, dieses unwürdige Provinzgezerre ein. Die amoralische Haltung der dafür Verantwortlichen in Wietmarschen-Lohne besteht übrigens unverändert. Dies als update.

(Quelle: NDR; von mir aufgrund eines urheberrechtlichen Hinweies des NDR überarbeitet am 20.09.2011)

Nordhorn-Range

15. April 2011

Die Position der Gegner des Bombenabwurfplatzes Nordhorn-Range ist klar: Die Angst der Menschen in unserer Region aufgrund der Gefahren, die von der Range in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerkes und des Zwischenlagers ausgehen, ist nahezu täglich hörbar, sehbar und spürbar. Deshalb muss Nordhorn-Range weg – JETZT!

Die Stadt Nordhorn und die Notgemeinschaft Nordhorn Range e.V. rufen deshalb zur Teilnahme an einer Kundgebung und Demonstration zur Schließung des Luft- Bodenschießplatzes Nordhorn Range auf, die am morgigen Samstag in Nordhorn stattfindet. Inzwischen haben sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB, Kreisvorstand Lingen/ Grafschaft Bentheim und der DGB-Ortsvorstand Nordhorn beschlossen, ab sofort Aktionen der Notgemeinschaft Nordhorn Range zu unterstützen.
Sie fordern in einer Entschließung die Schließung von Nordhorn Range und den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft sowie den zügigen Ausbau alternativer Energien.

Die Kundgebung beginnt um 11:00 Uhr am Rathaus Nordhorn; die anschließende Demonstration führt in einem Schweigemarsch durch die Innenstadt der Vechtestadt.

Damit die Leserinnen und Leser -auch jenseits von Wietmarschen-Lohne- wissen, um was geht, können Sie hier weiterlesen.