Schleudergefahr

17. Oktober 2012

„Was muss eigentlich noch geschehen, damit effektiv gehandelt wird? In diesem Jahr haben sich in Lingen-Darme in der Auffahrt zur Umgehungstraße B70/B213 Richtung Norden mehrere schwere Verkehrsunfälle ereignet. Dabei hat es schwer und tödlich verletzte Personen gegeben, u.a.:

04.06.2012 – Mann  22 Jahre schwer verletzt
13.07.2012 – Mann  44 Jahre schwer verletzt
16.07.2012 – Mann  19 Jahre schwer verletzt
22.09.2012 – Frau   18 Jahre tödlich verletzt

Der Straßenbelag in der unteren Rechtskurve ist bei Regen aufgrund des Reifengummiabriebs schmierigglatt. Die Reaktion bisher: In der Auffahrt steht jetzt ein Gefahrenhinweisschild „Achtung Schleudergefahr“.

Das dürfte nicht reichen. Eine sehr effektive und wichtige Lösung ist es, im Auslauf der Auffahrt doppelte Schutzleitplanken übereinander aufzubauen. Denn an dieser Stelle sind die Fahrzeuge bei den Verkehrsunfälle ins Schleudern geraten. Schutzleitplanken würden z. B. Pkw und Kleintransporter auffangen.

Ich bitte Sie, dies dringlich mit der Landesstraßenbauverwaltung zu vereinbaren bzw. seitens der Stadt aktiv zu werden.“

(E-Mail der BN an OB Dieter Krone, nach einem Hinweis von Helga und Hermann Lindwehr)

Explosion

28. März 2011

Drei schwere Explosionen haben am späten Montagabend die Menschen um die zum BP Konzern gehörende Erdölraffinerie Emsland (ERE) in Angst und Schrecken versetzt.  Wie die Ems-Vechte-Welle berichtet, war um 22.40 Uhr ein mit 900.000 Liter Superbenzin beladenes Tankschiff im Hafen der am Dortmund-Ems-Kanal gelegenen Raffinerie explodiert.  Eine Sprecherin der ERE sprach in diesem Zusammenhang von einer „Verpuffung“.

Die Ems-Vechte-Welle informierte am frühen Dienstag zunächst, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Gegen 1.00 Uhr meldete der Sender dann, bei dem Unglück könnte es doch Verletzte gegeben haben. Andreas Mohr, kaufmännischer Leiter der Raffinerie, habe auf einer Pressekonferenz gesagt, dass es keine Schwerverletzten gegeben habe. Rettungswagen hatten allerdings mit Blaulicht das ERE-Gelände verlassen. Kurz nach Beginn des Unglücks habe es noch fünf Vermisste gegeben, so Mohr. Die Mitarbeiter konnten aber alle gefunden werden. Mindestens einer von ihnen  erlitt Verbrennungen.

Für die Lingener Feuerwehren wurde Vollalarm ausgegeben. Die Anwohner in den Lingener Stadtteilen Altenlingen, Holthausen-Biene und Heukamps-Tannen waren zunächst aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten, nachdem erst unklar war, was das Tankschiff geladen hatte. Die Bundesstraße 70 war zunächst zwischen den Anschlussstellen Lingen-Damaschke und Osterbrock ebenso wegen der Rauchentwicklung vollständig gesperrt (unten ein Ausriss von der NDR-Verkehrsinfo-Seite) wie die Meppener Straße im Bereich Holthausen-Biene. Dasselbe gilt für den Dortmund-Ems-Kanal.

Der große Feuerschein beleuchtete noch den 5 km entfernten Marktplatz (Foto oben). Die Werksfeuerwehr der ERE und Feuerwehren aus dem Umland versuchten, den Brand zu bekämpfen. Nach etwa zwei Stunden meldete die lokale Tageszeitung, die Wehren hätten ihn unter Kontrolle. Dann wurden allerdings die Ortsfeuerwehren Baccum, Bramsche und Brögbern zusätzlich alarmiert.

Das Schiff ist inzwischen untergegangen. Im Hafenbecken brennt es nach Polizeiangaben jedoch weiter, da sich Wasser und Benzin vermischt haben. Die alarmierten sechs Feuerwehren setzten Löschschaum ein und konnten so verhindern, dass sich das Feuer auf der Wasseroberfläche ausbreitete. Das Gemisch entzündete sich aber immer wieder und ist noch nicht unter Kontrolle.

Hoffen wir, dass bei dem Unglück keine Menschen zu Schaden kommen bzw gekommen sind. Weitere Informationen und eine Pressekonferenz der Polizei soll es am Dienstagmorgen geben. Auch die Ergebnisse der durchgeführten Schadstoffmessungen werden dann bekannt sein. Die Ems-Vechte-Welle berichtet auf 95,6 MHz.

update: Mehr und Bilder von NordwestMediaTV

Ein „Erfahrungsbericht“ bei den BürgerNahen

 

 

BN

12. Februar 2011

Presseerklärung der Wählervereinigung „Die BürgerNahen“ zum Altenlingener Forst

»Unbefriedigend sind die aktuellen Erklärungen der Lingener CDU zum Altenlingener Forst. Der Vorsitzende der Wählervereinigung „Die BürgerNahen“, Dr. Reinhard Rauscher, bezeichnete die CDU-Forderung nach einem „Schutzwald“ als vordergründig. Rauscher: „Wir BürgerNahen fragen, welche Flächen  als Schutzwald genutzt werden sollen. Wie groß und wo sind diese Flächen? Wem gehören sie? Wie teuer ist die Aufforstung? Auf keine dieser Fragen gibt es bisher eine Antwort.“

„Wir finden es bedenklich, wenn die CDU die Abholzung weiterer 24 Hektar hochwertigen Mischwaldes will und sogar Verträge über alle 33 Hektar des Bebaungsplans Nr. 20 zulässt. Immer noch will die CDU alle Flächen nördlich der Verbindung von Waldstraße und Umgehungsstraße vermarkten und weitere Abholzungen möglicherweise nur zeitlich aufschieben. Ferner könnte man ohne umgehende Beantwortung obiger Fragen vermuten, dass der angekündigte Kompromiss sich als reines Lippenbekenntnis ohne konkrete Folgen herausstellt, was dann nach dem 11. September einfach in Vergessenheit geraten könnte ?

Reinhard Rauscher: „Die BürgerNahen treten ohne Wenn und Aber  für die Wiederaufforstung des gerodeten  Teiles des Altenlingener Forstes ein. Die Menschen in Heukampstannen und Altenlingen wissen, dass der Altenlingener Forst seit Jahrzehnten  ihr Schutzwald  ist. Sie sagen: Wir brauchen keinen anderen; denn unser Wald schützt unsere Luft und unser Klima. Wir müssen ihn vor unbedachter und möglicherweise unnötiger Vernichtung schützen.“«