Gar nicht

8. August 2011

Auf ihrer Wahlkampfseite berichtet die lokale SPD jetzt über eine Veranstaltung des SPD Ortsvereins Brögbern, auf der vor einigen Tagen auch OB Dieter Krone gesprochen hat.  Wir erfahren:

„Oberbürgermeister Dieter Krone ging anschließend auf Probleme der Brögberner Ortspolitik ein. Zum Thema Nahversorgung wies Krone auf laufende Gespräche hin, die hoffentlich erfolgreich geführt werden können. Der OB bekannte sich weiterhin zur Ausweisung von Bauflächen auch in den Ortsteilen und stellte für Brögbern in 2012 neue Bauplätze in Aussicht. Auch der Kindergarten werde in 2013 renoviert und erweitert.

„Das Thema Lärmschutzmaßnahmen in Brögbern wird mit den Anwohnern in einer Bürgerversammlung ausführlich und frühzeitig besprochen“, versprach Dieter Krone. Der Oberbürgermeister ermunterte die Brögberner Bürger bei Geruchsbelästigungen durch die Fleischmehlfabrik neben dem Unternehmen auch das Umwelttelefon der Stadt Lingen oder die Gewerbeaufsicht in Osnabrück anzurufen. Auch bestätigte der OB eine Anfrage zum Bau einer Biogasanlage, aber hier seien noch weitere Gespräche nötig.

Viel Beifall bekam der Oberbürgermeister, als er das Konzept für den öffentlichen Nahverkehr vorstellte. Besonders der Preis von einem Euro pro Fahrt für den Stadtbus, sowie die stündlichen Fahrten auch in den Ferien, wussten zu überzeugen.“

Fazit: Kindergarten ist in zwei Jahren, Nahverkehr ist neu – allerdings ohne den Hinweis, dass das Vorhaben nur ein Versuch ist.  Neue Baugebiete sind für die ganze Stadtentwicklung schädlich (das weiß jeder; es auszusprechen ist aber unpopulär). Ansonsten gibt es unverbindliche Empfehlungen für Telefonate und Ankündigungen von Gesprächen bzw  einer Bürgerversammlung; die komme „frühzeitig“, lese ich, als ob es nicht seit Jahrzehnten stinkt und lärmt und seit Jahren vermaist. Es sind enttäuschende inhaltliche Aussagen, bei denen man sich fragt, wo sie sich von der Sackgasse der alten „Alles-ist-so-großartig-CDU-Politik“ unterscheiden. Ich fürchte fast, gar nicht.

(Hinweis: Fettdruck von mir; Foto: Intakte Umwelt in Brögbern-Beckhook , © dendroaspis2008)

Stadtbus

23. Juli 2011

Die BürgerNahen begrüßen grundsätzlich das Projekt Stadtbus in Lingen, fordern aber eine transparentere Planung. „Wenn die Stadt 285.000 Euro ausgibt, dann sollte sie sich von vornherein klar machen, was sie damit erreichen möchte,“ sagt BN-Vorsitzende Sabine Stüting. „Das Angebot zu verbessern, kann für einige Teile Lingens gewiss erreicht werden. Vor allem die Trennung von der Schülerbeförderung ist lange überfällig. Dass man künftig auch noch abends den Bus nutzen kann, erhöht die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs entscheidend.“

Allerdings könnte es nach Ansicht der BürgerNahen zu Verwerfungen führen, dass einige Stadtteile nicht nur bevorzugt bedient werden, sondern „das bessere Angebot auch noch mit niedrigeren Preisen im Vergleich zu anderen Linien garniert wir“. Offensichtlich befürchteten die Projektverantwortlichen, dass auch ein stündlich verkehrender Bus allein noch nicht ausreicht, um viele Lingener von der Nutzung des PKW abzuhalten.

„Wir wünschen uns, dass die Stadt sich vor dem Start des Projektes klare Zielvorgaben setzt. Jeder Kaufmann weiß, dass die Vorteilhaftigkeit eines solchen Engagements sonst nicht beurteilt werden kann,“ so Marc Riße von den BürgerNahen. „Dazu gehört, dass die Zahl der Fahrgäste erfasst wird und mit der bisherigen Nutzung und der Nutzung anderer Linien verglichen wird. Sollte es solche Zielvorgaben geben, finden wir es schade, dass sie nicht im Vorfeld veröffentlicht werden. Erst dann könnten sich die Bürger eine eigene Meinung zum Projekt bilden.“

Die BürgerNahen regen an zu prüfen, ob eine solche Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Lingen erfolgen könnte. „Wir BürgerNahe stehen für eine transparente Politik. Die Stadt Lingen hätte hier eine gute Gelegenheit, in diesem Sinne die Unternehmen, Verwaltung, Politik und Hochschule einzubinden“, sagt Stüting.