500

21. Juni 2012

Am kommenden Wochenende feiert das Osnabrücker Rathaus seinen runden 500. Geburtstag. Stolz sagt Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) : „Mit dem Bau des Rathauses unterstrichen
die Osnabrücker den Anspruch, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen – was sie auch damit dokumentieren, dass sie den gesamten Stadtkern neu gestalten. Das war deutschlandweit einmalig und zeugt von dem Mut, der Entschlossenheit und dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der damaligen Bürgervertreter. Insofern ist das Rathaus von Anfang an das Haus seiner Bürger gewesen. Das war so und das ist auch heute noch so.“

Los geht´s mit einem richtigen Geburtstagsmarathon an diesem Wochenende:  Samstag und Sonntag stößt  jeweils ab 11.15 Uhr ein “Historischer Markt” das Zeitfenster weit auf.  Zugleich öffnen vier Ausstellungen: Im Rathaus selbst geht es um die Baugeschichte, aber auch um “Menschen und Geschichten” von früher bis heute, die Marienkirche präsentiert den göttlichen “Himmel über dem Rat”.

Im Kulturgeschichtlichen Museum wird das Verhältnis der Bürger zu “ihrem” Rathaus beleuchtet – in einem Vergleich zwischen damals und heute, und im Diözesanmuseum wird das “Das gute Werk” präsentiert, eine Gegenüberstellung von hochrangigen Kunstwerken des 15./16. Jahrhunderts und den damaligen Armen-Stiftungen. Die Ausstellungen werden zeitgleich vom 23. Juni bis 18. Oktober präsentiert.

Zahlreiche Einzelveranstaltungen und Spezialangebote, zum Beispiel museumspädagogische Werkstattprogramme, geführte Rathaus- und Altstadtbesichtigungen, eine wissenschaftliche Vortragsreihe, Theater- und Musikangebote und das Suchspiel “Rathausrallye” für Kinder und Jugendliche, schließen sich in den folgenden Wochen an.

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, führt die Veranstaltung “Zeitklang – eine Reise durch 500 Jahre” mit einem musikalisch-theatralischen Programm durch die Räume des Rathauses, und am 9. September lädt das Rathaus zu einem “Tag des offenen Rathauses” ein und bietet allen großen und kleinen Besuchern ein buntes Besichtigungs- und Mitmachprogramm.

Mit dem traditionellen Steckenpferdreiten am 18. Oktober geht dann alles zu Ende. An diesem Tag wendet sich das Ganze wieder vom Rathaus der Bürgerstadt aus dem Jahre 1512 zum überregional bekannten “Rathaus des Westfälischen Friedens”.

Mir gefällt vor allem der Verzicht auf jede Art von modernistischem Tand und Schnickschnack wie Lichtkonzepte und historisierende Spielereien. Auch das unterstreicht das Selbstbewusstsein der Stadt Osnabrück.

Hier gibt es das Faltblatt  zum Osnabrücker Rathausjubiläum zum Herunterladen  –  Und hier die Terminübersicht zum Herunterladen

(Quellen: I-love-os.de, Osnabrueck.de Bild: MrsMyer via de.wikipedia, Lizenz: GNU FDL, )

Friedensgespräche

25. Oktober 2011

Sie sind eine der bemerkenswerten kulturellen Initiativen in der Region: die Osnabrücker Friedensgespräche. Es gibt sie inzwischen seit 25 Jahren, aber  sie beziehen sich auf ein deutlich länger zurück liegendes Ereignis: Am 25. Oktober 1648 wurde von der Osnabrücker Rathaustreppe der Westfälische Friedenverkündet. „Die Stadt Osnabrück (Wappen lks.) und ihre Bürgerschaft verstehen dieses historische Vermächtnis als Auftrag, für eine friedliche Entwicklung in unserer Gesellschaft einzutreten. Jährlich wird mit einem Ökumenischen Gottesdienst, dem traditionellen Steckpferdreiten der Osnabrücker Grundschulen, einem Osnabrücker Friedensgespräch und dem  Konzert „musica pro pace“ an das Ereignis erinnert.“ (Prospekt)

In diesem Jubiläumsjahr hält heute der ehem. Bundespräsident Roman Herzog den Festvortrag über  „Idee und Realität Europas„.  Herzog hatte jünst gesagt, dass eine Kontrolle der Haushaltsdefizite der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durch die EU unabdingbar sei. Weiterhin bestünden Möglichkeiten und Anreize, sich auf Kosten der anderen Staaten übermäßig zu verschulden, warnt Altbundespräsident Herzog. Es wird erwartet, dass Herzog auf diese aktuelle Thematik im Rahmen der Friedensgespräche eingehen wird. Beginn ist um 19 Uhr in der OsnabrückHalle. Joachim Knuth, Hörfunkdirektor des Norddeutschen Rundfunks, wird die Veranstaltung moderieren und ein Gespräch mit dem ehemaligen Bundespräsidenten führen. Der Eintritt ist frei.

Zuvor feiert ab 18 Uhr die Arbeitsgemeinschaft Christilicher Kirchen im Osnabrücker Dom den Osnabrücker Friedenstag. Die Veranstaltung steht dabei unter dem Motto „Hoffnung hinter Mauern. 50 Jahre Amnesty International“. Die Feiern zum Osnabrücker Friedenstag setzen sich im November fort. Am 12. und 14. November werden in der Bischofskirche zwei friedensmusikalische Kompositionen vom Osnabrücker Symphonieorchester, dem Osnabrücker Domchor und des Osnabrücker Jugendchors aufgeführt. (mehr…)

Quellen