Mireille-Debatte

10. Dezember 2018

wikipedia weiß: Social Media (SM) ermöglichen es Nutzern, sich im Internet zu vernetzen, sich also untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer definierten Gemeinschaft oder offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben. Twitter ist ein solches SM. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform für kurze (max. 280 Zeichen) Textnachrichten (sogenannte „Tweets“) im Internet. damit man das Richtige findet, gibt es sog. Hashtags…

Durch seinen Kurznachrichten-Charakter sind Hinweise auf aktuelle Ereignisse bei Twitter regelmäßig viel schneller zu finden, als redaktionell bearbeitete Medien dies leisten könnten. Legendär sind die Tweets über die Notwasserung eines US-Airways-Jets auf dem Hudson-River oder der Tweet eines Anwohners der Osama bin Laden-Villa in Pakistan, als USA-Kommandokräfte dort den jahrelang gesuchten Terroristen erschossen.

Weshalb ich darüber schreibe? Twitter nutzen diejenigen, die etwas mitzuteilen haben, und diejenigen, die etwas erfahren wollen und das sehr schnell. Knapp 1250 folgten bisher dem  twitter-Account der Lingener EmslandArena erreicht und die haben ihrerseits eher Hunderttausende als Zehntausende Follower.

Dann gab es eher kindliche Bauchschmerzen, als sich Ratsmitglied Marc Riße (BN) einerseits und Journalist Wilfried Roggendorf (LT) andererseits einen Spaß machten, immer wieder ein Oma-Konzert mit Mireille Mathieu zu fordern; die Herren sind eben schon etwas älter und kennen die 72jährige französische Sängerin aus der Jugendzeit. Das nervte dann die Verantwortlichen der EmslandArena und sie blockierten beide. Das kann man nämlich auf twitter: Fühlt man sich von Tweets belästigt, blockiert man den- oder diejenige, die ihn verfasst haben. Bei den ganzen rechten Trollbots im Netz eine bisweilen ausgesprochen sinnvolle Sache.

Wenn aber eine städtische Einrichtung „auf Twitter“ ein Ratsmitglied und einen lokalen Pressemann blockiert, dann heißt es zu recht: „Geht gar nicht!“. Die auch noch verschwiegene Blockade wurde folglich nach dem Bekanntwerden vergangene Woche auf Intervention aufgehoben und unsere beiden Kindsköpfe begannen gleich wieder mit zwei, drei Tweets ihre blödelnde Mireille-Debatte. Die klickt man dann weg und gut ist.

Ganz anders die EmslandArena: Sie hat jetzt gleich ihren ganzen twitter-Account gelöscht. Eine Kurzschlussreaktion. Solche sind bekanntlich meist blöd und sie ist auch hier nicht durchdacht. Werbeleute wissen das. Teure Printanzeigen in der lokalen Zeitung sind zu wenig. Da passt es, dass die Aufsichtsgremien der EmslandArena nicht gefragt und auch nicht informiert wurden.

sorry-does-not-exist

Vor allem: Zwar gibt es auf dem Facebook-Kanal der EmslandArena 12mal mehr SM-Abo-Kontakte; doch wenn zum Beispiel im kommenden Sommer an einem Mittwoch im Juni mehr als 10.000 Besucher mit ihren jetzt schon gekauften Karten zum Sting-Konzert anreisen, kann die EmslandArena mithilfe von twitter ihren Followern, alle Nachrichten über Anreise, Staus, Probleme, Lösungen, Tipps und Hinweise sofort schicken, und das alles viel flotter als im behäbigen Facebook. Der jetzige Kurzschluss verhindert dies und ist damit einer der ersten wirklichen Fehlgriffe der Florian-Krebs-und-Stefan-Epping-Kombo, die die EmslandArena so gut managen. Eigentlich, so denke ich mir, kann es nicht von ihnen ausgedacht sein. Dafür kommen andere eher in Frage…

Nach außen wird man übrigens erklären, dass die Streichung des twitter-Accounts nur damit zu tun habe, dass eine Ministelle für Social Media im Stellenplan der EmslandArena gestrichen worden ist. Hat es aber nicht. Ein guter SM-Gesamtauftritt mit Facebook, twitter, instagram & Co  ist jedenfalls unverzichtbar und kann auch außerhalb einer Planstelle des öffentlichen Dienstes organisiert werden.

Dylan!

13. April 2017

Was für EmslandArena-Macher Stefan Epping im Herbst 2016 auf dem heimischen Sofa und eher fiebrig begann und zunächst vielleicht am Karfreitag Realität werden sollte, wurde schon am Karmittwoch in der Emslandarena Wirklichkeit. Dabei prangte über den wenigen Plakaten des binnen Stunden ausverkauften Konzerts mit Gästen aus den USA, aus der Scjweiz und Tausenden aus unserem Landstrich an Ems und Vechte das Wort „Emslandhalle“. Aber: Schwamm drüber.

160 Leute hinter den Kulissen ermöglichten gestern das große Bob Dylan-Konzert vor knapp 3700 Fans. Dylan krönte mit seinem großartigen Auftritt sozusagen die drei Jahre alte, gestern natürlich ausverkaufte Emslandarena, und er spielte den Blues -was für einen großartigen Blues. Klar,  rein,  ohne jeden Schnickschnack und mit einer Begleitband hochprofessioneller Musiker in grauen Anzügen, die ihren Part absolut lässig und perfekt herunterspielten. Der schwarz gewandete Dylan, wie üblich ohne jede Begrüßung, ohne Moderation oder Vorstellung seiner Band, saß und stand zunächst noch hinterm Elektrikpiano (Foto), blickte wenig ins Publikum und eröffnete sein Lingener Konzert -bei erst nicht optimal eingestellter Tonanlage- mit dem Oscar-prämierten Stück „Things Have Changed“ – sein Leben nach dem Literatur-Nobelpreis meinte er damit kaum. Er bekam zunehmend Spaß, improvisierte an den Tasten und seine Fans applaudierten enthusiastisch. Der Meister spielte manch‘ Altes wie „Highway 61“, „Desolation Row“, „Tangled Up In Blue“ und natürlich viele Songs aus dem Spätwerk („Love sick“, „Pay In Blood“).

Die 75jährige Legende verfremdete seine Songs kaum, anders als es früher die Art des eigenwilligen Künstlers war. Er sang -fast muss man sagen- sprach häufig mit seiner tiefen, unverwechselbaren Stimme ins Mikro und stolzierte zu „Melancholy Mood“ über die Bühne.

Nach eindreiviertel Stunden -inklusive Zugabe- dann der Schlussakkord. Das Programm aus einem Guss war gespielt, Dylan offenbar zufrieden, Macher Stefan Epping nach all der Anspannung anschließend gar gelöst und stolz.

Bemerkenswert: Fast alle Besucher der Emslandarena ließen gar das Fotografieren sein, was sich Bob Dylan grundsätzlich ausbedingt. Die Emslandarena sah jedenfalls nicht oft so disziplinierte Besucher. Erst in der Zugabe Dylans mit dem verjazzten ‚Blowin‘ in the Wind“ und „Ballad Of A Thin Man“ machte sich das überwiegend ergraute Publikum auf den kurzen Weg zur Bühne und fraß Dylan längst aus der Hand. Bis dahin hatten nur Fans in Block K gestanden, jetzt klatschte es frenetisch. Die Dylan-Neulinge, die den Meister vor allem wegen des Nobelpreises sehen wollten, verließen -wie tags zuvor in Hamburg- die Arena ohne Kulturschock, genossen aber mit ihren alten Kollegen den Aufritt einer Legende, eines Jahrhundertkünstlers. Sie gingen, so sie den Blues lieben, mit reichlich Ehrfurcht und genauso zahm wie der 75-Jährige am Mittwoch, als nach 105 Minuten das eingeschaltete, kalte LED-Licht die euphorische Stimmung abrupt abkühlte.

Dylan tourt 2017 bis Ende Juli. Heute Abend spielt er in Düsseldorf, Samstag in Frankfurt, dann drei Tage in Amsterdam, dann Paris, später Frankfurt, Hannover, Dublin, US, Kanada. Alle Tourdaten der „Never ending Tour“ (ein Begriff von Kritiker Adrian Deevoy) finden sich auf der offiziellen Website des Sängers. Die Tour selbst begann 1988 und dauert an. Dylan spielt dabei weltweit jährlich um die 100 Konzerte.

[Hinweis: Meinen, zu -ähem- tief nächtlicher Stunde verfassten Erstbeitrag habe ich heute -notwendigerweise- noch einmal sprachlich überarbeitet].

(Foto: privat)

Stepping

22. Januar 2017

1Live-Kultmoderator Klaus „John“ Fiehe hatte da etwas mitzuteilen. Über Stefan Epping und dessen erfolgreiche Arbeit in der EmslandArena. Nicht schlecht!

Allerdings, Stepping,: Sag‘ bitte beim nächsten Treffen (mit oder ohne Treppensturz in Groningen) dem John Fiehe, dass seine Erklärung mit Meppen nun wirklich gar nicht geht.

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Bob Dylan

16. Dezember 2016

Wow! Stefan Epping sei Dank:
Nach Stockholm zur Nobelpreisverleihung wollte er nicht kommen – dafür tritt Rocklegende Bob Dylan im Frühjahr in der niedersächsischen Provinz auf. Am Mittwoch, 12. April 2017 gastiert der Singer-Songwriter in der EmslandArena in Lingen(Ems), teilte heute der Konzertveranstalter mit. Außer in Lingen spielt der Literaturnobelpreisträger noch in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt. Auch der Tourveranstalter bestätigte auf dpa-Anfrage den geplanten Emsland-Auftritt des Literaturnobelpreisträgers. „Seit unserer Eröffnung vor drei Jahren ist das sicherlich der größte Act, den wir hier haben“, sagte Stefan Epping, Veranstaltungsmanager der Emsland Arena. In die unbestuhlte Halle passen bei Rockkonzerten bis zu 4500 Zuschauer, mit Bestuhlung sind es 3000. Dylan wird in der bestuhlten Halle auftreten. Das sei schon jüngst bei einem Konzert der Kölsch-Rocker BAP so gewesen, erzählte Epping. „Es ist zwar ungewohnt, einen Song wie „Verdamp‘ lang her“ auf Stühlen sitzend zu hören, ist aber so“, sagte der Arena-Sprecher. Nicht nur die Rock-Legenden, auch ihre Fans werden offensichtlich älter. (Quelle)

Patti Smith Performs For Bob Dylan Forgets The Lines To Bob Dylan Lyrics In Nobel Prize Tribute „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“
Includes Bob Dylan’s Noble Prize. Banquet Speech By Bob Dylan Given By The United States Ambassador To Sweden Azita Raji, At The Nobel Banquet, 10 December 2016.

Tatort heute Abend

2. November 2014

Sonntagabend. „Geh‘ ma essen?“ Denn es ist kein Tatort heute Abend [schlechtes Deutsch, aber man sagt das inzwischen so]. Nur eine Konserve auf ORF2 und deshalb -an die Wiener anknüpfend- von mir dieses kleine Sportfreunde-Stiller-Spezial auf Youtube (mit Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Regie: Zoran Bihac).

Vielleicht eine Idee zu schräg und viel, aber dies könnte dem S/M-Thema geschuldet sein, ode? Denkt drüber nach, wenn Ihr wollt.

Noch diese Wörter zum heutigen Sonntag, über den man sinnierend auch manch anderes schreiben könnte:

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waren bekanntlich vor 14 Jahren auf dem Abifestival. Dies qualifiziert für fast alles… Das Lied „Es muss was Wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)“ ist übrigens aus dem letzten Band-Album „New York, Rio, Rosenheim“, das vor 18 Monaten erschien.  Die anschließende Tour zum Album mit 35 Konzerten endete mit einem umjubelte Abschiedskonzert fand auf dem Zeltfestival Ruhr am 24. August 2014. Die Sportfreunde Stiller haben sich jetzt eine Auszeit auf unbestimmte Zeit genommen. Warum nicht hierzulande, Stefan Epping? Ob er tief im Emsland etwa keinen Bezug zu Bochum hat, wo  das letzte Konzert der SfS stattfand? Man weiß es nicht. Doch wer mit zwei älteren Herren über Mireille Matthieu diskutieren soll, der… Ach, lassen wir das.

Falls ma übrigens heute Abend nicht essen geht, bliebe um 20.15 Uhr der aktuelle Polizeiruf 110 „Familiensache“.  Der NDR-Krimi ist bereits vor seiner Erstausstrahlung ausgezeichnet worden: im Hamburger Rathaus erhielten seine Produzentinnen Iris Kiefer von Filmpool Fiction und Ilka Förster den TV-Produzentenpreis 2014 – dotiert mit stolzen 25.000 Euro. „Familiensache“ setzte sich dabei gegen 11 Konkurrenten durch. Es ist, so der Stern, ein Krimi „mit einem Wettlauf gegen die Zeit und beklemmenden Szenen Hochspannung – mit einem überragenden Andreas Schmidt als Amok laufenden Familienvater.“

Schönen Sonntag noch.

 

anspruchsvoll

1. Dezember 2013

Macher Stefan Epping rollte den anspruchsvollen Teppich aus, über den erst der Braunschweiger Bosse und danach Katie Melua schritten. Die Kraniche von Bosse -in kleiner 3-Mann-Besetzung-  waren dann das erste offizielle Lied, das in der Emslandarena erklang. Damit begann ein rundum gelungener, liebevoller Konzertabend in Lingens neuer Veranstaltungshalle.

Und der vorher gehende offizielle Festakt hatte einen aufrechten Helden: Zwar war kein Rabbi da und auch kein Imam, als -ganz traditionell- das 20-Mio-Bauwerk eingesegnet wurde, aber die kurzen und vor allem mahnenden Worte von Lingens Pfarrer Franz-Bernhard Lanvermeyer waren der Höhepunkt aller Reden. Nur Dr. Andreas Mainka, Chef des Bauunternehmens August Mainka und verantwortlich für den pünktlichen Fertigstellungstermin, kam mit seinen Einblicken in das Seelenleben des geplagten Baumenschen nah heran. Aber die Sätze von Franz-Bernhard Lanvermeyer möchte ich wirklich gern noch einmal nachlesen. Geht das?

Anschließend folgte dieser fast zärtliche Auftakt. Ruhig, unspektakulär und von hohem künstlerischem Anspruch. Aufsteiger Bosse und dann die große Katie Melua. Es war zum Sorgen vergessen, eben richtig gut.

Hier ein Link zum etwas verwackelten, Lingener Originalmitschnitt… 😉

Katie, Axel und José

6. Dezember 2012

Freunde, für das Eröffnungskonzert der Emslandarena ist Katie Melua eine mehr als gute Wahl. Danke, Stefan Epping, für diesen Knaller. Nun wollen wir uns aber nicht an der Qualität internationaler Stars besaufen, sondern weiterhin sorgsam darauf achten, dass es kein böses Erwachen beim Bau der Emslandarena gibt. Montagabend lässt sich beispielsweise die BN-Stadtratsfraktion durch den Chef des Rechnungsprüfungsamtes ein weiteres Mal über die aktuelle Entwicklung beim Bau der Emslandarena informieren. Noch ist uns nichts über erforderliche Nachtragsangebote zu Ohren gekommen und wir hoffen, dass es auch so bleibt (und nicht so wird wie beim Bau der Bahnunterführung zwischen Bahnhof und Campus Lingen, wo es knapp 50 (!) Nachtragsangebote gab, die längst nicht alle gegenüber den politischen Ratsgremien bekannt gegeben wurden).

Also, auch die Kritiker werden und auch ich werde die Emslandarena besuchen, schon um das Defizit von mehr als 2 Mio Euro (jährlich) etwas zu verringern… oder so. Man darf nämlich auch hingehen, wenn man das Projekt für falsch hielt und hält und eine Modernisierung der Emslandhallen bevorzugt hat. Das jedenfalls haben wir in der BN-Stadtratsfaktion schon längst augenzwinkernd festgelegt. Für Katie Milua fang ich jedenfalls schon mal an zu sparen; denn wie schreibt OB Dieter Krone heute mit der Nachricht, angesichts des Andrangs für jedes Ratsmitglied zwei Karten reserviert zu haben:

„Um den Anschein der Vorteilsnahme zu vermeiden, müssten Sie die Karten allerdings selbst bezahlen. Der Preis pro Karte liegt zwischen 50 und 60 Euro zuzüglich der Vorverkaufsgebühr.“

Recht hat er, der Mann. Das war übrigens nicht immer so. Bei dem Konzert des weltberühmten spanisch-katalanischen Operntenors José Carreras auf dem Markt haben Michael Fuest und ich die kostenlosen Karten für Ratsmitglieder durch eine Spende an den Abenteuerspielplatz der Arbeiterwohlfahrt in der Neuen Heimat „bezahlt“.

Ach ja, dass mir niemand Axel Bosse vergisst, der den Auftakt am 30.11.2013 geben wird. Auch der lohnt den Besuch allemal.

Sexy

21. Januar 2012

Die Auszeichnung zeichnete sich bereits Ende letzten Jahres ab. Da schrieben die Macher des größten und wohl auch einflussreichsten deutschen Musikmagazins „Intro“ (Druckauflage rund 140.000) in ihrem Editorial über „Neue Helden, alte Wegbegleiter – und vor allem nicht nur Dates in den Metropolen, sondern eben auch in der sexy Peripherie. Hallo Lingen, hallo Offenbach und Co.!“

Er ist schon sexy: Der „Alte Schlachthof“ in unserem Städtchen. Der Beleg: Auch in diesem Jahr hat er es bei introX unter die besten Clubs in Deutschland geschafft. Jährlich bittet das Magazin seine Leser um ihre Wahl der Besten und, siehe da, gleich hinter international bekannten Clubs in den Metropolen wie Uebel & Gefährlich (Hamburg) und dem Berghain (Berlin) rangiert unser Schlachthof auf Platz 3 (Ausriss re.).

Der kreative Stefan Epping, sein Auszubildender Johannes Fehren und das größtenteils ehrenamtlich arbeitende Konzert- und Veranstaltungsteam dürfen also feiern. Sie sind wieder auf dem Treppchen, nach Platz 1 vor zwei Jahren und „nur“ Rang 11 im letzten Jahr, als der Schlachthof bei der Kür ganz knapp außerhalb der Top 10 gelandet war. Ihr Erfolg schlägt sich auch in den Besucherzahlen des letzten Jahres nieder und ordentlichen Finanzen, wie man hört.

Niemand verkörpert den Erfolg der Spitzen-Kultureinrichtung so wie Stefan Epping, der Kopf des Konzertbereichs. Und das ist das Problem: Denn es gibt den Plan, ihn zum Projekt Emslandarena abzukommandieren – für die Handvoll denkbaren Großkonzerte im Jahr und das sonstige Programm der Millionenmultifunktionshalle, die mit und ohne „Stepping“(Spitzname) nach den Berechnungen des Rechnungsprüfungsamtes jährlich einen Zuschuss aus den städtischen Mitteln von rund 2 Mio Euro brauchen wird. Und die Erfolgsgeschichte Alter Schlachthof könnte damit auch bald vorüber sein. Schade.

ganz schön geile Sache

6. Oktober 2011

[…]
El-Kurier (Matthias Becker):
 Auch die Lingener Musikfreunde kennen Dich gut – wie gut kennst Du Lingen?

Thees Uhlmann: „… Ich kann Dir jetzt […] einen viertelstündigen Vortrag über die Bedeutung des Jugendzentrums Alter Schlachthof und die Verankerung in der Musikszene halten. Das soll sich nicht schleimig anhören, aber das gibt es in Deutschland nicht mehr häufig, dass ein Club so lange da ist, der den jungen Leuten Rock’n’Roll oder eine Party bietet, eben alles, was mehr ist als der ganze Schrott, der im Fernsehen läuft. Irgendjemand in Lingen wird zu irgendeinem Konzert im Schlachthof gegangen sein, das Stefan Epping organisisert hat und wird gesagt haben, das will ich auch. Ich will der beste Versicherungsmakler auf der Welt werden. Kunst inspiriert Leute. Kunst schenkt die schönen Momente und Rock’n’Roll heilt die Wunden. Da ist der Alte Schlachthof eine ganz schön geile Sache.“

 

(Quelle und aus: EL-Kurier, 02.10.2011)

Uhlmann!

16. September 2011

Gerade gehört, schönes Stück von Thees Uhlmann, der in Lingen mit Tomte auf dem Abifestival (war es nicht sogar zwei Mal?) und im Alten Schlachthof  aufgetreten ist. Jetzt hat er sein erstes Soloalbum Thees Uhlmann herausgebracht. Der Song Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf  ist die erste Single-Auskopplung.

Ich wünsche derweil meinen Lingenern und ihren Gästen ein schönes Altstadtfest-Wochenende, bei dem alle dann gemeinsam mit mir die gut 350.000,– Euronen suchen dürfen, die der kluge LWT gerade (und nur) in diesem Jahr in den Emssand gesetzt hat. Aktuell fehlen dem Vernehmen nach rund 100.000,-  Euro in der LWT-Kasse. Wie schön, dass so nett bis nach der Kommunalwahl dicht gehalten wurde! Nicht auszudenken, wenn darüber und über die Verantwortlichkeiten im Wahlkampf diskutiert worden wäre!

Wer hat eine Idee, wer hilft? Vielleicht sollte am besten schnell gebeichtet und gebetet werden…

ps Bevor sie irritiert nachfragen: Thees Uhlmann und der LWT-Finanzcrash haben natürlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Nur laufen sie mir gerade gleichzeitig über meinen Mac.

pps Oh, schön!Uhlmann jedenfalls. Mein Nachwuchs klärt mich gerade hierüberauf. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Schließlich ist Stefan Epping  im Alten Schlachthof verantwortlich und ich hoffe, dass dies auch so bleibt und er nicht abgeworben oder abgeordnet wird,