Matthias Claudius

21. Januar 2015

Heute vor 200 Jahren starb Matthias Claudius, deutscher Dichter und Journalist beim damals deutschlandweit bekannten „Wandsbecker Bothe“ (bis 1879 noch mit „ck“ geschrieben, heute: Wandsbek)

Sein „Abendlied“ („Der Mond ist aufgegangen“; Vertonung  Johann Abraham Peter Schulz) gehört zu den bekanntesten Gedichten der deutschen Literatur. Seine intensiv empfundene Verskunst ist weiterhin zeitgemäß – hier in der Interpretation von Herbert Grönemeyer, der es erstmals vor 12 Jahren auf seiner Mensch-Tour spielte. In Lingen (Ems) ist die Matthias-Claudius-Schule im Stadtteil Heukamps Tannen nach dem großen Deutschen benannt.

Der Mond ist aufgegangen,

Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar

Der Wald steht schwarz und schweiget
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar

Seht ihr den Mond dort stehen
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön

So sind wohl manche Sachen
Die wir getrost belachen
Weil unsre Augen sie nicht sehn

So legt euch denn ihr Brüder
In Gottes Namen nieder
Und kalt ist der Abendhauch

Verschon uns, Gott, mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen,
Und unsern kranken Nachbarn auch

Mondistaufgegangen