Es soll…

9. Januar 2015

…ja schon bald wieder glatt werden. Aber Spaß beiseite. Der die Umwelt belastende Einsatz von Streusalz ist ein immer größeres Problem. Liest [und hörst] Du hier.

Glätte

via Notes of Berlin

Loch

13. August 2012

Bekanntlich ist es etwas schwierig für einen Baum, in Lingen zu bestehen. Da war die Sache mit den Platanen im Stadtzentrum, mit dem ganzen Altenlingener Forst, den Esskastanien im Amtsgerichtshof und manches mehr. In diesem Frühjahr pflanzte der Bauhof zwei neue Bäume an den Anfang der Schlachterstraße und zwar da, wo zwei Vorgänger die Inanspruchnahme durch Karneval und Kiveling nicht überstanden hatten. Einer der beiden Neuen ging ein oder wuchs nicht an, ganz wie es beliebt.

Vielleicht lag es daran, dass die Lkws nicht ganz leicht an ihm vorbei fahren konnten und ihn so in Mitleidenschaft zogen. Vielleicht lag es auch an dem Splitt, der nicht nur da, sondern auch bei anderen Bäumen in der Schlachterstraße übel-deftig über das Pflanzloch geschmiert wurde, als wäre er Düngersubstrat. Oder an dem unbedachten  Streusalzpökeln im ausgehenden Winter. Ich weiß es nicht, und den Baum kann man nicht mehr fragen.

Denn der  verschwand über Nacht und wurde durch ein Loch mit noch mehr Splitt nebst einer  Warnbake ersetzt, die bei jedem innerstädtischen Fest hin- und hergeschoben wird. Das warnbakengesicherte Loch soll jetzt wohl ein knappes Jahr lang vor sich hin liegen und ich frage mal vorsichtig, ob es da nicht auch eine andere Lösung geben könnte. Ich kann mir nämlich so manches vorstellen. Aber haben Sie auch eine Idee? Super! Schicken Sie mir eine E-Mail. Dann schreiben wir vielleicht zusammen an das kommunale Beschwerdemanagement?

Zuschrift

19. Februar 2010

Guten Morgen Herr  Koop,

ich finde fast, Sie vernachlässigen Ihren Blog. Aber ich denke, Sie haben gute Gründe dafür. Es gilt  halt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Dann habe ich noch eine Frage  in -fast- eigener Sache, Sie wissen ja, das ich Verkehrsthemen  liebe: In Lingen gilt seit Wochen Durchschnittstempo zehn, sobald die  Bürgersteige weiß werden. Schulterzucken der Stadt: Sorry, das Streusalz ist  alle. Wenn ich jetzt der Stadt eine Schiffsladung voll Streusalz anbieten würde,  welchen Preis könnte ich dafür nehmen? Im Ernst: Nachbarn von mir hatten Besuch  und Schriftverkehr vom Ordnungsamt, weil sie ihren Bürgersteig nicht  „ordnungsgemäß geräumt“ haben. Der einzige Bürgersteig in Heukampstannen, der  nicht ordentlich geräumt war, ist der vor dem städtischen Spielplatz in der  Meisenstraße. Wie passt sowas zusammen?

Streusalzknappheit hin oder her, mich interessiert, wer da im Rathaus seinen Job nicht gemacht hat und  allzusehr auf den Klimawandel vertraut hat. Diese peinlichen Sandschüttereien  kann man sich ja nicht ansehen! Mich interessiert, ob Maßnahmen ergriffen werden, aus diesen Fehlern zu lernen. Meine Vermutung ist, das zum nächsten Winter unter jedem Ortsschild der Zusatz hängt: „Achtung, eingeschränkter  Winterdienst.“ Dann passt ja wieder alles. Rein rechtlich. Wie in der  Krankenhaustiefgarage…

Ganz unter uns: Ich habe ein paar Oldtimer und mein Nachbar hat einen Hund. Wir mögen Salz beide nicht, fegen  unsere Bürgersteige aber gemäß Bürgerpflicht. Ganz brav von rechts nach…

links…

M.

(Foto: knipseline; pixelio.de)

Streusalzfrage

7. Januar 2010

Das Streusalz wird knapp, trompeten mit großem publizistisch vermarktetem Bedauern die Fachleute der Kommunen und Gemeinden. Damit das klar ist: Diese Knappheit liegt, glaubt man ihnen, „am bundesweiten Streusalz-Lieferengpass“ der Verkäufer und natürlich NICHT an mangelnder Vorsorge und Planung. Es ist ja auch klug, dass man nicht für einen normalen Winter zu Zeiten vorgesorgt und beschafft hat, in denen die Streumittel preiswert waren; denn insbesondere Streusalz, Splitt und Sand hätten womöglich verderben können! Vorurteilsbeladenen erkennen wir erneut: Wie immer, wenn der öffentliche Dienst Fehler macht, liegt es an den andern…
Überhaupt: Die Bauhöfe  streuen ja Salz, was der Unimog hergibt! Und (nicht nur) ich frage: Warum eigentlich war das früher umweltschädlich und heute nicht mehr? Bloß gut, dass es keine Alternativen zu Streusalz gibt, sonst könnte man ja die einmal …