Willkommen bei den Machern!

16. November 2019

Da konnte vor ein paar Tagen Abends der Zug nicht weiter fahren. In Lingen ging es nicht weiter. Eine vierköpfige Reisegruppe aus Papenburg strandete am Lingener Bahnhof, weil ein vorheriger Zug die Bahnstrecke blockierte. Die Gruppe übt Kritik am Umgang mit den Reisenden. Die Zuggesellschaft Westfalenbahn gestand inzwischen gegenüber der „Emszeitung“ schwerwiegende Probleme ein. Es seien, sagte dazu gestern die Pressestelle der Westfalenbahn, „mehrere unglückliche Umstände zusammen gekommen“: „Wir haben nah dem Ausfall des Zuges zwischen Meppen und Lingen bei insgesamt 23 Fahrdienstanbietern  anfragen müssen, ob Busse oder Großraumtaxen zur Verfügung stehen. Fast alle mussten aber absagen, weil keine Fahrer oder Fahrzeuge zur Verfügung standen.“

Und mein Kommentar? „Willkommen bei den Machern! “

(Quelle: EZ; Foto Screenshot Fernsehserien.de)

bei Hitze

26. Juli 2019

@moaxislaven fuhr gestern mit dem Zug quer durchs Land: Berlin-Lingen-Düsseldorf. Der Thread über Zugfahren bei Hitze in Deutschland sagt alles über den Zustand dieses Massenverkehrsmittels im Allgemeinen und der Deutschen Bahn im Besonderen nach Mehdorn, vier CSU-Verkehrsministern usw.



Hier weiterlesen…

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update:

Kannste Dir nicht ausdenken: Deutscher, gardinenbefreiter DB-Intercity-Zug im Sommer 2019…

(Foto: @moaxislaven, privat)

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ER TUT!!

23. März 2016

Neues vom Lingener Verkehrs-Sorgenkind. Mehr als drei Monate nach Übernahme der „Emsland-Strecke“ durch die Westfalenbahn gibt es rasante Neuigkeiten com Lingener Bahnhof. Endlich funktionieren erstmals die beiden Fahrkartenautomaten des Unternehmens auf Bahnsteig 1 und Bahnsteig 2. Eigentlich ein Grund für eine weitere Einweihungsfeier mit den Verantwortlichen und allen lokalen Medien – oder?!

Guckst Du:

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WLAN

4. Januar 2016

WifiEine kleine badische Busfirma hat in ihren Schulbussen kostenloses WLAN eingerichtet und seit dem gibt es laut der Firma Tuniberg Express nahezu keine Sachbeschädigungen mehr an den Bussen. Das berichtete jüngst die Süddeutsche Zeitung.

„In Zahlen: Bislang hatte Tuniberg Express pro Jahr Schäden von mehreren Tausend Euro – jetzt sind es keine Hundert Euro mehr. Die Sitze werden nicht mehr aufgeschlitzt, die Scheiben nicht mehr geritzt und vollgeschmiert. Und: „Die Fahrten verlaufen allgemein etwas angenehmer.“

Noch nicht herausgefunden ist, ob das Prinzip auch im größeren Maßstab im ÖPNV funktionieren würde, den Buspassagieren kostenloses WLAN zu geben, um sie während der Fahrt so stark abzulenken, dass sie ganz vergessen, dass sie auch andere Sachen machen könnten.

Eine interessante These ist es allemal, dass WLAN Vandalismus verhindert. Vielleicht bewegt der Gedanke ja den ein oder anderen größeren Verkehrsbetrieb dazu, kostenloses WiFi in Bussen und Bahnen anzubieten. Ob das Rezept auch generell im ÖPVN zum Nachlassen von Vandalismus führen wird, mag erst geprüft werden. Aber wahrscheinlich ist es schon.

Was übrigens macht eigentlich das WLAN in den Zügen der Westfalenbahn und der Deutschen Bahn im Emsland? An die Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd mag ich gar nicht zu denken. Die arbeiten noch an ihrer Webseite?

 

(Quelle: Urbanshit)

Abgehängt

4. Januar 2014

Bildschirmfoto 2014-01-04 um 02.45.38Unsere Deutsche Bahn AG, die den Nahverkehr zu bedienen hat, hat die Ausschreibung für den Personennahverkehr zwar erst ab Ende 2015 an die Westfalenbahn verloren. Kann es sein, dass sie sich bereits jetzt – zwei Jahre zuvor- nicht mehr um die vertraglich vereinbarte Versorgung kümmert? Wegen  „Verzögerungen im Betriebsablauf“  – wie es euphemisch-unehrlich im bestem Bürokratendeutsch heißt.

Wie abgehängt ist niedersachsens Westeneigentlich? Sowohl die NOZ als auch der NDR berichten über die Ausfälle mehrerer Dutzend Regionalexpress-Züge in diesen Tagen:

„Was vor wenigen Monaten in Mainz (Rheinland-Pfalz) für lange Gesichter gesorgt hat, verärgert nun Bahnreisende in West-Niedersachsen und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen: Wegen Personalengpässen und kurzfristigen Krankmeldungen bleiben zahlreiche Züge stehen. Allein in diesen Tagen sind auf der sogenannten Emslandstrecke zwischen Emden und Münster sechs Züge ausgefallen, zwischen Rheine und Münster fünf. Das bestätigte am Freitag eine Bahnsprecherin. Seit Weihnachten sind insgesamt bereits mehr als 30 Regionalzüge gestrichen worden….“ [weiter beim NDR]

Bahnreisende im Emsland stellen längst auch fest, dass die Züge, die fahren, anders zusammengestellt sind. Seltener fahren die Niedersachsen-Doppelstöcker, die Züge sind nicht selten verkürzt und bestehen aus -sagen wir- Uraltwaggons aus aller Herren Bundesländer.

Bildschirmfoto 2014-01-04 um 03.03.30Bildschirmfoto 2014-01-04 um 03.01.57Nun dürfen wir nicht erwarten, dass sich die zuständige Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) unverzüglich der Dinge annimmt. Schließlich sind viele der quasi öffentlich Bediensteten dieser Einrichtung in den Weihnachtsferien und außerdem sind es 200 und mehr Kilometer von Hannover bis zu uns. Da dauert es schon mal…

Doch vielleicht könnte unser Landtagsabgeordneter Heinz Rolfes aktiv werden. Weil er kreativ ist, fällt ihm bestimmt ein, weshalb man die rotgrüne-Landesregierung für das Gleichgültigkeitschaos der Bahn im niedersächsischen Westen und ihrer LVNG-Aufsicht verantwortlich machen kann. Und das jedenfalls das müsste ihn eigentlich zu einer Landtagsanfrage motivieren. Heinzi, mach mal!

Doppelt

9. Dezember 2012

Bildschirmfoto 2012-12-08 um 13.34.45Es ist Fahrplanwechsel. Ab heute befahren Züge wieder durchgängig die Emslandstrecke – wochentags sogar sechs Mal (sonntags 4 x) in beiden Richtungen Fernzüge der Linie IC35, die sechs Wochen bei uns im Nordwesten gar nicht unterwegs waren. Die Emsländer haben dies ebenso klaglos ertragen wie „Schienenersatzverkehr“ und nervende Sperrungen von Bahnübergängen im Adventsverkehr. Die Städte, Gemeinden und Landkreise hatten kein sichtliches Interesse, dies und vor allem den Abbau der Fernverbindungen offen und öffentlich zu kritisieren; die männliche Regionalliga konzentriert sich auf’s Auto und plant eine überflüssige West-Ost-Rollbahn von Meppen nach Cloppenburg. Müssen wir also erwarten, dass die Region auf Sicht vom Branchenführer Deutsche Bahn AG abgekoppelt wird?

In zwei Jahren ändert sich erst einmal der Regionalverkehr auf der Emslandstrecke, den heute täglich zwischen 1000 und 4000 Reisende nutzen. Denn die  Westfalenbahn hat vor einem Vierteljahr den Zuschlag erhalten, ab 2015 den Regionalverkehr auf der Strecke Emden – Münster zu betreiben. Das erst 2005 gegründete Bielefelder Unternehmen investiert nach eigenen Angaben rund 75 Mio Euro in 15 nagelneue Züge mit einer maximalen Kapazität von 430 Reisenden pro Zug rund 75 Mio Euro. Mit diesem Anbieterwechsel ist dann die Deutsche Bahn bei uns nur noch mit Fernverkehrszügen vertreten, wenn es ihn dann gibt.

Jüngst ergab nämlich eine Zusammenstellung von „Report Mainz“, dass die Fernzugverbindungen für 368 Bahnhöfe jenseits der Metropolen seit 1999 um fast die Hälfte reduziert wurden (von 38.027 auf 20.506). Viele auch größere Städte sind inzwischen nicht mehr an den Bahn-Fernverkehr angebunden. Außerdem werden Bahnhöfe geschlossen, die Zahl der Schalter und die Öffnungszeiten der Reisezentren reduziert [Report-Video unten]. Da habe ich große Zweifel, ob bei uns mehr als ein paar Automaten bleiben.

Und dann die Bahnpreise! Mit dem heutigen Fahrbahnwechsel steigen auch die Bahnpreise und sind damit teurer als je zuvor. Auch hier gibt es große Fragezeichen. Das neue Bündnis „Bahn für Alle“ beispielsweise kritisiert diese Fahrpreis- Erhöhung angesichts der angekündigten hohen Gewinne der DB AG, wozu insbesondere das Wachstum des Schienenpersonenverkehrs um 4,5 Prozent beiträgt.

Dennoch erhöht die DB wieder kräftig ihre Fahrpreise – nach eigenen Angaben um 2,8 Prozent. Ohnehin ist die Tarifstruktur der Bahn seit der Einführung des Preissystems „PEP“ vor zehn Jahren immer unübersichtlicher geworden. „Mit ihrer Preispolitik schröpft die Bahn weiter diejenigen, die klima- und umweltfreundlich mobil sind“, sagt Bernhard Knierim vom Bündnis Bahn für Alle. „Stattdessen sollte sie mit einem verbesserten Angebot und einem bezahlbaren und übersichtlichen Preissystem attraktiver werden.“

Rechnet man die Preiserhöhungen der letzten zehn Jahre zusammen, so belaufen sich diese seit 2003 auf 35,2 Prozent im Fern- und 34,7 Prozent im Nahverkehr. Über den gleichen Zeitraum betrug die Inflation gerade einmal knapp 18 Prozent. Die Bahnpreise haben sich also etwa doppelt so stark erhöht wie das allgemeine Preisniveau.

Daneben wirken sich versteckte Preiserhöhungen aus, mit denen insbesondere Vielfahrer belastet werden: Die BahnCard 50 („Mobilitätskarte“) wird erneut um 3,8 Prozent teurer. Damit hat dieses Vielfahrerangebot in den letzten zehn Jahren einen gesamten Preisanstieg von über 80 Prozent (!) erfahren. Reservierungen haben sich im Preis mehr als verdoppelt und Bahnfahrer wissen, dass es insbesondere von Freitags bis Montags ohne Reservierung kaum geht.

Sascha Vogt, Bundesvorsitzender der Jusos in der SPD, die Mitglied im Bündnis Bahn für Alle sind, kritisiert die Profitorientierung der Deutschen Bahn: „Statt auf Gewinne zu achten, muss die Bahn dringend in die Infrastruktur investieren. Wir brauchen eine Versorgung der Menschen mit Mobilität und zwar in allen Gegenden des Landes. Mobilität ist für uns zentraler Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge. Außerdem brauchen wir sozial gerechte Preise: Alle Menschen müssen sich Mobilität leisten können!“

Den von „Bahn für Alle“ erstellten sog. Alternativen Geschäftsbericht 2011, der die Geschäftspolitik der DB AG kritisch unter die Lupe nimmt findet man hier; der Alternative Geschäftsbericht 2012 erscheint im März 2013.

Mehr Informationen:
www.bahn-fuer-alle.de

„Bahn für Alle“ setzt sich ein für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand. Im Bündnis sind die folgenden 20 Organisationen aus Globalisierungskritik, Umweltorganisationen, politischen Jugendverbänden und Gewerkschaften vertreten: Attac, autofrei leben!, Bahn von unten, BUND, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Gemeingut in BürgerInnenhand, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Grüne Jugend, GRÜNE LIGA, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid, NaturFreunde Deutschlands, ProBahn Berlin-Brandenburg, ROBIN WOOD, Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Umkehr, VCD Brandenburg und Ver.di.

Grensland-Express

13. Dezember 2010

Für Berufspendler, Schüler und Besucher im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es seit gestern eine direkte Verbindung zwischen Bad Bentheim und Hengelo. Die  haben gemeinschaftlich  die niederländische Provinz Overijssel, die Region Twente und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) – verantwortlich für das öffentliche Verkehrsangebot – realisiert. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus und der deutsche Nahverkehrsbetrieb Bentheimer Eisenbahn werden die neue regionale Zugverbindung zwischen dem deutschen Westen und dem ostniederländischen Twente  im Namen der Provinz, der Region und der LNVG umsetzen. Diese neue regionale Zugverbindung wird unter dem Namen Grensland Express fahren. Dieser niederländische Name symbolisiert die Zusammenarbeit im Grenzraum und die historische Überwindung von Grenzen.

Der Grensland Express wird zunächst probeweise für drei Jahre unterwegs sein. In diesem Zeitraum wird dann auch untersucht, ob es genug Reisende gibt, damit diese Zugverbindung auch auf längerer Sicht angeboten werden kann. Das wären 600 am Tag. Wenn sie erfolgreich ist, soll die neue Bahnverbindung  voraussichtlich bis nach Nordhorn verlängert werden, das seit 1974 nicht mehr von Personenzügen angefahren wird. Aber wenn Sie mich fragen, wäre auch Lingen ein ebenso guter, alternativer Endpunkt der Strecke wie Enschede oder Coevorden auf niederländischer Seite.

Die Züge fahren ab Hengelo um 6.35 (Sa: 7.35, So: 8.35), ab Bad Bentheim geht es jeweils um 10 Minuten nach der vollen Stunde zurück. In und nach Bad Bentheim gibt es nach eintreffen des Grensland-Express jeweils drei Minuten vor der vollen Stunde einen direkten Anschluss mit der Westfalenbahn in Richtung Rheine und darüber hinaus.

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De nieuwe treinverbinding tussen Hengelo en Bad Benthheim – met Oldenzaal als tussenstop – werd zondagmorgen officieel in gebruik genomen. Ze verbindt het moderne, zakelijke centrum van Hengelo met de sprookjesachtige wereld van het kuuroord Bad Bentheim.

Het So ein tag, so wunderschön wie heute klonk al bij het uitrijden van het station Hengelo. Een trein vol genodigden, spoorwegliefhebbers en dagjesmensen maakte de eerste feestelijke rit van de Grensland Express mee.

De lijn is in korte tijd met veel geld van Europa, de provincie Overijssel, de Regio Twente en de betrokken gemeenten tot stand gekomen. Om bestaansrecht te bewijzen moet de verbinding, die door Syntus en de Bentheimer Eisenbahn wordt geëxploiteerd, de komende drie jaar gemiddeld 600 passagiers per dag vervoeren. Zowel Nederlandse als Duitse instanties zijn optimistisch dat dat lukt. Al benadrukte Overijsselse gedeputeerde Job Klaassen, dat het van alle betrokkenen een permanente en creatieve inspanning zal vergen om genoeg toeristen, ‚fun-shoppers‘, scholieren, werknemers en werkgevers de trein te laten nemen.

Als de lijn bij de evaluatie in 2013 een succes blijkt te zijn, overwegen de Duitsers de verbinding door te trekken naar Nordhorn en vandaar mogelijk zelfs naar Coevorden.

(entnommen von der Tubantia)

(Foto:  copyright Grensland-Express)