Amnestie!

31. Dezember 2013

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Da gibt es alljährlich seit 14 Jahren ein paar Tage früher die Haftentlassung aus dem niedersächsischen Knast. Die Regeln der sog. Weihnachtsamnestie für Strafgefangene sind kompliziert und bürokratisch – also sehr deutsch – und dienen vor allem auch den Verwaltungsbediensteten innerhalb wie außerhalb der Gefängnisse, die dann zu den Feiertagen weniger Arbeit mit Anträgen usw. haben. Eine richtig deutsche Folgeidee produzierte jetzt ein Landtagsabgeordneter der Grünen in Niedersachsen. Der will, schreibt BILD Hannover, eine Amnestie auch für Muslime zum Ramadan.
Dass das unzureichend ist, drängt sich auf und meine Leser wissen es längst. Denn die Idee diskriminiert die große Gemeinde der niedersächsischen Buddhisten. Da hilft nur meine Initiative: Amnestie für Buddhisten. Zum Visakha Puja.

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Ritterburg

16. September 2012

„Ziel des Strafvollzugs ist es, so schreibt es das Gesetz vor, dass die Gefangenen künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten führen. Und eine geregelte Arbeit ist das Behandlungsmittel Nummer eins. In Niedersachsen versucht man deshalb, 75 Prozent aller Häftlinge arbeiten zu lassen, das zählt dann knastintern als Vollbeschäftigung. Die Gefangenen sollen aber nicht einfach irgendwas machen. Allein schon, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, soll die Arbeit – so das Zauberwort des Gesetzes – „wirtschaftlich ergiebig“ sein.“ so der SPIEGEL.

Seit über zehn Jahren ist deshalb in Niedersachsen der JVA-Shop online. Hier kann man Roben für Juristen bestellen, 180 Euro das Stück für Richter und Staatsanwälte, 195 Euro für Rechtsanwälte, 165 für Protokollbeamte. Einen Bollerwagen gibt es für 145 Euro, einen Nistkorb für 28 Euro. Die Edelstahlgrills sind immer schon ein  Renner: Der komplexe „Sehnde Duplex-Profi“ aus der nicht minder komplexen, manche sagen rechtsfreien JVA Sehnde nahe Hannover für stolze 1099 Euro, die Edelstahlexemplare „Oldenburg“ und „Rastede“, jeweils aus dem Alcatraz des deutscnen Nordens in Oldenburg, für deutlich weniger als die Hälfte.

Lingener wissen, was sie an der lokalen „Justizvollzugsanstalt“ haben und decken sich -Weihnachten naht!- für den Nachwuchs vorausschauend mit der großen  18-teiligen Ritterburg ein, die durch freistehende Teile beliebig erweiterbar, 5 kg schwer und aus Leimholzplatte „Fichte/Tanne 18 mm (unbehandelt)“ ist. Die Ritterburg wird hergestellt in der JVA Lingen Abt. Lingen-Damaschke. Da kann sie auch abgeholt werden – für 65 Euro. Vorzubestellen im JVA-Shop.