Selbstverständlichkeit

27. August 2012

Vor einiger Zeit erlebte ich in Finnland, wie die 4-spurige, mehrere Hundert Meter lange Brücke Vuosaaren silta neu asphaltiert wurde. Die einzige Zufahrt zu einer Halbinsel nahe Helsinki wurde binnen zweier Nächte „auf Vordermann“ gebracht. Daran muss ich seither immer denken, wenn ich das langsame Arbeiten an deutschen Straßenbaustellen sehe. Gerade wieder bei uns. Da wird die notwendige Reparatur von wenigen Metern Fahrbahndecke der Schwedenschanze nicht etwa an einem Samstagnachmittag und in der folgenden Nacht erledigt sondern so:

In der Meldung wird übrigens nicht über den lokalen öffentlichen Nahverkehr informiert. OB Krone will ihn bekanntlich verbessern und hat deshalb zwei neue LiLi-Buslinien initiiert. Eine der beiden befährt die gesperrte Straße. Doch was mit dieser Linie während der Bauarbeiten ist, erfährt man nicht. Erst auf Nachfrage heißt es:

„Nach Auskunft der VGE werden morgen die Haltestellen Hügelweg, Auf der Loos, Martastraße und Strootstraße nicht angefahren. Ausweichhaltestellen sind in diesem Bereich die Auguststraße und die Schützenstraße. Ab Mittwoch werden – bis auf die Strootstraße – wieder alle Haltestellen wie gewohnt angefahren.“

Wäre es nicht zweckmäßig gewesen, über die öPNV-Änderungen gleich zu informieren? Und die Arbeiten schneller durchzuführen? Nun, immerhin sind die Arbeiten wohl  fertig, wenn kommende Woche die Schule wieder beginnt. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit.