„Was in den Deutschen Schlachtfabriken abgeht, ist kein Geheimnis: Und der Skandal im Fleischskandal ist, dass es seit Jahren kaum einen interessiert. Deshalb noch mal in aller Deutlichkeit: Seit Jahren werden vor unseren Augen Zehntausende Osteuropäer in einer Art und Weise ausgebeutet, die an moderne Sklaverei grenzt. Sie verschulden sich, um nach Deutschland zu kommen, zahlen an dubiose deutsche Firmen Vermittlungsgebühren, um sich dann in deutschen Schweinefabriken zugrunde zu schuften.

Die hohe Zahl der Corona-Infizierten in Schlachthöfen lenkt den Fokus auf die Arbeitsbedingungen. Die Strukturen begünstigen die Ausbreitung des Virus und die Politik trägt ihren Teil dazu bei. Doch warum häufen sich die Fälle?

Zehn bis zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, dann geht’s zum Schlafen in verschimmelte Schrottimmobilien, für die sie dann noch ein paar 100 Euro an „Miete“ an den Subunternehmer abdrücken müssen.

Die Ausbeutung hat System und ist geduldet

Den gesetzlichen Mindestlohn bekommen die Arbeiter oft nur auf dem Papier, Überstunden werden nicht gezahlt, es gibt Abzüge für Arbeitskleidung, Arbeitsschuhe und Dinge, die gar nicht existieren. 9,35 Euro gesetzlichen Mindestlohn für härteste körperliche Arbeit? Viel zu viel. Sind doch nur Rumänen, zuhause kriegen die doch noch weniger.

Wir reden hier nicht von ein paar schwarzen Schafen in der Branche: Denn diese Ausbeutung hat System und war und ist von der Politik geduldet – wenn nicht sogar gewollt. Denn der Fleischindustrie wird es extrem leicht gemacht, die Ausbeutung „outzuscourcen“, an eine Riege dubioser Subunternehmer. Die organisierte und von der Politik geduldete Ausbeutung hat einen Namen: Werkverträge. Statt Schlachter…“

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Lohnprellerei auf der Meyer Werft. So titelt die linke, nicht nicht unumstrittene Tageszeitung junge welt  und berichtet altbekanntes Neues über die Papeburger Meyer werft. Die IG Metall hatte sich zuvor zu den Arbeitsverhältnissen in einem der größten Betriebe in Weser-Ems geäußert, was die regionalen Medien nicht aufgriffen. Der Vorwurf: Der Schiffsbauer im niedersächsischen Papenburg nutzt Werkverträge, um Arbeitern aus Osteuropa Rechte vorzuenthalten.

rumänische Wanderarbeiter bei einem Brand in ihrer menschenunwürdigen Unterkunft. Sie waren mit einem Werkvertrag bei dem Schiffsbauer beschäftigt. Das Unternehmen reagierte, versprach Besserung. Doch jetzt gibt es wieder Berichte über den skandalösen Umgang mit Arbeitern aus Ost- und Südosteuropa. Ursula Wentingmann, IG-Metall-Sekreträrin der IG Metall Leer-Papenburg, bestätigte dies Anfang des Monats im Gespräch mit junge Welt. Demnach werden immer wieder neue Fälle bekannt.

Viele, wenn nicht die meisten Vorfälle bleiben allerdings im Verborgenen. Nur selten würden sich Arbeiter aus Rumänien, Bulgarien oder anderen südosteuropäischen Ländern an die Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Oldenburg wenden, berichtete die IG Metall zeitgleich  auf ihrer Internetseite.

Viele, wenn nicht die meisten Vorfälle bleiben allerdings im Verborgenen. Nur selten würden sich Arbeiter aus Rumänien, Bulgarien oder anderen südosteuropäischen Ländern an die Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Oldenburg wenden, berichtete die IG Metall in der vergangenen Woche auf ihrer Internetseite. Gründe sich zu melden gebe es für viele Arbeiter, oft hätten sie aber weder Zeit noch den Mut dazu.

Als Schweißer leisteten sie bis zu zehn Stunden an sechs bis sieben Tagen in der Woche Schwerstarbeit auf der Meyer-Werft. Ein früherer Mitarbeiter hatte im März gegenüber dem Spiegel sogar von 15-Stunden-Schichten berichtet. Abends…

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