Absturz

18. Juli 2014

FLUGZEUGABSTURZ: 192 Niederländer verunglückt [Update]
Amsterdam/Den Haag. /NOS. 18. Juli 2014.

Malaysian Airlines
Boeing 777 der Malaysia Airlines: Ein solches Flugzeug ist über der Ost-Ukraine (abgestürzt, Quelle: Glenn Beltz/cc-by)

Bei einem Flugzeugabsturz einer malaysischen Maschine über der Ost-Ukraine am Donnerstagnachmittag sind Passagiere aus mindestens sechs Ländern umgekommen. Die größte Gruppe bilden mit mindestens 192 Opfern niederländische Staatsbürger. Auch mindestens vier deutsche Flugreisende sind unter den Opfern, daneben Passagiere aus Australien, Malaysia, Indonesien, dem Vereinigten Königreich, Belgien, den Philippinen, Neuseeland und Kanada. Bei vier Personen ist die Nationalität bislang noch unbekannt. Die Namen der Opfer sollen erst dann bekannt gemacht werden, wenn alle Opfer identifiziert sind. Dies wurde am späten Abend auf einer Pressekonferenz im niederländischen Flughafen Schiphol bekanntgegeben, die von vielen Fernsehsendern weltweit – unter anderem CNN – live übertragen wurde. Wie am Freitag bekannt wurde, waren viele der Passagiere – NOS spricht von 100 Personen – zur internationalen Aids-Konferenz nach Australien unterwegs.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich in einer ersten Stellungnahme tief betroffen über die Nachricht vom Flugzeugunglück über der Ost-Ukraine. Die Maschine der Malaysia Airlines war gegen Mittag auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol in Richtung Kuala Lumpur gestartet und um 15.21 nahe der Stadt Donezk vom Radar verschwunden. Nach ersten Berichten sollen alle 298 Insassen bei dem Unglück umgekommen sein; darunter nach ersten Einschätzungen auch mehrere Dutzend Niederländer. Der Flug wurde gemeinsam von Malaysia Airlines (MH17) und der niederländischen Linie KLM (KL4103) organisiert.

„Ich bin zutiefst über die dramatischen Berichte zum Absturz von Flug MH17 geschockt“, ließ Mark Rutte, der sich zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Tragödie im Ausland befand, mitteilen. „Unsere Gedanken sind jetzt bei den Insassen, ihren Familien und Freunden“. Der niederländische Premier hatte direkt im Anschluss das Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten gesucht und sich auf den Weg zurück in die Niederlande gemacht, „um die Situation aus Den Haag weiter zu verfolgen und zu handeln.“ In einem Restaurant auf dem Flughafen Schiphol ist unterdessen eine Anlaufstelle für Angehörige der verunglückten Passagiere eingerichtet worden. Im Laufe des Abends wurde von Vertreter der betroffenen Fluggesellschaften unter +31 70 3487770 zudem eine Infohotline für Angehörige der Opfer geschaltet.

Neben Premier Rutte reagierte auch Sicherheits- und Justizminister Ivo Opstelten schnell mit einer Erklärung und zeigte sich ebenfalls geschockt: „Die Bilder, die Sie und ich gesehen haben, sind furchtbar. Aber noch vieles ist undeutlich über die Ursache und die Umstände“. Opstelten bezog sich damit auf Gerüchte, wonach die malaysische Passagiermaschine Opfer eines Beschusses von pro-russischen Separatisten geworden ist, die sich in der Ost-Ukraine momentan mit ukrainischen Regierungstruppen schwere Gefechte liefern. Neben Opstelten äußerte sich gegen 20.30 Uhr auch das niederländische Staatsoberhaupt, König Willem-Alexander, über das Regierungspresseamt RVD gegenüber der Öffentlichkeit: „Ebenso wie der Rest der Niederlande verfolgen meine Frau und ich die Nachrichten sehr genau und hoffen, dass es schnell mehr Deutlichkeit gibt. Wir leben mit den Familien, Freunden, Kollegen und Bekannten der Opfer und mit denen, die noch in Ungewissheit darüber sind, ob ihre Geliebten an Bord der Maschine waren.“

Die niederländische Fluggesellschaft KLM, die den Flug gemeinsam mit Malaysia Airlines organisierte, hat – ebenso wie auch Lufthansa, Turkish Airlines und Air France – heute Abend mitgeteilt, den Luftraum über der Ost-Ukraine ab sofort nicht mehr zu überfliegen. Andere Gesellschaften wie die australische Quantas oder die beiden süd-koreanischen Airlines Asiana und Korean Air umfliegen den Luftraum über dem Kriegsgebiet bereits seit mehreren Wochen. Der niederländische Außenminister Frans Timmermans forderte am Abend, dass unabhängige Untersucher Zugang zur Unglücksstelle in der Ost-Ukraine bekommen müssen.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kommen währenddessen viele Menschen an der niederländischen Botschaft zusammen, um Kerzen anzuzünden und Kondolenzbekundungen zu hinterlassen. Die Flaggen wurde dort auf Halbmast gehisst. Und auch in den Niederlanden wird es, wie heute von Seiten der Regierung bekanntgegeben wurde, vor allen öffentlichen Gebäuden am Freitag eine Trauerbeflaggung geben. Wer den Hinterbliebenen sein Beileid aussprechen möchte, kann dies auf mehreren Online-Kondolenzbücher. Auf condoleance.nl waren am Freitagabend bereits rund 21.000 Beileidsbekundungen eingegangen.

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Die niederländischen Tageszeitungen stehen am Tag nach dem Unglück alle im Zeichen des Flugzeugabsturzes:

MH17NL

Quelle/übernommen von Niederlande.net

MH17

17. Juli 2014

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Stimmt! Jedes empörte Wort!

Bildschirmfoto 2014-03-02 um 22.17.51Сегодня по предварительной договорённости состоялся телефонный разговор Владимира Путина с Федеральным канцлером Федеративной Республики Германия Ангелой Меркель.

В связи с высказанной А.Меркель озабоченностью развитием событий в Крыму и на Украине в целом В.Путин обратил внимание на неослабевающую угрозу насильственных действий со стороны ультранационалистических сил, подвергающих опасности жизнь и законные интересы российских граждан и всего русскоязычного населения. Подчёркнуто, что меры, предпринимаемые Россией, полностью адекватны сложившейся экстраординарной ситуации.

В.Путин и А.Меркель условились продолжить консультации как в двустороннем (по линии внешнеполитических ведомств), так и в многостороннем форматах в целях содействия нормализации общественно-политической обстановки на Украине.

2 марта 2014 года, 22:50

(Pressemitteilung des russischen Präsidenten zum  heutigen Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nur, wenn Sie das Original mal lesen wollen)

Bildschirmfoto 2014-03-02 um 22.21.32

Bildschirmfoto 2014-03-02 um 22.22.11

Bildschirmfoto 2014-03-02 um 22.25.11

(Twittermitteilung des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert zum heutigen Telefonat mit Präsident Wladimir Putin. Nur, wenn Sie das Original mal lesen wollen)

Mehr…

Euromaidan

21. Februar 2014

Euromaidan

Dieser Moment

19. Februar 2014

Bildschirmfoto 2014-02-18 um 22.54.39

Kiew

22. Januar 2014

KiewUkraine2014

Kiew (Ukraine) Januar 2014: Orthodoxer Priester versucht einen Zusammenprall zwischen Demonstranten und Polizei zu verhindern.
(Quelle imgur)

Rote Karte

8. Juni 2012

Ab heute „fiebern wieder Millionen Fußballfans in den Stadien und vor den Fernsehern mit ihrer Mannschaft und hoffen auf einen Sieg bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine.

Auch viele Ukrainer hoffen auf einen Sieg – allerdings nicht nur im Fußballstadion, sondern auch in Sachen Menschenrechte im eigenen Land. Denn:Folter und andere Misshandlungen sind in ukrainischen Gefängnissen und in Polizeigewahrsam an der Tagesordnung. Menschen werden willkürlich verhaftet, ohne Grund in Untersuchungshaft gehalten und dort teils schwer misshandelt. Im Jahr 2010 sind nach  Angaben der NGOUkrainian Helsinki Union“ 51 Menschen in ukrainischen Haftanstalten gestorben.

Die Verantwortlichen werden oft nicht zur Rechenschaft gezogen, da Folterverdachtsfälle und Beschwerden über Polizeigewalt nicht untersucht werden. Aus Furcht vor Vergeltungsmaßnahmen der Polizei zeigen die Opfer die meisten Fälle gar nicht erst an.

Auch für Fußballfans, die zur EM reisen, stellen die ukrainischen Sicherheitskräfte eine Gefahr dar. Max Tucker, Ukraine-Experte von Amnesty International, hat das Land kurz vor dem Turnier besucht: „Schauen wir auf die jüngsten Vorfälle, so haben Polizeibeamte Fußballfans angegriffen, zusammengeschlagen oder mit Elektroschocks eingeschüchtert.“

Setzen Sie sich gemeinsam mit Amnesty International dafür ein, dass die Menschenrechte in der Ukraine nicht länger im Abseits stehen.

Schreiben Sie eine E-Mail an den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch und fordern Sie ihn auf, Folter und Misshandlungen durch die Polizei zu beenden:http://amnesty.de/ukraine!“

Eine Aktion von amnesty international, die ich unterstütze. Mitmachen dauert nur eine Minute.