FCKAFD

19. November 2018

Gestern war ja nun ein flotter Tatort aus Hamburg. Aber das Thema des Wochenendes waren die Anti-Nazi-Sticker aus dem letzten „Polizeiruf 110“. Jede/r dürfte das mitbekommen haben, das Rumgeopfer der AfD war auch nicht zu überhören. Beim Ersten hat man sich dem offenbar gebeugt und in der öffentlich-rechtlichen Mediathek zumindest den „FCK AFD“-Aufkleber wegretuschiert. Seht Ihr ihn? Ganz oben 1,4cm links dem dem DasErste-Logo.

+++ Der NDR-Film „Für Janina“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, der am 11. November 2018 um 20.15 Uhr im Ersten gesendet wurde, ist für eine weitere Ausstrahlung einer digitalen Bildbearbeitung unterzogen worden. In einigen sehr kurzen Sequenzen war unbeabsichtigt im Hintergrund ein kleiner Anti-AfD-Aufkleber zu sehen. Die bearbeitete Fassung ist nun in der Mediathek abrufbar. +++

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Schöne Woche!

 

(Quelle: Kraftfuttermischwerk)

Tatort

28. Juni 2017

Sehr interessant, was -u.a.- die Peiner Allgemeine Zeitung zur Lieblingssendung der Bundesdeutschen, dem Tatort, berichtet, der wahrlich ein Tatort ist, allerdings einer der besonderen Art. Lesen Sie mehr über besondere kriminelle Energie und den CSI-Effekt :

„Sechsundneunzig Verstöße gegen das Gesetz. In nur einem Jahr. Das ist keine Bagatelle mehr, das ist kriminelle Energie. Und es sind nicht irgendwelche Huckeduster, die allein im Jahr 2015 knapp 100-mal gegen Recht und Ordnung verstoßen haben – es sind Deutschlands populärste Ermittler: die „Tatort“-Kommissare der ARD, selbst Ikonen des Rechtsstaats. Sie ignorieren die Strafprozessordnung, sie lügen, manipulieren, tricksen, betreten Wohnungen ohne Durchsuchungsbeschluss, unterdrücken Beweismittel, zerstören Spuren. Polizeiliches Fehlverhalten zieht sich durch den Sonntagskrimi wie eine Schmutzspur. Der Paulus wird zum Saulus.

Dreimal pro Folge brechen „Tatort“-Kommissare das Gesetz. Das haben Wissenschaftler der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Uni Bochum ermittelt. 72 Prozent dieser Verstöße betreffen die Strafprozessordnung. Wer im echten Leben so ermitteln würde wie im „Tatort“, wird nicht weit kommen. Ein echtes Gericht würde die „Beweise“ in der Luft zerreißen. „Der ,Tatort‘ schafft…“

weiter bei der PAZ

Tatort heute Abend

2. November 2014

Sonntagabend. „Geh‘ ma essen?“ Denn es ist kein Tatort heute Abend [schlechtes Deutsch, aber man sagt das inzwischen so]. Nur eine Konserve auf ORF2 und deshalb -an die Wiener anknüpfend- von mir dieses kleine Sportfreunde-Stiller-Spezial auf Youtube (mit Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Regie: Zoran Bihac).

Vielleicht eine Idee zu schräg und viel, aber dies könnte dem S/M-Thema geschuldet sein, ode? Denkt drüber nach, wenn Ihr wollt.

Noch diese Wörter zum heutigen Sonntag, über den man sinnierend auch manch anderes schreiben könnte:

51Mmuwc1mpL._SL250_Sportfreunde Stiller
waren bekanntlich vor 14 Jahren auf dem Abifestival. Dies qualifiziert für fast alles… Das Lied „Es muss was Wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)“ ist übrigens aus dem letzten Band-Album „New York, Rio, Rosenheim“, das vor 18 Monaten erschien.  Die anschließende Tour zum Album mit 35 Konzerten endete mit einem umjubelte Abschiedskonzert fand auf dem Zeltfestival Ruhr am 24. August 2014. Die Sportfreunde Stiller haben sich jetzt eine Auszeit auf unbestimmte Zeit genommen. Warum nicht hierzulande, Stefan Epping? Ob er tief im Emsland etwa keinen Bezug zu Bochum hat, wo  das letzte Konzert der SfS stattfand? Man weiß es nicht. Doch wer mit zwei älteren Herren über Mireille Matthieu diskutieren soll, der… Ach, lassen wir das.

Falls ma übrigens heute Abend nicht essen geht, bliebe um 20.15 Uhr der aktuelle Polizeiruf 110 „Familiensache“.  Der NDR-Krimi ist bereits vor seiner Erstausstrahlung ausgezeichnet worden: im Hamburger Rathaus erhielten seine Produzentinnen Iris Kiefer von Filmpool Fiction und Ilka Förster den TV-Produzentenpreis 2014 – dotiert mit stolzen 25.000 Euro. „Familiensache“ setzte sich dabei gegen 11 Konkurrenten durch. Es ist, so der Stern, ein Krimi „mit einem Wettlauf gegen die Zeit und beklemmenden Szenen Hochspannung – mit einem überragenden Andreas Schmidt als Amok laufenden Familienvater.“

Schönen Sonntag noch.

 

Leitmayr, Franz

16. Mai 2014

Fragen, die das TV-Leben aufwirft:
Die Aufregung um das Ende des letzten Münchner „Tatort“ war groß: Wird Kommissar Franz Leitmayr durchkommen, nachdem er niedergestochen und in die Bewusstlosigkeit gefallen war? Ein BR-Video beweist, dass der Leitmayr, Franz wieder wohlauf ist. Auch im nächsten Münchner „Tatort“ namens „Der Wüstensohn“, der im Dezember gezeigt wird, kann Kommissar Leitmayr (Udo Wachtveitl) wieder an der Seite von Ivo Batic (Miroslav Nemec). Hier der Beweis und auch sonst ein schön-entspanntes Wochenende:

Gesellschaftsspiele

25. April 2014

Bildschirmfoto 2014-04-24 um 22.02.57
Aus gegebenem Anlass twittert mir der Initiator: 17 Uhr für die ganze Familie! Später dann nur für Erwachsene. Grillwürstchen und Zigarren nur draußen!

Doch Wotan Wilke Möhring gibt’s ab 20.15 Uhr nur im Centralkino.

Werbung

21. Oktober 2013

Der Münsteraner Tatort gestern Abend, und endlich ist unser Städtchen auch einmal vertreten. Mit einem der führenden Bauunternehmen am Platze. Wohl werbeplatziert am Tag der Eröffnung des „Erweiterungsgebäudes“. Guckst Du links an den Bauzaun [Bei ~53:30 Minuten. Den Tatort kann man übrigens in der ARD-Mediathek nur zwischen 20.00 und 6 Uhr (MESZ) morgens schauen]:

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Bildschirmfoto 2013-10-21 um 06.57.26

im Tatort

5. August 2012

Ein Lingener im Tatort
überschreibt heute Abend Chrissie ihre einmal mehr lesenswerte Kolumne und klärt uns auf:

          „Eine der beliebtesten deutschen Fernsehproduktionen ist – ohne jeden Zweifel – der Tatort. Jedes Bundesland hat mindestens ein Ermittlerteam. In Niedersachsen ermittelt Charlotte Lindholm. Die Hannoveranerin wird in die unterschiedlichen Regionen Niedersachsens geschickt. 2006 war sie in Osnabrück. Es gab eine Ausschreibung, dass für die Produktion des Sonntag-Abend-Krimis Statisten gesucht würden. Man sollte sich in das Gebäude der Volkshochschule Osnabrück begeben. Wir waren spontan begeistert und begaben uns zu dritt nach Osnabrück: Mein Mann, ich – und unser Dackel.

Wir dachten: Ein Ehepaar mit Dackel kann man bei der Filmproduktion sicherlich gut gebrauchen. Schließlich sollen Statisten ja Hintergrund-Bevölkerung darstellen, ohne die so ein Film recht unrealistisch wäre. Und so ein Dackel kommt bestimmt gut an, dachten wir. In Osnabrück angekommen, sahen wir uns mit einer sehr langen Menschenschlange konfrontiert. Bis auf die Straße ging diese Schlange, die darauf wartete, in den vierten Stock durchzukommen, wo das Casting stattfand. Unmöglich, mit einem Hund so lange zu warten. Bis wir drangekommen wären, wäre der Dackel längst durchgedreht.

Wir mussten uns etwas einfallen lassen. Statt uns an das Ende der Schlange zu stellen, wie höfliche Engländer dies getan hätten, stiegen wir …“

Fortsetzung hier

Tatort

1. April 2012

Na endlich, bin ich versucht zu sagen! Fast klingt es nach einem Aprilscherz, aber die ARD-Tatortreihe wird tatsächlich in unserem Städtchen Station machen. Die Februar-2013-Episode des NDR-Tatorts mit Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm vom LKA Niedersachsen spielt in Lingen, soll  im Laufe des Septembers entstehen und auch bei uns „vor Ort“  gedreht werden! Vorgestern waren Produzentin Lisa Blumenberg, Drehbuchautor Thorsten Näter und Regisseur Thomas Jauch in Lingen. Ich traf die drei Freitagabend zufällig im „1549„, wo sie und ich dann auch noch denselben Cocktail bestellten.

So kommt man ins Gespräch und dann wurde es ein ausgesprochen spannender Abend. Ich erfuhr, dass -wie schon vor einigen Jahren mit dem Kölner und dem Leipziger Tatort-  es auch diesmal eine Verbindung nach NRW geben soll, genauer zum Münsteraner Tatort-Duo um Axel Prahl (Kriminalhauptkommissar Frank Thiel) und Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne. Der Tatort (Arbeitstitel „Leuchtturm“) fängt so an: Bei einer Spritztour in den Norden bleiben Thiel & Börne mit Börnes neuem BMW-Coupé (mal was ganz Neues: Negatives Productplacement im Tatort!) wegen eines Kabelbrandes in unserem Städtchen liegen, entschließen sich kurzerhand zu einer Radtour (Tandem!) durchs Lingener Land und finden schon nach wenigen Metern an der Baustelle der neuen Emslandarena einen Polier mit eingeschlagenem Schädel. Was sonst noch geschieht, will ich hier nicht verraten; das ist früher schon anderen nicht gut bekommen und außerdem musste ich es versprechen. Allerdings fand ich die ganze Drehbuchidee reichlich rustikal und hab das den Dreien auch gesagt. Noch komischer war es aber natürlich, dass Blumenberg, Näter und Jauch bei ihrem 48-Stunden-Tripp ins südliche Emsland nun ausgerechnet mich trafen. Aber die Welt ist klein. Das wissen alle, die schon beim Campingurlaub auf der schottischen Insel Iona, in Ocho Rios (Jamaika) am Strand oder in der U-Bahn in Düsseldorf unverhofft auf gut bekannte Lingener trafen.

Von den insgesamt 24 Drehtagen werden übrigens nur an fünf Tagen die Außenszenen in Lingen gedreht und die sponsert zu einem Großteil -man glaubt es nicht!- unser LWT; angesichts der alles andere als guten LWT-Finanzen musste ich herzlich lachen, als Lisa Blumenberg das im Laufe der Gespräche erwähnte; das war ihr dann etwas peinlich, glaube ich. Mit Näter und Jauch, der früher mal Regieassistent bei Wolfgang Petersen war, hab ich mich schon für die Drehtage im September verabredet. Und der nette Barkeeper im „1549“ will dafür eigens einen „Tatortcocktail“ kredenzen, hat er gesagt, bevor ich mit den beiden männlichen Tatortmachern in Heidis Litfass abgedampft bin. Lisa musste zu Bett. An Heidis Theke hab ich -nicht mehr ganz nüchtern- den beiden versprochen, dass sich die ganze Tatort-Crew ins Goldene Buch der Stadt eintragen darf. Ich fürchte, damit hab ich mich weit aus dem Fenster gelegt, aber die beiden hatten zuvor Wirtin Heidi versprochen, dass Ina Müller im Litfass eine Sendung aufzeichnet. Außerdem wird es im nächsten Februar ein Preview des Lingener Tatorts im Centralkino geben (Tipp von mir!). Da musste ich nachziehen und es war eben schon reichlich spät…

Schönen Sonntag, noch.

Spurensuche

26. Dezember 2011

Medienblogger Stefan Niggemeier hat kurz vor den Feiertagen ein besonderes öffentlich-rechtliches Leckerli präsentiert. Als bekennender VW-Fahrer habe ich seine Bemerkungen nachgelesen und finde sie so interessant und aktuell, dass ich sie heute aufgreife:

Anders als YouTube behauptet, war es nicht der „Nutzer“, der den Zusammenschnitt von Auto-Szenen aus dem jüngsten Hannoveraner „Tatort“ gelöscht hat. Es war der NDR, der das Videoportal nach eigenen Angaben „aus urheberrechtlichen Gründen darum gebeten hat, das Video offline zu stellen“.

In dem Film waren liebevoll alle Szenen aus dem Charlotte-Lindholm-“Tatort“ aneinandermontiert worden, in denen Volkswagen im Bild waren — immerhin sechseinhalb Minuten. Mit Einblendungen in der VW-Hausschrift Futura hatte der Nutzer den möglichen werblichen Effekt der jeweiligen Darstellung kommentiert.

Das Video trug den schlichten Titel „Product Placement“. Der Sender weist diese Unterstellung empört zurück. „Da nach Auskunft des Produzenten für die Überlassung der PKW ein marktüblicher Preis gezahlt wurde, kann rechtlich von Product Placement keine Rede sein“, sagt eine Sprecherin. „Daher wurde durch den Zusammenschnitt bei YouTube zudem ein falscher Eindruck erweckt.“ Weitere rechtliche Schritte seien allerdings nicht geplant. Die FAZ hatte gestern gemeldet, dass der Sender darüber nachdenke, juristisch gegen den Titel „Product Placement“ vorzugehen.

Nun ist das böse Video also verschwunden, und …“

weiter im Blog von Stefan Niggemeier

Weihbischof

2. August 2011

Mensch, ich habe den Artikel  dieses Sommers gelesen, der weder bei Wilsberg noch im Münsteraner Thiele-Boerne-Tatort besser erzählt werden könnte. Während sich unsere Deichkoenigin mit ausgewiesenen Exemplaren der Schützengilde in Wesuwe herumschlägt, zeigen ausgerechnet die Münsteraner, wie es auch anders geht.  Spiegel-online weiß:

„Im konservativen Münster wird ein schwuler Getränkehändler Schützenkönig. Er regiert allerdings nicht mit einer Königin, sondern einem Gemahl: seinem Lebensgefährten. Fast alle finden das toll – nur ein Weihbischof sorgt sich um das Sakrament der Ehe. Jetzt muss das Paar getrennt laufen.

Nach 366 Schuss hat Dirk Winter den Vogel abgeschossen und erst mal eine Runde Bier für alle bestellt. Wie sich das gehört als neuer Schützenkönig, eigentlich eine ganz normale Sache.

Dirk Winter wohnt in Münster, Universitätsstadt in Westfalen. Katholischer Bischof, historische Altstadt, CDU-Regierung. Es gibt ein Sprichwort, das lautet: „In Münster regnet es entweder oder es läuten die Glocken.“ Münster als konservativ zu bezeichnen, ist ungefähr so gewagt wie Reiner Calmund dick zu finden.

Winter ist Getränkehändler und schw…“

weiter hier (und die von Nora Gantenbrink so vorzüglich erzählte Geschichte ist tatsächlich kein Münsteraner Drehbuch; sie stimmt. Also, viel Vergnügen beim Lesen!)