KunstervereinMuster

Das Muster, das verbindet
Lingen (Ems) – Kunstverein, Kunst-/Halle IV

Samstag 2. November 2013 bis 12. Januar 2014
Eröffnung am Freitag, 1. November um 19.00 Uhr
Mit Arbeiten von
Thomas Bayrle, Shannon Bool, c.neeon, Demakersvan, Parastou Forouhar, Tine Holterhoff, Jan Kath, Sebastian Körbs, Margriet Krijtenburg, Thomas Mass, Jürgen Mayer H., Bärbel Schlüter, Martin Schöne, Christine Streuli, Victor Vasarely

20.00 Uhr Performance: „Be-Ziehungs-Muster“, formel 2 (Christine Haase und Martin Schöne). Anschließend besteht die Möglichkeit, die eigenen neuronalen Muster live visualisieren zu lassen. Nach der offiziellen Eröffnung lädt der Kunstverein zu einem Imbiss ein.

Künstlergespräch
Samstag, 2. November 2013, 15.00 Uhr, Gespräch mit Parastou Forouhar,
Tine Holterhoff, Sebastian Körbs, Margriet Krijtenburg, Thomas Mass,
Bärbel Schlüter, Martin Schöne.

Eine große Ausstellung in der Kunst-/Halle IV! Die Veranstalter schreiben:
„Muster verdanken ihre Existenz der Weitergabe von Generation zu Generation. Sie sind mit Gebräuchen verknüpft, und ihre Herkunft ist zumeist eng mit einem Kulturkreis verbunden, nicht jedoch mit dem Namen eines „Erfinders“. Muster legen Zeugnis ab von lokal verbreiteten Kulturtechniken, und sie entfalten eine spezifische Form der Narrativität. Da sie ein Modell anonymer und kollektiver Produktivität darstellen und Angebote zur nicht-sprachlichen Kommunikation unterbreiten, sind Muster gegenwärtig für viele Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer ein relevantes Arbeits- und Forschungsfeld. So ist festzustellen, dass Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer und Architektinnen und Architekten ihren Werken im Rückgriff auf Muster Lokalkolorit verleihen, zugleich aber darauf vertrauen können, dass sich diese nicht-sprachbasierten, dem Dekor nahe stehenden Werke reibungslos in globale Distributionskontexte überführen lassen.

Die gemeinsam von Meike Behm und Annette Tietenberg kuratierte Ausstellung mit dem Titel „Das Muster, das verbindet“ zeigt, auf welche Weise Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer und Architektinnen und Architekten das Prinzip der Weitergabe als Gegenmodell zu interkultureller Abgrenzung reflektieren, die Funktion von regional konnotierten Mustern vor dem Hintergrund von „cross cutting identities“ (Daniel Bell) beleuchten und Muster als ein Medium des kulturellen Transfers zur Anschauung bringen.“

Dynamisches Licht

2. Oktober 2011

Dynamisches Licht.
ZERO und die Kunst der 1960er Jahre

Museum Kloster Bentlage  
Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

02.10.2011 – 24.06.2012
Eröffnung Heute 11 Uhr
Öffnungszeiten: Mi-So 10-18 Uhr (ab 2. 11. 2011: 11 – 17 Uhr)
Das Museum Kloster Bentlage im benachbarten Rheine präsentiert ab heute die Kunst der 1960er Jahres. 15 künstlerische Positionen  von Künstlern aus Westfalen, Deutschland und weiteren europäischen Ländern zeigen, wie  sich ihre Protagonisten vor mehr als einer Generation zeitgleich mit Phänomenen der Wahrnehmung beschäftigten, die Grenzen zwischen Kunst und Alltag aufhoben und den Betrachter zum Bestandteil ihrer Werke machten.

Im Zentrum der Ausstellung steht die Lichtinstallation „Die Geschichte des Feuers“ von Otto Piene, „bei der der Betrachter die gewohnte distanzierte Position zum Kunstwerk aufgibt und stattdessen in einen Erlebnisraum eintritt“ (Ausstellungstext). Otto Piene, Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO wurde durch seine ungewöhnlichen Aktionen mit elementaren Materialien wie Licht, Luft, Feuer und Erde bekannt, die darauf abzielten, Natur, Technik und Kunst zu vereinen. Skulpturen, Lichtobjekte, Gemälde und Arbeiten auf Papier von u. a. Victor Vasarely, Günther Uecker, Kuno Gonschior, Adolf Luther und Yaacov Agam werden zu seiner Installation spannungsreich in Beziehung gesetzt.

Mit der Ausstellung geben erneut Meisterwerke des Münsteraner Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ein „Gastspiel im Grünen“.  Alle gezeigten Werke sind Leihgaben aus dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. Die Ausstellung der Meisterwerke aus dem   zentralen Kunstmuseums in Westfalen nutzt damit die Gelegenheit, dass im Herzen Münsters der neue Museumsbau des Landesmuseums entsteht. Am Freitag wurde übrigens fröhlich das Richtfest gefeiert; gebaut wird allerdings noch weitere 30 Monate…

Die Studioausstellung im Dormitorium des ehemaligen Klosters schließt sich unmittelbar an die ständige Präsentation in der Westfälischen Galerie an, die mit Josef Albers, Emil Schumacher, Fritz Winter und anderen ebenfalls Einblick in die Kunst nach dem 2. Weltkrieg gibt.

Lingener erinnern sich derweil an die erste große Ausstellung des Kunstverein Lingen, die vor gut 25 Jahren ebenfalls die Gruppe ZERO vorstellte. Damals hatte sich der Kunstkreis Lingen zerstritten und aufgelöst und der neue Kunstverein präsentierte zwei Jahre nach seiner Gründung unter der Verantwortung von Heiner Schepers im „Galerie im Theater“ für emsländische Augen Ungewohntes, eine inzwischen spannende Tradition, die der Kunstverein bis heute erfolgreich pflegt.

 

(Foto: „Geschichte des Feuers“ Otto Piene,  © LWL)