Erinnerungsanlass

15. Januar 2017

Lingen, Theo-Lingen-Erinnerungstafel am MarktFrisch aus dem Netz bei Überallistbesser.de

„Einen Katzensprung von Erhardt entfernt in der deutschen Nachkriegs-Filmografie Theo Lingen, dem in einer völlig anderen niedersächsischen Stadt ein ziemlich ähnlicher Platz gewidmet ist. Auch der wurde vor nicht sehr langer Zeit (2007) neu geschaffen, weniger, weil unbedingt eine Adresse für ein neu entstandene Wohnlage gebraucht wurde, sondern weil noch ein bisschen Platz für einen netten Erinnerungsanlass war.

Dieser Platz befindet sich unmittelbar neben dem Bahnhof bzw. an der Unterführung unter den Gleisen hindurch in der Stadt, die so heißt wie der Schauspieler. Bzw. war es natürlich umgekehrt: Theo Schmitz hatte sich, vermutlich des ungewöhnlicheren Nachnamens wegen, nach dem Namen der Geburtsstadt seines Vaters künstler-benannt: Lingen an der Ems.

Statt eines Denkmals…“

weiter im überallistbesser-Blog

(Foto:© Überallistbesser.de)

Pausenbild 29

23. August 2012

(Theo-Lingen-Platz in Lingen (Ems),© dendroaspis2008 via flickr)

109

10. Juni 2012

Heute vor 109 Jahren. Theo Lingen kommt zur Welt.

Theo

27. März 2011

Das Sprengel Museum Hannover zeigt seit dem 9. Februar und noch bis zum 21. Juni eine von Hans-Peter Feldmann zusammengestellte Ausstellung über den Schauspieler, Regisseur und Autor Theo Lingen, der sich -in Hannover geboren- seinen Künstlernamen nach der Geburtsstadt seines Vaters aussuchte. Theo Lingens (1903-1978) Karriere begann am Theater. Als Filmschauspieler ist er einem breiten Publikum vor allem durch seine unzählige Komödien bekannt geworden.

Der 1941 geborene Hans-Peter Feldmann arbeitet mit Fotografien und Alltagsobjekten, die er sammelt, archiviert und arrangiert und schließlich in unterschiedlichen Konstellationen nach festgelegte Kriterien immer wieder neu zusammenstellt. In Serien angeordnet verweisen die Bilder auf eine Welt, die hinter dem Dargestellten liegt und konstruieren Geschichten, die aufgrund kollektiver und persönliche Erinnerungsmomente dem Betrachter die Möglichkeit zur individuellen Identifikation bieten. Damit führt der Ausstellungsmacher hinter die Maske des hölzern-perfektionistischen Komödianten in den vielgestaltigen Kosmos der Person und des Bühnenmenschen Theo Lingen ein. Hans-Peter Feldmann steht für ein demokratisches Bildverständnis, das keine Differenzierungen zwischen amateurhaft und professionell, privat und öffentlich oder fremd und eigen kennt.

Sprengel Museum
Hannover – Kurt-Schwitters-Platz
Öffnungszeiten: Dienstag 10 – 20 Uhr /  Mittwoch bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt 7,00 euro (ermäßigt: 4,00 Euro) Freitags Eintritt frei

 

(Bild: Karikatur des Schauspielers Theo Lingen, von Hans Georg Pfannmüller CC)

Goldenes Buch

23. September 2010

Bevor ich den Grund vergesse, möchte ich noch ein paar Bemerkungen zum Goldenen Buch unserer Stadt machen:

In Berlin gibt es eine weitgehend unbekannte CDU-Ministerin Schröder, die sich im Familienressort versucht. Bei ihrem Besuch in Lingen vor einigen Tagen durfte sie sich in das Goldene Buch eintragen (Foto lks. Frau Schröder vorn, dahinter 1. Bürgermeisterin Ursula Haar und 3. v. lks  1. Stadtrat Ralf Büring, sowie Fans). Dazu müssen Sie wissen, dass es das Gästebuch der Stadt gibt und das Goldene Buch. In die laufende Reihe der Gästebücher darf sich jeder eintragen, der im Rathaus empfangen wird: ausländische Besuchergruppen, ehemalige Schulklassen, Preisträger in der Musik und früher auch mal im Sport usw.

Der ehemalige Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring hatte Recht, als er sagte: „Wir empfangen grundsätzlich jeden und dies angemessen, freundlich und höflich. Denn wer weiß, was aus unseren Besuchern in der Zukunft noch einmal wird.“ Das war vor Vehring anders. Aber Vehring ist ein kluger Mann und lag richtig: Ende der 1980er Jahre besuchte  eine polnische Parlamentariergruppe die Stadt, die der legendäre SPD-Bundestagsabgeordnete Jan Oostergetelo (Höcklenkamp) in die Region eingeladen hatte. Auch sie verewigte sich im Gästebuch und niemand ahnte, dass einer der Unterzeichner nur wenige Jahre später plötzlich polnischer Ministerpräsident war. Ein junger Bundestagsabgeordneter, der 1985 mit reichlich Verspätung zu seinem Empfang eintraf, wurde 1998 Bundeskanzler. Auch er trug sich ins Gästebuch ein, nicht in das Goldene Buch.

In das Goldene Buch der Stadt und zu ihrer Ehre durften sich nämlich stets nur  illustre Persönlichkeiten eintragen wie Konrad Adenauer, Walter Scheel, Yehudi Menuhin und José Carreras  oder auch die beeindruckenden Ehrenbürger unserer Stadt: Die Holocaust-Überlebenden Ruth Foster, geb Heilbronn und  Bernard Grünberg sowie der Berliner Bischof Martin Kruse. Bei Theo Lingen bin ich mir nicht einmal sicher, meine aber, dass er auch zu denen gehört, die sich in das Goldene Buch eintragen durften.

Jetzt also kam diese Frau Schröder, eine normale Bundesministerin, von denen es im Laufe der Jahrzehnte Hunderte gegeben hat und geben wird. Doch auch sie, eine bislang wenig bedeutende Politikerin,  durfte sich in das Goldene Buch Lingens eintragen. Weiß jemand, warum?  Nachhaltigen Eindruck hat die Ehre bei der verehrten Frau Ministerin auch nicht gemacht. Ihr Twitterkommentar über den Aufenthalt in Lingen belegt dies.

Ich finde, dass der Eintrag in das Goldene Buch unserer Stadt mehr ist als ein für parteipolitische Medienspielereien ausnutzbarer Vorgang.  Entsprechend sollte sich die CDU künftig verhalten. Aber es scheint mir ohnehin, dass die Lingener Union immer beliebiger wird. Das zeigen auch ihre Auswahl des OB-Kandidaten, ihr Umgang mit der Baugeschichte unserer Stadt, der Umgang mit den natürlichen Ressourcen, den materiellen und immateriellen Werten und Zukunftschancen.

(Foto: © Stadt Lingen)

Theo

6. April 2010

In der ZEIT gibt es einen Leser-Blog. Er „ist Forum für alle kreativen, meinungsstarken, klugen, neugierigen und wütenden ZEIT-Leser.“ Da lese ich gerade diesen Beitrag von Sonja Schröder aus unserem kleinen Städtchen:

„Seit Jahren habe ich nach Theo gesucht. Das letzte Mal hatte ich ihn 1999 gesehen. Und ich wusste: Er ist da – irgendwo in den unendlichen Weiten des Dachbodens. Verkramt in einem Umzugskarton. Oder etwa doch nicht? Theo ist nicht irgendein Relikt meiner Kindheit, er ist der Inbegriff meiner Kindheit. Er ist der erste Teddy, den ich selber mit meiner Oma genäht habe. Meine Oma hatte Theo sogar einen Seemannsanzug gestrickt und ich habe diese pelzige, na ja, etwas schiefe Etwas dann Theo Lingen getauft.

Jahrelang…“ hier geht’s weiter

(ps Das nette Foto   – © Sonja Schröder, Lingen – habe ich, sagen wir mal, einfach aus dem ZEIT-Blogbeitrag so übernommen und hoffe, Sonja, dass das ok geht. Sonst bitte eine kleine Nachricht. Dann nehm ich’s aus diesem Blog.)

Hutgeschäft

23. November 2009

Ob Hut oder Arena, ob Theo oder Heiner – irgendwie dasselbe. Obwohl, Lingen hat kein Hutgeschäft. Es rechnet sich wohl nicht…

Einzig

30. August 2009

theolingenBisweilen erreichen Beiträge im Lingener Stadtrat zwanglos und (un)freiwillig kabarettistisches Niveau:

Protokollierte „Frage an die Verwaltung“ des Ratskollegen Michael Fuest (Bündnis ’90/Die Grünen) in der vorletzten Ratssitzung:

Herr Fuest bat um Auskunft, ob die Verwaltung mehrere Theo-Lingen-Bilder als Ersatz vorhalte, um dann, sollte es zu Beschädigungen an dem Bild an der Unterführung kommen, zeitnah eine Auswechselung vornehmen zu können.

Antwort durch OB  Heiner Pott (CDU) in der letzten Ratssitzung:

„Zur Frage, ob von Theo Lingen eine Zweitausfertigung vorhanden ist: Das ist nicht der Fall.“

Debatte

17. Mai 2009

 

289048_R_by_tyskistockholm_pixelio.deDiese Debatte gab es jüngst auf der Internetseite Kaffee-Netz, der Internetgemeinschaft der Kaffeefreunde (dazu hier mehr):

„Frage: Espresso in Lingen
Ich muss demnächst nach Lingen. Weiß jemand, ob man da irgendwo einen anständigen Espresso bekommt?
Taddel

Antwort: Espresso in Lingen
Hallo, ich bin Lingener und muss dir sagen: Vergiss es. Schöne Cafes jede Menge, beispielsweise rund um den Marktplatz, aber alles mit dem typischen Vollautomaten-Einheitsgebräu. Persönlich mag ich gern das Maxim (am Marktplatz), direkt rechts daneben ein weiteres schönes Café (im Geburtshaus vom alten Komiker Theo Lingen). Wenn du allerdings etwas Neues und Gutes entdeckst: Lass es mich wissen.
Gruß Carauli

Antwort: Espresso in Lingen
Lingen, Meppen und Umgebung ist ein Espressoloch! Die Hölle für uns…. Meine Freundin kommt daher und deshalb kenn‘ ich auch eigentlich jede Bude….
Maxoon 

Antwort: Espresso in Lingen
Oje, dann muss ich wohl meine kleine Turmix mitnehmen, die ist ja gottseidank reisetauglich. 
Taddel“

Kurzes Fazit und  kleine Korrektur:

1.) Bestätigte Erkenntnis: Schwarz ist noch kein Zeichen von Qualität!
2.) Das Café am Markt ist im Haus des Papas von Theo Lingen! Theo ist bloß Hannoveraner.

(Foto: © tyskistockholm pixelio)