apfelfest_450Was machen wir heute mit den lieben Kleinen?

Gleich fünf Feste in der Region werben um die Besucher. Im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar findet das 10. Apfelfest statt. Mir ist dies inzwischen mit nicht sonderlich apfeligen Hubschrauberrundflügen, 70 Verkaufsständen und dem „Aufmarsch der bisherigen Apfelköniginnen“ etwas zu rummelig. Außerdem plumpst mein alter Widerpart Heinz Rolfes CDU-werblich immer in die Veranstaltung, deren Besuch 3 Euro kostet.

Nun denn…: Gleich um 10.30 Uhr startet auf dem Lingener Marktplatz eine ca. 40 Kilometer lange und ADFC-LWT-begleitete Radtour  über Lengerich nach Clusorth-Bramhar.  Am Ziel wartet auf die Teilnehmer ein Mittagessen, eine Verlosung sowie Kaffee und natürlich leckerer Apfelkuchen mit Sahne. Der Eintritt zum Apfelfest ist selbstverständlich im Preis enthalten. Die Teilnahme ist nicht ganz billig. Erwachsene zahlen  15,00 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 12,50 Euro enthalten sind allerdings auch neben der „geführten Radtour“ Lingen-Clusorth-Bramhar, der Eintritt zum Apfelfest, Mittagessen, Verlosung, Kaffee und Kuchen.. Ob man noch mitfahren kann, weiß ich nicht. Anmeldeschluss war bereits am 15. September, aber man kann es ja versuchen.

Vielleicht ist der Historische Kartoffelmarkt in Elte nahe Rheine eine Alternative? Die alljährlich am vierten Wochenende im September stattfindende Veranstaltung hat schon gestern begonnen, findet -vom Heimatverein organisiert- auf dem Dorfplatz und vor dem Heimathaus statt und dreht sich ganz um die Knolle. Neben  kulinarischen Kartoffel-Spezialitäten der ortsansässigen Gastronomen Markus Wältring vom Gasthaus „Zum Splenterkotten“ und Rudolf Brinkmann vom Hotel-Restaurant „Zum Hellhügel“ geht es auch im Backhaus des Heimatvereins wieder heiß her; denn der Steinbackofen wird für Brot und Kuchen angefeuert. 1984 erwarb der Heimatverein Elte übrigens den ehemaligen Backspieker des Hofes Lampe in der Bauernschaft Heine und setzte das fst 170 Jahre alte Gebäude direkt neben dem Heimathaus wieder auf. Im Heimathaus selbst zeigt eine Ausstellung Aufnahmen aus alten Zeiten und besondere Kartoffelsorten. Historische Landmaschinen, Traktoren, ein Bauernmarkt, Blaskapelle und Jagdhornbläser  ein Kinderflohmarkt, Karussell usw. bilden dasweitere  traditionelle Programm. Die Anreise nach Rheine-Elte kann mithilfe der Westfalenbahn und einer Fietse (Karte 4,50 😦 )  ebenfalls sportlich erfolgen.

bildschirmfoto-2016-09-25-um-06-48-01 Und wo wir schon in Rheine sind: Heute werden auch zahlreiche bunte, große und kleine Drachen am Himmel über dem Gelände der Hünenborg zu sehen sein. Wie jedes Jahr wird es, so die Veranstalter, „wieder ein Tag für Klein und Groß, Kinder und Familien“ – mittlerweile zum 10. Mal in Folge. 

Es ist ein typisches, umfassendes aber auch wenig originelles Fest für die bzw. in der Region, an dem sich viele Vereine, Kindergärten, Schulen und Unternehmen beteiligen: Hüpfburg, Infostände, Glücksrad, Kistenrutsche, Fotowand, Bastelangebote, Kinderschminken, Kettenkarussell, Kindertombola („Jedes Los gewinnt“), Wasserspielen und Mitmach-Angebote der Jugendfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr und des THW zeigen Einsatzfahrzeuge auch bei Vorführungen. Es gibt Bratwürstchen, Kuchen, Cakepops, Waffeln und diverse Getränke zu –familienfreundlichen Preisen, versprechen die Veranstalter

In Bentheim-Gildehaus veranstaltet von 11 – 18 Uhr  der „Verkehrs- und Verschönerungsverein Gildehaus und Umgebung eV“  den deutlich kleineren traditionellen Back- und Mühlenfest auf dem Mühlenberg herzlich ein.Sowohl das Backhaus als auch die 250 Jahre alte Ostmühle haben geöffnet. Besucher  können sich das Baudenkmal zeigen lassen und den Freizeitbäckern über die Schulter sehen, die  Steinofenbrot und leckeren Butterkuchen backen.

Die Landfrauen aus Westenberg-Achterberg  spinnen, weben, buttern und schenken frisch gepressten Apfelsaft aus. Der NABU-Kreisverein Grafschaft Bentheim wird mit seinem „rollenden Storchenwagen“ sowie die Kreisjägerschaft der Grafschaft Bentheim mit einem Infomobil vor Ort sein.

Die  fünf am weitesten fliegenden Luftballons des Luftballonwettbewerbs können  Gutscheine gewinnen, die anlässlich des Weihnachtsmarktes am 10.12.16 bekannt gegeben werden. Auch hier gibt es die übliche „Hüpfburg für die Kleinen“…

herfstmarktSchließlich lohnt immer ein Ausflug in die „Vesting Bourtange“  Auf dem malerischen Marktplatz der über die A 31 (Abfahrt Dörpen/Heede, Tipp) erreichbaren Festung findet heute von 11 – 18 Uhr der Herbstmarkt mit rund 40 „Verkaufsständen statt. Sein Motto: ‚für Jung und Alt und alles, was die Natur uns bietet‘.

Natürlich spielen Kürbisse eine große Rolle, und auch sonst kann man alles finden, was zu einem niederländischen Herbstmarkt gehört: Dekorationen für Haus und Garten, Gartenmöbel, Antiquitäten, Trödel, Marmeladen und Chutneys, Kleidung etc.

Während des Marktes kann man auch die Museen der Festung besuchen: „De Baracquen“, die Synagoge, die Kapitänswohnung, Filmsaal Dagen van Roem, Pulvermagazin und Terra Mora, wo die Verbindung zwischen Moor und Festung deutlich wird.

Der Eintritt zum Herbstmarkt beträgt 2 Euro bzw. gar nichts, wenn man eine Eintrittskarte für die Bourtange-Museen kauft. Um 15.00 Uhr feuern Mitglieder des Bourtanger Exercitiepelotons Kanonen ab. Mit Chillen ist dann sicher nicht so…

Slag om Bourtange

1. Mai 2011

Am kommenden Wochenende  präsentiert das niederländische Bourtange einmal mehr (s)ein großes Spektakel. Die direkt an der niederländisch-deutschen Grenze gelegene  Festung Bourtange (Foto re.) kehrt in die frühe Neuzeit zurück.

Hunderte Freiwillige (Reenacters) stellen die Zeit  des achtzigjährigen, spanisch-niederländischen Kriegs (1568-1648) so getreu wie möglich nach. Sie werden nicht nur die Schlacht darstellen, sondern auch in Zeltlagern leben, in denen das Leben vor fast 370 Jahren sehr getreu rekonstruiert wird.  Kleidung, Waffen, Kochutensilien, Zelte, Lagertreiben und Nahrungsgewohnheiten sind exakte Kopien aus der Zeit um 1640. Besucher können dies alles sehen und miterleben. Die Schlacht wird sehr genau nach den damaligen Sitten dargestellt. Das Gedonner der zahlreichen Kanone, das Knallen der Muskete, Pikeniere mit langen Piken, und Lagerfeuer bei den Lagern regen die historische Phantasie an.

In diesem Jahr sammeln sich schon ab Donnerstag 5. Mai die ersten “ Soldaten“. Am Samstag 7.05. ist um 10.00 Uhr die offizielle Eröffnung. Ab 11.00 Uhr finden in der Festung allerlei Aktivitäten statt und die Heerlager (bivakken) sind für die Besucher geöffnet. Die Feldschlacht wird samstags und sonntags je ab 14.00 Uhr nachgestellt.

Seit 1996 organisiert die Vesting Bourtange jährlich die  „Schlacht um Bourtange“. Dabei wird abwechselnd die Schlacht von 1640 und 1814 dargestellt. Dieses Jahr, 2011, kehrt man  zurück in das 17. Jahrhundert. Die Organisation liegt  in den Händen des Vereins Festung Bourtange (SVB), des Exerzier-Pelotons Bourtange (EPB) und des Vereins Militärische Geschichte – Festung Bourtange (VKVB).

Anreise: Über die A 31 bis zur Abfahrt 17 Dörpen. Von dort der Beschilderung folgen. Bourtange liegt direkt hinter der Grenze. Sie sollten die ausgeschilderten Parkplätzen nutzen. Der Eintritt ist nicht ganz billig. Genau konnte ich ihn nicht herausfinden, aber Sie müssen mit 8 Euro/Person rechnen, ermäßigt die Hälfte.

Zur Geschichte der Festung Bourtange:
1580 gab Willem von Oranien den Auftrag, auf einem Sandrücken mitten im Moor, an der Grenze zu Deutschland, ein Fort anzulegen. Das war der Anfang der Vesting Bourtange. Zwischen 1593 und 1851 war Bourtange eine wichtige Festung. Nachdem sie 1851 aufgegeben worden war, entstand hier ein Bauerndorf. Als in den 1960er Jahren nur noch wenige Häuser an die Geschichte erinnerten. ergriff die niederländische Gemeinde Vlagtwedde die Initiative, die Festung Bourtange zu rekonstruieren und wieder aufzubauen. Zwischen 1967 und 1992 wurde das Vorhaben realisiert. Wälle wurden aufgeschüttet, Gräben gezogen und Kasernen errichtet. Heute fühlen sich Besucher in Bourtange, der Festung, die niemals eingenommen wurde, Jahrhunderte zurückversetzt.

Nabucco

17. August 2010

Bad Bentheim – Burg Bad Bentheim
Donnerstag, 19. August 2010 – 20 Uhr

und

Festung Bourtange (Niederlande)
Samstag, 28. August 2010 – 20 Uhr

Für je einen Tag verwandeln sich der Innenhof der Burg Bad Bentheim und die Festung Bourtange in ein Freilufttheater.  Die Prager Festspieloper präsentiert:
Giuseppe Verdis Nabucco – Der weltberühmte Gefangenenchor in einer wunderschönen Kulisse:  Auf dem Areal der Bentheimer Burg und in der Festung Bourtange.

€ 29,- / 39,- / 39,- / 49,- / 44,- / 54,-

Karten telefonisch 0531 34 63 72 oder im Internet : www.Paulis.de

Touristinformation Bad Bentheim, Schloßstraße 18, Tel. 05922 98 33 0

oder

Vesting Bourtange Tel. 0031599-354313 oder info@bourtange.nl