Wahlplakate

22. September 2017

Der Bundestagswahlkampf ist in vollem Gange und die Städte hängen voller Wahlplakate. In Lingen fehlen zwar inzwischen die der SPD, aber wie vor jeder Wahl gehören auch Wahlplakat-Bustings dazu. Meist anonym, werden die Botschaften der Parteien modifiziert, Inhalte und Aussagen umgedreht und Plakate gehackt. Oder allein durch die Platzierung eines Wahlplakates an einem bestimmten Ort ergibt sich ein völlig neuer Sinn.

Das Hamburger Portal Urbanshit hat in einer fortlaufenden Sammlung eine Auswahl der kreativsten und besten Wahlplakat-Bustings zur bevorstehenden Bundestagswahl gesammelt. Nämlich die hier:

und mehr…

TRACKS

30. August 2017

„Eine unserer absoluten Lieblingssendungen, ja wenn nicht sogar die Lieblingssendung, TRACKS feiert 2017 ihr 20 jähriges Jubiläum. Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten strahlt Arte wöchentlich eine Folge der Sendung für „Musik, Pop- und Gegenkultur“, wie sie ihre Sendung selbst untertiteln, aus. Dabei haben wir in den vielen Jahren, in denen wir TRACKS schon gucken, immer wieder Künstler und Themen gesehen, über die wir selber schon hier auf dem Blog berichtet haben und wir haben viele neue, spannenden Künstler entdeckt.

Anlässlich des Geburtstages strahlt Arte zwischen dem 8. und 23. September drei Jubiläums-Folgen mit einer Länge von jeweils einer Dreiviertelstunde aus. Und zur Feier des Tages kommt hier die allererste Folge TRACKS, die vor 20 Jahren, genau im Januar 1997 auf Arte öffentlich im Fernsehen ausgestrahlt wurde.“ (Quelle: urbanshit)

Walk of Shame

3. Juli 2017

Das Künstlerkollektiv Rocco und seine Brüder hat vor dem Axel Springer Haus in Berlin einen „Walk of Shame“ installiert. Dafür haben sie mehrere schwarze Tafeln auf dem Boden des öffentlichen Platzes platziert, die anhand von Beispielen den reißerischen, rücksichtslosen und persönlichkeitsverletzenden Journalismus des Verlags anprangern.

In einem 4 1/2 Minuten langen Video, das am vergangenen Samstag bei Vimeo veröffentlicht wurde, wird der Hintergrund und die Bedeutung der Intervention „Walk of Shame“ ausführlich erklärt.

(Quelle)

Mehr…

Ich beobachte Dich schon…

20. Februar 2017

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Eigentlich wollte ich etwas über geplante Kahlschläge in Lingen schreiben (Guckt Euch die alten Bäume am Dortmund-Ems-Kanal noch einmal an, die ©milanpaul so schön abgelichtet hat). Allerdings twitterte mir Marc Riße, ich solle damit vorsichtig sein, weil… Dann erinnerte ich mich, dass das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) mit Beschluss vom 05.05.2014 (Az.: 7 B 27.13) festgestellt hat, dass für Maßnahmen der Gewässerunterhaltung an Bundeswasserstraßen der Bund zuständig ist. Die Pflichten, die mit dem Eigentum an den Gewässern verbunden sind, müssen vom Bund erfüllt werden. In Lingen ist das anders, da bauen wir auf eigene Kosten demnächst einen neuen Bundeswasserstraßen-Deich. Aber weil die Zeit so knapp war. hab ich überlegt, etwas über Berufsqualifikationen für A14-Stellen  zu posten, wo Vitamin B so manche fehlende zweite Prüfung ersetzen kann – in Lingen jedenfalls.

Doch ich bin auch dazu nicht weiter gekommen, weil dieser Sonntag gestern dafür einfach zu kurz war. Schließlich fiel mir dann dieser urbanshit-Beitrag über die Aktionisten von Dies Irae in die Hände. Also gibt es dieses kleine Gelegenheitsposting, das für Montagfrüh reichen muss, finde ich.

„Die Protest-Gruppe Dies Irae hat an einem sehr prominenten und hoch frequentierten Ort in Hamburg ein Werbeplakat gekapert. Für ihre neueste Intervention, die Passanten mit dem Themen der freiwilligen und unfreiwillige Überwachung konfrontiert, haben Dies Irae das Werbeplakat in einem Schaukasten direkt unter einer Überwachungskamera am Hauptbahnhof ausgetauscht.“

In Lingen würden Kameras aber schon helfen, zum Beispiel am Kino am Willy-Brandt-Ring, wo seltsam-beweisfreiee mitternächtliche Überfälle stattfinden und dann als feststehendes Kriminalitätsereignis mittels Pressemitteilung der lokalen Polizei verbreitet werden, deren Keyboards keine ???????? haben.. Honi soit qui mal y pense, oder wie das heißt.

Der verehrten Leserschaft wünsche ich einen schönen Montag!

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des Monats

18. September 2016

fckafdIch fürchte, dass heute bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin die Rückwärts-Rallye AFD weitergeht. Da hilft dann dies:

„So viel Witz und Statement gegen Hetze, Rassismus und Dummheit in gerade einmal drei Wörtern. Wir küren Liberté Égalité Fckafdé zum Sticker des Monats.

Die Idee des Stickers stammt aus Köln. Hier könnt ihr den Machern als Support und Zeichen der Anerkennung für die Arbeit gegen Hetze und Rassismus einen Like auf Facebook schenken. Die erste Auflage der Aufkleber ist bereits so gut wie vergriffen. Eine Neuauflage der Sticker ist aber bereits in Planung. Wir halten euch auf dem Laufenden und sagen Bescheid, so bald es neue Sticker gibt.

Mittlerweile haben mehrere Leute den Sticker nachgebaut. Ein druckfähiges PDF gibt es hier zum Download (vielen Dank an Uwe für die Datei). Ein weiteres gibt es hier (vielen Dank an Alter, Naive für Deutschland?).“

(via URBANSHIT)

ARTvergnuegen

31. Oktober 2015

Das Feld von Onlineportalen, die sich auf den Verkauf von zeitgenössischer Kunst spezialisiert haben, ist in Deutschland auch nach Jahren immer noch recht überschaubar. Kunst wird nach wie vor vorwiegend vor Ort in der Galerie, auf Kunstmessen oder direkt beim Künstler gekauft.

Langsam verändert sich aber auch hierzulande der Kunstmarkt. Die meisten Galerien betreiben mittlerweile neben ihren lokalen Showrooms auch einen Onlineshop, in dem die Werke der vertretenen Künstler zu kaufen sind und immer mehr reine Online-Galerien werden gegründet.

Eine der interessantesten neuen Projekte ist das das Online-Kunstportal ARTvergnuegen. Letztes Jahr ins Leben gerufen, vertritt das junge Internetportal mittlerweile bereits knapp 30 Künstler. Wöchentlich kommen neue hinzu. Unter den gelisteten Künstlern sind spannende internationale Positionen, meist junger Künstler, verschiedenerer Kunstrichtungen. Neben vorwiegend Malerei vertritt ARTvergnuegen Künstler aus dem Bereich Illustration, Fotografie und Bildhauerei.

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Jeder Künstler wird durch ein aufwendiges Portrait vorgestellt. Neben einem ausführlichen Interview mit dem Künstler, besuchen die Macher der Onlinegalerie jeden Künstler persönlich im Atelier und geben mit Fotos und einem Film Einblick in seine Arbeit.

Die künstlerische Leitung hinter der Internetplattform macht Steve McGuire. Steve ist selber Künstler und übernimmt die Kuration der Platform und Auswahl der vertretenen Künstler. In den letzen Monaten sind gleich mehrere Künstler mit Wurzeln im Graffiti hinzugekommen.

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Als besonderes Feature können alle angebotenen Werke mit einer speziellen App virtuell in den eigenen vier Wänden Probe gehängt werden. Um die richtige Größenverhältnisse des Bildes an der Wand zu errechnen, muss man sich nur eine Passmarke herunterladen, ausdrucken und an die Wand pinnen. Via Augmented Reality wird das Kunstwerk dann in der eigenen Umgebung auf dem Smartphone angezeigt.

(gefunden bei: RBNSHT)

TRAVIC

10. Juni 2015

„Wann kommt der Bus oder die Bahn? Eine Frage, die man sich durchaus öfters fragt als regelmäßiger Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln. Während es bei Taxis mittlerweile ganz normal ist, die Anfahrt mit der App live zu verfolgen oder bei Car- und Bike-Sharing-Angeboten den Standort zu ermitteln, gab es diese Möglichkeit für Busse und Bahnen nicht.

Das hat sich Dank eines Projektes der Uni Freiburg und geOps geändert. Auf der Website von TRAVIC können die genauen Standorte von Busse und Bahnen in vielen Städten in Echtzeit eingesehen werden. Auf den ersten Blick scheint der Service in Hamburg zB ganz gut zu funktionieren. Da nicht alle Verkehrsunternehmen ihre Daten veröffentlichen, können leider nicht in alle Städten immer alle Verkehrsmittel getrackt werden.

Live Tracking Hamburg

Live Tracking Berlin

Bildschirmfoto 2015-06-09 um 21.02.44Neben dem genauen Standort der jeweiligen Bahn oder des Busses, wird mit einem Klick auf die Karte auch die Streckenführung des jeweiligen Verkehrsmittels angezeigt.“ [Quelleurbanshit.de]

Das Live-Tracking-Programm wäre doch auch was für unser Städtchen einschließlich der Region drum herum – oder? Bei der Bahn funktioniert es bereits0 (Screenshot lks) und für LiLi wie all die anderen Busse wär’s nicht schlecht. Jedenfalls kostet es nicht „1 Million Euro mehr“ wie die öPNV-Betreiber damals laut und ungeprüft behaupteten, als ich ein entsprechendes Systm für die Stadtbusse gefordert habe und der neue doppeldeckerhohe Bunsbahnhof in der Bernd-Rosemeyer-Straße mit heutigem Geld jedoch im 70er-Jahre-Stil gebaut wurde.

IKEA

8. März 2015

Die schwedische Möbelhaus-Kette IKEA bringt im April eine Serie von Postern mit unterschiedlichen internationalen Urban Art Künstlern heraus. Die im Offset-Verfahren gedruckten Poster haben eine Größe von 70×100 cm und kosten 14,99 EUR pro Stück und Motiv. Das ganze wird als „Limited Collection“ angekündigt, über die Auflage liegen uns allerdings keine Infos vor. Das ganze geht sicherlich in die 100.000er je Motiv.

Mit dabei sind die Künstler: JOHN CRASH MATOS, SOBEKCIS, CAROLINA FALKHOLT, NEVERCREW, KORALIE SUPAKITCH, HUA TUNAN, NURIA MORA, JEROEN EROSIE, M-CITY, EKO NUGROHO, TFREAK und ELLE.

Mit Street Art hat das ganze natürlich nichts zu tun, außer, dass die Künstler aus dem künstlerischen Bereich von Street Art bzw. Graffiti kommen.

 

Auszug aus der IKEA-Pressemitteilung: 

Street Art für das Zuhause: Schon lange bieten wir innovatives Design für Menschen auf der ganzen Welt – erschwinglich und funktional. Nun starten wir eine Kunstinitiative, deren Hauptfunktion es ist, Emotionen zu wecken. Henrik Most, der kreative Leiter von IKEA of Sweden, erklärt die Hintergründe des IKEA Art Events: „Wir sehen Kunst oft als etwas Limitiertes an, etwas, an dem sich nur wenige wohlhabende Menschen erfreuen können, oder als etwas, das man nur in Galerien und Museen findet. Wir aber denken, dass Kunst generell in die Wohnräume der Menschen gehört. Und mit diesen Kollektionen machen wir Kunst für viele Menschen erreichbar – man muss nicht reich sein, um etwas Einzigartiges zu erstehen. Für die diesjährige Kollektion haben wir zwölf Straßenkünstler aus aller Welt eingeladen, um zwölf einzigartige „Street Art”-Bilder für IKEA zu gestalten. IKEA ART Event 2015 kommt im April 2015 in die IKEA Einrichtungshäuser, und da dies eine limitierte Kollektion ist, werden die Bilder nur für kurze Zeit erhältlich sein. Unser Ziel ist es, einen schöneren Alltag mit verschiedenen Stilrichtungen und Ausdrucksweisen zu schaffen – und zwar für jeden, der Kunst liebt.”

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Wer Interesse an wirklich limitierten, mit Liebe gedruckten und handsignierten Prints hat, der kann in der Urbanshit Gallery vorbeischauen.

 

(Text und Bilder via RBNSHT)

BILD Dir Deine Meinung

3. März 2015

Ein Hamburger Kiosk im Stadteil Ottensen macht einen BILD Zeitungs-Boykott und verkauft seit mehr als vier Jahren keine BILD-Zeitung mehr in seinem Laden. Eine konsequente, gute Entscheidung.

Aus aktuellem Anlass wichtiger und richtiger denn je! Der Kiosk in der Ottenser Hauptstraße hält den Boykott seit 2010 durch und der Zettel hängt bis heute im Schaufenster.

BILDboykott

 

 

 

“Das lag an der Ausgabe mit Sarrazin auf dem Titel und dem, was man in Deutschland doch wohl noch sagen dürfe. Die Aussagen waren so extrem rassistisch, populistisch und ausländerfeindlich, dass ich daraufhin die Bild-Zeitung wutentbrannt aus dem Programm genommen habe.« (…) »Die Reaktionen der Kunden sind zu 99,5 % positiv. Und viele Passanten, die mein Plakat lesen, kommen rein, halten ein bis zwei Daumen hoch und gehen wieder raus.”

 

[gefunden bei URBANSHIT}

Stefanos

1. März 2015

URBANSHIT schreibt:

Der griechische Künstler Stefanos bombt Euro-Banknoten mit kleinen Zeichnungen und bringt die Geldscheine zurück in den Umlauf. Die Zeichnungen sind eine zynische Reaktion des Künstler auf die Finanzkrise und karikieren den griechischen Alltag.

Eine sehr schöne Idee. Es sollten viel mehr solcher Geldscheine in den Umlauf gebracht werden, wenn ihr mich fragt.

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