Die Schöpfung – Oratorium von Joseph Haydn
Concertino Lingen, Bläser der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Chor St. Bonifatius Lingen
Leitung KMD Joachim Diedrichs
Lingen (Ems) – Bonifatiuskirche, Burgstraße

Heute – 20 Uhr
Eintritt: 28 Euro (Mittelschiff), 22 Euro (Seitenschiff)

Joseph Haydn (1732 – 1809) schrieb sein erstes großes Oratorium „Die Schöpfung“ in den Jahren 1795-98, also mit etwa 65 Jahren, als Frucht seines Englandaufenthaltes und der Begegnung mit den Oratorien Händels. Die Textvorlage schuf ein sonst nicht bekannter englischer Autor Lidley (oder Linley); der Wiener Diplomat und Kunstliebhaber Gottfried von Swieten besorgte Haydn die deutsche Textfassung und ermunterte ihn immer wieder zur Komposition dieses Stoffes.

Die typisch englische, naiv weltgläubige Frömmigkeit und die optimistische Weltlichkeit entsprachen Haydns Wesen, bei dem sich der Geist der Aufklärung und der kirchliche Glauben zur Harmonie verband. Und so schuf er ein Werk, dem nichts seines vorherigen Schaffens gleichkommt und welches zum Vorbild einer jahrhundertlangen Entwicklung des Oratoriums werden sollte.

Die ersten sechs Schöpfungstage werden mit Rezitativen, Arien, Duetten und Terzetten von Raphael (Bass), Uriel (Tenor) und Gabriel (Sopran) besungen und enden jeweils mit einem großen Chor-Lobgesang, in den auch die himmlischen Heerscharen einstimmen. Den Abschluss bildet der Lobgesang Adam und Evas (Bass und Sopran) vor dem Sündenfall im Paradies mit einem großartigen Schlusschor „Singt dem Herrn, alle Stimmen“.

In der Lingener Aufführung singen die Solisten Martina Rüping (Berlin), Sopran; Max Ciolek (Osnabrück), Tenor und Thilo Dahlmann (Solingen) Bass-Bariton. Es singt der Chor St. Bonifatius / Lingen, begleitet vom Streichorchester Concertino Lingen (Streicher-einstudierung: Dirk Kummer). Das Orchester wird ergänzt durch Gastmusiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Die Gesamtleitung hat KMD Joachim Diedrichs, Lingen.