Ampelmännchen

9. November 2019

Osnabrück bekommt sein eigenes Ampelmännchen, meldete die NOZ Mitte der Woche. Dort sollen künftig Steckenpferdreiter eine Fußgängerampel beleuchten. Warum dieses Symbol? Das Steckenpferdreiten erinnert in der „Friedensstadt Osnabrück“ an den Friedensschluss in Osnabrück und Münster von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete

Umgestaltet werden die Ampellichter zunächst an einer einzigen Innenstadtampel, nämlich an der Alten Münze zwischen der Uni-Bibliothek und der Tiefgarage am LedenhofWann dort die neuen Ampelmännchen zu sehen sind und wie genau sie aussehen, ist noch nicht klar. Eigene Ampelmännchen gibt es in Niedersachen bisher schon in Emden und Hameln.

Als ich die Nachricht las, fiel mir noch einmal ein, dass auch unserem Städtchen so ein ganz individuelles Ampelmännchen gut stünde. Das habe ich inzwischen dem Oberbürgermeister Krone geschrieben und auch den Vorschlag gemacht, dazu einen Kiveling zu nutzen. Mal sehen, was daraus wird!

update vom 12. Nov:
„Mal sehen, was daraus wird!“ –  Heute das hier. Angeblich soll ich ein Kivelingsgeschenk ausgeplaudert haben. Hab ich aber gar nicht., s.o. .

500

21. Juni 2012

Am kommenden Wochenende feiert das Osnabrücker Rathaus seinen runden 500. Geburtstag. Stolz sagt Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) : „Mit dem Bau des Rathauses unterstrichen
die Osnabrücker den Anspruch, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen – was sie auch damit dokumentieren, dass sie den gesamten Stadtkern neu gestalten. Das war deutschlandweit einmalig und zeugt von dem Mut, der Entschlossenheit und dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der damaligen Bürgervertreter. Insofern ist das Rathaus von Anfang an das Haus seiner Bürger gewesen. Das war so und das ist auch heute noch so.“

Los geht´s mit einem richtigen Geburtstagsmarathon an diesem Wochenende:  Samstag und Sonntag stößt  jeweils ab 11.15 Uhr ein “Historischer Markt” das Zeitfenster weit auf.  Zugleich öffnen vier Ausstellungen: Im Rathaus selbst geht es um die Baugeschichte, aber auch um “Menschen und Geschichten” von früher bis heute, die Marienkirche präsentiert den göttlichen “Himmel über dem Rat”.

Im Kulturgeschichtlichen Museum wird das Verhältnis der Bürger zu “ihrem” Rathaus beleuchtet – in einem Vergleich zwischen damals und heute, und im Diözesanmuseum wird das “Das gute Werk” präsentiert, eine Gegenüberstellung von hochrangigen Kunstwerken des 15./16. Jahrhunderts und den damaligen Armen-Stiftungen. Die Ausstellungen werden zeitgleich vom 23. Juni bis 18. Oktober präsentiert.

Zahlreiche Einzelveranstaltungen und Spezialangebote, zum Beispiel museumspädagogische Werkstattprogramme, geführte Rathaus- und Altstadtbesichtigungen, eine wissenschaftliche Vortragsreihe, Theater- und Musikangebote und das Suchspiel “Rathausrallye” für Kinder und Jugendliche, schließen sich in den folgenden Wochen an.

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, führt die Veranstaltung “Zeitklang – eine Reise durch 500 Jahre” mit einem musikalisch-theatralischen Programm durch die Räume des Rathauses, und am 9. September lädt das Rathaus zu einem “Tag des offenen Rathauses” ein und bietet allen großen und kleinen Besuchern ein buntes Besichtigungs- und Mitmachprogramm.

Mit dem traditionellen Steckenpferdreiten am 18. Oktober geht dann alles zu Ende. An diesem Tag wendet sich das Ganze wieder vom Rathaus der Bürgerstadt aus dem Jahre 1512 zum überregional bekannten “Rathaus des Westfälischen Friedens”.

Mir gefällt vor allem der Verzicht auf jede Art von modernistischem Tand und Schnickschnack wie Lichtkonzepte und historisierende Spielereien. Auch das unterstreicht das Selbstbewusstsein der Stadt Osnabrück.

Hier gibt es das Faltblatt  zum Osnabrücker Rathausjubiläum zum Herunterladen  –  Und hier die Terminübersicht zum Herunterladen

(Quellen: I-love-os.de, Osnabrueck.de Bild: MrsMyer via de.wikipedia, Lizenz: GNU FDL, )