Tanktourismus

3. Januar 2013

Das ist wirklich  „verkehrte Welt: Bislang haben Deutsche lieber in Holland getankt, jetzt steuern Holländer vermehrt deutsche Zapfsäulen an. Grund sind Steuererhöhungen der niederländischen Regierung. Der dortige Tankstellenverband befürchtet aufgrund des preiswerteren deutschen Sprits sogar, dass immer mehr niederländische Tankstellen an der Grenze schließen müssen. In Nieuw-Schoonebeek, nur wenige Kilometer von Twist (Landkreis Emsland) entfernt, ist das schon passiert – im Oktober machte eine Tankstelle dicht. In Twist selbst boomt das Geschäft.

Seit die holländische Mehrwertsteuer im Oktober um zwei Prozent erhöht wurde, kann sich Michael Jansen über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. Ein Liter Super ist an seiner Tankstelle in Twist rund 15 Cent günstiger als im Nachbarland. „Wir profitieren natürlich davon. Wir haben Umsatzsteigerungen von bis zu 20 Prozent“, sagt Jansen. „Des einen Freud ist des anderen Leid.“ Die niederländischen Tankstellenpächter in der Grenzregion sind darüber verzweifelt. Annie Boerrigter aus Ootmarsum klagt: „Das ist natürlich ein Jammer, aber was soll ich denn tun?“

Boerrigter kann nur wenig tun. Die Steuererhöhungen im Oktober und im Januar sind nur der Anfang. Anfang 2014 soll die Mehrwertsteuer noch weiter angehoben werden. Der…“

weiter beim NDR

Simon & Garfunkel Revival Band
Twist  –  Heimathaus

Donnerstag, 25. Oktober 2012 – 20 Uhr
Eintritt: 18 Euro  –  VVK 16 Euro

„Es geht immer weiter. Diese famose und wohl einmalige Band ist zum 48. Mal (1) auf der Bühne in Twist. Das ist nicht nur rekordverdächtig, das ist Rekord.

Tatsächlich ist über diese fünf Männer wohl schon (fast) alles geschrieben und über das Repertoire auch. Es sind die grandiosen Songs von Simon & Garfunkel. Es ist die kongeniale Interpretation dieser Songs durch die Simon & Garfunkel Revival Band.

Musik, die die Menschen berührt. Es empfiehlt sich, Karten rechtzeitig zu reservieren.“

So heißt es in der Programmvorschau dieses Konzerts im traditionsreichen Heimathaus in Twist. Jaja, endlich mal wieder was für’s Gemüt der älteren Generation in diesem kleinen Blog.

faule Eier

22. Juni 2012

Es gibt Diskussionen um eine Biogasanlage, ihren Betreiber und eine Erweiterung in Twist (Wappen lks.), genauer im Ortsteil Schöninghsdorf. Darüber berichtet jetzt der NDR auf seiner Internetseite, nachdem die Meppener Tagespost die Probleme mit der Anlage schon vor drei Monaten aufgegriffen hatte. Jetzt organisieren die Kritiker eine Veranstaltung, doch Bürgermeister Ernst Schmitz (CDU, ein Parteizusatz der sich beim NDR findet, doch nicht auf der Internetseite der Gemeinde) will nicht kommen.Tja Freunde, Kommunalwahl war eben vor einem Jahr und nun kann sich ein Bürgermeister auch zurücklehnen und Protest ignorieren. Man kann sogar eine Internetseite löschen  nicht mehr erreichbar sein lassen und es neu versuchen. Der NDR berichtet so:

„Reinhard Büld aus Schöninghsdorf in der Gemeinde Twist stinkt es. Wenn er aus dem hinteren Teil seines Wohnhauses blickt, dann schaut er auf die 500-Kilowatt-Biogasanlage seines Nachbarn. Und auf die Silageplatte: Wenn es regnet, ist es dort extrem nass und die Silage steht im Wasser. Es riecht nach faulen Eiern. Büld hat seinen Nachbarn dabei beobachtet, wie der dieses Sickerwasser ins benachbarte Torfgebiet abgepumpt hat. Er hat deshalb Strafanzeige gegen den Betreiber der Anlage erstattet, ebenso wie der Landkreis Emsland. Der Vorwurf lautet auf Gewässerverunreinigung.

Die Gemeinde Twist will trotzdem an der Zusammenarbeit mit dem Betreiber festhalten: Der Landwirt plant, …“

weiter auf der Seite des NDR

ps Leider verschweigen unsere Medien konsequent den Namen des Anlagenbetreibers – im Gegensatz zu Vor- und Zunamen von Reinhard Büld. @-(  Ich habe auch keine weiteren Details über die Veranstaltung der Kritiker am kommenden Donnerstag in Schöninghsdorf gefunden. Sie haben offenbar keine Webseite. Oder doch?

Mietersuche

12. März 2012

Da hatte ich den Eindruck, dass der in Lingen ganz gut gelegene Schlecker bei mir im Hause läuft. WIr haben auch gerade erst im letzten Spätsommer den Vertrag neu abgeschlossen. Aber ich muss wohl trotzdem einen neuen Mieter für rd. 160 qm Ladenfläche suchen; denn Anton Schleckers Drogeriemarkt zieht „nach der vorläufigen Liste des vorläufigen Insolvenzverwalters“ auch aus der Bauerntanzstraße 10 aus. Hier die ganze (wie gesagt vorläufige) regionale Schlecker-Schließliste:

Bawinkel
Geeste-Groß Hesepe
Twist
Haren/Ems Erika
Haren-Wesuwe

Heede
Lathen
Rhede-Ems
Börger
Papenburg-Bokellesmoor

Lingen, Bauerntanzstraße
Lingen-Baccum
Lingen-Bramsche
Lingen-Gauerbach

Neuenhaus, Hauptstraße
Neuenhaus-Veldhausen
Nordhorn, Bentheimer Straße

Auszeichnung

14. Januar 2011

Die Landesstraße 46 (L 46) zwischen Ringe in der Grafschaft Bentheim und Twist (Wappen re.) ist von der SPD  im Niedersächsischen  Landtag offiziell zur schlechtesten Landesstraße Niedersachsens erklärt worden. Twists Bürgermeister Ernst Schmitz (CDU) erhielt durch die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe eine Siegerurkunde in der Wettbewerbskategorie „Landesstraßen außerhalb von Ortsdurchfahrten“. Und er hatte so viel Humor, die Auszeichnung auch anzunehmen; eigentlich hätte man sie dem verantwortlichen niedersächsischen Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) überreichen müssen.

Bürgermeister Schmitz unterstrich die Dringlichkeit einer Erneuerung der L46. Es hätten auch mehrere  Gespräche mit dem Leitenden Baudirektor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Lingen (hieß früher schlicht: Straßenbauamt Lingen), Klaus Haberland, stattgefunden, berichtete er. Aber diese Behörde wolle vorerst die L 46 nur im Grafschafter Bereich reparieren.  Eine Komplettsanierung würde nämlich bis zu vier Mio Euro kosten. Deshalb werden erst einmal auf emsländischer Seite nur „neue Verfahren der Sanierung untersucht“. So drücken sich Verwaltungen immer aus, wenn in Wahrheit nichts passiert.

Ende 2009Im Frühjahr 2010 hatten die Sozialdemokraten ihren jetzt abgeschlossenen, pfiffigen Wettbewerb landesweit ausgeschrieben; etwa 50 Nominierungen aus ganz Niedersachsen trafen bei ihnen daraufhin ein.

Bluesfestival

30. April 2010


BLUESFESTIVAL
Twist, Heimathaus
Freitag – 30.04.2010 – ab 19:00h
VVK: 16,00 EUR – AK: 18,00 EUR

„Die Nacht zum 1. Mai gehört im Heimathaus in Twist dem Blues – eine lange Bluesnacht mit drei Bands, mit drei Spielarten des Blues. Dazu gehört auch das Ambiente: frisches Brot aus dem Backhaus, der würzige Duft frisch und meisterhaft gegrillter Wurst, die Runde am offenen Feuer…. Aber vor allem geht es um die Musik.“
Es spielen drei Bands
Danny Bryant’s RedEyeBand
Johnny Mastro & Mama’s Boys
Gene Taylor Blues Band

Verwerfung

1. April 2010

Eine beeindruckende Entdeckung haben jetzt  heimische Geologen im Emsland gemacht: Unsere Region durchzieht die San-Bonifatius-Verwerfung. Diese tektonische Verwerfung ist eine Transformstörung, an der die auf dem Magma im Erdinneren dahin treibende Holländische Platte an der Emsländischen Platte vorbei driftet. Sie erstreckt sich -so die Geologen-  über gut 150 Kilometer Länge vom niederländischen Winschoten  bis zum Norden von Westfalen und teilt so die Weser-Ems-Region in zwei Hälften auf. Lingen liegt auf der rechtsdrehenden Emsländischen Platte und Nordhorn auf der linkswirkenden Holländischen Platte. Die San-Bonifatius-Verwerfung ist übrigens eine der wenigen Plattengrenzen an Land; die überwiegende Zahl der Plattengrenzen liegt auf dem Grund der Ozeane.
Die Geologen benannten ihre Entdeckung der tiefreichenden Verwerfung nach dem Hlg. Bonifatius, pilgerte der „Apostel der Deutschen“ doch schon 754 nach Christus an ihr entlang gen Dokkum im Norden Frieslands. Auf weiten Strecken ist heute die Verwerfung übrigens mit bloßem Auge in der Landschaft zu erkennen und wird zusätzlich für jedermann  an den blauen BAB-Schildern der A 31 bestätigt.
Faszinierend  ist dabei, dass täglich Tausende von Verkehrsteilnehmern auf der Autobahn 31 die Folgen dieser enormen Verwerfung zu ertragen haben. In nördlicher Richtung musste bereits im vergangenen Sommer wegen des schwachen Fahrbahnuntergrundes die Höchstgeschwindigkeit zwischen Twist und Meppen-Nord auf 80 km/h reduziert werden. Der Grund: Die Emsländische Platte wandert jährlich 6 cm nach Norden. In südlicher Richtung ist deshalb inzwischen eine 6 km breite Erdspalte entstanden. So zeigen die A31-Schilder an der Abfahrt Wesuwe noch eine Entfernung nach Lingen von 40km und Nordhorn 4 km weiter an. Wenige Kilometer weiter südlich aber ist die Strecke nach Lingen nicht mehr vier Kilometer kürzer sondern -wegen San-Bonifatius- zwei Kilometer länger.

Das beeindruckende Phänomen hat jetzt durch die Arbeit der heimischen Geologen endlich seine Bestätigung erhalten. Dies unterstrich am Donnerstag auch Landrat Hermann Bröring. Mit Blick auf möglicherweise drohende  tekto-theologische Verwerfungen meinte der emsländische Landrat, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung bestanden habe. Sein Grafschafter Amtskollege wollte sich danach nicht mehr äußern. Bröring selbst will heute Mittag am Moormuseum eine Hinweistafel auf die San-Bonifatius-Verwerfung enthüllen.

Griffigkeit

26. Dezember 2009

Unter meinen nicht im Blog präsentierten Entwürfen habe ich eben diesen gefunden. Er stammt vom 30. Oktober, und wer hätte gedacht, dass er bis heute aktuell ist. Lesen Sie mal:

„Meine Arbeitgeber von der Polizei haben vor zwei Monaten dies der Lokalzeitung gesteckt:

Mit Tempo 221 ist ein 47-jähriger Autofahrer in einer 80er-Zone auf der Autobahn 31 bei Meppen (Landkreis Emsland) erwischt worden. Die Autobahnpolizei verfolgte den niederländischen Geschäftsmann anschließend über längere Zeit und musste dabei zwischenzeitlich selbst bis zu 250 km/h fahren.Die Autobahnpolizei verfolgten den Mann in einem Fahrzeug mit Videoüberwachung. Als die Beamten den Schnellfahrer endlich eingeholt und gestoppt hatten, musste er sofort 1225 Euro zahlen. Außerdem droht im ein Fahrverbot von mindestens drei Monaten sowie vier Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hat der 47-Jährige die Geschwindigkeitsbegrenzung auf eine Länge von sieben Kilometern wegen einer Baustelle komplett missachtet. Die 80er-Zone ist dort eingerichtet, weil auf dem kürzlich ausgebesserten Straßenasphalt noch die Griffigkeit fehlt.

Kürzlich? Über die  22o km/h brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber die 7-km-Baustelle ist seit Anfang Juli aufgehoben (mehr…). Nach Monaten dürfte die Griffigkeit des Asphalts allemal gegeben sein. Also scheint mir eine andere Art von Griffigkeit im Mittelpunkt zu stehen. ;-)“

Damals, Ende Oktober, war dies schon längst ein Thema. Bemerkenswert heute ist dies:
Bis jetzt, Mitte/Ende Dezember hat sich meines Wissens an dem 80-km/h-Zustand nichts geändert, und ich glaube längst, dass dieses seltsame Autobahnverwaltung die Tempo-80-Schilder nördlich der Abfahrt Twist in Richtung Emden schlicht vergessen hat. Oder es ist der falsche Asphalt eingebaut worden. Jedenfalls schlage ich vor, dass aus den inzwischen eingespielten Bußgeldern zum Jahresbeginn eine kleine Feier „vor Ort“ – da gibts doch ‚ne schöne Kneipe an der Abfahrt Twist!- finanziert wird – Motto: „6-Monate-Tempo-80-und-so-viele-griffige-Bußgelder!“ Natürlich dürfen die Verantwortlichen dann im Chor Deichkind nachsingen!